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Gooka: Geh.v. Janatris  

Rückseite ]

Info
Autor 2
 1.5
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Gesamt (2 votes) 3+
 1.2
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 1.2
Name:Gooka: Das Geheimnis von Janatris
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/03
Publisher: Cenega
Entwickler: Centauri Productions
Offiz. Sites: Game, Demo
Links: Dt. Publisher BHV
Hardware: 733Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Serie: ja
USK: 12
Texturqualitätsvergleich
Gooka: Das Geheimnis von Janatris (review von jan)

Gleich nachdem ich hier den Adventure-Rollenspiel-Mix Neverend beschrieben hatte, wurde ich auf "Gooka - Das Geheimnis von Janatris" aufmerksam gemacht, ein Spiel, das gerade in einer 10 € Low Budget Version (DVD Hülle, pdf Handbuch, eine CD, die übrigens nicht zum Spielen verlangt wird) neu veröffentlicht wurde. Das Review soll denen, die ebenso wie ich damals das Spiel beim Erstrelease 2005 übersahen, eine Entscheidungshilfe sein, ob man nicht vielleicht jetzt zugreifen könnte. Kenntnisse über den Vorgänger "Gooka" von 1997 und die Romanvorlage "Gooka und Yorimar" von Vlado Risa (alias Richard D. Evans) sind "eigentlich" nicht nötig. Ich kam jedenfalls gut zurecht, nur einmal, etwa in der Mitte des Spieles bei der Traumfestung, wird man etwas überfahren. Da wird anscheinend auf einen alten Feind aus dem ersten Spiel Bezug genommen, denn ohne Hinführung oder Erklärung "erinnert sich" Gooka und es wird eine neue Gegnerart präsentiert, deren König davon spricht, dass Gooka seine Brüder getötet habe. Solche schlagartigen "Du hast meinen Bruder/Vater/Meister ermordet" Storysprünge kennt man eigentlich nur aus alten Kung Fu Filmen.

Story

Durch das Intro, die ersten Spielminuten, die quasi Tutorial sind, und durch das Journal wird man in die Geschichte eingeführt, die 10 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Spieles "Gooka" spielt. Angesiedelt ist alles im Land Janatris (Oder auf dem Planeten? Im Intro spricht der Erzähler vom Land, im Journal kann man vom Planeten lesen.) zu einer Zeit, ähnlich dem Spätmittelalter. Man kämpft mit Schwertern, fährt mit Segelschiffen übers Meer, es gibt Klerus und Adel. Stichwort Klerus, gebetet wird zu einem Drachengott namens Glux, zu dem der Held und Namensgeber des Spieles Gooka einen guten Draht hat, jedenfalls kann er sich durch Meditation mit ihm unterhalten. Die Freundschaft der beiden scheint Resultat des ersten Spieles zu sein. Die Abenteuer damals haben auch dazu geführt, dass sich Gooka in die Königsfamilie einheiraten und einen Richterposten besetzen konnte. Die Ehe führte zu einem fünfjährigen Sohn, der Job zu langen Geschäftsreisen. Zum Spielstart kommt Gooka von einer solchen gerade zurück und wird von schrecklichen Visionen geplagt, die sich bei Ankunft auch bestätigen. Sein Haus ist verbrannt, der Sohn entführt, die Frau liegt mit Verbrennungen und durch eine Dolchstoß vergiftet im Koma. Ein ziemlich dramatischer Beginn, der etwas im Gegensatz zu dem steht, wie Gooka sich allgemein während des Spieles gibt, denn er legt eine Seelenruhe an den Tag. Schon am Anfang stellt Glux fest: "Ihr seid sehr beherrscht für jemanden, dessen Sohn entführt wurde…". Aber was soll Gooka auch machen? Er steckt nun mal in einem Adventure, d. h. er muss unzählige Leute anreden, Gegenstände verwenden, ständig sagen, dass es so oder so nicht geht etc. Auf jeden Fall macht sich Gooka auf die Suche nach seinem Sohn und Medizin für seine Frau und entdeckt natürlich, dass hinter allem mehr steckt, er nicht nur die Familie, sondern auch gleich Länder/Welten retten muss. Und wer scheint der Übeltäter zu sein? Anfänglich jedenfalls ein männerhassender Frauenverein. Man(n) hat es ja schon immer gewusst. Zur Einstufung "Mittelalter" noch ein Wort, sie passt nicht zu 100%. Es ist eher ein Setting ähnlich dem der Dark Project/ Thief Reihe, d. h. es gibt schon verschiedene Technologien und Mechanismen, damit Gooka und somit auch der Spieler nette Rätselaufgaben gestellt bekommt. Später kommt Gooka dann mit einer hoch technisierten Rasse in Kontakt, so dass auch Computer bedient werden müssen. Zu Beginn des Spieles schüttelt z. B. aber die Händlerin in der nahen Stadt nur verständnislos mit dem Kopf, als Gooka sie auf ein Batterie anspricht. Klar, einfach kaufen ist nicht, für so was muss man schon nach alter MacGyver Art selbst Bestandteile zusammen suchen. Die Stadt wird übrigens bald verlassen, nach einer Seefahrt schlägt man sich durch den Dschungel mit mysteriösen Höhlen, deren Anblick vielleicht auch einem Indiana Jones oder einer Lara Croft das große Zucken in den Fingerspitzen bescheren würde. Es folgt die Traumfestung, wo man "auf Meditationsebene" (oder so) schon mal Kontakt mit der Technologierasse aufnimmt, bevor man ihr, nach dem Besuch beim königlichen Schwiegervater und Erschlagung des dortigen Monsters (Leider gibt's als Belohung keine Prinzessin, die hat man ja schon.), endgültig zum großen Showdown auf ihrem Hoheitsgebiet entgegen tritt und Sohnemann rettet. Anzumerken ist noch, dass die Geschichte viel durch Journaleinträge und das Gedankenlesen der NPC´s vorangetrieben wird, darum sollte man diese Fähigkeit bei jeder Person anwenden und jeden Eintrag nachlesen, man hört durch ein Geräusch, wenn ein neuer dazugekommen ist. Auch auf die Technologierasse, die wie schon angesprochen der Spieler etwas Knall auf Fall präsentiert bekommt, wird etwas später in der zweiten Bibliothek noch einmal eingegangen, sodass sich schlussendlich betrachtet die Geschichte doch rund und stimmig gibt. Wichtig dabei, der Bibliothekar muss unbedingt auf die Götter angesprochen werden, d. h. wenn diese Gesprächsoption noch nicht angeboten wird, muss er später noch einmal aufgesucht werden, da man sonst einiges Wissenswertes verpassen würde und es im Spiel auch später beim Wissenschaftler nicht weiter geht (Also falls es beim Wissenschaftler hängt, noch mal zur Bücherei laufen - es hat lange gedauert bis ich dahinter kam…). Und es darf nicht unerwähnt bleiben, dass in Dialogen hier und da kleine Fehler stecken. So wird z. B. beim Gespräch mit dem Bibliothekar gesagt, "Ich schaffte es nur dank euch und dem Bibliothekar", oder der Kapitän gibt Angeltipps, Gooka bedankt sich und wünscht ihm einen guten Fang, obwohl der doch ein Transportschiff lenkt und Gooka selbst auf Beutezug gehen will. Auch beim Wächter der Phytonkönigin soll man sich nicht wundern, wenn er fragt, ob man die Königin besuchen will und bei einer positiven Antwort einem seine Waren anbietet. Er ist halt der Händler für dieses Setting.

Grafik und Sound

Hier muss ich zuerst ansprechen, dass sich meine ATI Grafikkarte (Mobil Radeon) nicht gut mit dem Spiel verstand, mein erster Eindruck von der Optik war niederschmetternd. Mit der Auflösung 1024*768 und 32 Bit traf auf die Texturen nicht mehr der Begriff "verwaschen" zu, "abgewaschen" sah es aus. In den Gesichtern konnte man nur erahnen, wo Augen, Münder und Nasen sein sollten. Da half auch kein Durchprobieren aller Antialias-, Filter-, und Mipmapeinstellungen und Herumtüfteln mit Detailtexturen. Mit 16 Bit bei gleicher Auflösung war dann die Texturschärfe besser, aber nicht besser als das, was man von Tomb Raider (ja ich spreche vom ersten Teil) kennt. Die Armaturen beim Rätsel mit den 3 Manometern (siehe Screenshot) waren jedenfalls nicht richtig zu entziffern, was natürlich ein Problem darstellte. (Vom Abschlussrätsel bei dem es unter anderem gilt über Beobachtungskameras Codes zu erspähen ganz zu schweigen) Mit der Nvidia Karte, die in meinen PC steckt, gab sich das Spiel optisch deutlich besser. Ich rate dazu vor einem eventuellen Spielekauf, es mittels Demo selbst auszuprobieren (In der ersten Stadt gibt es ein Schild "Arena" wo man testen kann, ist es nicht zu entziffern, wird es später bei den Armaturen nicht besser sein). Die Screenshots wurden am PC erstellt und zeigen eine Grafik ähnlich der von Gothic, besonders die Figurenmodelle sind auf gleichem Niveau. Die Darstellung von Wald ist in Gooka etwas spärlich ausgefallen, man begnügte sich damit rechts und links des Weges einfach eine Waldtextur aufzukleben, aber in einem Adventure sollte ja auch die Spielwelt etwas "kompakter" sein. Wer will schon einen ganzen Wald nach Rätselgegenständen durchsuchen? Auch bei der Visualisierung vieler Rätselgegenstände gab man sich sparsam, es wurde oft auf 3D Modelle verzichtet und nur ein 2D Bildchen fürs Inventarmenü gefertigt. Darum sollte man sich nicht wundern, wenn man vor einem Regal steht, unten rechts wird angezeigt, dass dort eine Schüssel zum Aufnehmen bereit liegt, man sie aber beim besten Willen nicht erspähen kann. Einfach Aktion drücken und schon ist der Gegenstand aufgeklaubt. Hinderlich fürs Spielen ist dies auf keinen Fall, man läuft halt fröhlich durch die 3D Landschaft und wird aktiv, wenn eben unten rechts eine Einblendung erfolgt, netter Weise wird dabei auch noch ein akustisches Signal abgespielt, so dass wirklich nichts "übersehen"/überhört werden kann. Es sieht nur hier und da ulkig aus, wenn Gooka z. B. beim Batterie Zusammenbasteln geschäftig hantiert, die Hände aber leer sind. Dafür gab man sich bei der optischen Präsentation der Zaubersprüche in den Rundenkämpfen Mühe. Beim Sound gibt es Höhen und Tiefen ;-). Die Musik in den unterschiedlichen Settings ist meist gelungen, mittelalterliche Jahrmarktsmusik am Anfang in der Stadt, Urwaldklänge im Dschungel, erhabene Klänge, wenn man durch die königlichen Hallen wandelt, nur das treibende Gitarrengeschrammel und Synthesizergedudel in der Traumfestung (und ganz unpassend, auch bei den Geschicklichkeitssachen) fällt da aus dem Rahmen. Die deutschen Synchronsprecher machen einen wirklich tollen Job, für das was sie sagen können sie ja nichts, denn leider ist der Text oder besser gesagt die Wortwahl oft etwas unpassend. Beispiele: "Welch Tragödie. Der Schlüssel lässt sich nicht drehen" oder " Kommandant, es wäre hilfreich, wenn Ihr das Kaiganilager durchsucht, um den Tod Kaiganis zu beschleunigen, das wäre sehr wichtig für mich…" Mein Lieblingssatz ist aber die Antwort eines Matrosen auf hoher See "Ihr könnt mich stets hier antreffen. Ich habe nicht vor das Schiff zu verlassen." Es ist erstaunlich (und erfreulich) wie viel Sprachausgabe es gibt, besonders wenn man sich vor Augen führt, dass die Installationsgröße des Spieles bei nur 370MB liegt. Alle Dialoge, und das sind nicht wenige, sind vertont. (Nur beim Gedankenlesen, des Kommandanten wurde etwas übersehen, das bekommt man auf Englisch zu hören) Für die Ächzgeräusche im Kampf wurden anscheinend nicht die deutschen Synchronsprecher extra bemüht, sondern man nahm die originalen. Sie klingen schon etwas mehrwürdig und übertrieben.

Steuerung

Das Spiel wechselt munter zwischen 3rd Person Sicht, mitlaufender Kamera von oben und feststehender Kamera umher, das kann hier und da für kurzzeitige Verwirrung sorgen, beeinträchtigt die Spielbarkeit aber nicht entscheidend. Man kommt nach einer Weile gut damit zurecht. Entgegen anderen Spielen, wo man bei feststehendem Kamerawinkel nach jedem Bildwechsel schauen muss, welche Taste jetzt "vorwärts" ist, bleibt dies bei Gooka gleich. Es gibt eine "in Blickrichtung vorwärts" Taste, eine Rückwärtstaste, zwei Tasten um Gooka rechts bzw. links zu drehen, eine Inventar, eine Aktions- und eine Aktion abbrechen Taste, dazu noch die "Rennen" Taste für Ungeduldige. Das Spiel ist komplett mit Tastatur spielbar. Die Tasten sind frei konfigurierbar, dies muss aber im Optionsmenü außerhalb des Spiels erfolgen. Auch allein mit einer (fünf Tasten) Maus ist das Spiel steuerbar: rechts-links drehen (in der 3rd Person Sicht auch Blickwinkel oben-unten) mit den Achsen, was aber etwas fummelig ist, da die Mausempfindlichkeit hoch und nicht verstellbar ist. Ich bewegte mich mit Tastatur und griff nur in Menüs und im Kampfbildschirm ab und zu zur Maus, das Mausrad nutze ich aber ausgiebig. Durch das Drehen des Mausrades spart man sich das Inventaraufrufen und kann sehr schnell den aktiven Inventargegenstand wechseln und so in kurzer Zeit alle Gegenstände am jeweiligen Rätselort durchprobieren. Das Ganze geschieht wie folgt: Ist Gooka in Reichweite einer wichtigen Sache (Truhe, Mörser oder ähnlichem) oder eine wichtigen Person, bekommt man dies im Bildschirm unten rechts eingeblendet und man kann damit per Aktionstaste interagieren. Entweder Gooka schaut sich den Gegenstand an, nimmt ihn, wenn dies möglich ist, bzw. spricht die Person an, oder (falls der passende ausgewählt ist) verwendet einen Inventargegenstand, der unten links eingeblendet wird an eben dieser Stelle. Die Fähigkeit "Gedankenlesen" wird ebenso als anwählbarer Inventargegenstand gehandhabt. Mit der Steuerung kommt man im Großen und Ganzen gut zurecht, nur das Umherlaufen über die Feuerfliesen (man muss stets richtig getimed auf das Feld laufen, das gerade "Feuerpause" hat) war etwas haarig. Neben der Steuerung war daran aber auch der etwas ungünstige, da schräge Blickwinkel verantwortlich, und irgendwie hätten die Spieledesigner es auch kürzer halten können. Es gilt in einem verwinkelten Pfad über ganze 13 Felder zu huschen.

Gameplay:

Anders als bei Neverend ist das Verhältnis Adventure/Rätsel zu Rollenspiel/Kampf deutlich zu Gunsten ersterem ausgefallen. Das Rätseln geht gut von der Hand, die Aufgaben sind meist hinreichend im Journal erklärt (wie das Herstellen der Batterie) und wenn nicht, dann sind die möglichen Kombinationen überschaubar. Man läuft das jeweilige Setting (Stadt, Schiff, Küste, Höhle usw.) ab, merkt, wenn unten rechts ein wichtiger Ort angezeigt wird (dazu ertönt das Signalgeräusch), stehen da Kisten wird man was Interessantes finden, steht da z. B. eine Reibe auf dem Tisch, probiert man alles aus (die Anzahl der Inventargegenstände hält sich immer in Grenzen). Irgendetwas soll man da schon reiben, auch wenn es die tote Ratte ist, die man vorher in einem Kampf erbeutet hat. Irgendwie wird geriebene Ratte schon bald Verwendung finden. Auch wenn es sich bei dem Beispiel vielleicht nach abgedrehten, skurrilen Rätsel anhört, die einen (oder zumindest meine Person) in anderen Adventures in den Wahnsinn treiben, bleibt man in Gooka diesbezüglich weitgehend verschont. Ich empfinde das als sehr angenehm. Dazu kommen Aufgaben wie das Knobeln (also das Würfeln um Geld) oder eine Art Verschieberätsel, in dem man Tiere locken und drehen muss, damit man sich ein Weg durch die "Herde" bereitet und von ihnen "ungesehen" durchlaufen kann. Auch gibt es verschiedene komplexe Schalterrätsel, Maschinen zu bedienen, über Tritt- und Feuerplatten zu laufen, durch ein Teleporterlabyrinth zu kommen, Waagen auszubalancieren und einiges mehr. Am schönsten fand ich so einer Art "Setzkastenspiel", einmal mit Buchstaben, einmal mit Partikeln, mussten die Sachen so angeordnet werden, dass es in Spalten und Linien "passte". Ein guter Zeitpunkt um auf die verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu sprechen zu kommen, ich zitiere (verkürzt) das Handbuch:

Einfache Kämpfe, einfache Rätsel - die Gegner in den Kämpfen sind eher schwach; die Rätsel im Spiel sind vereinfacht; wenn Gooka an ein aktives Spielelement kommt und vorher ein für dieses Element anzuwendendes Objekt in seinem Inventar ausgewählt hat, wird das Objekt markiert.

Normale Kämpfe, einfache Rätsel - die Kampfstärke der Gegner ist normal, wenn Gooka und seine Freunde Aktionen ausführen und ihre Körper- und Geistesstärke dafür zu gering ist, kostet sie diese Aktion einen bestimmten Anteil ihrer Gesundheit; die Rätsel im Spiel sind vereinfacht…

Harte Kämpfe, normale Rätsel - die Kampfstärke der Gegner ist normal; die Attribute der Gegner werden nicht angezeigt; Cheats können nicht eingesetzt werden; wenn Gooka…; die Rätsel im Spiel sind normal schwierig.

Als Beispiel, beim "Partikelsetzkasten" bekam man auf leicht und normal vier Startwerte, d. h. vier Partikel waren schon an ihrer richtigen Position, auf schwer gab es keine Starthilfe. Der Schwierigkeitsgrad kann jederzeit gewechselt werden, ich spielte zumeist auf schwer, nur beim wirklich komplexen Endrätsel schaltete ich runter, da es dort doch etwas übertrieben wurde. Neben Codes besorgen und ein Rezept für eine Substanz finden, muss man auf hart auch noch beim Substanzmischen rätseln, da beim Schaltpult auf diesem Schwierigkeitsgrad keine Tastenerklärung (wie 3I, 4U usw.) angezeigt wurde. Das was dann doch eine Spur zu viel, und wenn ich schon beim Eingestehen bin, bei einem Rätsel habe ich auch die Waffen gestreckt und nach der Lösung gegoogled, aber als komplett unmusikalischer Typ war bei mir mit dem Nachspielen einer Tonfolge auf einem merkwürdigen Tasteninstrument wirklich nichts zu machen. Der Grund, warum ich den Großteil des Spieles auf schwer bestritt, lag übrigens auch im Action/Rollenspielteil des Spieles begründet, auf den ich jetzt zu Sprechen komme. Ganz klar muss man sagen, wer sich Gooka unter dem Aspekt Rollenspiel kauft, wird etwas enttäuscht. Dies bedeutet nicht, dass dieser Teil nicht unterhaltsam sei, er ist einfach nur etwas kurz, zu schlicht geraten. Insgesamt gibt es 25 Kämpfe zu bestehen, was die Charakterentwicklung etwas einschränkte, da man nur durch Kämpfe seine Werte verbessern kann. Je nachdem wie man die Kämpfe bestritt, steigerte Gooka sich in Stärke, Geistesstärke, Geschwindigkeit und Gesundheit. Wer viel zuhaut bekommt natürlich Stärke erhöht, wer mehr mit Feuerbällen um sich wirft Geistesstärke. Bei Gesundheit geht es darum auch mal im Kampf eins auf die Mütze zu bekommen, wer immer alles ohne Wunden übersteht, bleibt über den Daumen bei seinen anfänglichen Lebenspunkten. Dies ist auch der Grund, warum ich die Kämpfe auf schwer spielte, ja zum ersten Mal in meinem Leben habe ich regelrecht nach Schlägen gebettelt ;-). Werte verbessernde Gegenständen gibt es natürlich auch, aber viel mehr als ein paar Schwerter sind im Spiel nicht zu finden. Es ist alles halt sehr schlicht gehalten. Da es bei den 4 Kämpfen in der Traumfestung keine Fertigkeitenverbesserungen gibt und man den Endkampf (nichts Aufregendes, dafür ist das Abschlussrätsel schön komplex, aber nachvollziehbar) ebenfalls abzieht, stehen nur 20 Kämpfe für die Charakterentwicklung zur Verfügung. Bei manchem Kampf wird man außerdem mit einer neuen Fähigkeit (physisch oder mental) belohnt. Ansonsten kann man sich Fähigkeiten als Dank für geleistete Nebenquests aussuchen, davon gibt es deren drei, alle anderen Aufgaben sind direkt mit dem Weiterkommen im Spiel verbunden, so auch das Urgestein in Sachen Rollenspielquests, das Beseitigen einer Rattenplage in einem Keller. Da muss auch ein hoher Richter durch (jedenfalls in diesem Spiel). Vor simplen Botengängen, dem anderen immer gern genommenen Quest, bleibt man ebenso nicht durch die Amtswürde verschont. Nicht nur diese beiden Sachen scheinen Reminiszenz an die Anfänge von Computerrollenspielen bzw. Videospielen im Allgemeinen zu sein, jedenfalls deute ich das "Münze einwerfen" in der Einblendung, wenn Gooka im Kampf das Zeitliche segnet, auch in diese Richtung. Schön an den Kämpfen fand ich, dass nachdem einer bestanden war, die Lebenspunkte wieder aufgefüllt werden, man den nächsten also immer mit jeweils voller Lebenspunktzahl beginnt. Heiltränke und Heilzauber sind also nur fürs Überleben im jeweiligen Kampf nötig. Ebenso wie Lebenspunkte wiederhergestellt werden, sind auch eventuelle Mitstreiter, die im Kampf danieder lagen, nachher wieder wohl auf. Begleiter anwerben gibt es zwar nicht, aber an mancher Stelle im Spiel sind Mitstreiter vorgesehen. Weniger schön ist, dass es nicht wie bei Neverend Anzeigen gibt, wer als nächstes womöglich den Zug hat, so sitzt man einfach vor dem Monitor und wartet, sieht den Feind angreifen, dann vielleicht noch einmal, und noch einmal, das kann schon ein klein wenig nerven. Wichtig zu sagen wäre auf jeden Fall noch, dass die Werte der Gegner jedes Mal neu ausgewürfelt werden, d. h. nachdem einen gerade die Räuberbande den Hintern versohlt hatte, kann man es gleich wieder probieren, vielleicht trifft man diesmal auf ihre schwächeren Brüder… Vor den meisten Kämpfen wird vom Spiel vorsorglich ein Autosave angelegt, trotzdem sollte man auch selbst ab und zu speichern. Speichern ist jederzeit, Ausnahme während des Kampfes, möglich.

Meinung

Das war ein Spiel für mich. Ok, natürlich nicht das Musikrätsel und auch bei dem Geschicklichkeitstest mit den Feuerfliesen habe ich bestimmt 20 mal versagt, bevor ich es geschafft hatte, aber endlich war da mal ein Spiel, was mich in Sachen Rätsel durchweg gut unterhalten hat. In Point & Click Adventures gibt es meist nette Rätsel, genauso wie auch in den Actionadventures einer Lara Croft oder eines Indiana Jones, nur finden sich in einigen leider auch zu oft "hirnrissige" Sachen, in denen ich auch nach dreimal um die Ecke denken nicht drauf komme (und daher allzu leicht an die Decke gehe) und bei der anderen Sparte sind mir oft die Sprungpassagen ein Graus (ja richtig, auch da bin oft an der Decke anzutreffen, wenn meine Spielfigur im x-ten Versuch wieder nicht die Kante oder Plattform erwischte). Diese Spielspaßbremsen fand ich halt in Gooka nicht, (fast) nichts trübte die Spielfreude bei mir. Auch beim Kämpfen hatte ich Spaß, sah es da auch nicht so verbissen und es war immer spannend zu sehen, ob die gewählten Aktionen ausreichen, um die Gegner in die Schranken zu weisen und wenn nicht, wurde entweder eine neue Strategie zusammengelegt oder einfach geschaut, ob der Gegner beim nächsten Versuch etwas schwächer daher kommt. Für mich ein gutes Spiel.


Geschrieben am 27.02.2006, Testkonfiguration: AMD1700+, 512MB, Geforce3, OnboardSound
 



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