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God of War  

Rückseite ]

Info
Autor 1
 2.5
 1.5
 2.5
Gesamt (37 votes) 1
 2
 1.5
 2.4
Name:God of War
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2005/03
Publisher: Sony
Entwickler: SCEA
Offiz. Sites: Game
Hardware: Playstation2
System: Playstation2
FFeedback: ja
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: In Deutschland nicht offiziell erschienen
USK: keine
God of War (review von nali_warcow)

Nicht nur in der heutigen Zeit gibt es Konflikte, auch die Antike bietet ein breites Spektrum, was Menschen alles schaffen oder insbesondere auch zerstören können. Statt ein weiteres Spiel mit aktuellem oder futuristischem Hintergrund zu entwickeln, haben sich die Entwickler von Sony Computer Entertainment America entschlossen, ein glücklicherweise nicht ganz so verbrauchtes Setting zu wählen. Griechen und Götter bieten da eine breite Palette an Möglichkeiten für ordentliche Action. Wem Warrior Within zu harmlos war oder zu wenig Action hatte, sollte sich angesprochen fühlen. Was das Spiel neben viel Blut noch alles bietet, soll das Review klären.

Es deutet sich schon an, viel Blut ist natürlich nichts für die USK und BPjM. Somit war fast klar, dass God of War keine Alterseinstufung erhalten hat und somit jederzeit indiziert werden kann. Das macht den Verkauf hierzulande natürlich etwas schwerer und somit gibt es auch keine Version in deutschen Kaufhäusern, u.a. auch, weil Sony es so auch nicht in Deutschland vertreiben wollte. Doch wer beim Spielefachhändler oder Importgeschäft nachschaut, kommt problemlos an die existierende deutsche Version, die mehrsprachig und ungeschnitten ist.

Kratos, Spielball der Götter

Das Spiel beginnt für den Spieler etwas unverständlich. Kratos steht angeschlagen auf dem höchsten Berg Athens und hat nichts anderes zu tun, als sich nach unten zu stürzen um sein Leben zu beenden. Wieso es dazu kommt, dass Kratos diesem Entschluss trifft und weshalb er alles andere als ein freundlicher Zimmergenosse ist, offenbart sich im Spielverlauf. Eigentlich war Kratos ein Spartaner unter vielen. Doch im entscheidenden Moment hat er sich zu einem Spielball des Gottes Ares gemacht und zieht seitdem schon 10 Jahre als Kriegsmaschine durch die Welt. Neben den blutigen Kämpfen wird er von Albträumen und Visionen geplagt, die an seinen Nerven zehren, aber Rettung scheint nahe und Athene gibt ihm einen Funken Hoffnung. Eine Aufgabe muss noch erledigt werden, dann könnte er vielleicht erlöst werden. Der Kriegsgott Ares greift Athen an und Kratos soll die Stadt retten und den Gott töten. Doch das ist ein langer Weg für einen Sterblichen und es geht nur mit der Büchse der Pandora…

Auch wenn es im Spiel primär um Actioneinlagen gegen Gegnermassen oder aber auch einige wenige, dafür aber stärkere Exemplare geht, wird dennoch eine ansehnliche Hintergrundstory präsentiert. Man erfärht nach und nach, wieso Kratos zu dem wurde, was er ist, wie er zum Spielball der Götter wurde und wie sich seine Zukunft ergibt. Neben den Actionsequenzen wird auch auf kleinere Sprung und Kletterpassagen gesetzt, wenngleich in nicht ganz so komplexem Umfang wie beim Prinzen. Bei God of War steht die Action im Vordergrund.

Action mit kleinen Denkeinlagen

Fast ist Kratos am Ziel. In der Ferne sieht er schon den Tempel des Orakels. Doch der Weg wird schwerer, als man meint. Noch bevor er dazu kommt, die Stufen zum monumentalen Bauwerk hochzusteigen, greifen die Gegner an. Von allen Seiten kommen untote Soldaten. Also wird es Zeit die beiden an Ketten befindlichen Chaos-Klingen zu zücken. Mit einigen schwungvollen Bewegungen bekommen die ersten Gegner dann auch gleich einige Treffer ab. Gut, dass man hier gerade Erfahrungspunkte in ein Update investiert und somit neben höheren Schaden auch einen neuen Move gelernt hat. Bevor man nun in der Ecke eingekesselt wird, vollführt der Held zwei schnelle Rollen zur Seite und fällt den langsamen Angreifern in die Seite. Doch von hinten kommen bereits die nächsten Wellen, so dass auch ein Abblocken der Angriffe der Gesundheit gut tut. Mit einem kleinen Hopser weg von den Feinden verschafft man sich gerade etwas Luft, als weitere Gegner eintreffen. Doch hierbei handelt es sich leider nicht um die leicht zu bezwingenden Soldaten, sondern zwei Gorgonen. Diese schlangenhaften Wesen setzen auch gleich ihren Spezialangriff ein. So ein Blick lässt selbst den stärksten Helden blitzschnell zu Stein erstarren. Nun heißt aber erst mal, sich möglichst schnell mit ruckartigen Seitwärtsbewegungen aus dieser Misere zu befreien, bevor es den neuen Angreifern an den Kragen geht und Kratos zum Gegenangriff über geht. Während der Gorgone inzwischen dank der Klingen und etwas Nachhilfe göttlicher Macht in Form von Blitzen zu Boden geht, ist der andere schwer angeschlagen. Daher setzt Kratos zum entscheidenden Finish-Move an. Ein Sprung und er hat den Kopf erfasst. Nun geht der brutale Kampf dem Ende zu. Schnell eine halbe Drehung nach links, dann eine nach rechts und schließlich eine 360-Grad Bewegung und Kopf und Körper sind getrennt und bringen ordentlich Erfahrungspunkte. Nun kann es endlich in den Tempel des Orakels gehen. Viel Zeit zum Überlegen bleibt jedoch nicht, viele Harpyien greifen an und kommen in scheinbar unendlichen Strömen aus den beiden Löchern in den Wänden. Da wird man auch mit allen Waffen nichts erreicht können. Was also tun? Da fällt schließlich der Blick auf die beiden Statuen am hinteren Ende des Tempels, die jeweils ein Schild in der Hand halten. Diese Statuen könne man doch vielleicht bis vor die Löcher in der Wand schieben, so dass die Plagegeister gar nicht erst reinkommen können. Ist das endlich unter laufenden Feindangriffen geschehen, kann sich Kratos etwas umsehen und nach dem Orakel im Tempel suchen….

Die Rettung von Athen

Das Spiel beginnt nicht direkt in Athen, die Entwickler haben sich als kleinen Appetitanreger und für das Tutorial eine actionreiche Passage auf Schiffen ausgedacht. Hier kämpft der Held noch nicht gegen die Bedrohung Athens, sondern gegen sehr aggressive Hydras. Tutorialmäßig wird dem Spieler nach und nach die simple und verständliche Bedienung schnell und ohne Umschweife in kleinen Häppchen nähergebracht. Dank eines hier sehr linearen Levels kann man sich dabei auch nicht verlaufen und lernt gleichzeitig alle wichtigen Elemente kennen. Beim grundlegenden Gameplay greift God of War auf überwiegend bekannte Elemente zurück, wie man sie aus z. B. Knights of the Tempel, Prince of Persia und anderen vergleichbaren Actionspielen kennt. Von den drei Hauptaspekten Kampf, Klettern und Erforschen setzt das Spiel ganz klar auf Action. Immer wieder kommt Kratos in Bereiche, in denen eine Tür ins Schloss fällt oder sich ein Kraftfeld aufbaut, um dann im Kampf eine oder mehrere Gruppen an Gegnern zu besiegen. Erst danach kann man weiterziehen. Aber auch dazwischen kommt es immer wieder zu Kämpfen, wenn man sich durch schmalere Gänge bzw. eng abgegrenzte Wege bewegt. Anfangs noch auf dem Schiff, später dann in den Straßen von Athen unterwegs, durch unterirdische Kanäle, Tempel, die Wüste und einem Tempel mit allerlei Prüfungen der Götter, der auf dem Rücken eines Titanen durch die Wüste getragen wird. Aber auch ein Abstecher ins Reich der Toten, dem Hades, steht auf dem Programm. Die Entwickler haben sich dabei sehr viele Mühe gegeben, die Schauplätze unterschiedlich, abwechslungsreich aber dennoch insgesamt zueinander stimmig zu gestalten, was auch sehr gut gelungen ist. Doch neben einfach Passagen, in denen man nur einem Gang oder Pfad bis zum Ziel folgen muss und dabei eventuelle Gegner beseitigt, gibt es auch einige kleine Rätsel zu lösen. Diese beschränken sich dabei glücklicherweise nicht nur auf das Schalterdrücken. Da gilt es Mechanismen zu überlisten, indem man mit Kisten Tore offen hält, es gilt eine riesige Statue aufzurichten und den Stein, den diese trägt, ins Rollen zu bringen oder Objekte entsprechend auszurichten. Diese Aufgaben sind zwar meist nicht so schwer, nur muss man mitunter auch erst mal darauf kommen, was getan werden muss. Da versteckt sind dann auch schon mal ein Ausgang im Sockel einer Plattform unter Wasser, die auch nur für kurze Zeit auftaucht. Gerade zeitkritische Aufgaben sind mehrfach vorhanden. Da muss eine Kiste schnell durch einen Gang gebracht werden, bevor die Zeit abläuft und Fallen aus dem Boden kommen, da gilt es Gegner schnell genug zu beseitigen, so dass die magischen Barrieren verschwinden, damit man von den Holzplanken verschwinden kann, bevor sich diese nach unten hin öffnen oder man muss einen Hindernispacour unter Zeitdruck überwinden. Auch sehr lustig ist es, eine Kiste auf einem Förderband in die entgegengesetzte Richtung zu transportieren, von Gegnern angegriffen zu werden und dahinter arbeiten die "Mühlsteine" direkt über dem Band. Auch dabei sind natürlich typische Tomb Raider & Co Aufgaben, wo es gilt, großen Steinbrocken auszuweichen, durch Stachelfallen zu kommen oder beispielsweise in einem Raum, in dem lauter Sägen herumflitzen, innerhalb eines knappen Zeitlimits beide Schalter zu betätigen und den Raum zu verlassen. Solche Fallen findet man auch unter Wasser. Ebenso gibt es einige Sprung und Kletterpassagen an Wänden, Vorsprüngen, etc.

Gespeichert wird an jeweils fest vorgegeben Stellen, wobei deren Entfernung jedoch sehr stark schwankt. Entweder zu weit auseinandner oder zu nah beieinander. Gerne hätte ich so manche Stelle im Nachhinein erneut gespielt, was jedoch wegen lediglich vier Saveslots nicht geht. Zum Glück gibt es Vor jeder schwereren Stelle immer ein Speicherpunkt und außerdem auch noch recht viele automatische Checkpoints, was gerade bei so manchen Sprüngen, Fallen oder Kletteraufgaben positiv ist. Gerade bei den Kletterpassagen an einem Seil, wenn dazu noch Gegner kommen und einen leicht runterreißen, ist man dafür recht dankbar. Im Prinzip stimmt die Mischung aus Kampf, Fallen, Checkpoints und Spielspaß auch weitestgehend. Doch stellenweise wurde auch etwas übertrieben. Insbesondere im Hades zieht sich so mancher Balanceakt waagerecht auf drehenden Balken mit Messern bestückt, über die man balancieren muss oder auch senkrecht stehende Säulen mit Messern, an denen es hochzuklettern gilt, recht lange und nicht ganz so spaßig hin. Nach etwa 8 bis 10 Stunden hat man das Spiel dann auf einem der vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade gemeistert. Die ersten drei stehen von Anfang an zur Verfügung und der höchste muss erst freigeschaltet werden. Auch wenn das Spiel sehr viel Wert auf Action und Fallen legt, so wurden die Schwierigkeitsgrade recht gut ausbalanciert und auch Einsteiger sollten mit dem untersten durchaus in der Lage sein, das Game zu beenden. Neben dem Schwierigkeitsgrad gibt es auch weitere freischaltbare Extras auf der Disk. Neben Trailern und einem "Making of", das bereits von Anfang an zu sehen ist, kann man auch nicht genutze Level/ Gegner anschauen oder in einem Herausforderungsmodus 10 schwere Aufgaben lösen.

Buttonhämmern bis der Arzt kommt

Bei der Steuerung wurde auf eine überwiegend sehr durchdachte und eingängige Steuerung geachtet. Während man mit dem linken Stick Kratos durch die Gegend steuert, übernimmt der andere Stick nicht, wie man vermuten könnte, die Kameraansicht. Mit dem rechten Stick werden entsprechenden (Ausweich-)Rollen betätigt. Die Kamera selber folgt dem Spieler automatisch und man kann diese nicht ändern. Das ist jedoch auch etwas der Knackpunkt. Überwiegend funktioniert die automatische Kamera klasse und gerade in engen Räumen ist die manchmal feste Position sehr gut und man kann sich auf's Kämpfen konzentrieren. Andererseits gibt es auch die ein oder andere vielleicht nicht jedem passende Kamerafahrt/-verfolgung. Mal ist es ein Kameraschwenk, dann geht die Kamera komplett mit und fährt hinter dem Spieler her. Sehr ungünstig sind da teilweise entsprechende Ansichtswechsel, die dann sehr ruckartig erfolgen und sich dadurch die Steuerungrichtung ändert und der Held dann in die falsche Richtung läuft. Zum Spielen ist die Kameraautomatik dann ja noch insgesamt ok und verständlich, gerade auch weil Ausweichen sehr wichtig ist. Nur beinhaltet das Spiel auch Erkundungsaktionen, um Secrets & Co zu finden und dafür hätte man doch ganz gerne selber die Kamerakontrolle. Zudem ist die Landschaft ja auch sehr schön gestaltet und die hätte ich mir auch gerne etwas näher angesehen, als nur aus festen Positionen. Die Steuerung funktioniert ansonsten recht gut, lediglich das Balancieren auf schmalen Vorsprüngen oder drehenden Balken ist leicht schwammig und verzeiht kaum Fehler. Neben Springen und Aktion kann Kratos ansonsten noch auf Waffen und Magie zurückgreifen. Magie gibt es nach und nach in Form von vier Götterkräften. So kann man die Gegner auf Entfernung mit Blitzen angreifen oder sie versteinern. Genauso wie die Götterkräfte kann man auch die beiden Waffen verstärken. Sie verursachen dann nicht nur mehr Schaden, sondern auch neue Angriffsmöglichkeiten. Nicht nur für diese Kombos muss man ordentlich auf die Tasten drücken, wenn man die Gegner mit einfachen und schweren Schlägen - vielleicht noch aus der Luft - angreifen will. So leuchtet bei jedem Gegner, wenn dieser fast besiegt ist, die Nahkampfattacke auf und je nach Gegnertyp gibt es dann entsprechende Special-Moves. Während einige Gegner nur auf dem Boden zusammengeschlagen werden, gilt es beispielsweise bei Zyklopen, ein kleines Minispiel zu absolvieren. Einfach die aufleuchtenden Buttons im richtigen Moment drücken und Kratos huscht unter dem Gegner durch, bohrt ihm die Waffen in den Rücken, springt auf ihn und vollführt dann einen Finishing-Move am Kopf. Bei Minotaurus dagegen gilt es ein kleines Armdrücken mit der Kreistaste zu bestehen und dem Unglücklichen wird auf dem Boden die Klinge in den Mund gestoßen. Sehr wichtig ist es bei den Zwischengegnern auf die richtigen Tasten im richtigen Moment zu drücken. Einen davon bekommt man schon sehr früh auf dem Schiff zu sehen. Hier tauchen immer wieder Hydraköpfe auf und mit entsprechenden Tasten weicht man dem Viech aus und greift selber an. Gerade diese Bosskämpfe sind extrem spannend gemacht. So beispielsweise der Showdown der Hydra. Den beiden ersten Köpfe hat man rasch genug Schaden zugefügt, so dass diese kurze Zeit später schlapp auf dem Deck liegen. Da heißt es dann schnell die Kisten an der Seite hoch und das Seil am hängenden Gewicht durchtrennen, so dass der Hacken am unteren Ende sich durch das Tier bohrt. Bei der großen "Mama" muss man dann schon mehr leisten. Hier muss man mehrfach den Kopf erwischen und gegen den Mast schlagen, bis dieser oben absplittert und dann im Zweikampf der Kopf nach unten durch diesen gezogen werden kann. Aber auch in Kämpfen muss hektisch auf die Buttons gehämmert werden. So muss man sich im Kampf auch mal durch schnelle links/rechts Bewegungen von Gegnern befreien, der Versteinerung entfliehen oder den Gegner abschütteln, der einen nach unten ziehen will, während man am Seil hängt. Nicht nur die Gegner hinterlassen je nach Typ und Kill die drei unterschiedlichen Sachen Erfahrung, Magie und Gesundheit. Ähnlich wie bei Fable gibt es hier unterschiedlich farbige Kügelchen. Doch diese muss man nicht einsammeln, sondern sie werden automatisch aufgesogen, wenn man in der Nähe ist. Grün füllt die Gesundheit auf, Blau den Manavorrat und Rot ist Erfahrung. Wie viel Erfahrung man bekommt, hängt auch vom Kampfmultiplikator ab, der weiterzählt, so lange man keine längere Pause macht oder getroffen wird. Mit diesen Punkten können dann Waffen und Götterkräfte verbessert werden. Schade ist es, dass diese sehr imposanten Zwischengegner eher selten sind. Da haben die Entwickler nach der Hydra am Anfang ihr Pulver für eine ganze Weile verschossen. Erst gegen Ende gibt es da wieder was. Leicht Ähnliches trifft auch auf die Gegner zu. Schon recht bald hat man sehr viele davon gesehen und es gibt wenig Abwechslung. Insbesondere die "leichten Gegner" wie Soldaten werden sehr, sehr häufig verwendet. Auch wenn das Game recht kurz ist, so empfand ich die Kämpfe doch gegen Mitte / Ende teilweise als zu eintönig. Es scheint, als wären ihnen die Gegner ausgegangen, damit das Spiel rechtzeitig im Laden steht.

Grafik & Sound

Grafisch ist God of War extrem gut gelungen. Es ist wirklich erstaunlich, was die Entwickler da alles noch aus der PS2 herausholen. Die Schauplätze sind sehr detailliert, höchst abwechslungsreich und extrem stimmig. Egal ob man nun auf hoher See gegen Hydras kämpft, durch die brennende bzw. umkämpfe Stadt Athen läuft, einen Abstecher in Wüsten und Tempel unternimmt oder die Unterwelt besucht. Überall findet man Details, in denen Schutt oder Sand in den Ecken liegt oder Räume mit Vasen, Statuen und anderen Verzierungen ausgestattet sind. Mal sieht man eine gigantische Halle oder klettert vor einer beeindruckenden Kulisse und an anderen Stellen kracht es um einen herum, Gebäude stürzen ein und riesige Gegner kommen. Selbst die normalen Soldaten sind vom Detailgrad recht gut gelungen und besonders die etwas größeren Gegner sind sehr ansehnlich ins Spiel integriert. Die Zweikämpfe Kratos gegen den Gegner am Boden sind wunderbar animiert, genauso wie andere Animationen für das Blocken und Ausweichmanöver. Trotz dieser durchgehend sehr guten Grafik gab es keinerlei Ruckler und alles lief wunderbar flüssig. Bei God of War sind natürlich entsprechenden Gore- und Bluteffekte sehr stark vertreten. Da spritzt das Blut in alle Richtungen, wenn das Schwert in den Rachen gebohrt wird oder da fliegen Köpfe und sonstige Körperteile durch die Gegend. Auch in den Videos wird nicht mit Brutalität gegeizt. Das Spiel liegt als multilinguale Fassung vor. Insgesamt ist die Übersetzung und Vertonung zwar gar nicht so schlecht geraten und durchaus in der oberen Liga, doch gegen das Original kommen sie dennoch nicht an. Zusätzlich zur atmosphärisch sehr passenden Musik, wie man sie auch aus entsprechenden Genre-Filmen kennt, gibt es passende Kampfgeräusche wie Waffen, Schreie, etc. und natürlich je nach Abschnitt Hintergrundsounds für die Wogen auf See oder den Wind in der Wüste.

Meinung

God of War ist der kleine Actionhappen für zwischendurch. Wenn man sich mit der nicht ganz zimperlichen Darstellung anfreunden kann, dann bekommt man eine insgesamt recht gute Actionunterhaltung. Gerade der Anfang ist extrem stimmig geworden. Doch nach dem explosiven Start flaut das Spiel dann ab der Wüste etwas ab. Zwar konnten mich ab dem Zeitpunkt insbesondere die Kisten-, Kletter- und Schalterpuzzle erfreuen, doch die Kämpfe haben an Faszination verloren. Zu wenig neue Gegnertypen und bis zum nächsten großen Zwischengegner ist es auch eine Weile hin. Neben leichten Schwierigkeiten beim Balancieren waren ansonsten lediglich die Kletterpassagen im Hades nicht ganz so gut gelungen. Etwas schade ist noch die knappe Spielzeit von etwa 8 Stunden. Wer auf der Suche nach einem extrem actionreichen Spiel mit einer rundum gelungenen antiken Atmosphäre ist, bekommt mit God of War ein klasse Spiel.


Geschrieben am 10.08.2005, Testkonfiguration: Playstation2
 



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