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Gemini Rue  

Rückseite ]

Info
Autor 3+
 1.5
 2
 2.5
Gesamt (6 votes) 2+
 1.3
 1.8
 2.5
Name:Gemini Rue
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2011/08
Publisher: Daedalic Entertainment
Entwickler: Wadjet Eye Games
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 1.5Ghz, 128MB RAM, keine 3D-Karte nötig, HD 700 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000/Vista, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
USK: 12
Gemini Rue (review von geuer)

Das Adventure-Genre erlebt innerhalb der Videospiel-Branche schon seit einigen Jahren einen regelrechten Aufschwung. Wer sich für Point'n'Click-Spiele begeistert, sieht sich somit mit einer immer größer werdenden Auswahl konfrontiert, die schon beinahe an die guten alten Zeiten erinnert, in denen Adventures noch so richtig in Mode waren. Obwohl The Book of Unwritten Tales für mich im Jahr 2009 noch immer den ab diesen Zeitpunkt ungeschlagenen Olymp besteigen konnte, haben viele weitere Entwickler einen Publisher gefunden, der ihr jeweiliges Adventure vermarktet hat. Neben eher konventionellen Titeln blieben mir bisher The Whispered World und Edna Bricht Aus, das ja derzeit mit Harveys Neue Augen seinen Nachfolger feiert, in guter Erinnerung. Für diese Spiele war Daedalic Entertainment als Entwickler und/oder als Publisher verantwortlich. Doch auch anderen Spieleschmieden und Indie-Titeln gibt Daedalic eine Chance - nicht zuletzt bewiesen mit Machinarium, das als Adventure ohne ein klassisches Dialog-Setting durchaus gut zu unterhalten wusste.

Nun geht der Publisher mit Gemini Rue quasi zurück zu den Wurzeln und hat hierzulande ein Spiel veröffentlicht, das von Joshua Nuernberger als Autor, Designer und Entwickler nicht nur quasi im Alleingang programmiert wurde, sondern sich zudem durch einen ganz besonderen Grafik-Stil auszeichnet - ein grobpixeliges Erlebnis, das aus den 90er Jahren stammen könnte. Inwiefern ein derartiger Retro-Charme einem aktuellen Titel tatsächlich zugute kommt und ob man damit in der heutigen auf Grafik fixierten Zeit überhaupt noch authentisch Geschichten erzählen kann, soll die folgende Rezension klären.

Der verschollene Bruder

Der Planet Barracus ist kein schöner Ort zum Leben. Er ist dank der dortigen Mafia nicht nur von Verrat und Drogenhandel geprägt, sondern zeichnet sich zudem durch seine Trostlosigkeit aus, die durch den ständig andauernden Regen immer tiefer in das Bewusstsein jedes einzelnen Bewohners sickert. Doch Azriel Odin, ein ehemaliger Killer der dort ansässigen Mafia, wechselte eines Tages die Seiten und stellt sich als Polizist auf Seiten des Rechts nun selbst der Kriminalität. Auf Barracus befindet er sich auf der Suche nach seinem Bruder, der neben seinem alten Freund Matthius einen der wenigen Menschen darstellt, denen er noch vertrauen kann. Seine Eltern sind im Zuge der Gemini-Kriege gestorben, weshalb sein Bruder für ihn als sein letztes Familienmitglied eine so wichtige Rolle in seinem Leben spielt. Seltsam nur, dass Azriel ihn schon so lange nicht mehr gesehen hat.

Am anderen Ende der Galaxie erwacht zeitgleich ein Mann mit dem Namen Delta-Six, der sich in einer mysteriösen Anstalt zu befinden scheint. Er kann sich an nichts erinnern. Ihm wird lediglich vom unbekannten Direktor über einem an der Wand befestigten Megaphon mitgeteilt, dass man sich aufgrund seines Fluchtversuchs dazu entschieden habe, sein Gedächtnis zu löschen - und das nicht zum ersten Mal. Verschiedene Insassen der ominösen Anstalt scheinen Delta-Six zudem zu kennen und geben sich als seine Freunde aus. Doch wem kann man trauen, wenn man sich selbst und die eigene Lebensgeschichte doch noch nicht einmal kennt?

Bei Gemini Rue beginnt die Erzählung mit dem steuerbaren Azriel und wechselt sich im Laufe des Spiels mit Delta-Six ab. Die Geschichte zieht einem nach kurzer Eingewöhnungszeit in Bezug auf die ungewohnte Grafik schnell in seinen Bann, weiß durch eine spannende Handlung zu überzeugen und geizt zudem nicht mit philosophischen Fragestellungen, die sich dem geneigten Spieler dezent aufdrängen: Was macht die Identität eines Menschen aus? Ist diese nur durch dessen Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse geprägt oder gibt es etwas, das tief im jeweiligen Individuum verwurzelt ist und den eigentlichen Kern eines Menschen prägt? Doch auch soziologische Fragestellungen werden behandelt - zumindest wenn es um die gezielte Konditionierung eines Menschen und dessen Sozialisation geht. Die angesprochenen Themen werden meist nur angedeutet und dabei von Joshua Nuernberger in eine schlüssige Handlung gepackt. Auf der erzählerischen Ebene hat Gemini Rue einiges zu bieten und überzeugt auf ganzer Linie.

Der Retro-Charme

Doch um überhaupt in den Genuss der Rahmenhandlung kommen zu können, muss man sich zunächst mit der Grafik anfreunden, die stark an Adventures der 90er Jahre erinnert und eine in groben Pixeln programmierte Welt präsentiert. Viele Spieler werden sich gewiss darüber ärgern, dass die Auflösung nicht einstellbar ist und der Bildausschnitt somit klein und abgeschnitten wirkt. Weiterhin gibt es ab und an sehr kleine Räume, die dementsprechend weniger Platz auf dem Bildschirm benötigen und somit sehr winzig dargestellt werden. Zwar ist das Spiel in Deutschland erst in diesem Jahr veröffentlicht worden, doch hätte es auf grafischer Ebene auch ein 20 Jahre altes Adventure sein können. Es ist sicherlich Geschmackssache, ob man die Grafik unter dem Stern des Retro-Charmes positiv bewertet oder eben aufgrund des Alters nichts mit der Optik anfangen kann. Doch auch diejenigen, die sich lieber neuen Publikationen und besseren grafischen Highlights widmen, würden, zumindest, wenn sie dem Spiel eine längere Chance geben, schnell feststellen, dass man trotz der gewöhnungsbedürftigen Grafik schnell in Gemini Rue eintaucht, somit in der Erzählung versinkt und den Stil als zunehmend passender empfindet. Dabei muss man sich aber wirklich ein wenig bemühen und das Adventure zu Beginn möglichst ohne Vorbehalte auf sich wirken lassen. Bei mir zumindest hat es eine Weile gedauert, bis ich dem Bann des Spiels unterlag. Vielleicht ist die Grafik dann doch etwas zu alt, die Charaktere zu sperrig und die Stimmung zu drückend. Doch genau diese drei Faktoren sind es eigentlich, die das Setting des Spieles ausmachen.

Unterwegs auf Barracus

Mit Azriel macht der Spieler den Anfang und sucht auf Barracus nach Hinweisen, um den eigenen Bruder zu finden. Schnell wird deutlich, dass man ihm nur auf die Spur kommt, wenn man sich auf einen Handel mit der ortsansässigen Mafia einlässt. So geht man seinen Weg durch verschiedene Spielebenen, sucht nach unterschiedlichen Menschen, stellt ihnen Fragen und versucht dem übergeordneten Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen. Azriel agiert dabei als ein ganz eigenwilliger Charakter. Gerade seine Stimme wirkt mitunter latent aggressiv, wodurch er beim Spieler nicht zwangsläufig Sympathien weckt. Doch Azriel fügt sich so nur in seine Umgebung ein, denn Barracus ist ein Ort, in dem der raue Ton herrscht. Niemand ist vor der Mafia sicher. Zudem prasselt der Regen ohne Ende auf die nackten Straßen. Genau diese Atmosphäre ist es, die die Szenen mit Azriel maßgeblich bestimmen. Es sind melancholische und bedrückende Momente, die so auch ihren Widerhall in der musikalischen Untermalung finden. Beginnt Azriel oder jemand anderes zu reden, dann sieht man neben dem Textfeld ein kleines Bild des jeweiligen Sprechers. Das ist auch durchaus notwendig, damit man sich die Protagonisten besser vorstellen kann. Im normalen Spielfluss sieht man sonst nämlich nur einen groben Pixelbrei, der die Gesichtszüge der Menschen schlichtweg untergehen lässt.

Weiterhin kann das Spiel durch eine sehr gute Sprachausgabe überzeugen. Die grundlegende Lokalisation gut gelungen. Leider haben sich bei einigen Stellen diverse Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen. So kann es passieren, dass Azriel plötzlich englisch redet oder der Fließtext in englischer Sprache gehalten ist, obwohl er gerade deutsch spricht. Zwar ist das nicht weiter schlimm, da derartige Fehler nicht sonderlich häufig auftreten, doch reißen einen diese Szenen mitunter schnell aus der sich noch zu Beginn aufbauenden Spannung und Atmosphäre.

Mit einem Tritt in die Freiheit

Die Rätsel in Gemini Rue finden glücklicherweise nicht so Old-School-mäßig statt, wie es die Grafik vermuten lässt. Man muss also keine Angst vor den ganzen Interaktionsmöglichkeiten haben, die als drückbare Schaltflächen den Adventure-Rätseln der 90er ihren Stempel aufdrückten. Viel eher erwartet einen in Bezug auf die Rätselsteuerung eine ziemlich moderne Variante. Durch einen Rechtsklick auf ein Objekt, mit dem man interagieren kann, öffnet sich ein kleines Fenster, in dem man ganz klassisch zwischen Aktionen mit der Hand zum benutzen, den Augen zum Sehen und dem Mund zum Sprechen wählen kann. Falls man einmal gar nicht weiterkommt oder einfach mal seinem Frust freien Lauf lassen möchte, dann kann man mit Hilfe des Fußsymboles auch treten. Das ist durchaus ungewöhnlich und sorgt im Spiel für einige neue Situationen.

Die Rätsel selbst sind allesamt wunderbar logisch aufgebaut. Dabei geht es nicht nur darum, einfach Gegenstände von einem Ort zum anderen zu bringen, sondern eben um das Lösen von Problemen mit Hilfe meist gering zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Oft führen Dialoge zum Ziel, spezielle Gegenstände müssen genauer untersucht oder Telefonate geführt werden. Auch die in der Stadt verteilten Terminals sind das ein oder andere mal hilfreich, um an bestimmte Adressen zu kommen oder um an Informationen zu gelangen. Sehr gut gefallen hat mir zudem, dass sich bestimmte Probleme durch verschiedene Herangehensweisen lösen lassen. So gibt es relativ zu Beginn beispielsweise eine Situation, in der man die Zimmernummer einer bestimmten Person in Erfahrung bringen möchte. Dazu kann man den Portier des Hauses im Dialog befragen. Je nachdem, welchen Dialogweg man wählt, verrät er einem entweder die Nummer oder lässt es strikt bleiben. Ist man einmal abgeblitzt, hat man nicht noch einmal die Chance, über den Portier an die Nummer zu kommen. Alternativ kann man einen Kollegen kontaktieren, der im Anschluss den Wärter anruft und so die gesuchte Zahl aus ihm heraus bekommt - das aber nur, wenn man irgendwie an die Telefonnummer des Wohnblocks gekommen ist. Durch derartige Szenerien ist das gesamte Setting von Gemini Rue zwar ungebrochen stimmig, doch besucht man relativ wenig neue Orte und kommt schon mehrmals in die Verlegenheit, den ein oder anderen Schauplatz öfter besuchen zu müssen.

Die meisten Rätsel lassen sich mit bestimmten Inventargegenständen lösen. Ab und an wird einem auch ein weiterer NPC zur Verfügung gestellt, dem man dann ebenso Befehle erteilen kann, um beispielsweise bestimmte Hürden zu überwinden. Ein wenig umständlich gestaltet sich die Tatsache, dass man das Inventar nicht beliebig aufrufen, sondern nur mit Hilfe eines Rechtsklicks auf einen beliebigen Gegenstand hervorholen kann. Durch diesen Umstand habe ich zu Beginn lange Zeit nicht bemerkt, dass man eigene Items auch anschauen kann, ohne mit einem Objekt interagieren zu müssen. Weiterhin sind einige Objekte derart klein, dass sie auf dem gezeigten Bild untergehen. Es ist dann schon ein wenig frustrierend, wenn man für bestimmte Objekte entweder ein extremes Adlerauge an den Tag legen oder die Geduld besitzen muss, um mit dem Zeiger Pixel für Pixel das Bild durchzugehen. An bestimmten Stellen im Spielverlauf gibt es zudem Probleme mit dem Verlassen des Bildschirms. So kam ich manchmal nicht weiter, da ich dachte, dass man nicht weiter laufen kann. So hing ich einmal einige Zeit in einer Gasse fest und habe versucht, diese nach rechts zu verlassen. Auf das Klicken reagierte die Figur aber nicht ordnungsgemäß, weshalb ich lange nach anderen Lösungsmöglichkeiten suchte. Irgendwann probierte ich noch einmal die Gasse nach rechts zu verlassen und klickte dazu mehrmals und energischer auf den vermeintlichen Ausgang. Und plötzlich ging es ohne Probleme. Derartige Situationen treten öfter im Spiel auf. Je nach Spielertyp kann das frustrierend wirken. Als weiteren Rätseltyp können bestimmte Kisten quasi interaktiv mit den Pfeiltasten verschoben werden. Diese verwendet man meistens als Treppenersatz oder ähnliches. Mehr als ein kleines Gimmick hat man damit aber nicht geschaffen.

Gefangener ohne Erinnerungen

Jene grundlegende Rätselstruktur und vor allem die Logik bleibt auch beim Spielen mit Delta-Six gleich. Die Szenen mit ihm zeichnen sich im Gegensatz zur tristen Barracus-Welt durch eine zusätzlich bedrückende und beklemmende Atmosphäre aus. Die Musik bleibt stets dezent im Hintergrund, doch geht sie manchmal auch in die Vollen und zeichnet ein bewegendes Bild der verwirrenden und mysteriösen Situation, in der man sich mit Delta-Six gefangen sieht. Der Entwickler hat dabei sehr gut verstanden, seine Figuren so agieren zu lassen, dass sie sich mit teils gegensätzlichen Aussagen an einen wenden. Wem kann man also trauen, wenn man sich neben seiner eigenen Unsicherheit auch dem harten Alltag der fremden Anstalt unterwerfen muss? Durch derartige Fragen wird so einiges an Spannung aufgebaut, die sich nicht nur bis zum Schluss hält, sondern zudem in einem einfallsreichem Finale endet. In der Haut von Delta-Six wird man im Zuge des Tagesablaufes öfter zu einem Training geschickt, bei dem einen der Umgang mit Schusswaffen beigebracht wird. So lernt man mit einer Pistole zu hantieren und kann sich an bestimmten Stellen im Spielverlauf aktiv mit jener Waffe zur Wehr setzen. In den relevanten Szenen startet ein Minispiel, bei dem man mit bestimmten Taten die Deckung verlässt, schießt und so die Gegner schließlich tötet. Gerade bei derartigen Schusswechseln kann es schon einmal vorkommen, dass man stirbt. Allein die Möglichkeit des Sterbens weckt Erinnerungen an die alten Sierra-Adventures. Bei Gemini Rue allerdings sind die möglichen Tode auf den Schusswechsel begrenzt und treten nicht einfach nur aus der Kalten heraus auf. Falls man stirbt, kann man entweder einen Autosave oder einen selbst erstellten Speicherpunkt laden. Speichern kann man prinzipiell überall. Die Autosaves finden an vorgesehen Stellen im Spiel statt. Leider sind diese nicht immer optimal gesetzt, sodass man nach dem Tod mitunter noch längere Laufwege vor sich hat, bevor man sich mit seiner Waffe wieder ins Getümmel stürzt. Letztendlich hat man mit dem aktiven Waffenminispiel aber eine gelungene Möglichkeit gefunden, um das Adventure aufzulockern. Sehr schön ist auch die Möglichkeit, das Spiel noch einmal mit Audiokommentaren des Entwicklers durchzuspielen. Dadurch gelangt man an viele interessante Informationen in Bezug auf Levelgestaltung, Setting und Charaktere.

Fazit

Gemini Rue wird nicht jedem gefallen. Allein der Retro-Look sorgt für ein zwiespältiges Meinungsbild. Während die einen dem Retro-Charme verfallen, werden die anderen ihre Probleme damit haben. Doch die Welt von Barracus ist mehr als nur einen flüchtigen Blick wert, denn mit zunehmender Spielzeit gewinnt die Geschichte an Fahrt. Die beiden parallel verlaufenden Handlungsstränge erzeugen kontinuierlich Spannung, lassen einen nicht mehr los und werfen allerlei interessante Fragen rund um die Konstitution des eigenen Ichs auf. Auch die musikalische Untermalung weiß mitsamt der deutschen Sprecher zu gefallen. Leider trüben einige Lokalisationsfehler das Spielerlebnis. Die Rätsel befinden sich auf einem soliden Niveau, das sich irgendwo zwischen mittel und schwer einpegelt. Dabei ist allerdings nicht ganz verständlich, warum sich das Inventar nur durch das Klicken auf ein Objekt öffnen lässt. Mitsamt der zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten und den vorhandenen Gegenständen bekommt man eine gelungene Rätselkost geboten. Das grundlegende Setting ist trotz der beiden Erzählebenen nicht sonderlich groß, womit sich die zu betretenden Räume quantitativ in Grenzen halten. Das Adventure lebt maßgeblich von der Geschichte und der düsteren Welt, die trotz oder gerade wegen der Grafik zu überzeugen weiß. Letztendlich kann man dem Spiel bis auf einige formale Fehler nicht viel vorwerfen. Retro-Fans und diejenigen, die einen Hang zu Cyber-Punk-Storys haben, werden Gemini Rue lieben. Das im Grunde als Ein-Mann-Projekt konzipierte Adventure kann mit den Genre-Größen aber nicht mithalten. Dafür ist Gemini Rue schlichtweg zu kurz und grafisch zu antiquiert. Weiterhin sorgen Items für Frust, die in wenigen Pixeln versteckt sind und das genaue Durchsuchen verschiedener Räume zur Folge haben. Auftretende Probleme beim Verlassen bestimmter Räume steigern das Frustpotential zunehmend. 3+


Geschrieben am 12.11.2011, Testkonfiguration: Intel Quad Core 3,0Ghz, 4GB RAM, GTX260
 



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