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Geheimnis der Druiden  


Info
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Gesamt (13 votes) 2
 0.5
 1.9
 1.9
Name:Das Geheimnis der Druiden Special Edition
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2004/09
Publisher: dtp
Entwickler: House of Tales
Offiz. Sites: Game
Hardware: 400Mhz, 32MB RAM, keine 3D-Karte nötig, HD 200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX7
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Patch: Vista Patch
Bemerkung: nur auf DVD
USK: 12
Das Geheimnis der Druiden Special Edition (review von nali_warcow)

Immer öfter kommt es inzwischen bei Spielen vor, dass diese nach einiger Zeit in erweiterten Versionen neu auf den Markt kommen. Sei es als Deluxe Edition, Special Edition, Gold Version, etc. Special Edition zu Adventuregames sind da eher noch die Ausnahme. Lediglich zu Runaway gibt es eine nachträglich veröffentlichte DVD Fassung mit u.a. besserer Videoqualität. House of the Tales bringt nun ihr Adventure "Das Geheimnis der Druiden" als DVD Special Edition auf den Markt. Was erwartet den Käufer in der Neuauflage?

Von Außen betrachtet bekommt man eine stabile, kleine Pappbox präsentiert. Allerdings ist darin lediglich eine DVD Hülle enthalten, was irgendwie doch etwas Material- und Kostenverschwendung bei der Produktion ist und damit leider auch nur von "außen" etwas edler im Regal des Händlers erscheint. Doch die Packung ist für ein Spiel im Preissegment von unter 20€ besser gefüllt, als viele 45€ Titel. Zusätzlich zum 20 Seiten-Handbuch (in schwarzweiß), das Installation, Story & Bedienung erklärt, gibt es auch eine kleine Akte von New Scotland Yard, die einige Protokolle zu den ersten Spielereignissen in gedruckter Form wie medizinische Gutachten, etc., beinhaltet. Erfreulich besser in der Handhabung ist die beiliegende DVD. Nun muss man nicht das Spiel von einer Disk installieren, mit einer anderen starten und im Spiel CDs wechseln, wenn man eine Zeitreise unternimmt. Eine optionale Vollinstallation, gab es weder bei der alten CD noch jetzt bei der DVD Version. Daher muss man sich damit abfinden, dass es ab und zu im Spiel mal kurz stockt, wenn das optische Laufwerk in den Ruhezustand gegangen ist und bei einer Aktion des Spielers neue Daten eingelesen werden müssen. Beim Testen gab es keinerlei Probleme in Form von Abstürzen, schwerwiegenden Bugs oder bezgl. des Kopierschutzes. Ganz wichtig ist es noch zu wissen, dass man vor dem Spielen unter dem Punkt "Einstellungen" die Grafikqualität auf "Beste Geschwindigkeit" stellen sollte. Zum einen gibt es keinen Unterschied zur Qualität im Modus "Beste Darstellungsqualität" und außerdem schafft es diese Qualitätsstufe auch, einen 2700+ Rechner mit 1 GB RAM und GF6800GT auf 7 FPS während den Dialogen zu bringen.

Mysteriöse Rituale

Scotland Yard hat es nicht leicht in diesen Tagen. Wieder wurde ein Leichnam im Park gefunden, wozu es bis auf einen Haufen Knochen keinerlei Hinweise auf den Täter oder das Motiv gibt. Der Chef der Mordkommission übergibt den Fall an Brent Halligan, auch wenn er kein großes Vertrauen hat, dass dieser im Fall weiterkommen wird, nachdem sein Kollege Lowry schon kläglich versagt hat. Dieser hat nämlich durch eine abenteuerlich zusammengesponnene Beweiskette dafür gesorgt, dass ein unschuldiger Schlachter - mit Familie - für den Mord vor Gericht kommt und dort verurteilt wurde. Leider ist der Mann inzwischen im Knast verstorben. Unter Zeitdruck stehend soll Halligan den Fall nun aufklären. Nach einigen Nachforschungen am Tatort im Epping Forrest bekommt Halligan tatkräftige Unterstützung von der Anthropologin Dr. Turner. Zusammen machen sie sich daran, das Rätsel zu lösen und stoßen dabei auf alte Opferrituale, wie sie Druiden vor 1000 Jahren ausgeführt haben…

Präsentiert wird die Story in einer Reihe an Zwischensequenzen, Rätseln und Ingame-Dialogen, in denen Halligan dem Täter immer weiter auf die Schliche kommt. Dabei ist das Spiel nicht nur auf einige Schauplätze in London beschränkt, sondern auch ein Trip in die Vergangenheit steht auf dem Programm, damit diese Machenschaften beendet werden. Das Geheimnis der Druiden ist ein klassisches Point & Klick Adventure mit Kombinations- und Geschicklichkeitsrätseln und vielen Dialogen. Die Grafik wird dabei in einer 2D-3D Mischung präsentiert. Vor gerenderten Hintergründen sind 3D Models zu sehen.

Wie geht es rein?

Da steht man also vor der Villa, doch leider hilft kein Gespräch an der Sprechanlage. Der Butler will uns einfach nicht hineinlassen. Aber geschlagen will sich der Held auch nicht vom Acker machen. An der Außenseite der Hecke, welche um das Grundstück gezogen ist, arbeitet gerade der Gärtner (Nein, der Gärtner war es nicht. ;)). Dieser weiß einiges über die hier wohnende Person, den angrenzenden Wald und die Ausflüge der Person zu berichten. Für Halligan steht fest, da muss er rein. Die Schere des Gärtners wäre sicherlich eine nützliche Hilfe, aber freiwillig wird er diese nicht herausgegeben. Da muss wohl für etwas Abwechslung gesorgt werden. Ein brennender Busch wirkt Wunder und schon ist der Gärtner beschäftigt und sieht nicht, was man mitgehen lässt. Damit geht es weiter um das Haus herum. An einer Stelle kann man etwas durch die Hecke schauen und einen ersten Blick auf das Haus erhaschen. Hier wird die Heckenschere ausgepackt und zuerst die Hecke selbst und gleich danach der zum Vorschein kommende Draht entfernt. Doch das war dann etwas zu viel für das Schneidewerkzeug und so wird der letzte Rest mit den Händen auseinandergezogen. Da der Draht unter Strom steht, werden natürlich erst die Handschuhe angezogen, wenn man nicht den letzten Spielstand laden will. Nun muss man nur die Stelle isolieren, damit man hindurch kann. Dazu wird das Tuch in einen Plastikbeutel gewickelt und damit die Stelle abisoliert.

Ein Haufen Kopfnüsse

Das Spiel "Das Geheimnis der Druiden" orientiert sich an den schönstens Eigenschaften der Point & Klick Adventures. Die Geschichte wird abwechslungsreich, mit vielen Hintergründen, Überraschungen und einer tollen Atmosphäre erzählt. Dazu kommen viele Dialoge, die zwar für einige ungeduldige Spieler etwas zu viel des Guten sein mögen, doch auf der anderen Seite gibt es auch immer etwas mehr Infos, als nun gerade nötig. So lernt man beispielsweise nicht nur mal kurz, dass es sich um Opferrituale handelt, sondern es werden schon etwas mehr Hintergrundinfos gegeben. Oftmals hat man auch die Wahl zwischen unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten, wovon jedoch nicht immer alle zum Ziel führen. Glücklicherweise hat man jedoch immer die Möglichkeit, entsprechende Passagen erneut anzusprechen und dem Gegenüber beim nächsten Versuch die entsprechenden Infos zu entlocken. Aber man muss schon mehr aufbieten als Redekünste, denn es ist überwiegend Köpfchen gefragt, wenn man auch nur den Hauch einer Chance haben will. Die ersten Rätsel sind zwar noch recht leicht gehalten (Plastiktüten finden, Fundstücke sicherstellen, Zeugen befragen, erste Nachforschungen anstellen), doch die Komplexität bzw. der Schwierigkeitsgrad steigt rasch an und das Game ist daher eher für Fortgeschrittene und Profis zu empfehlen. An einigen Stellen muss man auch recht genau hinschauen, wenn man entsprechend agieren bzw. etwas finden will, da sich der ein oder andere Gegenstand kaum vom Hintergrund der nicht interaktiven Gegenstände abhebt. Stellenweise ist das Spiel jedoch auch etwas umständlich gehalten. Da muss man ein Telefongespräch führen und man kann zwanzig mal die Nummer aus dem Telefonbuch suchen, den Hörer in der Hand halten und versuchen das Telefon zu benutzen. Erst wenn man die Münzen in einen kleinen, kaum sichtbaren Schlitz geschoben hat, läuft das Telefongespräch automatisch ab. Benutzt man die Münzen nicht mit dem Münzeinwurfschlitz, sondern "nur" mit dem Münztelefon, bekommt man ein "Wofür soll ich denn bezahlen?" zu hören. Jedoch wird das Spiel auch etwas künstlich gestreckt. So wird die Telefonleitung unterbunden oder aber der Chef gewährt keine Informationsauskunft im Rechenzentrum und man kann diesen erst mit einem Trick dazu bringen, uns zu helfen. Etwas unpassend für den Spielverlauf, wenn aus eigenen Reihen solche Knüppel bei den Ermittlungen in den Weg geschworfen werden. Doch es gibt glücklicherweise nur einige solche kleinen Ausreißer. Wie etwa ein Penner, dem man drei Münzen umständlich klauen muss, weil man selbst keine besitzt. Dafür gibt es jedoch andere recht originelle Sachen dabei, wie z. B. ein Ablenkungsmanöver in der Bibliothek, wo man jemanden ein Buch einsteckt, dann die Alarmanlage an dessen Auto auslöst, so dass dieser am Ausgang "aufgehalten" wird und man so an den Bibliotheksrechner kann, der davor besetzt war. Ärgerlich ist lediglich an einigen Passagen, dass der Spieler sterben kann. Insbesondere dies wäre ein guter Punkt gewesen die Neuauflage zu überarbeiten und ein Autosave an diesen Stellen einzubauen. Auch bei Rätseln bleibt das bekannte Problem, dass ein Schlüssel im Schloss auf der anderen Seite steckt. Lediglich an einigen Stellen kommt es auf schnelle Reaktionen an, etwa wenn man ein Tier fangen will. Ein Hauch von Myst, Schizm und Co gibt es im Spiel in Form einiger Schiebe- bzw. Kombinationsaufgaben und ein Labyrinth muss auch gegen Ende gemeistert werden.

Handhabung des Spiels

Die Handhabung des Adventures ist denkbar einfach gehalten. Der Cursor verändert seine Form entsprechend, ob und womit man agieren kann. Ein Linksklick lässt den Helden bzw. die für kurze Zeit steuerbare Heldin agieren. Damit werden Gegenstände aufgehoben, Dialoge geführt oder Schalter aktiviert. Ein Rechtsklick lässt Gegenstände bzw. Objekte untersuchen. Das Inventar kommt zum Vorschein, wenn man die Maus an den unteren Bildschirmrand bewegt und durch aussagekräftige Icons werden die Gegenstände angezeigt. Gespeichert werden kann jederzeit und es funktionieren auch die Spielstände der alten Fassung mit der neuen DVD-Special Edition". Leider gibt es keine Möglichkeit, die Auflösung im Spiel zu ändern, sondern lediglich unterschiedliche Lautstärken für den Sound und optionale Untertitel. Bei den Gesprächen klickt man sich mit der Maus durch die entsprechenden Antwortmöglichkeiten, kann jedoch auch per Pfeiltaste + Enter die Tastatur dazu heranziehen. Allerdings gibt es dann ein Problem, wenn man ein Gespräch abbrechen kann (Man kann ein Gespräch nicht an jeder Stelle abbrechen). In dem Fall, dass man ein Gespräch abbrechen kann gibt es ein kleines X im rechten unteren Bildschirmrand. Doch dies ist gleichzeitig die unterste Dialogauswahlzeile. Geht man von Zeile zwei runter, so hat man nicht Zeile eins markiert, sondern beenden. Etwas ärgerlich, aber man kann auf die Tastatur auch gut verzichten. Sehr angenehm ist es, dass automatisch beim Spielstart, der sehr schnell ist, der letzte Spielstand geladen wird.

Grafik & Hardware

Grafisch ist "Das Geheimnis der Druiden - Special Edition" kaum einen Deut besser als die CD Version. Lediglich die Videosequenzen sind in einer besseren Qualität vorhanden. Die Hintergründe sind auch heutzutage (Release war März 2001) recht ansehnlich, wenn auch höhere Auflösungen nicht schlecht gewesen wären. Doch über die Qualität der Charaktere kann man leider nur noch den Kopf schütteln. Da wird nun an einer Special Edition gearbeitet und es ist unmöglich, entweder den Models einige Polygone mehr zu spendieren oder zumindest die Texturen zu verbessern (Das Spiel ist ausgelegt für Grafikkarten mit 2MB Videospeicher) oder aber es zu ermöglichen, dass man FSAA nutzen kann. Aber keine dieser Möglichkeiten wurde umgesetzt. So wirken die Charaktere doch sehr aufgesetzt vor den ansehnlichen Hintergründen. Auch die Animationen sind etwas schwach auf der Brust und die Charaktere gleiten stellenweise eher über den Boden. Ganz wichtig ist es, wie schon eingangs erwähnt, dass man die Darstellungsqualität auf "Beste Geschwindigkeit" stellt, will man keine Ruckelorgie erleben. Wo die Performance da verbraten wird, ist mehr als fraglich. Etwas unschön sind auch die Videoeinspielen bei Interaktionen. Da schweben die Gegenstände herum und werden von Geisterhand manipuliert. Im Bezug auf die vergebene Altersfreigabe von "ab 12" wundert es dann nur, dass gegen Ende des Spiels zu sehen ist, wie die Kehle einer Person aufgeschnitten wird und das Blut herunterläuft (Wenn auch recht einfach animiert). War das Spiel zu schwer für die USK? ;)

Sound & Musik

Akustisch ist die Neuauflage, die etwas mehr bzw. überarbeitete Musik bietet, rundum gelungen. Immer wieder gibt es unterschiedliche dezente Klänge im Hintergrund zu hören, dazu hört man in den einzelnen Schauplätzen Vögel zwitschern, etc. (Wenn auch die Schauplätze selbst recht leblos sind). Die Sprachausgabe ist durchweg sehr gelungen (Christian Rode, Stefan Schwartz und Sabine Jäger) und sehr stimmig.

CD-Version vs. DVD-Version

Die große Frage bleibt bis zum Schluss. Was bringt die DVD Version? Auf der einen Seite sind solche Bequemlichkeiten, keine 3 CDs in einer Packung zu haben, eine leichtere Installation und keine Notwendigkeit des CD Wechseln schon eine feine Sachen. Dazu gibt es dann auch noch besser aufgelöste Videos (Obwohl man dort stellenweise auch noch einige grobe Pixel sieht). Aber auf der anderen Seite ist es auch sehr schade, dass kleine Mankos nicht ausgebügelt wurden. Wieso können die Charaktere noch sterben? Warum wurden die etwa 20 Models nicht überarbeitet? Von vollmundig auf der Packung angepriesenen Sachen wie "optimierte Grafik" und "verbessertes Dialogsystem" war zumindest beim Spielen nichts zu bemerken. Zwei Demos (Black Mirror & The Westerner) und ein kurzer Trailer zu "Moment of Silence" runden die Disk ab. Wer schon die CD Fassung besitzt, braucht jedenfalls nicht zuschlagen.

Meinung

Auf der einen Seite bin ich von "Das Geheimnis der Druiden - Special Edition" doch etwas enttäuscht. Sicherlich, die Videos sind leicht besser, aber etwas mehr hätte ich schon erwartet. Insbesondere, wenn auf der Packung so viel mehr angekündigt wird, was einige Magazine für ihre Reviews einfach abtippen und scheinbar ohne Kontrolle übernehmen. Etwas bessere Charaktere (mehr Polygone oder Texturen) und es gäbe eigentlich keinen größeren Schwachpunkt mehr im Spiel. Aber auf der anderen Seite ist das Spiel auch in der Neufassung noch immer ein sehr spannendes und forderndes Adventure mit überwiegend sehr gelungen Rätseln und Dialogen, was sich kein Adventurefan entgehen lassen sollte. Insbesondere für knapp 20€ bekommt man viel Knobelspaß für gut 20 Stunden Spielzeit fürs Geld. Lediglich Einsteiger sollten zu leichterer Kost wie z. B. "The Westerner" greifen.


Geschrieben am 03.10.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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