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Gears of War (PC)  

Rückseite ]

Info
Autor 3+
 2.5
 2
 2
Gesamt (20 votes) 2
 2.1
 1.5
 2.2
Name:Gears of War (PC)
Genre: Taktik-Shooter
Produkt: Vollversion
Release: 2007/11
Publisher: Microsoft Game Studios
Entwickler: Epic Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: 2.4Ghz, 1GB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 12000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/Vista, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: #3
Bemerkung: auchz für Xbox360
USK: keine
Gears of War (PC) (review von nali_warcow)

Als Ende 2006 Gears of War für die Xbox 360 erschien, konnten viele PC-Spieler es nicht fassen, dass der Actiontitel exklusiv für die Microsoft-Konsole kommen sollte - zumindest wurde die Exklusivität im Vorfeld und in den Monaten danach immer wieder betont. Doch inzwischen gibt es mehr als genug Beispiele, dass Exklusivität ewig hält. Nachdem sich die Anzeichen einer Umsetzung weiter verdichteten, lies Microsoft auf der E3 2007 die Bombe platzen und CliffyB stellt das "Games for Windows"-Spielchen auf der Bühne vor. Mit mehr Inhalten als auf der Xbox, einem Editor und keinem Vista-Zwang wurde der hochgelobte Action-Shooter für Ende 2007 angekündigt. Anfang November war es dann auch so weit, Zocker in den USA und Europa durften sich nun auch mit Maus & Tastatur in die Schlacht stürzen und den Kampf gegen die Locust aufnehmen. Aber welche Version ist besser? Wie gut läuft die Grafikbombe auf dem PC? Was taugen die zusätzlich, bislang als exklusiv betitelten, Inhalte? Und ist Gears auf dem PC ein mindestens genauso schönes Erlebnis wie auf der Xbox 360? Antworten dazu gibt es im folgenden Review.

Eine Sammleredition gibt es für den PC nicht, nur eine Standard-Version in einer DVD Hülle. Darin befindet sich neben der Spiel-DVD ein etwa 30 Seiten umfassendes farbiges Handbuch, das das Gameplay, Waffen und Handlung ein wenig näher erläutert. Zusätzlich liegt dem Spiel ein Gutscheincode für eine 30tätige Testmitgliedschaft für einen Windows Live Gold-Account bei. Vorweg sei jedoch noch gesagt: Da sich die PC und die Xbox 360 Version spielerisch, sprich vom Gameplay und 95% der Maps nicht unterscheiden und auch alle Waffen und Gegner gleich sind, werden diese Punkte nicht angesprochen, sondern stattdessen auf das Review zur 360-Version verwiesen. Im PC-Review geht es primär um die grafischen, spielerischen und technischen Unterschiede.

Auch unter Windows ist Gears ein packender und actionreich inszenierter Mix aus 3rd-Person-Taktikshooter mit eingestreuten Storyhäppchen. Blindes Vorstürmen bringt einen auch in der PC-Version nicht weiter. Vielmehr gilt es mit Bedacht vorzugehen und die zahlreich vorhandene Deckung geschickt auszunutzen.

Einstiegshürden

Im Gegensatz zur PC Version von Halo 2 läuft Gears of War auch auf ganz normalen Windows XP-Systemen. Windows Live, sozusagen Xbox Live für Windows, ist jedoch sowohl unter XP als auch Vista erforderlich und wird automatisch als zusätzliche Software installiert. Mit Windows Live möchte Microsoft ein einheitliches Accountsystem auch in die PC-Welt bringen. Ein Account, ein Onlinenick und leichte Bedienbarkeit sollen dabei die User überzeugen. Wer schon einen bestehenden Xbox Live Account hat, kann diesen ganz einfach auf den PC übernehmen und muss lediglich seine "Live ID" bestehend aus E-Mail-Adresse und Passwort wissen. Entsprechend wird es Xbox Live Gold-User freuen, dass sie ganz ohne Mehrkosten alle Vorteile von Windows Live nutzen können, für alle anderen wird es etwas bitte. Microsoft geht den Weg weiter, der schon mit Shadowrun und Halo 2 eingeschlagen wurde und versucht, die PC-Spieler für den Onlinespaß zur Kasse zu bitten. Wer den vollen Umfang des Spiels nutzen möchte braucht ein Gold-Abo. Nur die zahlenden User dürfen die Ranked Server betreten und im Mehrspielermodus Erfolge, die sogenannten "Achievements", sammeln. Einzel- und Coop-Erfolge dürfen jedoch alle Spieler frei schalten. Wer für einen Onlinemodus nichts zahlen möchte, kann lediglich das sogenannte "Listenspiel" wählen, das einfach einige der kostenlosen Server auflistet. (Auch ist es möglich, selbst solche Server zu erstellen.) Ob man daran allerdings lange Spaß haben wird, darf aufgrund der extrem wenigen Server und Spieler jedoch bezweifelt werden. Im Testzeitraum gab es lediglich ab und zu ein oder zwei Server für Silber-User, teilweise aber auch gar keine. Neben dem Onlinemodus ist es jedoch auch möglich, Gears im lokalen Netzwerk zu spielen. Der Splitscreen-Modus der Xbox ist dagegen ersatzlos gestrichen worden, was doch ein wenig unverständlich ist. Immerhin unterstützt der Titel das Xbox 360-Gamepad und mit ein oder zwei solcher Gamepads wäre ein Splitscreen-Coop gar kein Problem gewesen. Wer nicht mehr viel Platz auf der Festplatte hat, wird ggf. vor der Installation noch ein wenig aufräumen müssen, da der Titel knapp 11 GB freien HD-Speicher benötigt. Auch ist der Titel sehr genau, wenn es um aktuelle Treiber geht. Neben der Grafikkarte werden auch die CPU-Treiber überprüft und es kommt ggf. zu einer Warnung, dass bei alten Treibern der Verlust von Spieldaten möglich wäre. Leider befinden sich jedoch nicht alle aktuellen Treiber auf der Disk. Dazu geben die AMD XP-CPU-Treiber eine falsche Versionsnummer an, wodurch selbst die Installation der "richtigen" Treiber die Warnung beim Spielstart zeigt.

Die neuen Inhalte

Im Einzel- und Mehrspielermodus hat sich wenig getan. PC-Besitzer bekommen gleich alle bislang veröffentlichten Bonuskarten mitgeliefert und dürfen allein oder im Coop eine erweiterte Kampagne in Angriff nehmen. Der Kampf gegen die Locust wurde von Epic gegen Ende ein wenig ausgeschmückt. Gab es auf der 360 noch einen kleinen Storybruch, als Markus mit seinem Team vor einem gigantischen Brumack flüchtete und einige Sekunden später an einem Bahnhof stand und einen Zug erwischen musste, so wurde dies nun genauer erzählt. Entsprechend wurde der Anfang des 5. Aktes erweitert und vor dem Finale fünf zusätzliche Abschnitte eingefügt, welche die Flucht des Teams ein wenig genauer zeigen. Spielerisch müssen sich die neuen Level auch nicht hinter dem Original verstecken. Die Handlung wird in zahlreichen Zwischensequenzen weiter vorangetrieben und es gibt einen zusätzlichen Bossfight zu meistern. Das Gameplay ist dabei unverändert geblieben und gestaltet sich aufgrund der zahlreichen Theron Wachen als recht knackig. Noch immer gilt es möglichst aus der Deckung heraus die zahlreichen Feinde zu besiegen, die einem das Leben nicht immer leicht machen. Gekämpft wird auch hier sowohl eher linear in Gebäuden und kleineren Tunnelpassagen, als auch in größer angelegten Außengebieten. Zwar verwendet Epic hier bekannte Gegner, aber sie haben sich bei der Inszenierung bemüht, überraschende und gut inszenierte Auseinandersetzungen zu bieten. Die neuen Abschnitte scheinen dabei im Vergleich zum "Original" teilweise sogar ein wenig offener angelegt zu sein und haben mehrere Eintrittspunkte, so dass unterschiedliche Strategien ausprobiert werden können. Leider hat Epic die alten Level unangetastet gelassen und die kleinen Fehler im "Original" nicht behoben. In einigen Passagen sind die Begleiter somit leider auch in der PC-Version eine Qual und stehen lieber in der Ecke, statt in den Kampf einzugreifen oder verhalten sich nicht sonderlich schlau und laufen gerne mal direkt ins feindliche Feuer.

Neben dem eigentlichen Spiel bekommen Windows-User außerdem noch die aktuellste Version von UnrealED, dem Leveleditor, mit dem die Entwickler die Maps designt haben. Das Starten des Editors dauert allerdings einige Minuten und erfordert einen leistungsstarken Rechner. Besitzer von Quadcores können sich zudem über die 4-Kern-Unterstützung freuen. Bei entsprechend vielen Mappern und Moddern könnten zahlreiche interessante Erweiterungen den Solo bzw. Coop-Spaß von Gears of War auch noch merklich erweitern. Hier wird sich jedoch erst noch zeigen müssen, ob sich eine starke Community bilden kann oder ob der Titel im Fahrwasser von Unreal Tournament 3 untergehen wird.

Die technische Umsetzung

Abgesehen von Geschichten wie Windows Live Gold, um alle Möglichkeiten des Mehrspielermodus nutzen zu können, konnte man der PC-Variante von Gears of War bislang recht wenig vorwerfen. Sogar für einige verbesserte Texturen, neue/ überarbeite grafische Effekte und einen optionalen DX10-Modus (Vista only) mit AA hat die Zeit gereicht. Darüber hinaus war das Xbox-Grundgerüst solide, das Gameplay schon vor einem Jahr wunderbar ausgereift und packend inszeniert. Doch die große Enttäuschung zum Schluss: Wie zuletzt bei Halo 2, ist die technische Umsetzung des Titels eine Frechheit und nach der tadellosen 360-Version eine Blamage für Epic. Wie gut (oder auch nicht) der Titel bei einem läuft, ist im aktuellen Zustand Glückssache. Im Internet berichten die Käufer von teils sehr unterschiedlichen Erfahrungen. Beim Test auf zwei unterschiedlichen Systemen traten auf jeden Fall etliche Probleme zu Tage. Mit um die 40 Minuten ist die Installation zudem kein Spaß für Zwischendurch. Dazu kommt, dass Gears leider die nicht besonders stabil läuft. Im Testverlauf kam es mehrfach zu Hängern und Komplettabstürzen, die teils so heftig waren, dass das Windows-Hintergrundbild verschwunden war und unter Windows Vista Gadget-Elemente nicht mehr funktionieren. Auch das Einrichten des Windows Live Accounts ging nicht problemlos wie auf der Xbox und die Headsetkonfiguration zog sich ebenso hin. All diese Probleme sind jedoch sicherlich mit den nächsten Updates verschwunden und eher nur ein Zeichen für einen überstürzten Release. Wer warten kann, ist fein raus und sollte den Titel daher noch ein wenig länger reifen lassen - jedoch im Regal des Händlers. Ungünstiger wird es jedoch beim eigentlichen Gameplay. Auf dem PC hat Gears die unschöne Eigenschaft, immer wieder kleine Hänger und Stotterer zu haben. Dies passiert nicht nur, wenn der Spieler ein neues Gebiet betritt und im Hintergrund noch Teile des Levels geladen werden, sondern auch mitten im Kampf. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Raum groß oder klein, viele oder wenige Gegner zu sehen sind. Ganz nach Belieben hängt das Bild für einige Zeit oder auch nur den Bruchteil einer Sekunde. Eine Sequenz, die mal ruckelfrei lief, kann im nächsten Anlauf einen "Schluckauf" haben. Einbrüche der FPS von 50 bis 60 FPS auf 1 bis 10 FPS für einige Sekunden treten auch im Zufallsprinzip in Zwischensequenzen auf. Wenn man Glück hat, läuft zumindest der Sound weiter, teilweise wird dieser aber auch einfach abgebrochen. Im Internet und diversen Foren kursieren zahlreiche Vorschläge, um den Rucklern auf den Pelz zu rücken, nur gebracht haben diese Selbsthilfemaßnahmen auf den Testsystemen wenig. Zusätzlich hat die PC-Version die unangenehme Eigenschaftm ganz automatisch die deutsche Version zu installieren, die zwar nicht schlecht ist, aber nicht so einfach umgestellt werden kann. Auch hier gibt es angebliche Lösungen im Netz, die aber in der getesteten Version nicht zufriedenstellend funktioniert haben.

Ein Großteil der PC-Zocker sind Maus und Tastatur-Fanatiker, weshalb Epic auch eine solche Steuerung im PC-Port vorgesehen hat. Shootertypisch wird der Charakter mit WASD durch die Levels bewegt und mit der Maus gezielt. Über entsprechende Tasten rennt der Charakter zur nächsten Deckung, lädt nach oder interagiert mit der Umwelt. Schlecht ist dies sicherlich nicht, geht einem allerdings auch nicht so leicht von den Fingern, wie mit einem Gamepad: es spielt sich ein wenig verkrampfter. Allerdings kann auch jederzeit zum angeschlossenen 360-Gamepad gewechselt werden. Die eingeblendeten Anzeigen (für Interaktion, Deckung, etc.) wechseln dabei "on the fly" und bis auf das Snipern, gibt es an der Padsteuerung nichts zu bemängeln und Levelpassagen waren mit Maus & Tastatur nicht merklich leichter. Hier gibt es keinen großen Unterschied. Was man lediglich vermisst sind einheitliche Schriftgrößen. Einige Einblendungen sind doch extrem klein (gefühlte 6 Pixel Schriftgröße), wie etwa Änderungen beim Missionsziel.

Meinung

Mich hat die PC-Umsetzung von Gears of War merklich überrascht und das im negativen Sinne. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass Epic einen ähnlichen technischen Rotz bei der Portierung abliefert, wie man es zuletzt an Halo 2 erleben konnte. Die Ruckeleinlagen, Aussetzer und Stabilität sind eine Frechheit, um für so ein Produkt 45€ zu verlangen. Im aktuellen Zustand kann ich jedem nur vom Spiel abraten, bis die gröbsten Schnitzer beseitigt sind und das Game einigermaßen ruckel- und absturzfrei läuft. Bis dahin sind alle Interessierten mit der 360-Version klar besser bedient. Die läuft rund und hat auch einen Coop-Modus im Splitscreen, wobei das Game auf dem großen HD-Schirm im Wohnzimmer so oder so die bessere Figur macht. Sind die Probleme beseitigt, kann jedoch der PC die Stärken ausspielen und beinhaltet einfach mehr Spiel fürs Geld. Die Neuerungen sind sehr gelungen, gut eingebaut und der Editor könnte für Kartennachschub sorgen.


Geschrieben am 16.11.2007, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
 



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