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Full Spectrum Warrior  

Rückseite ]

Info
Autor 2
 2
 2.5
 2
Gesamt (33 votes) 2+
 1.8
 1.9
 2.1
Name:Full Spectrum Warrior
Genre: Action Sim
Produkt: Vollversion
Release: 2004/07
Publisher: THQ
Entwickler: Pandemic Studios
Offiz. Sites: Game
Hardware: Xbox
System: Xbox
Multiplay: Xbox Live
Sprache: Deutsch/Englisch
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: auch für PC, kompatibel mit Xbox360
USK: 16
Full Spectrum Warrior (review von nali_warcow)

Man kennt es aus unzähligen Taktikshooter der Marke Rainbow Six und Co. Zwei Spezialistenteams rücken auf das Ziel vor und kurz bevor die Mission geschafft ist, macht die KI der gesteuerten Mitstreiter einen Fehler und schon ist die Mission gescheitert. Hätte man da doch eingreifen können. Doch nicht nur eine KI muss lernen, wie man geschützt vorrückt und in Deckung bleibt, auch den neuen Rekruten muss so was eingetrichtert werden. Daher hat die US Army im Jahr 2000 ein Spiel in Auftrag gegeben, womit dies trainiert werden kann. Inzwischen gibt es das Spiel auch in leicht veränderter Form für die Xbox (Ein PC Release steht gegen Ende des Jahres an). Hier kommandiert man zwei Einsatzteams mit jeweils 4 Mitgliedern durch die Umgebung und sagt den Mannen ganz genau, was sie jeweils machen sollen, so dass man fast schon ein Echtzeitstrategiespiel hat. Da stellt sich dann nur noch die Frage, wie gut ist so ein Auftragsmilitärshooter für den Nichtrekruten?

Fiktive Welt

Die Handlung des Games versetzt den Spieler in den erfundenen Staat "Zekistan", welcher von einem sadistischen Diktator beherrscht wird. Die Probleme gehen jedoch etwas über politische Mitteln hinaus, da der guter Herr mit Namen "Al Afad" (Verwechslungen sind natürlich rein zufällig) terroristische Organisationen unterstützt und ihnen Zuflucht gewährt. Daher ist Zekistan der NATO ein Dorn im Auge und da man mit wirtschaftlichen Sanktionen nicht viel erreichen konnte, wird ein Trupp der internationalen Streitkräfte ins Land geschickt. Das war jedoch kein ganz so guter Gedanke. Kaum im Land unterwegs wird der erste Transport in einer Siedlung unter Feuer genommen. Inmitten vonTrümmern, Rauch, Qualm und der staubtrockenen Landschaft beginnt der Einsatz der beiden Teams "Alpha" und "Bravo". Diese jeweils vierköpfigen Teams werden vom Spieler gesteuert und sollen den Diktator letztendlich zur Strecke bringen, jedoch sind sie nicht ganz allein auf dem Schlachtfeld Zekistan. Nach der sehr nett gemachten Einleitung der Kampagne, wo auch in gelungener Art die einzelnen Charaktere der Truppe nähergebracht werden, ist erst einmal Ruhe in Sachen Story angesagt. Das eigentliche Endziel, den Diktator zur Strecke zu bringen, rückt in den Hintergrund und man erledigt eine ganze Reihe anderer Aufgaben. Leider sind die Missionen jedoch nicht immer so gut miteinander verbunden und wirken stellenweise einfach "hintereinandergeklatscht".

In die Enge getrieben

Das Team hockt hinter einem Schutthaufen und wartet die Situation ab. Auf der Straße liefern sich einige verbleibende zekistanische Kämpfer ein Gefecht mit einem Panzer, doch der erste Angriff wäre abgewehrt. Per Funk folgt nun eine Lagebesprechung mit dem Headquarter. Das Team soll nun vorrücken und sich mit weiteren Streitkräften in einem Hinterhof, etwa 400 Meter entfernt, treffen. Nach einer kurzen Sondierung der Lage mit dem GPS wird zu aller erst eine Luftaufklärung für das Gebiet beordert, um eventuell ersichtliche Kämpfer aufzuspüren. Wenige Augenblicke später saust der Aufklärer durch die Luft und die Ziele werden auf dem GPS verzeichnet. Die Lage sieht nicht sonderlich gut aus. Das Team muss eine Straße überqueren und danach in eine Nebenstraße einbiegen, die sehr nach einer Falle aussieht. Während Team Bravo vom Schutthaufen die Straße im Auge behält, spurtet das andere Team an die Hausecke. "Noch nichts zu sehen", meldet der Teamleader. Die anderen geben nun Team Bravo Deckung, damit sie hinter ein Autowrack vorrücken können - nichts, alles ruhig. Team Alpha rückt nun weiter an der rechten Hauswand in die Seitenstraße, bis zum vorstehenden Haus vor. Da wird der Gegner hinter einer Sandsackbarrikade gesehen. Schon wenige Sekunden später eröffnet dieser das Feuer aus allen Rohren. Da jedoch sowohl Gegner, als auch das Alphateam hinter "festen" Objekten Deckung gesucht haben, ist eine Pattsituation entstanden. So kann keiner den anderen verletzen. Doch es gibt ja noch Team Bravo. Während Alpha Speerfeuer in Richtung des Gegners gibt, huscht das Team von Fahrzeug zu Fahrzeug, bis es neben dem Gegner gelangt, wo dieser nicht mehr von den Sandsäcken geschützt wird. Zwei Schüsse und das Problem ist beseitigt. Alpha kann das Feuer einstellen und nachrücken. Es geht nun nach links hinter die Häuser und da das Team nur bis zur Hausecke vorgerückt ist, wurde der nächste Gegner frühzeitig bemerkt. Dieser bewacht den schmalen Durchgang und es gibt auch keine Deckungsmöglichkeit. Hier im Kugelhagel vorzurücken, wäre nicht so clever. Eine Rauchgranate wäre auch nicht so passend, da die eigenen Mannen den Gegner im dichten Qualm auch nicht besser treffen können. Das Problem wird einfach mit einer Handgrante erledigt. Weiter geht es nun, bis man kurz vor dem Treffpunkt gelangt. Im großen Hinterhof stehen eine ganze Reihe an Kisten mit einigen Gegner dahinter. Da es sich jedoch um Holzkisten handelt, durchsieben die acht Spezialisten die Kisten einfach durch einen stetigen Dauerbeschuß und die zwei Gegner hatten keine wirkliche Chance. Der Treffpunkt ist damit erreicht und gesäubert. Aber es gibt noch genügend Probleme, die es zu meistern gilt…

Gründliche Ausbildung

Ohne gründliche Ausbildung geht es in keine Schlacht, das gilt insbesondere für Spezialeinsatzkräfte. Ein gutes Training ist das A und O bei der Ausbildung und so umfangreich geht es auch bei Full Spectrum Warrior zur Sache. Die ersten vier Tutorialmissionen beinhalten die komplette Handhabung des Spiel mit allen Feinheiten. Hier wird dem Spieler in langsamen Schritten die effiziente Steuerung und Vorgehensweise im offenen Gelände beigebracht. Die allerwichtigste Sache, welche auch mehr als nur einmal wiederholt wird, ist Deckung. Ohne Deckung ist ein Kämpfer schneller weg, als man die Leichensäcke bestellen kann. Ein Trupp läuft nicht einfach auf der Straßenmitte entlang. Es wird von Deckung zu Deckung gerannt und man muss überall mit Gegnern und gegnerischen Angriffen rechnen. Neben der grundlegenden Steuerung und Bewegung des Teams wird einem auch das Teamplay an Beispielen eingetrichtert, wie man sie im Spiel immer wieder vorfindet. Ein oder mehrere Gegner sind hinter einer Deckung und mit Teamwork geht es dann zur Sache, diese Deckung zum umgehen, wozu es die unterschiedlichsten Möglichkeiten gibt. Doch dazu später mehr. Nach jedem Tutorial wird das Gelernte auch noch einmal in einem Video zusammengefasst. Abschließend steht als fünfte Mission auch noch ein Trainingseinsatz auf dem Programm, um zu zeigen, dass man es verstanden hat: Deckung ist grundlegend und ohne Teamplay geht nichts. Erst wenn man dies alles gemeistert hat, kann man sich an die elf Missionen umspannende Kampagne wagen. Erstellt man jedoch ein neues Profil (zwei mögliche Schwierigkeitsgrade), so wird automatisch das Tutorial als erledigt anerkannt und man kann es optional erneut spielen.

In den Missionen erledigt man dann alle möglichen Aufgaben, die in einem Krisengebiet anfallen. Da gilt es einen Bereich von bösen Buden zu säubern, sich mit einem anderen Team zu treffen, Zielmarkierungen für ein Bombardement zu liefern oder jemanden eskortieren. Zwar klingt das alles recht abwechslungsreich, doch leider ist der Missionsablauf immer recht gleich gehalten. Es gilt zum nächsten Zielpunkt vorzurücken und die Gegner auf dem Weg auszuschalten. Zwar sind alle Missionen vom Aufbau her unterschiedlich und mal geht es durch Straßenzüge mit Autowracks, dann schleicht man durch einen Flughafengebiet oder eine Art Tempel, durch Sandstürme und Lagerhallen, doch viel Abwechslung ist nicht vorhanden. Es läuft alles immer sehr nach Schema F ab, wie man es gelernt hat. Team A bewacht/ gibt Feuerschutz und B rückt vor. Alternative Wege sind nicht immer vorhanden, sondern nur an einigen Stellen möglich. Auch wenn man durch Straßenzüge vorrückt, so kann man nur einen minimalen Teil wirklich betreten. Sehr oft versperren Trümmer oder mitunter auch unsichtbare Wände den Weg. Genauso wenig kann man Gebäude betreten, was sich als besonders ärgerlich herausstellt, wenn dort oben ein Gegner sitzt, den man von unten nicht treffen kann. In den Missionen gibt es viele Zwischensequenzen und in sehr regelmäßigen Abständen kann man sogenannte Statusmeldungen an einigen Punkten abgeben. Hierzu rückt das Team bis zum Icon vor und danach muss das andere Team in einem entsprechenden Radius "antreten". Dann geht der Statusbericht an das HQ und damit wird ein Checkpoint erstellt. Speichern kann man nicht. Die Checkpoints sind jedoch mehr als großzügig vorhanden und sehr zahlreich in den Missionen. Scheitert man dennoch an einer Stelle, weil man zu schnell vorgegangen ist, einen Gegner übersehen hat oder das Timing nicht ganz richtig war, dann muss man nicht alles erneut spielen. Auf Wunsch kann man auch eine Aufzeichnung vom letzten Checkpoint ablaufen lassen und an jeder beliebigen Stelle wieder ins Geschehen eingreifen. Dank FastForward-Möglichkeit auch keine Sachen von Stunden. Nach etwa 15 bis 20 Stunden sollte man es dann auch mit allen Feinden im Spiel aufgenommen haben - mit Ausnahme einer Stelle im Spiel, wo man zuerst einen gepanzerten Wagen ausschalten soll, was sich etwas als Glücksspiel herausstellt, da dies nur von einer Position aus funktioniert und bei allen anderen Möglichkeiten der Wagen schneller wenden kann, als eine Granate fliegt. Nach dieser Stelle gab es dann erstaunlicherweise keinen Checkpoint und man sollte dann noch einen Panzer zwei Querstraßen weiter ausschalten, der auch noch gut bewacht wurde. Ansonsten waren die Missionsziele immer recht klar und eindeutig formuliert, so dass man immer wusste, wo man lang musste, um das Ziel zu erreichen. Erstaunlicherweise wurden die Missionen zum Ende hin immer kürzer. Zwar hat man versucht, die Missionen nicht ganz so trocken zu servieren und es gibt viele Gespräche im Spiel, doch zwischen den Missionen fehlt mitunter eine Verbindung. Da heißt es "Mission erfolgreich" und dann geht es woanders einfach weiter. Außerdem kommt das Ende doch etwas arg überraschend, so dass man sich fragt "Was, das war es schon?". Wird ein Teammitglied angeschossen, so sinkt es auf den Boden und muss innerhalb einer kurzen Zeitspanne verarztet werden. Stirbt der Kollege oder geht ein weiterer zu Boden, so ist die Mission verloren. Den Verarzteten kann man jedoch auch beim nächsten Mediziner wieder versorgen lassen, so dass dieser danach wieder vollständig genesen zur Verfügung steht.

Das Team & die Gegner

An Gegnern trifft man auf das übliche "Gesindel" an Terroristen in der Gegend, die meistens lautstark arabische Kommandos brüllen. Nicht alle Gegner sind gleich schon von Anfang an im Level oder hocken auf festen Positionen. Vereinzelt kommen die Gegner auch aus "Verstecken" bzw. als Nachschub. Doch zum Großteil sind es fixe Positionen, so dass man schon weiß, wenn man den Level bereits kennt, wo die Gegner erscheinen, was die Wiederspielbarkeit etwas schmälert. Es wäre doch nun wirklich nicht so schwer gewesen, wenn die Gegner etwas dynamischer bzw. an unterschiedlichen Stellen "versteckt wären". Weiß man jedoch, dass hinter Kiste X einer ist, dann geht man die Situation ganz anders an. Überwiegend trifft man auf einfach bewaffnete Gegner. Zwar reichen davon auch ein/zwei Treffer und ein Charakter geht zu Boden, doch im Vergleich zur Variante mit schwerer Artillerie, sind sie sehr einfach. Insbesondere der Explosionsschaden bei Raketen und Co setzt dem Team schwer zu und erfordert schnelles Handeln. Aber auch bei MG Nestern muss man vorsichtig und geschickt vorgehen. Bis auf sehr wenige Ausnahmen bleiben die Gegner leider fest an ihrer Position und bewegen sich nicht weg. Lediglich, wenn eine Art Script dies vorsieht, verlassen sie - meist wenn man sie gerade erst gesehen hat - die Deckung und flüchten um die nächste Ecke. Wer jedoch ein gutes Team hat und es den Bereich überwacht, dann kann man den Gegner so eventuell schon auf der Flucht beseitigen. Ansonsten ergriffen die Gegner nur sehr selten die Flucht, wenn sie kaum noch eine Chance hatten und auch einen Angriffsversuch ersparen sie sich. An einigen Stellen stellt sich dem Team auch ein Panzer in den Weg, den man nur durch einen Luftschlag oder Granatenfeuer ausschalten kann. Der wichtigste Unterschied zu anderen Taktikshootern ist, dass man selber keinen Soldaten steuert und auch nicht selber auf die Gegner feuert. Man hat zwei Teams, bestehend aus jeweils vier Mitgliedern (Teamleader, Grenadier und zwei weiteren Leuten). Diese haben alle einen eigenen Namen und sogar eine kleine Persönlichkeit und melden sich mit allerlei Wortmeldungen und Kommentaren zur Sache. Neben den Projektilwaffen mit einem begrenzten Munitionsvorrat für jedes Team, gibt es auch noch einige Handgranaten, Rauchgranaten, einen Granatwerfer und die Möglichkeit einen Luftschlag anzufordern. Die "normale" Munition kann an jedem EVAK-Punkt aufgefüllt werden, was wichtig ist, da so manches Speerfeuer viel Munition verbraucht und man nie ohne dastehen sollte.

Handhabung des Spiels

Die Handhabung des Games geht einem wirklich sehr schnell in Fleisch und Blut über und ermöglicht einen stressfreien Spielspaß. Das HUD bringt alle wichtigen Infos auf dem Schirm. Die Gegner werden durch entsprechend rote Punkte hervorgehoben und ein Icon klärt über deren Zustand auf (z. B. ein Schild, wenn sie hinter einer Deckung stehen, was ebenfalls für die eigene Truppe gilt). Wie im "richtigen Leben" gibt es keine Gesundheitsanzeige und die Mannen gehen sowieso spätestens beim zweiten Treffer zu Boden. Dafür gibt es einen Kompass und einen blauen Punkt für das nächste Missionsziel. Neben der Munitionsanzeige wird auch noch die vierköpfige Truppe unten Links mit der Anordnung auf dem D-Pad angezeigt, womit man von Mitglied zu Mitglied wechseln kann. Es reicht jedoch, mit einer Person alle Kommandos zu geben, die dann von den jeweils richtigen Leuten ausgeführt werden (z. B. bei einem Granatwurf). Zur Bewegung der Truppe dient der linke Analogstick, der Zielcursor auf dem Boden bewegt. Hier zeigen die jeweiligen Punkte an, wie die Truppe am Zielpunkt stehen wird. Damit man das Team einfach und problemlos hinter einer Deckung platzieren kann, wird der Zeiger wie von einem kleinen Magneten immer an Wände, etc. herangezogen, so dass die punktgenaue Platzierung sehr einfach von der Hand geht. Ein Icon am rechten unteren Bildrand leuchtet bei einer Deckung auf und wenn ein Team genau an einer Ecke steht, wird dies auch gesondert angezeigt. Gleichzeitig schaut der Teamleader um die Ecke und sucht nach potentiellen Gegnern. Hinter einer Deckung - so lange diese nicht wie eine Holzkiste oder Autowrack zerstört werden kann - ist man dort in Sicherheit. Mit dem rechten Analogstick kann man die Sicht drehen und so beispielsweise um eine Ecke schauen. Man kann jedoch immer nur in etwa das sehen, was das Team sehen kann. Sehr viel Bedeutung kommt daher dem "3D Fog of War" zu. Durch Drücken der rechten Schultertaste wird alles grau angezeigt, was nicht im Team-Sichtbereich liegt und somit eine potentielle Gefahrenquelle darstellt. Auf Wunsch kann man die Leute dann auch im "Fog-Modus" mit X in eine andere Richtung schauen lassen. Ist man nun mit seinem Team in der Deckung, dann kann man entweder mit der schwarzen Taste das GPS aufrufen und die Situation planen oder aber man geht in den Angriff über. Drückt man kurz die X Taste, so geht das Team in den Angriffsmodus. Doch zuvor gilt es den Bereich anzugeben, in welchen das Team feuern soll (linker Stick). Sind dort Gegner, so werden diese automatisch hervorgehoben. Nun hat man zwei Möglichkeiten. Man kann das Team auf ein Ziel feuern lassen (z. B. sehr nützlich wenn der Gegner keine Deckung hat) oder aber man will einen Bereich überwachen lassen, dann drückt man kurz auf A. Möchte man das Gebiet dagegen mit Speerfeuer eindecken, damit der Gegner gezwungen wird in Deckung zu bleiben, so hält man A kurz gedrückt, in diesem Modus verbraucht das Team nur sehr viel Munition. Möchte man dagegen lieber eine Granate, etc. werfen, dann hält man X gedrückt und wählt mit dem D-Pad die Granate, richtet die Wurfkurve aus und drückt A. Man kann jederzeit zwischen den Teams mit der Y Taste wechseln. Damit die Mannen nicht einfach vorstürmen, kann man auch einen langsameren Vorstoß befehlen. Dazu drückt man nicht nur kurz A, wenn man den Zielpunkt markiert hat, sondern hält A gedrückt und wählt dann den Bereich aus, welchen das Team beobachten soll. Im Zweierpack rücken die Leute vor und feuern auf alles, was im Überwachungsbereich liegt. Nicht nur Bewegungen, auch Feuerbefehle kann man mit B abbrechen und durch Gedrückthalten der Taste hechten die Leute hinter die nächste Deckung.

Go Live

Hat man das Spiel durchgespielt oder scheitert an einer Mission, dann kann man auch dank Xbox Live die Kampagne im COOP-Modus spielen. Die beiden Spieler übernehmen dann jeweils die Steuerung eines Teams und dank Headset-Kommunikation (ohne Teamplay geht es nicht) taktisch sehr anspruchsvoll spielen. Leider jedoch nur auf bekannten Maps mit immer gegen gleiche Gegner an den gleichen Stellen. Auf ein Systemlinkspiel wurde leider auch verzichtet, doch vielleicht gibt es ja demnächst die ein oder andere zusätzliche Mission via Xbox Live Download.

Grafik

Grafisch ist das Spiel zwar kein Meilenstein, doch das Gesamtbild ist sehr stimmig. Die Models der Einheiten hätten auf der einen Seite etwas mehr Polygone vertragen können, doch dafür sind die Animationen sehr gelungen. Egal ob der Trupp nun vorstürmt, langsam vorrückt, schnell hinter die Deckung hechtet oder in den Angriff übergeht. Es sieht sehr gut aus. Die Texturen sind auch nicht ganz so gut, wie es eigentlich hätte möglich sein können und da die Missionen sowieso alle in etwa das gleiche Grafikset wie Sand, Staub, Wüste, etc. besitzen, hätte etwas mehr Abwechslung nicht geschadet. Lediglich ab und zu findet man eine besonders hochaufgelöste Textur. Rauch und andere Partikel sehen ganz gut aus, da platzt der Putz weg, Kisten werden zertrümmert, wenn Kugeln einschlagen und nach einer Granatenexplosion sind Staubwolken zu sehen. Dank Havok-Engine wackeln die Türen der Autos und Fässer purzeln um.

Sound & Musik

Die Akustik des Spiels ist atmosphärisch sehr passend. Die Musik stört das taktische Spielen nicht und kann auch in der Lautstärke reduziert werden. Trotz deutscher Version wurde die Sprachausgabe im US Original belassen, was auf der einen Seite sicherlich der Atmosphäre sehr zu Gute kommt, allerdings ist im Tutorial und im Spiel viel Textlesen angesagt. Das wäre nicht ganz so schlemm, wenn die Untertitel zum einen nicht so klein wären und zum anderen nicht solche Textwüsten bilden würden, dass der halbe Schirm bedeckt ist und jeder Kommentar der Truppe aufgelistet wird (Die haben erstaunlicherweise bei der Ausbildung immer was dazwischen zu sagen.) Die Umgebungssoundkulisse ist sehr gut gelungen, da hört man den Sandsturm, Türen schlagen auf und zu, man hört und spürt den Panzer oder andere Fahrzeuge kommen, etc.

Meinung

Trotz der doch zum einen für jeden nicht akzeptablen Thematik (Ein Kriegsspielchen mit deutlichen Anspielungen auf die heutige Zeit und "US Propaganda") bringt auf der anderen Seite jedoch das US Militär hier doch recht frischen Wind in Spiele wie Rainbow Six und Co. Das Spiel ist auch für Einsteiger gut geeignet, da die Steuerung sehr gut von der Hand geht und die Tutorials sehr gut gemacht wurden. Man kann in Ruhe planen und muss geschickt agieren - einfach vorstürmen und ballern funktioniert nicht, denn ohne Nachdenken kommt man nicht weit. Auf der anderen Seite wären jedoch etwas abwechslungsreichere Missionen und andere Schauplätze nicht schlecht gewesen. Warum kann man beispielsweise in kein Gebäude ? Auch die Taktiken hätten umfangreicher ausfallen dürfen. Mehr als das, was man im Tutorial probieren durfte, gibt es an Möglichkeiten nicht. Auch das Ende ist etwas "plötzlich" und der Live-COOP-Modus fesselt nicht so lange, weil man alles schon kennt und die Missionen immer gleich sind. Wer sich von der Thematik nicht abschrecken lässt und gerne ein stressfreies Taktikspielchen erleben möchte, was sich erfrischend "neu" spielt, sollte zugreifen.


Geschrieben am 14.07.2004, Testkonfiguration: Xbox
 



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