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F.E.A.R. (PS3)  

Rückseite ]

Info
Autor 3
 2
 1.5
 2
Gesamt (4 votes) 3+
 2.1
 1.6
 2
Name:F.E.A.R. (PS3)
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2007/04
Publisher: Sierra
Entwickler: Day 1 Studios
Offiz. Sites: Game
Hardware: PlayStation3
System: PlayStation3
Multiplay: Lan/ Internet
zensiert: ja
Serie: ja
Bemerkung: Auch für PC und Xbox 360
USK: 18
F.E.A.R. (PS3) (review von nali_warcow)

Die Playstation 3 ist zwar noch nicht so lange erhältlich, dennoch stehen bereits zahlreiche Spiele bereit. Doch bei näherer Betrachtung tummeln sich im Softwarelineup zahlreiche Umsetzungen und Portierungen bereits bekannter Spiele, die teilweise auf anderen Systemen schon seit vielen Monaten gverfügbar sind. Nachdem der PC Spieler im Oktober 2005 mit F.E.A.R. beglückt wurden, folgte die Xbox 360 Umsetzung etwa ein Jahr später. Ein knappes halbes Jahr danach steht nun auch eine Version für die Playstation 3 im Regal. Wofür haben die Entwickler die zusätzliche Zeit genutzt? Wie schlägt sich die Cell-Power-Umsetzung gegen die Konkurrenz und lohnt sich ein Kauf, wenn man schon einen Ableger des Spiels besitzt? Antworten daruf im im folgenden (Kurz-)Review.

Um jedoch nicht jede Kleinigkeit dreifach erzählen zu müssen, sei an dieser Stelle schon gleich auf die Reviews zur PC-Fassung und zum Xbox 360-Nachtest verwiesen. Dieses Review beschränkt sich primär auf die technische Umsetzung und Eigenheiten der PS3-Fassung. Das Handbuch ist leider, wie bei allen Playstation 3-Titeln, nicht sonderlich umfangreich ausgefallen, doch für einen Shooter noch ausreichend. Am Gameplay hat sich gar nichts geändert. Auch auf der Playstation 3 erlebt der Spieler ausschließlich das Abenteuer des Hauptspiels. Wie auf der Microsoft-Konsole, so wurde auch hier am AddOn gespart.

Als Elite-Mitglied der Einsatzgruppe F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon) gilt es noch immer, sich mit einer nicht ganz so normalen Bedrohung herumzuschlagen. Nicht nur Fetel bereitet einige Kopfzerbrechen, auch das Auftauchen eines mysteriösen, kleinen Mädchens, dass ganze Elitetrupps ausschaltet, wirft einige Rätsel auf. Was durchaus eine schöne Vorlage für einen Gruselshooter hätte werden können, wurde aufgrund der Präsentation nahezu vollständig verspielt, da die Storyhäppchen durch Aufzeichnungen auf Anrufbeantwortern näher gebracht werden. Ausgestattet mit den unterschiedlichsten Waffen gilt es sich durch die unterschiedlichsten Level zu ballern und dabei zahlreiche, recht geschickt agierende Feinde auszuschalten. Ausgetragen werden die Kämpfe, die durchaus sehr gut und spannend inszeniert sind, leider immer nur in engen und kleinen Arealen, wobei es viel zu wenige Schauplätze gibt. Immer wieder geht es durch ähnliche Lagerhallen oder Büroräume. Obwohl auf der Konsole nicht frei gespeichert werden darf, werden geübte Spieler auf dem normalen Schwierigkeitsgrad das Ende nach etwa sechs bis acht Stunden sehen. Wer das Game schon vom PC oder der Xbox 360 kennt, wird das Ende durchaus auch in etwa vier Stunden erreichen. Gerade wenn Spieler die sehr mächtige Shotgun verwenden - für die immer ausreichend Munition in den Leveln vorhanden ist - wird das Spiel recht einfach. Auch in der Playstation 3 Version gibt es den "Instant Action"-Modus. In diesem Modus können insgesamt vier ausgesuchte Level erneut in Angriff genommen werden. Allerdings mit einer anderen Gegnerkonstellation und dass der Charakter nicht sterben darf. Die kleine Neuerung, mit der sich die Playstation 3-Fassung von der Xbox 360-Version abhebt, ist der mitgelieferte Bonuslevel. Auf der Microsoft-Konsole konnte der Spieler nach dem einmaligen Durchspielen der Hauptgeschichte in die Rolle eines Nebencharakters schlüpfen und "Bishop" zum Helikopter eskortieren. Der Level war "exklusiv" für die 360. Auf der PS 3 darf sich der Spieler in einer Bonusmission auch durch einen bekannten Level kämpfen und muss als Einsatztrupp den 10. Stock erreichen, um am Ende die Erklärung abzuliefern, weshalb der Spieler an genau dieser Stelle eine große Blutlache vorfindet. Des Rätsels Lösung ist dabei so erschreckend wie demotivieren: Da dem Spieler in der Bonusmission hier per Script "das Leben genommen wird".

Auch den aus der Xbox 360 bekannten Onlinemodus mit den unterschiedlichsten Karten, Spieltypen und Optionen gibt es auf der PS 3. Hier kann allerdings jeder Käufer online spielen und muss nichts extra zahlen. Trotzdem ist die Auswahl an Servern sehr dünn. Je nach Tageszeit schwankte die Anzahl, über den einstelligen Bereich kam der Serverbrowser jedoch nie hinaus.

Die technische Umsetzung

Bis auf Nuancen nehmen sich die einzelnen Fassungen in Sachen Gameplay wenig bis gar nichts. Nur wegen eines Levels oder der Playstation 3-Bonuswaffe braucht keiner erneut 60€ ausgeben. Interessant wird es aber zu sehen, wie die Umsetzung realisiert wurde. Immerhin sollte ja in der Sony-Konsole einiges an Leistung stecken. Entwickler Day 1 Studios, von dem die Konsolenumsetzung kommt, hat die Power der Playstation 3 jedoch nicht entfesseln können. Eher im Gegenteil. Die Umsetzung ist in technischer Hinsicht extrem bescheiden und hinkt der Konkurrenz merklich hinterher. In allen Bereichen sind markante Defizite, die sich auch entsprechend auf die Endwertung niederschlagen. Optisch war ja schon die Portierung vom PC auf die Xbox nicht gelungen, da die Texturen alle ein wenig runter gerechnet wurden. Für die Playstation-Version wurden jedoch alle Texturen erneut runter gerechnet, was sich teilweise in sehr matschigen Texturen zeigt. Gerade in der Nahansicht fällt dies sehr unangenehm auf. Nicht nur, wenn der Spieler vor einer Playstation 3-Texturwand steht, sondern auch, wenn andere Charaktere in Zwischensequenzen näher herankommen. Hier fällt der Texturbrei merklich auf. Im Gegensatz zur Xbox 360 scheint es so, als wenn die Sony-Konsole nur über einen Low-Texture-Modus verfügt. Das wäre aber trotzdem noch irgendwie verschmerzbar, wenn das Geschehen flüssig laufen würde. Käufer der Playstation 3-Fassung bekommen hier jedoch gleich den nächsten Dämpfer. F.E.A.R. läuft nur im 720p-Modus und trotzdem kommt es immer wieder zu Slowdowns und Ruckeln. Sowohl im Kampf, als auch in den Slow-Motion-Passagen spielt es sich teilweise nicht flüssig. Trotzdem rutschen die Frameraten nicht zu sehr ab, so dass man F.E.A.R. noch immer problemlos durchspielen kann. Die beiden Mankos schwache Texturen und Ruckler münden jedoch abschließend im absoluten Höhepunkt schlampiger Umsetzung: Ladezeiten. Obwohl das Spiel auf der Playstation 3 schlechter aussieht und obwohl einige Level "geteilt" wurden und dazwischen ein zusätzliche Ladeschirm eingebaut wurde, braucht die Konsole erheblich länger, bis ein Level geladen ist. Während auf der lauten Xbox die Wartezeiten mit 10 bis 15 Sekunden sehr kurz ausfallen, nimmt sich die Playstation 3 mit Ladezeiten zwischen 30 und 70 Sekunden doch deutlich mehr Zeit. Kleines Vergleichsbeispiel. Am Anfang wartet der Spieler auf der Playstation 3 etwa 20 bis 25 Sekunden bis das Intro geladen wurde. Nach dem Intro steht eine Ladepause von etwa 60 bis 65 Sekunden auf dem Programm, bis es endlich ins Spiel geht. Auf der 360 wird lediglich am Anfang für etwa 10-12 Sekunden geladen. Dann rollt nicht nur das Intro über den Schirm, sondern ohne weitere Ladepause geht es direkt in den ersten Level. (Auch wenn das Intro per Knopfdruck übersprungen wird.) Dafür ist ein Reload vom letzten Checkpoint - wie auch auf der Xbox und dem PC - sehr schnell und es kann ohne große Unterbrechungen eine kniffligere Stelle mehrfach in Angriff genommen werden.

Doch bei all der Kritik hat die Playstation 3-Fassung auch ein kleines Detail, welches in den anderen deutschen Versionen nicht enthalten ist: Blut. Die deutsche Fassung, die mit einer USK 18 Freigabe versehen wurde, bietet Blut. Gegner können zwar weder zerstückelt noch an die Wand genagelt werden, aber es fliest was vom roten Saft. Und das tut dem Gameplay gut, da durch die roten Spritzer besser zu erkennen ist, ob der Gegner getroffen wurde, was sehr hilfreich und ein kleines Manko auf den anderen Systemen darstellte. Zwar wird F.E.A.R. - wie alle Playstation 3-Titel - auf Blu-Ray ausgeliefert, doch die deutsche Fassung beinhaltet keine weiteren Sprachen.

Meinung

Es hätte so schön und vor allem besser als auf der 360 werden können. In knapp sechs Monaten zusätzlicher Entwicklungszeit hätte Day 1 doch mehr leisten können. Warum gibt es die Erweiterung nicht? Weshalb wurde die Optik für eine Next-Gen-Konsole noch weiter verschlechtert und wieso ruckelt es jetzt auch noch? Einige Bluttropfen und ein Bonuslevel können da nicht viel retten. F.E.A.R. ist zwar auch auf der PS 3 ein solider Shooter, aber durch diese ganzen Mankos, der Spielzeit und grauenhaften Ladezeit ganz klar die schlechteste Version des Spiels. Dafür muss man keine 60€ ausgeben, insbesondere wenn man schon eine im Regal stehen hat. Dafür dann nur noch eine knappe "3".


Geschrieben am 07.06.2007, Testkonfiguration: PlayStation3
 



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