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FarCry Instincts Predator  

Rückseite ]

Info
Autor 2+
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Gesamt (6 votes) 1
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 1.7
 2.5
Name:FarCry Instincts Predator
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2006/03
Publisher: Ubisoft
Offiz. Sites: Game
Hardware: Xbox360
System: Xbox360
Multiplay: SplitScreen /Lan/Inet
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: Beinhaltet FarCry Instincts & Evolution / Evolution auch einzeln als Xbox 1 AddOn
USK: 18
Herstellerscreens
FarCry Instincts Predator (review von nali_warcow)

Die Rückwärtskompatibilität der neuen Xbox 360 ist bislang nicht ganz das, was sich so manch einer darunter vorgestellt hat. Quantitativ sind auf der Liste sicherlich mehr Titel, als viele nach der etwas zaghaften Ankündigung von Seiten Microsofts erwartet haben. Nur bringt es wenig, viele Titel in der Liste zu haben, wenn dies zum Großteil zweit- oder gar drittklassige Games sind, wohingegen die A-Titel teilweise auch Monate später noch nicht unterstützt werden. Teilweise könnte man jedoch auch den Publisher dahinter vermuten, der einfach nicht will, dass der alte Titel auf der neuen Konsole gespielt wird. Wäre es nicht viel besser, wenn der Zocker erneut zur Kasse gebeten werden kann? Nachdem Ubi Soft mit Far Cry Instincts Ende 2005 eine mehr als gelungene Version des Inselshooters auf die erste Xbox Konsole brachte, folgte Anfang 2006 die Ankündigung einer speziellen Xbox 360 Version. Was für die Xbox 360 geändert wurde und welche zusätzlichen Inhalte "Far Cry Instincts - Predator" bietet, soll das folgende Review klären.

Instincts? Evolution? Predator?

Ein wenig kann man schon bei den vielen Bezeichnungen der Far Cry Spiele die Übersicht verlieren. Welche Version bietet was? Nach der PC Fassung im März 2004 brachte Ubi Soft dann im September 2005 mit "Far Cry Instincts" einen Konsolenableger des ausgezeichneten PC Spiels auf den Markt. Instincts lag zwar die gleiche Hintergrundgeschichte zu Grunde und spielte ebenfalls in einem tropischen Inselparadies, allerdings waren die Level alle neu, etwas linearer und der Spieler verfügte außerdem über sogenannte "Wilden-Fertigkeiten". Etwa sechs Monate später kam dann im März 2006 mit "Far Cry Instincts - Evolution" ein AddOn dazu. Evolution gibt es - wie auch Instincts - ausschließlich für die erste Xbox und es läuft ebenfalls nicht im Xbox 1 Emulator der Xbox 360. Dafür kam das Add-On aber für erfreulich günstige 29€ in den Handel. Geboten werden eine neue Kampagne und neue Multiplayermaps. Für Xbox 360 Besitzer gibt es dagegen das "Rundumsorglospaket" in Form von "Far Cry Instincts - Predator". Predator beinhaltet zum einen eine leicht überarbeitete Version von Far Cry Instincts und außerdem das AddOn Evolution. Diese "Gold Version" steht entsprechend zum Vollpreis und ungeschnitten in den Läden.

Das Review von Far Cry Instincts - Predator wird zum Grossteil nur die neuen Features der AddOn Kampagne Evolution und die Änderungen für die Xbox 360 abdecken. Das grundlegende Gameplay und die Instincts-Kampagne werden nur angeschnitten. Ausführlicher werden diese Inhalte im Review zur Xbox Version besprochen.

Die Probleme reißen nicht ab

Im "ersten Teil" der Geschichte brachte Jack Carver die angebliche Reporterin Val Cortez zu einer unbekannten, aber sehr idyllisch anmutenden Karibikinsel. Doch schon bald stellte sich heraus, dass diese doch nicht so ganz touristenfreundlich ist. Jacks Boot wurde kurzerhand versenkt, er mutierte und musste, etliche Söldnern im Nacken, einen Fluchtweg finden. Am Ende der Instincts-Geschichte hatte der Spieler dies auch erreicht. (Wer hätte damit gerechnet. :-) ) Aber Geld für ein neues Boot hat Jack nach all dem Trubel nicht, also machte er das, was jeder Mann machen würde: In der nächsten Kneipe wird der Frust einfach immer wieder runtergespült. Da Jack mit Frauen jedoch kein so glückliches Händchen hat, dauert es nicht lange und die nächste Dame steht mit einem Auftrag vor ihm, der wieder zu Hölle wird. Dabei klang es anfangs ganz einfach, was Kate von Jack wollte. Einfach als Begleiter für ein Waffengeschäft mitkommen und danach wieder genug Geld für ein neues Boot haben. Nach einem kurzen Gespräch, etwas Alkohol und einer schönen Nacht, war Jack dann auch schnell vom Angebot überzeugt. Doch kaum haben die beiden das Wasserflugzeug verlassen, fliegen wieder die ersten Kugeln durch die Luft. Nicht nur etliche Angreifer sterben, sondern auch der Gouverneur der Gegend. Dieser Mord wird jedoch Jack angekreidet…

Die Handlung wird interessant in zahlreichen Zwischensequenzen präsentiert und jongliert geschickt mit der Frage, wem man eigentlich trauen kann. Für einen Film zwar zu wenig Material, doch ein ordentlicher Zusammenhalt der Kampagne wird dadurch erzielt. Geboten werden dazu wieder einige abwechslungsreiche Level, großartige Änderungen am Gameplay hat sich Ubi Soft dagegen für einen Nachfolger aufgehoben und setzt wieder auf die bekannte Kost des Hauptspiels. Erneut kämpft und schleicht sich Jack durch die Abschnitte, wobei er sich wieder mit allerlei Feuerwaffen und den Wildenfertigkeiten zur Wehr setzten kann. Wer die Instincts Handlung schon kennt und auf der 360 gleich mit Evolution anfangen möchte, bekommt einen kleinen Dämpfer. Erst wenn die Haupthandlung durchgespielt wurde, wird das AddOn in Predator freigeschaltet.

Neues Futter braucht der Jäger

Insgesamt sieben, meist recht große Karten, erwarten den Spieler in der Evolution-Storykampagne. Wie es schon in anderen Spielen gemacht wurde, so startet Evolution mit einer kurzen, actionreichen Flucht durch die grüne Hölle, um dann nach einigen Augenblicken in einer Rückblende zu zeigen, was überhaupt geschehen ist und wieso Jack nun schon wieder in der Tinte sitzt. Schon gleich der erste Level bemüht sich, sich etwas vom linearen Leveldesign zu verabschieden. Nachdem Jack den ersten Angriff überlebt hat und Kate hinterher eilt, erleben Konsolenspieler nun eine etwas offenere Welt. So gilt es in der ersten Mission unterschiedliche Ziele auf den einzelnen Inseln zu erreichen. Die Reihenfolge und Vorgehensweise ist dabei recht frei. So kann der Spieler von Insel zu Insel schwimmen, auf unterschiedliche Wasserfahrzeuge zurückgreifen und teilweise mehrer Wege, die zum Zielgebiete führen, wählen. Diese "Offenheit" der Welt wird jedoch später wieder merklich reduziert und durch eher lineare Levelschläuche ersetzt, die jeweils zum nächsten größeren Bereich führen, jedoch gibt es immer mal wieder kleine Abzweigungen und Nebenräume zu finden. Außerdem wurde zumindest in den größeren Bereichen einer Map dafür gesorgt, dass der Spieler mehrere Möglichkeiten fürs Vorgehen erhält. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Wege sich durch ein Fisherdorf zu bewegen und die Gefangenen zu befreien. Der Spieler startet dabei hoch oben auf dem Berg und gelangt über einzelne Vorsprünge bis zu den ersten Hütten, die alle am Hang errichtet wurden. Über die Dächer, über Aufzüge oder kleine Hängebrücken, geht es bis nach unten zum Ziel.

Durch unterschiedliche Aufträge wird der Spieler immer bei Laune gehalten. So gilt es sich zuerst irgendwo hineinzuschleichen, das Zielobjekt zu sprengen und danach muss die Flucht mit dem Boot gelingen. Im weiteren Verlauf des Spiels gilt es eine Kontaktperson zu finden oder eine Stellung zu halten. Aufgrund der Wilden-Fertigkeiten, die der Spieler im AddOn von Anfang an besitzt, ergeben sich unterschiedliche Varianten beim Vorgehen in den Missionen. So lässt sich die eine oder andere Passage auch geschickt um- bzw. durchlaufen, aber auch das Gameplay fordert stärker den überlegten Einsatz der Fertigkeiten. So gilt es an mehreren Stellen von einem Dach zum nächsten zu springen oder aber mit den neuen Kletterfähigkeiten steile Felsen zu erklimmen. Wieder müssen NPCs beschützt werden oder hinter dem Fahrzeuggeschütz die Feinde am Wegesrand beseitigen, während der Begleiter fährt. Sehr abwechslungsreich ist auch eine Mission, in der der verwundete Begleiter zunächst vor Angriffen der Gegner beschützt werden muss, bevor sich Jack auf die Suche nach einem neuen Boot macht. Allerdings ist der Kollege bei der Rückkehr verschwunden und die Verfolgung beginnt an Hand der hinterlassenen Geruchsspuren. Hier bekommt es der Spieler dann auch mit neuen Widersachern zu tun. Menschliche Söldner und Piraten wurden inzwischen schon mit unterschiedlichsten Waffen in Scharen umgelegt, doch die Eingeborenen der Insel sind eine Klasse für sich. Sie verfügen auch über Wilden-Fähigkeiten wie Jack. Hier trifft der Spieler somit auch auf Feinde, die ein stationäres Geschütz mit sich herumschleppen und extrem hoch und weit springen können. Auch setzen die neuen Feinde sehr geschickt Blasrohre ein, dessen Treffer die Energie der Wilden-Modus auf Null reduziert. Die Palette an Schauplätzen ist insgesamt recht breit und abwechslungsreich gefächert, wobei der Spieler wieder zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs ist. Leider ist das Add-On nach etwa acht bis zehn Stunden durchgespielt. Die Frustmomente halten sich sehr in Grenzen. Auch kniffligere Passagen, wie die Durchquerung einer Gebirgskette mit lauter Scharfschützen oder das Eskortieren von langsamen und nicht so schlauen NPCs sind recht fair gehalten. Lediglich kurz vor dem Ende warten zwei etwas kniffligere Passagen auf den Spieler, die jedoch dank der sehr fair verteilen Checkpoints spätestens nach einigen Anläufen zu schaffen sind.

Instincts & Portierung

Die große Frage, die sich gerade Besitzer der Xbox-Version stellen werden, ist, ob Predator ein Next-Gen-Spiel. Dies kann nur mit einem klaren "nein" beantwortet werden. Ubi Soft hat zwar nur eine Portierung abgeliefert, allerdings zählt diese doch zu den etwas besseren. Zwar ist mein Hauptwunsch einer Coop-Kampagne nicht erfüllt worden, doch dafür hat sich was in Sachen Schwierigkeitsgrad getan. Sowohl Instincts als auch Evolution können in drei recht unterschiedlichen Spielstufen gespeilt werden. Ist die "Anfangshürde" ohne Wildenfähigkeiten erst einmal überwunden, dann kann das Spiel auch sehr viel Spaß machen, wenn dies der erste Versuch an einem Shooter ist. Bis dahin gilt es, sich durchzubeißen. Da jedoch die KI der Gegner nicht viel besser geworden ist, sollte das kein Problem sein. Mit etwas Übung lassen sich die Feinde im Laufen mit einem Headshot erledigen. Wirklich schlecht sind die Feinde nicht, da sie durchaus ihre wachen Momente haben und einen geschickt einkesseln und angreifen. Allerdings sind merkliche Aussetzer vorhanden, wobei man auch immer im Hinterkopf behalten muss, dass es sich beim Spiel um einen Konsolenshooter mit Checkpoints handelt. Auch einige kniffligere Passagen von Instincts wurden entschärft, wie beispielsweise das Beschützen von NPCs oder eine Bootsfahrt auf einem verminten Flusslauf. Außerdem bekommen Profispieler mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad eine neue Herausforderung. Die Gegner treffen nicht nur besser, sondern der Spieler kann auch nicht mehr auf das Radar zurückgreifen. Gerade auf dieser Spielstufe wird es einige Zeit dauern, beide Kampagnen zu meistern. Wer gerne die Welt erkundet, der kann in den Leveln Schätze suchen. Die Objekte sind dabei wirklich versteckt und liegen fast nie auch nur ansatzweise offen herum. Ob einen dies zusätzlich motiviert oder nur eine künstliche Spielspaßverlängerung ist, muss allerdings jeder für sich entscheiden. Die Instincts-Level selbst wurden nur teilweise leicht verändert. Da gibt es an einigen Stellen ein zusätzliches oder anderes Fahrzeug und einige Passagen wurden etwas optimiert. So findet der Spieler beispielsweise auf der zweiten Insel einen weiteren Weg, der jedoch nicht sonderlich viel am Gameplay der Map ändert. Auch die immer wieder in gleichem Design vorkommenden Hütten und andere Meshtypen wurden unverändert übernommen. Gleiches gilt auch für die Gegner. Gerade weil es nicht so viele Typen gibt, wären einige etwas polygonreichere Modelle nicht schlecht gewesen. Die sichtbarste Änderung betrifft das Wasser. Vorbei sind die Zeiten der "platten Seen". Sehr realistisch aussehende Wellen sind überall zu erblicken. Allerdings sind beim Brechen der Wellen teilweise in der Nahansicht auch etwas unschöne Polygone zu finden und der Spieler sieht nun in allen Tümpeln bis auf den Grund. In der Xbox Version haben nur nicht alle Gewässer glasklares Wasser gehabt. Grünliches oder leicht trübes Wasser gibt es somit nicht mehr. Merklich besser ist jedoch die Sichtweite und Darstellung auf der Xbox 360. Auch wenn die Konvertierung weder neue, noch bessere Texturen oder mehr Polygone pro Objekt bekommen hat, hat die Darstellung einen merklichen Schritt nach vorne gemacht. So poppt kaum noch ein Busch oder anderes Objekt plötzlich auf, was auf der Xbox 1 merklich und häufig zu sehen war. Auch die Weitsicht ist merklich besser. Gleichzeitig wirkt das Spiel durch aktiviertes FSAA durchweg schöner und lief extrem flüssig.

Wieder mit dabei ist der sehr spaßige Mehrspielermodus für Split, Link und Onlinegameplay. Problematisch ist nur, dass so mancher Host im Netz eine etwas zu schwache Leitung für sein Spiel hat. Neben einigen neuen Karten, die auch die neuen Waffen und Fahrzeuge wie das Blasrohr bieten, ist auch der Editor an Bord. Allerdings gibt es keine Möglichkeiten, alte Karten zu importieren. Diese müssen von Grund auf neu gestaltet werden.

Meinung

Ein wenig bitter ist und bleibt der Nachgeschmack von Far Cry Instincts - Predator. Es wurden zwar einige Änderungen vorgenommen, allerdings wäre hohe Auflösung und FSAA auch problemlos mit dem Emulator möglich gewesen. Da bleiben für Kenner der Xbox Version primär nur Minimaländerungen an den Leveln und schöneres Wasser. Der Vollpreis wird glücklicherweise durch das gleich mitgelieferte AddOn ausgeglichen. Hier wird bekannte Kost geboten, die sich sehr gut spielen lässt und einen knapp 10 Stunden gut unterhält. Aber auch hier bekommt man auf der 360 wieder nur "Old-Gen-Kontent". Wer also nur das AddOn spielen will und womöglich nur einen alten TV besitzt, kann beruhigt zu Evolution für die Xbox 1 greifen. Wer aber bislang noch mit dem Kauf von Instincts gezögert hat, kann nun beruhigt zur 360 Version greifen. Auch wenn Predator auf der Xbox 360 und einem HDTV oder Breitbild TFT nicht ganz die Next-Gen Erwartungen erfüllt, Spaß macht das Spiel auf jeden Fall. Außerdem hat Perfect Dark Zero gerade erst gezeigt, dass Grafik längst nicht alles ist. Bei Far Cry ist der Karibikflair ungebrochen und zieht den Spieler schnell in seinen Bann. Mindestens eine Version von Far Cry sollte jeder im Regal haben.


Geschrieben am 25.04.2006, Testkonfiguration: Xbox360
 



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