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EverQuest  


Info
Autor 1
 1
 2.5
 2
Gesamt (26 votes) 1
 2
 2
 2.2
Name:EverQuest
Genre: Online Rollenspiel
Produkt: Vollversion
Release: 2002/10
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Verant Interactive
Offiz. Sites: Game
Hardware: 400Mhz, 256MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 450 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Internet (zzgl. Monatsgebühr)
Sprache: Englisch
Addon: ja
Serie: ja
USK: 12
EverQuest (review von mishra)

Blinzelnd öffne ich die Augen, nur schwerlich gewöhne ich mich an die Dunkelheit, welche mich vollkommen umgibt.

Mein Schädel dröhnt und ich finde auch, dass die Wachen vor mir, im Dienst nicht Karussell fahren sollten. Schließlich werden sie langsamer, halten dann vollständig an und es sieht dann doch so aus, als stehen sie schon die ganze Zeit nur da, lachen, grölen und es ist wohl doch nur mein Gehirn, welches hier zirkusreife Loopings absolviert.Ich scheine mich in einem Höhlensystem zu befinden, in welchem eine kleine Stadt in den Fels getrieben wurde. Wo bin ich und warum in dreiteufelsnamen rennt mir eigentlich ständig so ein klappriges, kicherndes Skelett hinterher? "Bank of Neriak" kann ich an einem Schild neben einer alten, quietschenden Holztür entziffern. Direkt gegenüber finde ich eine Bar und entschließe mich, die Zunge des Wirtes mit klingenden Silbermünzen zu lockern.

Ah...ja....die Erinnerung kehrt zurück! Man nennt mich Sodocast Necgommora, Dunkelelf, Totenbeschwörer des 37. Zirkels. Das unheimliche, stetig klappernd und kichernde Skelett mit dem Verfolgungsauftrag ist mein getreues Pet. Es verharrt neben mir und wartet auf seine Anweisungen. Solche kleinen Diener kann sich ein Totenbeschwörer mittels zweier Knochen und eines mächtigen Zauberspruches erschaffen. Einmal zum Leben erweckt, folgt dieses Pet getreu den Befehlen seines Herren bis es zum wiederholten Male das Zeitliche segnet. Man sollte gar nicht denken, was so ein kleines Zechgelage zur Erhöhung seiner Alkoholtoleranz so alles ausmachen kann. **Urgs**

Okay, Gedanken sammeln... stand heute noch etwas auf dem Plan? Mit der Gilde vielleicht eine der größten Städte von Norraths, welche gleich hinter dem Nektulos Forest liegt und eine widerliche Menschenstadt ist, platt machen? Wie hieß die doch gleich? Ach ja, Freeport! Kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie ich mir dort als unbekümmerter Totenbeschwörerlehrling mal die Architektur anschauen wollte. Schwupp, Krach, Kreisch und Tot!

Ist gar nicht nett, wenn man da so weit in der Fremde als wehrlose frische Leiche auf dem Kopfsteinpflaster liegt...! Aber reden wir nicht weiter darüber. Eine kurze Nachfrage bei meiner Gilde macht mir klar, dass heute ein Event war, welches leider schon begonnen hat. Mangels eines Gaters bleibt mir aber die Teilnahme verwehrt und ich werde mir wohl den Tag alleine um die Ohren schlagen müssen. Wird allerdings schwer werden Freunde zu finden, wenn man Mitglied einer der bösesten Rassen des Kontinents ist und als Krönung der dunklen Bruderschaft der arkanen Künste, die sich mit dem Tod beschäftigen und mit unheiligen Zaubersprüchen Leichen und Skelette zu neuen Leben erwecken, sie ihre Befehle ausführen lassen und ihren Gegnern das Lebenslicht aussaugen, angehört. Kurz gesagt, der Gilde der Ebon Mask angehört. Was tut man nun in dieser Not, alleine irgendwo herumzustehen und keinen Gater, Gater (?) das sind entweder Wizards oder Druiden welche die Möglichkeit haben, andere Chars zu bestimmten Gatepoints zu teleportieren, zu finden?

Man sucht sich irgendein harmloses Monsterchen und schlägt mit Brachialgewalt mit seinem geliebten "Worker Sledgemallet", einen riesigen Hammer, auf das Tier ein. Siehe da, der Hammer ist kein gewöhnlich Hammer, sondern hat die Fähigkeit der Teleportation. Welch Segen ist dieses Ding, ermöglichte es mir doch schon so oft einen würdigen, arkanen Abgang, einfach wusch und weg und wo ist weg? Der Kontinent Kunark, genauer gesagt die Zone Overthere, kurz OT. Eine wahrlich Bastion des Bösen in dieser so dominant widerlich guten Welt von Everquest. Oh wie ich sie hasse, Menschen, diese langweiligen Elfen, Eruditen und dieser ganze andere Kram! Töte sie alle wenn du sie siehst, sonst werden sie dich töten! Aber in OT ist die Welt ja noch in Ordnung! Die Wachen verstehen ihr Handwerk und werden es nicht zulassen, dass eine dieser schwachen Rassen auch nur mit einem Fuß die Erde dieses Idylls betritt.

Mein erster Weg führt mich in die Bank von Overthere. Kleine mechanische Kobolde stehen hier herum und haben die unangenehme Angewohnheit alles zu zerstören, was auf den Boden gelegt wird. So etwas weiß man natürlich auch nur wenn man es mal probiert hat. Neulich konnte ich doch meinem besiegten Gegner so ein supertolles Item entlocken, leider ist es für mich als Necromancer nicht geeignet. Mal sehen, ob ich das noch mit einem anderen Spieler tauschen kann. Naja, das machen wir aber alles nachher. Aber wie läuft eigentlich so ein Handel ab? Ganz einfach, ich kann aufgrund der Hellhörigkeit der Zonen durch die gesamt Zone schreien und jeder andere wackere Spieler wird meinen Ruf hören. Ich kann damit sogenannte "Auctions" deklarieren. Wie sieht das aus? Na so, "WTB Sheer Bone Mask 200pp", bedeutet Want to Buy Sheer Bone Mask und zahle circa 200 Platinum dafür. Aber Gerüchte besagen, dass es nunmehr möglich ist direkt auf einen Basar zu gehen und seine Sachen dort anzubieten. Jeder interessierte Spieler kann dort hinkommen und sich die angebotenen Waren direkt anschauen und kaufen.

Aber genug des Krämergeschwafels! Ich rieche frisches Sarnakblut, mein Pet wird unruhig und motorisch setze ich mich in Bewegung. Wenn man die Bank verläßt, stößt man direkt auf den Ausbildungsplatz - alle Soldaten sind Skelette! - der General meint, die Übergriffe der Sarnaks werden zu häufig. Deshalb gibt es für jeden getöteten Berzerker eine Belohnung, dafür muss man lediglich die erbeuteten Peitschen abliefern. Na dann mal los! Der Pet ist startklar und wartet auf seine Befehle. Ich erneuere noch schnell meine ganzen Schutz- und Schildzauber und schon kann die Schlacht beginnen. Da sehe ich auch schon einen Sarnak. Na dann mal los! Als erstes blendet man mal schön seinen Gegner, Vorteil ist, er wird auch noch langsamer.... **harhar**, jetzt gibt man seinem getreuen Pet den Befehl zum Angriff und in der Zeit, wo er seinen knöchrigen Körper zum Feind verpflanzt, zaubert man noch einen schönen Furchtspruch auf den Sarnak. Dieser ist nun geblendet, ist vor Furcht fast wahnsinnig und auf der Flucht und mein Skelett haut wie wild in seinen Rücken. Der Sarnak kommt einfach gar nicht dazu, sich zu verteidigen. Wie unfair, **harhar**. Da dies aber alles noch nicht böse genug ist, zaubere ich schnell noch einen Spruch, welcher dem gänzlich konfusen Feind schön langsam seine Lebensenergie entzieht und mir gibt, ahhhh, welch Labsal. Aber für einen Totenbeschwörer ist magische Energie alles und so stehe ich da, in mich gekehrt und vollziehe die Verwandlung in ein Skelett. Langsam schwindet mein Leben und meine magische Energie nimmt wieder zu. Ja, dies ist der Preis, man bezahlt mit seiner Gesundheit, aber diese holt man sich ja von seinen Feinden zurück, indem man sie fachgerecht aussaugt. In der Zwischenzeit kehrt mein Pet von dem zerfleischten Sarnak zurück und ich wage mich an dessen Leiche und schaue nach, ob ich etwas von dessen Sachen gebrauchen kann. Das Leben ist einfach schön!

War es das jetzt? Alleine durch die Gegend stampfen und Mobs killen? Nein, dies war ein Solokampf, für den Necromancer aufgrund ihrer ungeheuren Macht prädestiniert sind. Die meisten anderen Charaktere müssen sich in Partys zusammenfinden und rücken dem Feind als Einheit auf den dreckigen Pelz. Da ist wirklich Teamwork gefragt. Da gibt es einmal den Puller. Der flitzt im Gelände herum und versucht ein Monster aufzuspüren. Wird er fündig, versucht er den Agro auf sich zu ziehen, dies macht er entweder durch einen kurzen Schlag, durch einen Spruch oder die Feindschaft auf den Puller seitens des Monsters ist schon so groß, dass er ihn sofort nach dem Erkennen wie ein durchgeknallter Goblin hinterherrennt. Der Puller, meist ein geschwindigkeitstechnisch schneller Charakter, versucht nun das Monster an seinen Fersen zu der Gruppe, welche an einem sicheren Platz steht, zu bringen, ohne dabei großen Schaden zu erleiden. Die Kämpferrassen, welche man als Tanks bezeichnet, haben die Funktion den herannahenden Gegner von den schwachen Klassen, wie Caster, fernzuhalten. Diese stehen derweil im Hintergrund und beteiligen sich arkan an diesem Gemetzel. Entweder durch Schadenssprüche oder durch Unterstützungszauber für die eigenen Kameraden oder einfach durch Heilsprüche.

Aber, der Gegner ist nicht so dumm, wie er aussehen mag. Schnell erkennt er, wer diesen Kampf für ihn so gefährlich macht und die Tanks immer wieder heilt. Bald wendet er sich dem schwächlichen Heiler zu und will ihm den Garaus machen. Doch soweit darf es nicht kommen! Wiederum die Aufgabe der anderen Spieler. Jeder muss sich auf den Anderen verlassen können. Aber wer die Stille sucht und lieber allein seine Macht zelebriert, aber auch gefährlich leben will, der wählt einen Totenbeschwörer. Somit wären wir wieder bei meiner Person angelangt.

Was gibt das Leben in Norrath noch so her? Nun ja, man kann einen Handwerksberuf erlernen und seine hergestellten Sachen an andere Spieler oder Händler verkaufen. Da gibt es die Schmiedekunst, die Schneiderei, den Juwelier und vieles mehr. Teuer und mühsam ist der Weg, um sein Handwerk zu perfektionieren, um eine gefragte Person unter den Spielern zu werden. Auch ich habe den Weg eines Schneiders eingeschlagen. Meine Schwester, eine Enchanterin, hat sich für den Weg eines Juweliers entschieden, sie mag die magischen Kleinode, die ihr von den anderen Spielern förmlich aus den Händen gerissen werden.

Aber was ist denn nun das eigentliche Ziel von EQ? Diese Frage ist schwer zu beantworten, es gibt kein richtiges Ziel. Man lebt in einer Welt, in der man sich seine Geschichte selbst schreibt. Man tut das, was man tun will. Wenn man Lust hat Aufgaben für NPC zu lösen dann tut man dies und gibt sich auf eine gefährliche Reise, wenn man der Krämer ist, dann setzt man sich in seine Ecke und erfreut sich an den Früchten seiner Arbeit, wenn man schnell die Weihen seiner Klasse empfangen will, dann stürzt man sich in den Kampf und macht sich so einen Namen. Kurzum, es gibt keine Handlungsstränge, welche sich wie ein roter Faden durch das Spiel ziehen. Man schreibt seine Story selbst, jeder ist selber sein Autor.

Was bietet EverQuest? Für wen ist es empfehlenswert? EverQuest ist ein Online-Fantasy-Rollenspiel der Spitzenklasse. Man befindet sich an einem durchschnittlichen Tag mit 2.500 anderen Spielern auf dem gleichen Server. Die Server sind meist sprachlich gemischt. Auf Solsuk Ro beispielsweise sind hauptsächlich Amerikaner, Deutsche und Spanier vertreten. Deutsche Server bieten lediglich den Vorteil, in Deutschland zu stehen, es wirkt sich also nicht auf die Sprache des Spiels an sich aus. Englischkenntnisse sind somit erforderlich, es hat sich allerdings abgezeichnet, dass sich gleichsprachige Spieler immer wieder "zusammenrotten". Die Krönung dieser Zusammenrottung ist häufig die Gründung einer Spielergilde, welche auch durch einen Schriftzug, unterhalb des Namens und somit für alle sichtbar, nach Außen getragen wird. Hier organisiert man sich, spricht gemeinsames Monsterschlachten und andere Nettigkeiten ab. Real-Treffs sind dann der Höhepunkt einer gut organisierten Gilde.

Ganz umsonst ist der Spaß leider nicht. Neben den Kaufpreis der mittlerweile 4 Teile (gibt's auch als Komplettpack) großen Saga fällt eine monatliche Gebühr von 10 USD an. Eine Flatrate ist auch empfehlenswert, da ich Euch versprechen kann, dass dieses Spiel süchtig macht und Euren Gebührenzähler sonst in fremdartige Dimensionen treibt. Allen die es mal probieren wollen kann ich es nur empfehlen. Schnuppert einfach mal rein und tobt Euch kostenlos für einem Monat in Norrath aus.

Fansites:

-AllaKhazam's Magical Realm

- EQ Atlas

- Everquest Realm

- EverQuest Mystics

 




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