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Info
Autor 3
 1.5
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Gesamt (25 votes) 2+
 1.9
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 2.1
Name:Eve Online - The Second Genesis
Genre: Online Rollenspiel
Produkt: Vollversion
Release: 2003/05
Publisher: THQ
Entwickler: CCP Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: 450Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Internet (zzgl. Monatsgebühr)
Sprache: Englisch
USK: 12
Eve Online - The Second Genesis (review von mishra)

Eve Online- Aus den Tagebücher der Sododreams - Teil 1

- direkt zu Teil 2

- direkt zu Teil 3

Gestatten, dass ich mich vorstelle, Sododreams mein Name.

Weiblicher Abkömmling der stolzen, kriegerischen Rasse der Caldari, das, wenn Sie mich fragen, einzige wirklich zivilisierte Volk in EVE.

Blutlinie Civire und Angehörige der State War Academy, ausgebildet als Kopfgeldjäger. So die Theorie, aber was sagt die Praxis? Mit einer Ibis, einem Anfängerschiff, ausgerüstet finde ich mich ohne einen müden Credit in der Tasche zu haben in einer Raumstation in Kisogo wieder. Viel finde ich in dem altersschwachen Seelenverkäufer an Ausrüstung nicht vor, einen kleinen Laser, mit dem ich höchstens irgendwelche Möchtegern-Schmuggler erschrecken kann und einem zum Asteroidenabbau.

Der ortsansässige Agent Toiniainen Omu nimmt sich für das erste Meiner an. Er heißt mich, 4 kleinere Missionen zu übernehmen. Dies hilf mir soweit, mich mit der Steuerung meines kleinen Schiffes, der Navigation im Raum und mit den Gepflogenheiten des Wirtschaftssystems auseinander zu setzen. Der letzte der 4 Aufträge war ein sogenannter "Seek and Destroy". Finde den Piraten "Angel", vernichte ihn und bringe als Beweis die Data Sheets. Die genaue Position des Bösewichts wurde mir in meinem Bordcomputer eingespeichert und diese war Dank des Autopiloten auch schnell erreicht.

Der Kampf war alles andere als ein Zuckerschlecken, vielleicht hätte ich mir doch auf dem Markt noch ein Schild kaufen sollen. Mit einem brennenden Wrack bin ich letztendlich in die rettende Station eingekehrt und habe stolz die Sheets überreicht. Danach wurde ich von meinem alten Agent entlassen und an meinen Neuen, diesmal eine Frau, verwiesen.

Astobainen Kia ist jedoch weit von meinem derzeitigen Standort entfernt und ich gedenke daher ein wenig Geld in die Kasse zu bringen und werde mal versuchen einen Asteroiden abzubauen. Gesagt getan, die Station verlassen und den Scanner die Umgebung abgrasen lassen und siehe da, dort erscheint doch schon ein interessant aussehender Asteroidengürtel auf dem Display.

Warpantrieb auf volle Leistung und ich komme dem ersehnten Mineralbrocken in Sekundenschnelle sehr nahe. Mal sehen, was die Brocken so für Mineral enthalten. Veldspar ist ein sehr häufiges Erz, aus dem man in der Raffinerie gereinigtes Mineral, hier Tritanium, erhalten kann. Je höher der entsprechende Skill desto höher auch die Ausbeute in der Raffinerie. Da die ganzen Asteroiden leider alle nur Veldspar enthalten und nicht solche lukrativen Sachen wie Omber, Jaspet usw. im Angebot sind, muss ich mich wohl mit einem der ollen Mineralbunker vergnügen.

Target lock, Orbit auf 10km stellen und schon bringt sich das Schiff wie von Geisterhand bewegt in die richtige Position. Orbit 10km bedeutet, dass die Entfernung zum Ziel nie über 10km sein darf, denn nur bei dieser Entfernung kann der Laser in Betrieb genommen werden. Schon brutzelt er über die rauhe, steinige Oberfläche des Asteroiden und sprengt Mineral für Mineral aus ihm heraus.

Aufgrund meiner geringen Erfahrung dauert es leider eine Zeit, bis mein Lagerraum mit Veldspar gefüllt ist. Um es genau zu sagen, über 6 Minuten. Dies gibt mir Zeit, von einem zweiten Mining Laser oder gar einer Mining Drone zu träumen. Ersteres erklärt sich ja von selbst, mehr Laser, mehr Abraum und damit weniger Zeit.

Die Drone ist was ganz Nettes, sie wird abgesetzt und ihr kann Asteroid um Asteroid zugewiesen werden, wo sie selbständig die Erze abbauen wird. Davon ein ganzer Fuhrpark, 4 passen ja immerhin in meinen dafür vorgesehenen Drone Hold, und schon minimiert sich die Abbauzeit von 6 Minuten auf vielleicht nur 1 Minute. Aber alles Illusionen, um die Dinger bedienen zu können, fehlt es mir am "Mining Drone Operation"-Skill UND den kann man erst erlernen, wenn man die Skills "Dronen" und "Mining" auf einen gewissen Grad hat. Hat man dies, braucht man noch so circa 50.000 Credits um den Skill kaufen um ihn dann lernen zu können. Für 50.000 Credits muss eine alte Frau lange häkeln und so zerplatzen die Seifenblasen und mein netter Bordcomputer teilt mir mit, dass der Laderaum voll ist.

Also auf in die Station und das Erz zu Geld gemacht. Nach der Raffinerie kommt die Ernüchterung auf dem Markt. Dachte ich bisher noch, dass ein ansässiger Händler die Sachen ankauft und so ein stetiger Absatz vorhanden ist, werde ich darüber belehrt, dass dies nur über Sell- und Buy-Orders geht. Da derzeit keine Nachfrage an Tritanium besteht, plaziere ich so eine und hoffe mit 2 Credits pro Einheit nicht überteuert zu sein.

Nun heißt es warten, dass jemand vielleicht einen Laser oder ein Schiff bauen möchte und dafür Tritanium benötigt. Geld habe ich somit nicht und der zweite Laser bleibt ein Traum, auch müßte ich mich damit abfinden, den "Civil Laser", der ja meine einzige Verteidigung darstellt, zu entfernen, da ich nur zwei High Slots im Schiff zur Verfügung habe.

Ich entschließe mich, noch einmal zu dem Asteroiden zu fliegen um ein wenig Erz abzubauen, vielleicht bin ich ja, bis ich wieder einkehre, schon reich. Also Abdocken und Kurs auf einen anderen Asteroidengürtel nehmen. Dort finde ich einen Asteroiden, welcher Pyroxeres enthält. Daraus läßt sich Tritanium, Pyerite, Mexallon und Nocxium in der Raffinerie gewinnen.

Das sind erfreulicher Weise viel gewinnträchtigere Mineralien als Tritanium. Lock Target, Orbit auf 10km und die Wumme heiß laufen lassen. Der Lagerraum ist halbvoll, da bekomme ich eine Marktinformation, dass ein gewisser Overlord meine gesamte Ladung an Tritanium aufgekauft hat.

ICH BIN REICH!

Was kaufen? Laser oder Drone? Eigentlich ist die Drone hinsichtlich des Verteidigungsaspektes besser. Also gut, Drone, aber war da nicht etwas mit Skillvoraussetzungen? Richtig, mein Mining Skill reicht nicht aus. Also vertiefe ich mich in die Bücher und werde mich die nächste Stunde hingebungsvoll der Wissenschaft des Asteroidenabbaus widmen. Zum Glück ist man ja multitaskingfähig und das Lernen läuft so nebenbei. Werde also noch ein wenig schürfen und damit die Stunde vergehen lassen.

Wie geht's weiter?

Wird Sododreams ihre Mining Drone kaufen?

Was hat es mit den Corporations auf sich?

Welchen Weg wird sie einschlagen, wird sie Händlerin, Piratin, Schmugglerin oder Bergarbeiterin?

Fragen über Fragen! Schaut einfach mal wieder vorbei, wenn es die Antworten darauf gibt! ;o)

... to be continued

 

Eve Online- Aus den Tagebücher der Sododreams - Teil 2

Ich stehe grad so schön gelangweilt in der Bank und wiege den Batzen imaginären Geldes in meinen Händen, da rumpelt mich doch so ein völlig mies aussehender Typ von hinten an. Denke erst der will mich anmachen, aber so wie der aussieht, weiss der gar nich wie das Wort geschrieben, geschweige denn dies gemacht wird.

Statt einer Entschuldigung kommt ein nörgeliges Gesabbele aus seinem verknorpelten Mund. Böse Wunden scheinen das gewesen zu sein, die so schlimme Narben hinterlassen haben und das Gesicht so grausam entstellen. Aus dem Genuschele kann ich "... Gang-Erfahrung ...", "... Greenhorn ..." und "... 50k Piraten ..." raushören.

Vom Rausch des verdienten Geldes in meinen Händen fasziniert fange ich entgegen meines gesunden Verstandes eine Unterhaltung mit ihm an. Er stellt mir im Laufe des Gesprächs, in welchem ihm unaufhörlich Speichel aus dem Mund auf seinen Ärmel tropft, dar, wie man mit Hilfe von Gangs professionell Asteroiden abbaut. Er selbst gehöre wohl einer Corporation an, welche sich auf den Abbau dieser spezialisiert hat und wie es der Zufall will, für den heutigen Arbeitsgang noch ein Plätzchen frei hat, da einer seiner Miner nicht kann. Kaum verständlich babbelt er noch was von "Guard geschlafen", "nicht aufgepaßt" und andere motivierende Sachen.

Ein Blick auf die Ausrüstung meines Schiffes bringt meinem neuen Freund die Bleiche ins Gesicht und er teilt mir kurz entschlossen mit, dass hier mindestens ein vernünftiger Bergbaulaser rein muß. Man verbleibt so, dass er hier warten wird, bis ich mein gerade erworbenes Vermögen in einen besseren Bergbaulaser investiert habe. Auf dem Markt ist Hochbetrieb, Kisogo scheint wirklich ein Mekka zu sein, so viele Besucher trifft man selten in einer Station in den großen Weiten des Alls. Fast hoffe ich ja, dass jemand meinen bedürftigen Blick sieht und sagt: "Hier Kleine, nen niegelnagelneuer Mining-Laser, bau Dir den doch ein und dafür bekomm ich Deine IP für nen Eintrag in meinem Adressbook!". Aber nö, alle verbiestert und dabei kann ich doch so lieb schauen. Mist, also wie stehen die Aktien? Mining-Laser, ah ja, also hier direkt in der Station ist gar nix, vielleicht im Solarsystem, auch ne Niete, es gibt nur diese eine Station im System, also noch weiter schauen.

DA! Ein fast neuer Laser für 20.000 Credits in Santala, das ist ja gerade mal 3 Sprünge von hier entfernt. Also schnell den Zuschlag geholt, bevor so eine alte Trantüte aus dem anderen Ende der Region bei so einem Schnäppchen zuschlägt, und mit Vollgas zu meiner flotten Ibis geeilt. Ein neues Schiff könnte ich eigentlich auch mal gebrauchen, wird mir zumindest schmerzlich bewusst, als ich wie so oft, beim Einsteigen, mit meinem Kopf gegen die Querverstrebung der Einstiegsluke stoße und sich die Jahreszahl auf dem Typenschild in meinem Kopf einstanzt. Keine Zeit für Tränen, den Autopiloten programmieren und mit beinahe Warp aus der Station herauskatapultieren. Gibt sicher ne saftige Geldstrafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung, wenn ich wieder andocke, aber man ist ja nur einmal jung!

Und so heisst es, Autopilot aktivieren. Automatisch nimmt er Kurs und befördert mein Schiff mit Warp zum Sternentor. Dort lese ich mir, bis zum endgültigen Erreichen des Gates, am Infobord noch die neusten News durch und weiß jetzt, das Imperator Trallala eine Auszeichnung für Dingsbums erhalten hat. Ach Politik, hat mich noch nie interessiert- der Quatsch! Gelangweilt trommele ich mit den Fingern auf der Konsole herum und kann es nicht verstehen, warum die Technik nicht so weit fortgeschritten ist, dass sie mit Warp so weit an das Gate heranfliegen kann, dass ein sofortiges Springen möglich ist. Wäre ja auch zu viel verlangt! So hänge ich hier mitten im Raum, das Gate in einer Entfernung von 34km zum Greifen nahe und ich bewege mich wie eine Schnecke mit 260m/s auf diesen Raumschiffkatapult zu. Doch es geschehen noch Zeichen von Wunder und nach 92,307692 Sekunden bin ich endlich so nah dran, dass ich jumpen kann. Dieses Zeremoniell wiederholt sich dann noch zweimal und ich docke endlich in der Zielstation an, wo mein kleines Laserchen schon auf mich wartet. Gierig reise ich die Verpackung von dem edlen Stück und labe mich an der kühlen Technik. Jetzt muss aber wirklich alles schnell gehen, denke mal die Jungs von dieser Corporation werden nicht ewig warten und ich habe Geld bitter nötig.

Es kam mir vor als zöge die Unendlichkeit an mir vorüber so lange dauerte der Rückflug. Der komische Kauz, der im übrigen OverKill heisst, steht mit ein paar finsteren Gesellen in irgendeiner verräucherten Ecke der Bank und heisst mich herzlich willkommen. Er stellt mir kurz die Anderen vor und sagt mir, ich soll mich an so nen Typen namens OreLeecher halten, der sei auch Miner heute und was der macht soll ich auch tun, einfach alles nachmachen und nicht ständig durch Fragen nerven. Oh wie ich sie liebe, diese nette Jungens von nebenan!

Im Raumschiff sitzend und von Reichtum träumend, kommt die Durchsage, dass OverKill für die heutige Aktion der Wingman ist und darüber hinaus zusammen mit Sir Assimilator die Guards bilden, meine Wenigkeit und der olle OreLeecher sind die Miner und M.U.L.E. macht den Transporter. Damit ist die Funktionsverteilung klar, aber ich weiss noch immer nicht so recht, wie die ganze Sache laufen wird, aber das wird sich schon zeigen. Zuerst klemme ich mich mal an OverKill, da er nun als Chef des Ganzen ein schönes lohnenswertes Asteroidengürtelchen auftreiben wird. Und schon sind wir da, der Asteroidenscanner von OverKill zeigt ihm nach einem kurzem Durchflug eine stattliche Anzahl von Omber-Asteroiden an.

Nun beginnt unser Job, die Miner sind gefragt, ich gehe vor dem ersten Asteroiden in Position und fühle mich soo gut, als dieser satte rote Strahl in den Stein eindringt. Ja, die Abraumgeschwindigkeit ist doch schon eine andere im Vergleich zu meinem alten Laser. Verstohlen schaue ich zu OreLeecher und mir fällt fast die Kinnlade auf das Steuerpult. 4 Laser und 5 Dronen bearbeiten die Asteroiden! Der Augenblick kommt, wenn es auch länger dauert, da ist mein Laderaum bis zum Bersten mit Omber gefüllt. Den Sinn dieser Gemeinschaft hab ich auch noch nicht verstanden, 2 arbeiten und 3 Leute schauen zu! Hmm, wo ist da die Effizienz? Der Laderaum ist voll und ich melde an, dass ich nun in die Station fliegen werde, um die Sachen zu entladen. Ein wieherndes Gelächter kommt als Antwort. "Schmeiss das Zeug über Bord", brüllt M.U.L.E. und langsam dämmert es mir. Meine Ladung schaukelt, in einem formschönen Container verpackt, neben meinem Kahn und M.U.L.E.es riesiges Schiff schiebt sich langsam an uns Zwei heran. Eine Sekunde später ist mein Container leer und M.U.L.E. teilt mit, dass er noch 95% Kapazität frei hat und bleibt auf Position. Huscht dann noch mal schnell zu OreLeecher rüber, um dann sich wieder an meiner Seite einzufinden.

Brutal dumpf und hart war der Einschlag, welcher mich am Heck traf, vor Überraschung biss ich mir in die Zunge und schmeckte das warme eisenhaltige Etwas, welches sich in meinem Rachenraum ausbreitete. Pirates incoming! Sododreams under attack! sind die Vokabeln, welche ich mit dem halben Ohr einfange und sehe gerade noch wie der Angreifer in einer Flammenkugel aufgeht. Zwei Cargo Container treiben lieblich an mir vorbei und werden sorgsam von M.U.L.E. aufgenommen. Der Pirat ist tot! Oki, hab's begriffen, in Asteroidenfeldern lungern Piraten, je lukrativer, desto gefährlicher sind die, die Miner saugen die Asteroiden leer und die Guards beschützen sie dabei und die Transporter, so wie es der Name schon sagt, bringen die Unmengen von Mineralien in die Station. So hat man die höchste zeitliche Effizienz.

Okay, fassen wir zusammen, 130 Einheiten passen in meinen Laderaum, eine Einheit ist nach dem Säubern circa 32 Credits wert, das heisst 32x130=95%, also ist eine Ladung ungefähr 80.000 Credits wert!!! Das wissen wohl auch die Piraten, vermutlich angelockt durch die Niederlage ihres Kumpels erscheinen diese in einer kleinen schnuckeligen Formation von 10 Schiffen. Unsere Guards gehen souverän in Position und ich sehe schon die ersten Missiles über den Radar fliegen, ah ja, dieses Gefühl von Macht, entspannt lehne ich mich zurück, habe mit dem einen Auge meiner Laser im Blick und schaue mir genußvoll die Schlacht direkt vor meinem Fenster an. Dann wird es dunkel, ich höre ein Dröhnen, Scheppern, Schlagen, ein metallisches Kreischen, Hitze schlägt mir entgegen, erneut schmecke ich Blut und habe das zwingende Gefühl mich übergeben zu müssen. Sirenen kreischen und ich sehe vor meinem inneren Auge eine wunderschöne Landschaft, es sieht aus wie die Highlands, die ich mal in einer historischen Aufzeichnung gesehen hatte, ich schwebe durch die Täler und fühle mich soo frei...

Eve Online- Aus den Tagebücher der Sododreams - Teil 3

Der Tod - ist die traurige Sicherheit, welche wir alle haben! Ich bin nicht mehr ich selbst. Fremd komme ich mir vor. Drehen und wenden kann ich mich, entdecke jedoch keinen unbekannten Fleck an meinem Körper und doch, mein altes Ich ist weg und ich stecke in einem neuen Ich. Ein Klon meiner selbst so stehe ich hier in meiner Heimatbasis, da wo alles begann. Nach dem Abschuß meines tüchtigen Schiffes wurde planmäßig die Rettungskapsel gezündet, welche mich unbeschadet aus dem Kampf transportieren soll. Leider wurde auch diese Kapsel ein Opfer der feindlichen Laser. Der Tod ist endgültig sagte man früher, zum Glück sind diese barbarischen Zeiten vorbei und so hat ein jeder die Möglichkeit, als Klon sein Leben fortzusetzen. Nur einen Haken hat die Sache, auch hier spielt Geld eine entscheidende Rolle und je mehr man zu Lebzeiten investiert, um so ebenbürtiger in den Fähigkeiten ist der Klon dem Original. So wollen wir neu beginnen und die Credits zusammenkratzen um den ruhmreichen Weg der Sododreams fortzusetzen ...

Fazit: EVE beeindruckt durch opulente Grafik, an welcher man sich anfangs nicht satt sehen kann. Schnell kreiert man zu Versuchszwecken andere Charaktere um zu schauen, wie die Basen und Raumschiffe im anderen Teil der Galaxie aussehen. Bald kommt jedoch auch die Ernüchterung, da Raumstationen jeweils nur aus einer Ansicht bestehen und deren Motive sich zudem des öfteren noch wiederholen. Weiterhin ist es nicht möglich, sich in einer Raumstation aktiv zu bewegen. Das Erreichen von Lokalitäten wird simpel durch Menüs gelöst. Toll ist das Wirtschaftssystem bei EVE. Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise. Spieler kaufen und verkaufen ihre Waren untereinander und man kann sich nicht sicher sein, dass man seine gesamte Beute zu bestimmen Preisen verkauft bekommt. Von Zeit zu Zeit, so kam es mir zumindest vor, gibt es jedoch Komplettaufkäufe durch den Computer. Vorbildlich gegenüber anderen Online-Spielen ist die Möglichkeit, dass die Waren auch verkauft oder gekauft werden, wenn der Spieler offline ist. Bei EverQuest ist es beispielsweise so geregelt, dass man auf den Basar geht und dort seine Spielfigur als Händler aktiviert. Dieser verkauft dann selbständig waren an Spieler zu einem Festpreis. Allerdings muß der Spieler online sein. Interessant sind auch die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten des Charakters, welche aber nicht, wie Anfangs erwartet, eine gravierende Rolle spielen. Rein theoretisch ist es möglich, alle Fähigkeiten bis zum Maximum zu erlernen, wenn diese benötigt werden. Lediglich die Spielzeit kann hier Grenzen setzen, da das Erlernen eines Maximums pro Skill schon mal 14 Tage Realzeit in Anspruch nehmen kann.

Dem Spiel selbst fehlt ein Quentchen aktiver Story. Das Spielen beschränkt sich auf das Erreichen eines Punktes, ob Asteroid oder Feind und des automatischen Be- oder Abschusses dessen. Man erreicht den Asteroiden seiner Wahl, aktiviert den Bergbaulaser und wartet seine 6 Minuten (!), bis dieser fertig ist und dann fliegt man zurück. Auch das beschränkt sich leider nur auf das Auswählen des Planeten und das Warten auf das Erreichen der Basis. Alles in Allem ist mir selten ein Spiel untergekommen, wo man so inaktiv war. Man sieht sich stetig gezwungen, sich zurückzulehnen und sich grafisch wiederholende Galaxien anzuschauen. Praktisch hatte ich es dann so geregelt, dass ich die Flugbahn programmiert habe und andere Arbeiten erledigt habe und von Zeit zu Zeit habe ich dann am Computer vorbeigeschaut um zu sehen, ob ich schon da bin. Wo bleibt da die fesselnde Atmosphäre? Okay, "Elite" hatte auch mit diesem Problem zu kämpfen, speziell die 64er-Version ermöglichte es einem schon, bei einem Flug von Planet zu Planet, zwischendurch Spaghetti zu kochen. Aber das war der Ur-Vater dieses Genres, der auch immerhin schon 19(!) Jahre alt ist und selbst da hatte man aufgrund der Piratenangriffe mehr zu tun. Egosoft mit "X-Beyond the Frontier" hat es bewiesen, wie ein würdiger Vertreter von "Elite" aussehen kann. Kurz gesagt, verschenkt EVE wahnsinnig viel Potential und ernüchtert den Spieler nach geraumer Zeit, so dass dieser enttäuscht seinen Account kündigt. Fairer Weise muß man noch erwähnen, dass dieses Spiel stetig weiterentwickelt wird und es versprochen wurde, diese o.g. Mankos auszuräumen.


Geschrieben am 13.07.2003, Testkonfiguration: AMD1700+,GeForce 3, 512MB Ram
 



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