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Eragon (PSP)  


Info
Autor 3+
 2
 1.5
 1.5
Gesamt (6 votes) 2
 1.3
 1
 1.6
Name:Eragon (PSP)
Genre: Arcade Action
Produkt: Vollversion
Release: 2006/11
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Amaze Entertainment
Offiz. Sites: Game
Links: Filmseite
Hardware: Sony PSP
System: Sony PSP
Multiplay: Lan
Sprache: Deutsch
Bemerkung: Nicht inhaltsgleich mit PC, PS2, Xbox und Xbox 360 Version
USK: 12
Herstellerscreens
Eragon (PSP) (review von nali_warcow)

Mit der PSP hat Sony Ende 2004 in Japan und 2005 in den USA und Europa einen extrem leistungsstarken Handheld veröffentlicht. Doch bislang haben recht viele Spiele darunter gelitten, dass es schwache Portierungen und Umsetzungen von PS2 oder Xbox-Konsolenspielen gab. Gerade in Zeiten von Parallelentwicklungen wird ja von Entwicklern und Publishern gerne vom PC über Konsolen und Handhelds bis hin zum Handy alles abgedeckt, wenn eine zahlungskräftige Zielgruppe dahinter steht. Oftmals fehlt allerdings der letzte Schliff und Anpassungen des Gameplays für das entsprechende Gerät werden gerne übersehen.

Bei Eragon für die Playstation Portable sieht es allerdings ein wenig anders aus. Während die Entwickler Stormfront Studios ein Action-Adventure im Stile von Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs für aktuelle und Next-Gen-Konsolen entwickelt haben, hat Amaze Entertainment eine eigenständige Handheldfassung entwickelt. Statt sich in bekannter Hack'n-Slay-Manier durch die Gegner zu metzeln, konzentriert sich die PSP Fassung ganz auf Luftkämpfe und einen umfangreichen Mehrspielermodus. Um Eragon auf der PSP spielen zu können ist eine Aktualisierung der PSP-Firmware auf Version 2.80 erforderlich. Dieses Update befindet sich auf der Spiel-UMD.

Perspektivenwechsel

Auch in der PSP-Fassung von Eragon wird die Geschichte von - wer hätte es gedacht - Eragon erzählt. Als kleiner Junge findet er einen magischen Stein, aus dem der Drache Saphira schlüpft. Statt nun aber wie in der Konsolenfassung den Kampf des neuen Drachenritters aus Sicht von Eragon zu erleben, wird in der Handheld-Fassung der Kampf gegen die bösen Schergen des Königs Galbatorix aus Sicht von Saphira erzählt. In kurzen Zwischensequenzen und Textblöcken, vor und nach den Missionen, wird die Handlung erzählt. Allerdings könnte die Präsentation hier ruhig ein wenig umfangreicher sein, so dass auch Spieler, die Buch und Film nicht kennen, etwas mit den ansonsten sehr kurz geratenen Sequenzen anfangen können.

Eragon in Not

Eigentlich sollte es ja in die Stadt gehen, um sich mit Vorräten einzudecken. Doch die Urgals, Diener des Königs Galbatorix, greifen gerade einige Händler an. Entsprechend wird der Flug kurz unterbrochen. Unter der Brücke geht es hindurch, in einer Spirale nach oben und nach einer kleinen Rechtsdrehung im Sturzflug auf die Angreifer. Einige Feuerbälle fliegen auch schon in Richtung des ersten Gegners, der andere wird auf dem Rückflug erwischt. Zwei weitere Gegner kommen zwar angerannt, schaffen es aber auch nicht mehr, den inzwischen leicht angeschlagenen Händlerwagen noch zu zerstören. Wenig später sind die Händler gerettet. Allerdings lässt das nächste Übel nicht lange auf sich warten. Eragon befindet sich im nahegelegenen Dorf in Schwierigkeiten und wird von den Feinden langsam eingekreist. Sofort geht es mit Höchstgeschwindigkeit durch den Canyon zum nächsten Einsatzort. Nach einem scharfen Linksknick ist auch schon das Dorf in der Ferne zu sehen. Die ersten Gegner laufen direkt unter dem Drachen ebenfalls in Richtung Hüttenbauten. Eine gute Gelegenheit, schon gleich im ersten Anflug einige Feinde mit dem Feuerball auszuschalten. Allerdings wird Eragon auch vom Wasser aus angegriffen. Einige Feinde befinden sich in leicht gepanzerten Booten und lassen einen Pfeilhagel auf den Drachenreiter niederprasseln. Zuerst wird der erste Angriff mit Feuerbällen und heißem Atem versucht, doch die Angreifer halten einiges aus. Nachdem das erste Boot ausgeschaltet ist, wird die Taktik gewechselt. Saphira fliegt kurz ein wenig höher, sucht sich den nächsten passenden Felsbrocken und geht in den "Bombenangriff" über. Passgenau über dem Boot wird der Stein abgeworfen und die Gefahr ist beseitigt. Jetzt gilt es nur noch die anderen Angreifer zu besiegen, die von allen Seiten kommen, und Eragon in Sicherheit zu bringen…

Sieben Arenen und zwölf Spielmodi

Wie schon gesagt unterscheidet sich die PSP Fassung merklich von den Konsolenversionen. Auf der PSP werden durchweg reine Flugmissionen und Drachenduelle geboten. Das Spiel beinhaltet dabei drei sehr unterschiedliche Spielinhalte, wobei das Herzstück und die Langzeitmotivation beim Mehrspielermodus liegt. Hat der Spieler ein Profil erstellt, dann kann das Abenteuer beginnen. Neben dem Mehrspielermodus gibt es auch einen Einzelspielermodus. Dieser ist wiederum in zwei Bereiche untergliedert: Geschichtenmissionen und Arena-Herausforderungen. In den Geschichtenmissionen wird die eigentliche Story des Spiels erzählt und das geboten, was man unter einem Einzelspieler-Modus versteht. In den Missionen gilt es gegen zahlreiche Feinde zu bestehen und Aufgaben zu erfüllen. Diese Missionsziele sind dabei klassischer Natur. Es gilt Gegner und feindliche Drachen zu besiegen, Personen zu beschützen oder Ortschaften zu befreien. Zwischen Canyons und größeren Arealen fliegt der Spieler mit seinem Drachen herum und kommt den wechselnden Aufgaben nach. Viel Zeit lassen kann sich der Spieler allerdings in den seltensten Fällen. Auch wenn kein Timer im Hintergrund tickt, halten Gebäude und Personen nicht ewig den Angriffen der Feinde stand. Sollte der Spieler unvorsichtigerweise zu viele Gebäude der Bewohner zerstören, dann heißt es ebenfalls "Game Over", da die Leute dann dem Drachen nicht mehr vertrauen. Die Missionen laufen zwar streng linear ab, doch sorgen die wechselnden Missionsziele und fair verteilten Checkpoints für soliden, mobilen Spielspaß. Für den leichteren Einstieg gibt es mehrere Tutorials, die dem Spieler alle Grundlagen eines Drachenreiters beibringen und gleichzeitig wichtige Spielelemente, wie Steinwurf auf Ziele oder Jagen von Tieren (zwecks Gesundheitsaufbesserung) näherbringen. Die Arena-Herausforderungen sind zwar ebenfalls im Einzelspielermodus zu finden, doch handelt es sich dabei eher um Spielelemente des Mehrspielermodus. Zu den meisten Einzelspieler-Missionen gibt es entsprechende Arena-Karten auf dem gleichen Gebiet. Während es immer nur eine Geschichtenmission pro Karte gibt, warten in den Arena-Herausforderungen jeweils acht Herausforderungen auf den Spieler, die jeweils in beliebiger Reihenfolge angegangen werden können. Von Deathmatch bis hin zu "Plündern und Brennen"-Spieltypen wird eine breite Palette an Aufgaben geboten. Insgesamt neun Spieltypen stehen zur Auswahl, wobei einige, wie Deathmatch oder Drachentotem (Längste Kontrolle über ein Totem innerhalb einer festen Zeitvorgabe), auch in unterschiedlichen Teamkonstellationen gespielt werden können. Hier gibt es sowohl einen Team- als auch einen Einzelkämpfermodus. Im eigenen Spiel, welches ebenfalls in den Arena-Herausforderungen zu finden ist, kann der Spieler darüber hinaus auch den Schwierigkeitsgrad, Extras, Spieleranzahl und Limits (Zeit / Punkte) festlegen. Bevor es dann jedoch mit dem Drachen in den Kampf geht, kann der Spieler noch ein wenig die Rüstungseigenschaften ändern und dadurch Eigenschaften wie Schutz, Tempo, Wendigkeit, Magie und Waffen beeinflussen. Wenn der Spieler statt eines Bauernkittels dem Drachenreiter ein Fellhemd überstreift, dann steigt zwar der Schutz ein wenig an, allerdings werden entsprechend beim Tempo einige Punkte abgezogen.

Das eigentliche Herzstück von Eragon ist allerdings der Mehrspielermodus. Mit einigen Freunden sieht es da jedoch schon wieder ganz anders aus als gegen die CPU. Bis zu vier Spieler können mit und gegeneinander antreten und sich in allen Optionen austoben, die der Spieler auch in den Arena-Herausforderungen einstellen kann. Dabei braucht auch nicht jeder Teilnehmer eine eigene Spielversion, Game-Sharing wird vom Spiel unterstützt.

Handlicher Drache

Die Steuerung von Saphira geht nach kurzer Eingewöhnungszeit und dank ordentlichem Tutorial recht einfach von der Hand. Mit dem Stick wird der Drache gesteuert und mit einer weiteren Taste beschleunigt oder abgebremst. Je nachdem, ob der Spieler die Taste nur kurz drückt, ergeben sich zahlreiche Aktionsmöglichkeiten. So ist es möglich, mit dem Drachen zu "sliden" oder zwischen kurzen Flügelschlägen und Hochgeschwindigkeitsflügen zu wechseln. Mit den beiden Triggern kann der Spieler den Drachenreiter oder den Drachen selber angreifen lassen, wobei Ziele automatisch erfasst werden, wenn sich diese vor dem Spieler befinden. Eragon, oder ein anderer Drachenreiter, kann dabei zum einen auf Pfeil und Bogen und zum anderen auf Magie zurückgreifen. Neben Angriffszaubern, wie z. B. Eis, kann auch defensive Magie angewendet werden, wodurch beispielsweise Feinde vom Drachen abgeworfen werden. Kommt der Spieler mit seinem Drachen einem anderen zu nah und drückt im richtigen Moment die Aktionstaste, dann springt der Reiter zum anderen Drachen über und kann dort mit einigen Schwertschlägen kurzen Prozess machen. Aber auch einige Tiere oder andere Objekte, wie Steine, können aufgenommen werden, wenn der Drache dicht genug über das Objekt fliegt. Tier oder Gegner dienen der Lebensregeneration und bringen verbrauchte Lebensenergie schnell wieder zurück. Einziges Manko an der ansonsten sehr guten Steuerung sind die mitunter sehr kleinen Gegner auf dem Boden und die nicht immer ganz leichte Verfolgung von Zielen. Ein Ziel kann zwar gelockt werden, doch die Nachjustierung muss der Spieler erledigen und er verliert den Lock, sobald das Ziel zum Bildschirmrand kommt. Doch ein kleiner Radar in der oberen rechten Bildschirmecke gibt Auskunft, wo die nächsten Feinde, Tiere oder Ziele zu finden sind. Technisch ist das Spiel für eine Handheld-Version durchaus in Ordnung. Die Texturen sind nicht sonderlich stark verwaschen und viel Nebel gibt es im Hintergrund auch nicht. Gerade bei der Wahl der Rüstung oder in Zwischensequenzen sind Details zu sehen, die im eigentlichen Gameplay leider völlig untergehen. Genauso wie die recht kleinen Gegner und Tiere am Boden. Zu Rucklern kommt es nie und die Ladezeiten sind noch einigermaßen moderat. Während die Soundeffekte eher durchschnittlich sind und durchaus genug Raum für Verbesserungen beinhalten, zeigt der Soundtrack, wie es besser geht. Dieser passt sich dabei recht gut dem Geschehen auf dem Schirm an und sorgt für eine sehr stimmige Atmosphäre. Die Melodien wirken episch und passen wunderbar zum Spiel.

Meinung

Große Fehler hat Eragon nicht. Man kommt sehr leicht ins Spiel hinein und kann schnell erste Erfolge verbuchen. Gerade in Sachen Steuerung ist Eragon ein PSP-Spiel, bei dem man mal keine überladene oder schlecht portierte Umsetzung bekommt. Daher ist es durchaus begrüßenswert, dass hier nicht einfach ein Abklatsch der anderen Konsolenfassungen erstellt wurde. Gerade wer mit seinen Freunden auf der Suche nach einem schönen Mehrspielertitel ist, wird mit Eragon einige Zeit Spaß haben. Zahlreiche Arenen, Spieltypen und Optionen wissen einige Zeit zu unterhalten. Einzelspieler sollten sich den Kauf -gerade zum Vollpreis- gut überlegen. Dazu ist die Storykampagne doch etwas zu kurz und es wird zu wenig Abwechslung geboten. Für zwischendurch allerdings ein unterhaltsames Spiel mit einem wirklich sehr stimmungsvollen Soundtrack.


Geschrieben am 10.12.2006, Testkonfiguration: Sony PSP
 



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