yiya.de / reviews
Walkthrus..
Interviews
Specials
Reviews von A-Z
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

Earth 2160
Edna bricht aus
Eets
Elite
Elite Force Exp.
Elite Warriors Vietnam
Elixir
Empire Earth 2
Empire Earth 2 - Art of S.
Empire Earth 3
Enchanted Arms
Enclave
Enter the Matrix
Eragon (PSP)
Escape f. Paradise City
Eternal Darkness
Eternal Sonata
Eulemberg-Experiment
Eve Online
EverQuest
Everlight
Evil Genius
Evil Twin
Evolva
Empire Earth 2 - Art of S.  

Rückseite ]

Info
Autor 2
 1.5
 1.5
 2
Gesamt (7 votes) 2+
 2
 2
 2.4
Name:Empire Earth 2 - The Art of Supremacy
Genre: Echtzeitstrategie
Produkt: Add-On
Release: 2006/03
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Mad Doc Software
Offiz. Sites: Game
Hardware: 1.6Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
Serie: ja
USK: 12
Empire Earth 2 - The Art of Supremacy (review von nali_warcow)

Nach etwa 10 Monaten gibt es zum XXL RTS Empire Earth 2 ein AddOn, wie es bei nahezu allen erfolgreicheren Spielen üblich ist. Wer nach etlichen Stunden Spielspaß in den unterschiedlichsten Zeitepochen und vielen Optionen vom Empire Earth 2 noch immer nicht genug bekommen kann, erhält mit dem AddOn eine ganze Reihe kleinerer Änderungen, Neuerungen und natürlich obligatorische neue Kampagnen. Von vielen anderen aktuellen AddOns hebt sich "Art of Supremacy" durch einen günstigen Preis von unter 20 € ab, ohne am Inhalt zu sparen. Was das AddOn genauer zu bietet hat, soll das folgende Review erläutern. Schön ist, dass bei dem Preis von unter 20€ nicht am Handbuch gespart wurde. Auf knapp 30 Seiten werden alle Neuerungen vorgestellt und auch die einzelnen Einheiten werden aufgelistet. Im Testverlauf traten keinerlei technische Probleme mit dem AddOn auf.

Was bietet das AddOn?

Das AddOn lässt die Grundmechanik des Spiels selbstverständlich unangetastet, wertet das Gameplay aber durch einige neue Features auf. In drei frischen Kampagnen, die den Zeitraum der Pharaonen bis hin zu Napoleon abdecken, führt der Spieler drei Zivilisationen zum Sieg. Ausgetragen werden die Schlachten auf den Schlachtfeldern von Russland bis Afrika. Außerdem werden zwei neuen Wendepunkt-Szenarien geboten. Mit Frankreich, Russland und zwei afrikanischen Zivilisationen steigt die Anzahl der verfügbaren Völker noch weiter an. Außerdem besteht nun die Möglichkeit, selber eine Zivilisation ganz nach dem eigenen Geschmack zu erstellen und dabei individuelle Stärken festzulegen. Die normalen Einheiten bleiben außerdem über mehrere Schlachten erhalten und steigen im Rang bis zum Helden auf. Zusätzlich erweitern und verlängern neue Spielmodi und Optionen den Spaß im Gefechtsmodus und eine VoIP Funktion wurde ebenfalls integriert. Für eine umfangreiche Beschreibung des grundlegenden Gameplays und der Funktionen sei auf das Hauptspiel-Review hingewiesen.

15 neue Missionen

Die insgesamt 15 neuen Missions des AddOns verteilen sich auf drei Kampagnen. Diese stehen dem Spieler - wie auch schon im Hauptspiel - in sieben Schwierigkeitsgraden zur Auswahl. Alle drei Kampagnen sind von Anfang an anwählbar, allerdings jeweils nur die erste Mission einer jeden Kampagne. In der ägyptischen Kampagne erlebt der Spieler einen "Ausschnitt" des Aufstiegs der mächtigen Nation von 2183 bis 2150 vor Christus und konzentriert sich dabei auf den Aufstieg des Königreichs Herakleopolis, das sich gegen Hunger, räuberische Stämme und das rivalisierende Königreich Theben durchsetzen muss. In der Russenkampagne erlebt der Spieler Kämpfe zur Zeit Napoleons von 1805 bis 1813. In der Rolle des russischen Zaren Alexander müssen einige herausfordernde Schlachten bestanden werden. Die dritte Kampagne erzählt die Kämpfe der nomadisch lebenden Massai von 2037 bis 2039, bestehend aus fiktiven Austragungen und Kämpfen. Außerdem bietet das AddOn zwei neue Wendepunkt-Szenarien an, in denen der Spieler wieder für beide Seiten in den Kampf ziehen kann. Die Briten und die Zulu schlagen sich bei Rorkes Drift die Köpfe ein und die Schlacht um Kursk kann aus russischer und deutscher Sicht nachgespielt werden. Die Missionen orientieren sich vom Design her stark an dem, was auch schon das Hauptspiel geboten hat. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Missionen etwas kürzer, dafür aber auch etwas knackiger geworden sind. Dennoch sorgen die sieben Schwierigkeitsgrade dafür, dass Einsteiger und Gelegenheitsspieler Spaß haben und gleichzeitig Profis auf den höheren Stufen merklich gefordert werden.

Wieder gilt es im Lauf der Kampagne sehr unterschiedliche Ziele zu erreichen. Stellungen wollen erobert und gehalten, Verträge geschlossen und die Karte von Gegnern gesäubert werden. Monumente müssen erbaut & beschützt werden, Einheiten eskortiert und immer wieder kommen Zusatzaufgaben als Nebenziele hinzu. Es gibt nicht immer nur ein Hauptziel, das der Spieler verfolgt. Öfters kommen Sekundäraufgaben dazu, so dass auch mal neu geplant werden muss. Da gilt es beispielsweise noch schnell einen Verbündeten zu gewinnen und genügend Rohstoffe bereitzustellen oder auf einen Gegenangriff entsprechend zu reagieren. Schön wäre es, wenn der Spieler etwas mehr Freiheiten gehabt hätte. Zwar gibt es beispielsweise umfangreiche Diplomatiemöglichkeiten, doch wenn das Missionsscript nur eine feindliche Haltung der CPU vorsieht, wird sich der Rechner nicht ergeben oder verbünden. Da hatte das Hauptprogramm etwas dynamischere Gegner im Angebot. Es hätte durchaus auch Spaß gemacht, mit dem Computer einen Waffenstillstand gegen Rohstoffe oder Gebiete aushandeln zu können. Bei einigen Angriffsmissionen stört zudem etwas das festgelegte Script, das zu Verstärkung am Kartenrand führt. In einigen Missionen gibt es gleich von Anfang an eine gut ausgestattete Basis, in anderen kann der Spieler selbst den Grundstein legen oder führt erst einmal nur einige Truppen durch die Landschaft. Verstärkung kann sich der Spieler in unterschiedlichster Form vor einer Mission auswählen. Vielleicht lieber einige Langbogenschützen statt 400 Gold extra? Oder vielleicht eine Technologie zum Sofortkauf? Durch Erreichen entsprechender Nebenziele erhöht der Spieler die Anzahl an Verstärkungen, die in der nächsten Mission genommen werden können.

An der Präsentation der Kampagnenmissionen hat sich nicht viel geändert. Story gibt es kaum, lediglich Texttafeln und kurze Videos führen in die Mission ein. Ansonsten handelt es sich einfach nur um fünf Missionen ohne große Bezüge zueinander, die der Spieler nacheinander abarbeitet. Nach etwa 13 bis 15 Stunden sind die Kampagnen dann auch durchgespielt, allerdings gibt es noch viele Möglichkeiten per LAN, Internet oder Offlinescharmützel.

Regionen, Zivilisationen und sonstige Neuerungen

Insbesondere die Gefechte im Singleplay, LAN und Internet tragen dazu bei, dass sich Fans recht lange mit dem Spiel beschäftigen können. Das Hauptspiel bietet in dieser Hinsicht ja schon einiges an Möglichkeiten, Optionen und Spieltypen. Selbstverständlich gibt es mit dem AddOn die schon fast obligatorischen neuen Völker mit jeweils individuellen Stärken und Einheiten. Die Franzosen haben ein besonders starkes Trebuchet, schwere Kavallerie und einen besonderen Stealthfighter. Die Russen setzen auf Infanterie, leichte Artillerie und Panzer. Die afrikanischen Völker Massai und Zulu verfügen ebenfalls über besondere Infanteriekämpfer, Panzer und Bomber, aber auch Priester und Ärzte verstärken deren Truppen. Während der Priester wahlweise heilen oder bekehren kann, muss sich der Spieler beim Arzt zwischen Kämpfer und Heileraktionen entscheiden. Weiterhin bekommt der Spieler mit dem AddOn erstmals die Möglichkeit, selber Zivilisationen zu erschaffen. Ausgehend von fünf Regionstypen (West bis afrikanisch) sammeln sich eine Reihe ganz individueller Boni und Vorteile an. Zwei Zivilisationsvorteile können außerdem direkt ausgewählt werden. Gerade hier kann sich der Spieler sehr genau entscheiden. Soll die Infanterie schlagkräftiger sein oder vielleicht doch lieber preiswertere Docks? Auch drei einzigartige Einheiten können ausgewählt und sechs schon erforschte Technologien pro Epoche bestimmt werden. Ganz individuell auf die Spielstrategie, den Karten- & Spieltyp, lassen sich so Zivilisationen zusammenstellen, die dann auch abgespeichert werden können. Wer will kann auch Städte- und Regionsnamen in eine Liste eintragen, die dann im Spiel verwendet werden. Mit dem AddOn gibt es nun auch (optional) Eingeborenenstämme auf der Karte. Diese leben anfangs neutral auf ihrem Gebiet und bieten unterschiedlichste Möglichkeiten. Wer den Stamm nicht nur einfach von der Karte fegen oder ignorieren will, bekommt mit Handel und Assimilierung zwei sehr interessante Möglichkeiten geboten. Der Handel unterscheidet sich nicht großartig von anderen Spielen und ist schnell eingerichtet. Mit einem Anführer im Gebiet der Eingeborenen und guten diplomatischen Verhandlungen können sehr unterschiedliche Fähigkeiten von den Eingeborenen erzielt werden. Von erhöhter Bevölkerungskapazität im Stadtzentrum über kostenlose Mauern bis hin zu einer größeren Sichtweite reicht das Spektrum der Vorteile.

Als neue Spieltypen gibt es mit dem AddOn nun eine Verschmelzung von Territorienkämpfen und Krisenherden. Im Gegensatz zum normalen Spielmodus Krisenherd sind hier die umkämpften Gebiete von Anfang an aufgedeckt und können vom Host noch weiter konfiguriert werden. Auch Eingeborenenstämme können in einem Krisengebiet vorkommen. Das bedeutet, dass diese entweder assimiliert oder eliminiert werden müssen. Der Tauziehen-Modus beinhaltet Kämpfe über mehrere Karten hinweg, wobei die Schlacht nach einer Niederlage noch lange nicht verloren ist. Im Tauziehen-Truppenmodus können Helden und Anführer übernommen werden, genauso kann eine Schlacht aufgegeben werden, ohne das gesamte Spiel zu verlieren und die erforschten Epochen bleiben nach einer Schlacht erhalten. Gerade in diesem Spieltyp ist die Speicherfunktion im Mehrspielermodus eine wirklich feine Sache. Durch optionale asymmetrische Ressourcenverteilung und einem Lehnsteuermodus kommt weitere Abwechslung ins Spiel. Bei der Lehnstreue geht ein Spieler ein engeres Bündnis mit einem anderen Spieler ein und ist danach eng an den Lehnsherrn gebunden. Der Handel ist nur noch eingeschränkt möglich, Bündnisse mit anderen Spielern gesperrt und der Vasall kann hingerichtet werden. Allerdings kann so eine drohende Niederlage noch abgewendet werden und es gibt auch Möglichkeiten, wieder "frei" zu werden. Dies wäre der Fall, wenn der Lehnsherr besiegt würde oder aber einem anderen Spieler die Lehnstreue schwört.

Weitere kleine Änderungen und Neuerungen im AddOn beinhalten Helden, die aus normalen Truppen hervorgehen können, wenn diese genug Einheiten besiegt haben. Allerdings mit der Begrenzung auf nur einen Helden pro Einheitentyp. Außerdem kann der Vorteil "Überlegener Anführer" gewählt werden, wenn der Spieler eine Militär-, Wirtschafts- oder Imperiumskrone gewinnt. Je nach Krone kann damit für einige Zeit die Sammelrate gesteigert, der Widerstand gegen Bekehrung oder der Schaden der Einheiten vergrößert werden. Es gibt weiterhin neue afrikanische Regionstypen für die Zufallskarten und neue Wunder für die neuen Völker. Durch hohe Produktivität kann sich der Spieler außerdem Flaggen verdienen. Diese ermöglichen individuelle Vorteile in Gebäuden. Im Dock kosten die Einheiten dann weniger und in der Universität werden die Technologiepunkte schneller "erschaffen". Im Kriegsplanungsmodus ist es außerdem nun möglich, Steuerungsgruppen Befehle zu erteilen.

In Sachen Präsentation und Gameplay hat sich ansonsten nichts geändert. Leider wurde auch nichts groß in Sachen Performance getan. Mit aktivierter Bild in Bild Option sinken die Frames beachtlich. Wer gute Hardware im Rechner hat und ohne Wettereffekte spielt, kann jedoch recht gut auch größere Karten spielen.

Meinung

Das AddOn "The Art of Supremacy" bietet einige frische Ideen, ohne allerdings das große Manko Performance zu beheben. Die neuen Missionen sind zwar mit etwa 15 Stunden recht schnell durchgespielt, spielen sich allerdings auch sehr abwechslungsreich. Ansonsten bietet das AddOn eine ganze Reihe neuer Features. Durch neue Völker, Regionen, Eingeborenenstämme, Spieltypen und Optionen wird man einige Zeit beschäftigt. Insbesondere mit Freunden im Internet oder LAN wissen die Tauziehen-Gefechte zu gefallen. Wer schon seinen Spaß mit dem Hauptspiel hatte, bekommt Langezeitspaß für unter 20€. Daran sollten sich andere AddOns mal ein Beispiel nehmen.


Geschrieben am 13.04.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



22 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Gut (3.6 von 5 Punkten)
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Bitte hier nur auf den Artikel selbst eingehen (nicht auf das Thema oder ggf. die Autorenwertung). Anmerkungen zu Thema/Artikel oder eine Ansprache des Autors sind im Besprechungs-Board unseres Forums möglich.

Druckversion | Seitenanfang © Copyright bei nali_warcow, Nutzungsrechte bei yiya.de / walkthru.de