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Info
Autor 3+
 2.5
 1
 1.5
Gesamt (17 votes) 2+
 1.7
 1.3
 1.8
Name:Dungeons & Dragons - Heroes
Genre: Action Rollenspiel
Produkt: Vollversion
Release: 2003/12
Publisher: Atari
Links: D&D
Hardware: Xbox
System: Xbox
Multiplay: Splitscreen
Sprache: Englisch
Bemerkung: COOP, nicht kompatibel mit Xbox360
USK: 12
Dungeons & Dragons - Heroes (review von nali_warcow)

Action-Rollenspiele mit COOP-Modus können doch recht viel Spaß machen, wie Baldur's Gate: Dark Alliance gezeigt hat. Neben dem offizieller Nachfolger (Dark Alliance 2) im Baldurs Gate Universum kann man sich auch mit Dungeons & Dragons: Heroes auf Monsterhatz begeben. Wie gut schlägt es sich jedoch zum gut ein Jahr alten "Vorbild"?

Mal wieder ein durchgedrehter Magier…

Vor 150 Jahren suchte das Böse das friedliche Land von Baele heim. Der Magier Kaedin hatte nämlich vier Portale geöffnet, durch die er vier magische Kristalle aus unterschiedlichen Regionen erschaffen hat. Zusätzlich hatte er sich auch noch einen fünften geschaffen, um selbst die Kräfte des Windes zu beherrschen. Doch so viel Macht ist für keinen gut und für Kaedin noch weniger. Er wurde der stärkste Magier, den es bis dahin gegeben hat. Eine Stadt nach der anderen wurde von ihm heimgesucht und die Zukunft sah alles andere als rosig aus. Das Königreich von Baele rief nach Helden und vier Leute wurden entsannt, sich Kaedin zu stellen und seine Herrschaft zu beenden. Sie schaffen es auch und besiegten ihn in seinem eigenen Schloss. Doch kurz bevor Kaedin starb, tötete er sie alle. Seitdem liegen die sterblichen Überreste von Kaedin in einer Gruft. Doch nach gut 150 Jahren haben einige Kleriker die fixe Idee gehabt, sich die Macht von Kaedin bzw. der Kristalle zu Nutze zu machen. Leider jedoch mit unglücklichen Folgen. Sie starben alle dabei und Kaedin ist wieder am Leben. Es wird also Zeit für die antiquierte Heldentruppe sich dem Feind erneut in den Weg zu stellen…..

Action-RGP

Bei Dungeons & Dragons: Heroes handelt es sich um ein waschechtes Action-RPG, wie man es z. B. von Baldur's Gate: Dark Alliance kennt. Der Spieler wählt aus vier Charakteren (Kämpfer, Kleriker, Zauberer und Bogenschütze) und stürzt sich mit bis zu vier Begleitern in den Kampf gegen das Böse. Dabei werden Einzel- und Mehrspielermodus direkt miteinander verschmolzen. Es ist also jederzeit möglich, dass weitere Spieler dem Spiel - im laufenden Betrieb - beitreten und so eine maximale Vierergruppe zusammenarbeitet. Der Schwierigkeitsgrad wird dabei dann automatisch der Gruppenstärke angepasst und kann außerdem in drei möglichen Stufen variiert werden. Allein oder als Gruppe metzelt man sich durch unterschiedliche Gebiete und bekämpft die Mächte des Bösen mit Nah-, Fernkampf- und Zaubersprüchen. Nachdem jeweils eine gewisse Anzahl an Erfahrungspunkten angesammelt wurden - entweder durch die Beseitigung von Gegnern oder durch Lösen von Quests - steigen die Charaktere auf. Dadurch erhält der Spieler die Möglichkeit, seinen Charakter weiter zu entwickeln und an die eigene Spielweise bzw. Vorlieben anzupassen. Nicht jeder Charakter kann gleich eine schwere Rüstung tragen oder bestimmte Kampfstäbe benutzen, mitunter müssen erst die entsprechenden Fertigkeiten erlernt werden. Manche wird es freuen, dass man fast jederzeit im Spiel speichern kann. Allerdings wird nur der aktuelle Charakter gespeichert und nicht die Position im Abschnitt. Beim Laden wird man wieder zum letzten Checkpoint zurückgesetzt (Am Anfang jedes Abschnitts ist einer und im späteren Verlauf auch etwa in der Mitte). Doch wer im COOP Modus spielt, der kann seinen gespeicherten Charakter laden und damit gleich weiterspielen. Man verliert dann nur die Erfahrungspunkte seit dem letzten Savepunkt.

Der Kampf gegen das Böse

Im Laufe des Spiels durchquert der Spieler eine ganze Reihe an unterschiedlichen Regionen. Mal gilt es eine "Crypt" zu durchstreifen und ein altes Buch zu finden, dabei müssen auch Schalterrätsel und Bodenfallen gemeistert werden. Nach einem - von vielen - Zwischenkämpfen gegen einen besonders starken Gegner, verschlägt es einen in eine kleine Sumpflandschaft, wonach jedoch schon recht schnell Castle Bael erreicht wird. Hier gibt es eine ganze Menge zu tun und das Schloss wird gründlich untersucht und viele Aufgaben müssen gelöst werden. Allerdings beschränken sich diese - wie auch später - auf recht simples Suchen und Finden von Items. Zusätzlich kommt recht viel hin- und herlaufen hinzu, wenn man z. B. die Schatzkammer "gesäubert" oder in den Baracken auf den Putz gehauen hat. Nachdem sich diese Abschnitte alle recht ähnlich - dunkel - etwas hingezogen haben, besucht der Spieler danach deutlich abwechselungsreiche Orte, wie die Yuan-ti Wildnis (Tempel in einer Waldlandschaft) und auch eine komplexe Steg und Hüttenkonstruktion auf den Baumwipfeln will besucht werden. Bevor der Spieler jedoch alle magischen Steine für den Endkampf hat, stehen noch Besuche in einer Schneelandschaft, Bergwerk und einer schwebenden Knochenkonstruktion auf der Attraktionsliste. Doch leider wird das Spiel im Laufe der Zeit immer eintöniger. Zwar kommen immer wieder neue Gegner hinzu, doch es sind pro Abschnitt nie sonderlich viele Typen, dafür jedoch in großen Mengen. Da die Abschnitte auch sehr linear sind, sind die Freiheiten des Spielers recht eingeschränkt. Damit man auch nie vergisst bzw. übersieht, was man als nächstes zu tun hat, so wird einem in der Karte auch immer ein Pfeil zum nächsten Missionsziel eingeblendet. Bei den zahlreichen Schalteraufgaben wird einem per Kamerafahrt gezeigt, wenn sich irgendwo anders eine Tür geöffnet hat.

Charaktere, Fertigkeiten & Ausrüstung

Die vier möglichen Charaktere Kämpfer, Kleriker, Magier und Bogenschütze erlauben recht unterschiedliche Spielerfahrungen, wobei eine Teamkonstellation für das Durchspielen am Besten geeignet wäre. Der Magier wird zwar im weiteren Verlauf durch starke Zaubersprüche zu einer guten "Massenvernichtungswaffe", allerdings ist dieser auch sehr anfällig für Nahangriffe und hat auch nur sehr wenig Hitpoints. Außerdem kann er nicht heilen, dazu benötigt man einen Kleriker in der Gruppe. Dadurch, dass man bei jedem Levelanstieg Punkte auf Fertigkeiten wie z. B. Umgang mit bestimmten Waffen, Angriffsmöglichkeiten, Resistenzen und Zaubersprüche verteilen kann, kann man den Charakter sehr gut den eigenen Vorlieben anpassen. Allerdings ist die Auswahl nicht so groß, so dass man sich auf einige wenige Sachen konzentrieren sollte, die man dann auch nutzen kann. Da sich viele Fertigkeiten auch noch bis zu 5 Stufen ausbauen können, sollte man schon frühzeitig planen. Eine Verbesserung der Fertigkeiten ist nicht immer "preiswert". Für Nahkämpfer ist es wichtig, möglichst gute Schlagkombos, Finish- und Rundum-Schläge zu lernen. Neben den "kleinen" Fertigkeiten, die zwischen 2o und 120 Fertigkeitspunkte kosten (Man kann sich die Punkte auch aufsparen), besitzt jeder Charakter auch eine Superfertigkeit. Der Kleriker kann beispielsweise eine Art Eissturm heraufbeschwören, der fast allen Gegnern auf dem Bildschirm ordentlich Schaden verursacht. Der Magier dagegen kann einen Meteoritenschauer auf die Gegner herabprasseln lassen, muss dazu jedoch eine genaue Stelle angeben. Auch bei einigen anderen Sprüchen fallen diese Positionsangaben an. Das ist dann in der Hitze des Gefechtes meist etwas unpraktisch. Genauso bei einigen Wurfgeschossen, wie Explosionen, Gase, etc. Zwar wird der nächste Gegner automatisch als Ziel genommen, doch wenn sich dieser bewegt, dann nützt das nichts und das Geschoss landet daneben. Dungeons & Dragons verfügt über sehr viele Gegenstände (unterschiedlichste Waffen, wie Schwerter, Bögen, Lanzen und viele Waffen, die nur von der jeweiligen Klasse getragen werden können) und Items (Heil- und Manatränke, Wurfgeschosse, Gase, Schriftrollen, etc.), welche die Helden benutzen oder im nächsten Shop verkaufen können. Leider eignen sich viele jedoch nur zum Verkauf und man bekommt bzw. findet überwiegend nur Standardkrempel. Eine größere Auswahl an wirklich guten und beeindruckenden Gegenständen gibt es nicht. Die Hauptwaffen können durch das Einsammeln von Edelsteinen (Es sind 20 im Spiel versteckt und nach 5 erfolgt ein Waffe-Upgrade) verbessert werden. Da die Gewichtsbeschränkung jedoch knapp ist, sollte man wirklich nur das mitnehmen, was man auch brauchen bzw. verkaufen will. Insbesondere die ganzen Kleinigkeiten wie Tränke, Wurfmesser, etc. nehmen viel Gewicht ein. Da man jedoch alles aufsammelt, worüber man läuft kommt man nicht umhin, das Inventar regelmäßig zu leeren. Ärgerlich sind auch die vielen verschlossenen Truhen im Spiel. Man kann sich zwar Schlüssel kaufen, doch laufend deswegen zum Laden zu gehen, ist umständlich und im Spiel selber bekommt man nie und nimmer so viele Schlüssel (Insbesondere im letzten Drittel bekommt man es mit gut 10 verschlossenen Truhen in zwei Bildschirmen zu tun). Warum die Helden eine kleine Truhe nicht mit der Axt öffnen können, womit sie einen bildschirmgroßen Drachen getötet haben, ist eins der letzten Ärgernisse bei Rollenspielen.

Gegner

Im Laufe des Spiels bekommt es der Spieler mit allerlei unterschiedlichen Gegnertypen zu tun, die man jedoch schon auch aus x anderen (Action) Rollenspielen kennt. Da wären allerlei Untote, wie Zombies und Skelette, Spinnen und andere kleine Kriechtiere, Echsen, Schlangen, Eismonster, Frostriesen, Magier und eine Reihe an menschlichen Gegnern. Auch mechanische Gegnern sind in den Minen vorhanden. Von vielen Gegnertypen gibt es auch noch unterschiedliche Bewaffnungstypen. Mal mit Schwert oder Speer, später dann mit Pfeil und Bogen, etc. Ab und zu, wenn man auf der Karte wieder ein Stück zurück muss, respawnen neue Gegner, welche - wie alle anderen auch - beim ersten Sichtkontakt auf den Spieler stürzen. Hier wird leider nicht gerade sehr intelligent vorgegangen. Bis auf einige Gegnertypen ist das Wort Flucht bzw. taktischer Rückzug ein Fremdwort. Dies wird stellenweise dann einfach durch Masse wieder ausgeglichen. Einige andere wie Magier oder unsichtbare Gegner sind da die kleinen Herausforderungen im Spiel. Diese können z. B. auch mit allerlei Gegenständen und Wurfgeschossen (Explosionen, etc.) auf einen werfen, treten aber genauso gerne in selbige vom Spieler. Am Ende jedes Abschnitts wartet dann ein Bossgegner. Dieser zeichnet sich zum einen damit aus, dass er besonders stark ist und viele Treffer einstecken kann. Des weiteren kann man nicht immer sofort einfach nur auf den Gegner einkloppen, sondern muss eine gewisse Taktik anwenden, was jedoch nicht so schwer ist. Wichtig ist es zu beobachten, wann der Gegner verletzbar ist und wie seine Angriffsmuster sind. Der Frostwurm z. B. taucht immer wieder aus unterschiedlichen Löchern auf und spuckt kleine Würmer aus. Sind diese dann so gut wie weg, ist er kurze Zeit verwundbar, bis die nächste Welle an Würmern kommt. Lediglich beim ersten Gegner muss man sich wirklich eine Möglichkeit ausdenken, dessen Panzerung zu durchdringen. Doch die recht zahlreichen Kämpfe gegen Drachen und andere große Gestalten ist durchaus sehr spaßig und fesselnd. Neben den genannten Gegnern gibt es auch noch eine ganze Reihe an Fallen im Spiel. Manche sichtbar, andere nicht. In einigen Truhen lauern Giftgasfallen, Speerfallen kommen plötzlich aus dem Boden, Feuer- und Gasspucker müssen überwunden werden und außerdem sollte man sich vor explosiven Fässern in Acht nehmen.

Handhabung des Spiels

Die Steuerung des Spiels geht recht einfach von der Hand und wenn man in den Optionen einstellt, dass die Spieler im COOP farbige Markierungen haben, dann bleibt auch ein Viererspiel übersichtlich. Dafür sollten sich die Spieler jedoch einigen, wer die Kamera mit dem rechten Stick dreht, da ansonsten bei einer Ansicht und vier drehenden Leuten, doch Chaos entstehen würde. Durch Druck auf den rechten Stick kann man sich auch eine Karte einblenden, wo auch die Richtung zu den nächsten Quests angezeigt wird. Geblockt wird mit der linken Schultertaste und mit X zugeschlagen. Darüber hinaus kann sich jeder Spieler noch auf A und Y jeweilige Fertigkeiten (z. B. Feuerball, Rundumschlag, Sturmangriff, etc.) legen und auch Wurfgegenstände, wie Säuren, Messer, etc. können mit B geworfen werden. Damit nun nicht alles durcheinandergeht, wenn man im COOP die Belegung wechseln möchte und im Einzelspielermodus nicht vom Spiel zum Optionsschirm wechseln will, wurde eine recht durchdachte Lösung integriert. Durch einen Druck auf die rechte Schultertaste klappt ein kleines Menü auf, wo man mit dem Steuerkreuz die jeweiligen Buttons konfigurieren kann und gleichzeitig wird das Spielgeschehen verlangsamt und das Geschehen auf dem Schirm läuft in Zeitlupe ab. Diese Funktion kann man auch in kritischen Situationen wie Feuerfallen, etc. benutzen, um diese problemlos zu umgehen. Mit der weißen und schwarzen Taste kann man auch schnell einen Heil oder Manatrank benutzen. Jederzeit kann man sich die Charakterwerter ansehen, übergebliebene Fertigkeitspunkte verteilen, im Questlog schauen oder das Inventar ausmisten bzw. Gegenstände weiterreichen. Dies geht alles wunderbar einfach und mit wenigen Buttons.

Grafik

Die Grafik in Dungeons & Dragons: Heroes sieht insgesamt sehr schön aus und weiß auch mit einer ganzen Reihe schöner Effekte zu glänzen. Allen voran stehen schöne Wassereffekte, aber auch die in so manchen Kämpfen (insbesondere mit Zaubern) sind ein grafisches Feuerwerk. Bei sehr genauer Betrachtung fallen jedoch die wenigen Polygone der Charaktere auf (insbesondere bei Zwischensequenzen). Ansonsten hätten manche Räume auch durchaus etwas mehr Dekos vertragen können und einige Abschnitte ziehen sich etwas lang hin, was in eintönigen Texturen und Gestaltung endet. Nach Castle Beal wird das Spiel jedoch abwechslungsreich und die Schnee und Dschungelabschnitte können begeistern.

Sound

Der Sound im Spiel ist solide. Die Musik im Spiel ist stimmig und abwechselungsreich, geht jedoch stellenweise in den Kämpfen etwas unter. Da donnert es dann überall auf dem Schirm, Waffengeräusche sind zu hören und auch der Background (Wasser, Fallen, etc.) ist neben der Anwendungen der Fertigkeiten zu hören. Schade ist nur, dass die Charaktere recht wenig sagen. Das Spiel steht leider nur in englischer Sprachversion zur Verfügung.

Mehrspielermodus

Wie schon beschrieben ist der Mehrspielermodus direkt in den Einzelspielermodus integriert und bis zu vier Freunde können gemeinsam das Spiel erleben. Allerdings kann man diesen COOP-Modus nur im Splitscreen spielen. Systemlink oder Xbox Live wird leider nicht unterstützt. Auch Deathmatch oder andere Spieltypen sind nicht vorhanden.

Meinung

Ich mag ja gerne die etwas leichtere Action-RPG Kost. Und so hat mir auch Dungeons & Dragons: Heroes sehr viel Spaß gemacht. Insbesondere wenn man das Spiel nicht allein zockt, sondern im COOP Modus, dann ist es Spaß pur. Da kracht und donnert es auf dem Bildschirm und die Charaktere können sich gegenseitig unterstützen. Hier muss man sich dann auch nicht so sehr den Kopf über die 08/15 Story zerbrechen, sondern kann sich einfach der Monsterhatz zuwenden und im späteren Verlauf erscheinen doch recht heftige Gegner, was anstatt intelligentem Vorgehen jedoch eher daran liegt, dass sie viel austeilen und einstecken können. Auch bei den Zwischengegnern ist weniger Köpfchen, sondern vielmehr Ausdauer gefragt, den Gegner x Mal auf die gleiche Weise - wenn er verwundbar ist - anzugreifen, dafür sind jedoch die Bosskämpfe zahl- und abwechslungsreich. Etwa ab dem 1/3 des Spiels und der Mitte wird es etwas arg eintönig und man findet sich in vielen grauen/dunklen und eintönigen Abschnitten wieder. Hier fällt auch eine recht öde Levelgestaltung auf, was sich im späteren Verlauf jedoch auch wieder bessert. Allerdings sind die Level erstaunlich oft symmetrisch aufgebaut und man ahnt praktisch schon, wo es wie weitergeht. Dennoch gibt es auch etliche Abschnitte, die deutlich besser geraten sind, wie z. B. die Eislandschaft, wo man auch nicht immer so ganz stur einem Gang folgen muss. Die Schalter und Fallenrätsel werden keinen überfordern, vorrausgesetzt man findet den Schalter, was z. B. in der Crypt etwas gemein ist. Ein brauner Schalter ist in einer hellbraunen Ecke auf dem Boden versteckt und dann auch so, dass man ihn erst durch Drehen der Kamera sieht. Arg nervig sind beim Spielen auch die vielen benötigten Schlüssel aufgefallen, welche man für unzählige Türen braucht. Kaufen sollte es sich, wer nach Baldur's Gate Dark Alliance nach "mehr" schreit und keine all zu großen Innovationen erwartet. Hier gibt es recht unkomplizierte Action, die es im Multiplay so richtig krachen lässt. Wer jedoch allein spielt und Baldur's Gate: Dark Alliance noch nicht hat, der kann auch zur preiswerteren Alternative greifen. Lediglich des Englischen sollte man mächtig sein, da es Dungeons & Dragon: Heroes nur in englischer Sprache gibt.


Geschrieben am 02.04.2004, Testkonfiguration: Xbox
 



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