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DS9 - The Fallen  


Info
Autor 1
 2
 1
 2.5
Gesamt (29 votes) 2+
 2
 1.5
 2.2
Name:Deep Space 9 - The Fallen
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2000/11
Publisher: Koch Media
Entwickler: The Collective
Offiz. Sites: Game, Demo
Links: Star Trek Site
Links: ConvergenceAddOn
Hardware: 233Mhz, 64MB RAM, keine 3D-Karte nötig/ jedoch unterstützt, HD 150 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX7
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Gamepad
Sprache: Deutsch
Patch: Minicode Patch
USK: 12
Deep Space 9 - The Fallen (review von yak)

Oh Gott, höre ich manche rufen, nicht schon wieder eine Star Trek Lizenz, da bisher (von Voyager Elite Force und vielleicht Star Trek Armada einmal abgesehen) nur drittklassige Games mit dem Namen Star Trek auf der Packung unseren Festplattenspeicher vergeudeten.

Um es kurz zu machen, bei DS9 The Fallen trifft dies sicher nicht zu. Da haben die Entwickler fast still und heimlich, jenseits vom Hype um das Voyager Spiel für mich eins der schönsten und spannendsten Spiele des Jahres 2000 herausgebracht, an dem es nur minimal etwas auszusetzen gibt und das sind solche Kleinigkeiten, die man entweder stur suchen musste oder schon fast überkritisch fand, weil man den Drang als Tester hat, überhaupt etwas Negatives zu finden. Doch dazu später mehr.

Die Entwickler von The Collective haben unter dem Vertriebsdach von Simon & Schuster (die bisher nur schrottige Star Trek Lizenzen verwirklichen konnten) und Pan Interactive nun ein Spiel zum bekannten Star Trek Ableger Deep Space 9 herausgebracht.

Zur Story: Nur kurz zur Story, da ich natürlich nicht den Handlungsverlauf verraten will. Ein alter Freund vom Major Kira Nerys namens Obanak will sich auf die Suche nach 3 roten Drehkörpern der Pahr Geister machen, um das Portal zum Wurmloch öffnen zu können. Zeitlich setzt sich das Spiel etwas vor die letzte Staffel der Fernsehserie und hat daher auch noch Jadzia Dax als Crewmember dabei, was viele Fans freuen wird. Innerhalb des Spiels wird man mit tollen Locations bekannt gemacht. So z. B. in unterirdischen Minen, die den Weg zu einem alten Tempel ermöglichen, ein Gefängnisplanet der Jem Hadar, eine Forschungseinrichtung der Cardassianer, ein Kloster auf Bajor, das Wrack der USS Ulysses, die Defiant, ein unbekannter Sektor auf DS9 und noch vieles mehr. Die Story hält viele Wendungen und Überraschungen für Euch bereit.

Zur Technik: Die Entwickler haben alles in die Schokolade gesteckt und daher hat man eine bewährte Engine lizenziert. DS9 The Fallen basiert auf einer modifizierten Unreal Tournament Engine. Die augenscheinlichsten Modifikationen sind Gesichtsanimationen, erweiterte Licht- und Wettereffekte. Die Graphik im Spiel ist grossartig umgesetzt. Die Gesichtsanimationen/-graphiken der Hauptfiguren sehen sehr realistisch aus und scheinen direkt aus der Serie entsprungen. Worf runzelt seine Klingonenstirn und Quark hat sein Latinumlachen. Hier gibt es wirklich nichts zu beanstanden. Mir gefielen die Gesichtsdarstellungen besser als die von Star Trek Voyager Elite Force, nur hat man es etwas mit der Ausleuchtung der Gesichter übertrieben, da sich dort situatiuonsbedingt teilweise etwas zuviel Licht und Schatten befindet, was aber sicher enginespezifisch ist. Dies fällt allerdings nur in den durchweg in der Engine erzeugten Zwischensequenzen und Cut-Szenen auf. Die Sprachausgabe läuft synchron zu den Mundbewegungen und steigert damit die Atmosphäre gewaltig. Alleine schon die Eröffnungssequenz lässt einen in die Star Trek Welt eintauchen, da eine bombastische Kamerafahrt um die Aussenhülle von DS9 den Anfang macht. Hier denkt man sich fast, warum noch niemand auf die Idee gekommen ist, mit der Unreal Engine einen Weltraumshooter zu machen. Es sieht grossartig aus! Auf einem von einer neuen Rasse angegriffenen Schiffen, schwirren Euch offene Plasmaleitungen entgegen, Rauch strömt aus und abgetrennte Stromkabel zischen schlangenartig durch den Raum. Auf dem Eisplaneten mit der Forschungsstation haben die Figuren einen sichtbaren Atem und hinterlassen auch Spuren im Schnee. Der Einsatz der Graphikeffekte ist sehr gelungen, es wird nie übertrieben und Effekte werden eingesetzt, wo sie Sinn machen (wir erinnern uns an häufig eingesetzte Spiegeleffekte, die die Unreal Engine ja hervorragend beherrscht, aber oft übertrieben zum Einsatz kamen). Spiegeleffekte kamen nur vor, wo sie auch glaubwürdig waren. Generell wurde dies im Spiel beibehalten und macht das gesamte Szenario nur noch stimmiger. So kam es teilweise zu Schneewehen auf der Forschungsstation der Cardassianer oder in dem Sumpf, in dem das Wrack der USS Ulysses gestrandet ist, zu einem Gewitter. Sehr eindrucksvoll fand ich den Effekt, als ich mit Sisko die Laderampe der geöffneten USS Ulysses betrat und es zu regen anfing. Der Regen kam durch die offene Ladelucke in den Laderaum und man sah durch die Fenster das Unwetter draussen, einschliesslich Blitz und Donner.

Womit wir beim Sound wären, bei dem es ebenfalls keine Beanstandung gibt. Die Geräusche sind stimmig, alles passt zum Umfeld (besonders schön auch der 4-Kanalsound dank 3D Audio), die Waffen klingen wie aus der Serie, bei dem abgestürzten Raumschiff erschüttern Beben das Raumschiff und ein Geräusch, als ob das gesamte Schiff von aussen zusammengedrückt wird, erklingt aus allen Boxen und ist definitiv nichts für Spieler mit Platzangst. Die Musik im Spiel ist ein weiters Highlight. Leider wurde nicht (wie auch beim Voyager Spiel) die Titelmusik aus der Serie verwendet (hat wohl Copyrightgründe) aber die vorhandene Eröffnungsmusik ist sehr ähnlich, im Americanastil gehalten. Im Spiel selbst ist sporadisch eingesetzt eine hervorragende Musik. Stilistisch ist sie mit der Musik von Alien (von Jerry Goldsmith) vergleichbar und erfüllt auch hier eine ähnlich, atmosphärische Stimmung, wenn man mit Sisko durch das von den Grigari (eine neue Rasse) geenterte Raumschiff schleicht und durch halb zerstörte Röhren klettern muss. Auch an der Sprachausgabe wurde keineswegs gespart. Ausser Sisko und O´Brien haben alle Figuren die englischen Originalstimmen aus der Serie und auch für die deutsche Version wurden lt. Handbuch alle original deutschen Synchronstimmen verpflichtet.

Die Steuerung ist in allen wichtigen Punkten frei programmierbar. Man kann mit Maus oder sogar mit Joystick spielen. Alles ist einstellbar, die Mausgeschwindigkeit und die Sensibilität der automatischen Zielfunktion sind frei justierbar (hier muss man etwas experimentieren, um die eigene optimale Einstellung zu finden, da es sonst vorkommen kann, dass man die Gegner oder Gegenstände nicht "richtig" ins Visier bekommt). Das Spiel unterstützt Auflösungen von 320 x 200 bis 1240 x 1024 in 16 und 32 Bit im Softwaremodus oder mit 3D Beschleunigung. Damit ist dieses Spiel auch noch für Besitzer kleinerer Systeme interessant, da es selbst in 320 x 200 noch eine gute Figur macht. Auf dem Testrechner wurde in 1024er Auflösung mit allen Details ohne "Ruckler" gespielt. Das Spiel wird in der 3rd Person Ansicht gespielt. Die Animationen der Figuren sind gut, aber im Vergleich zu neueren Produkten wie No One Lives Forever techn. etwas zurück, was den Spielspass aber nicht negativ beeinflusst.

Scriptszenen, die uns seit Half Life bekannt seien sollten, sorgen auch hier für den nötigen Realitätsgrad. So begleiten uns Crewmembers auf Teilstrecken oder werden von Ausserirdischen vor unseren Augen getötet.

Zum Gameplay: Hier zeigt das Programm seine eigentlich wichtigste Stärke und diese absolviert es mit Leichtigkeit. Selten habe ich mal wieder ein Spiel gespielt, was mich so in den Bann gezogen hat und den guten alten "Spielesüchtel" in mir zum Vorschein kommen lies. Man kommt nach Hause, schmeisst die Arbeitssachen in die Ecke, fährt den Rechner hoch und los geht's bis die Uhr einem rät, doch besser ins Bett zu gehen, weil 4 Stunden Schlaf keine gute Voraussetzung für einen arbeitsreichen Tag sind. Aber was solls, die Pahr Geister dürfen schliesslich keine Oberhand im Gammaquadranten erhalten.

Die Story selbst macht dazu viel aus. Hier wird eine Geschichte erzählt, die einem guten Kinofilm Konkurrenz machen würde. Spielablauf und Geschichte gehen eine Symbiose ein, wie selten und hat keinen Alibicharakter, um einzelne Spieleebenen zwanghaft aneinander zu kitten. Die Story macht Sinn und baut aufeinander auf, hat abwechslungsreiche Locations und macht immer Lust auf mehr, was man bei dem Spiel (ca. 30 - 40 Spielstunden) auch zur Genüge bekommt.

Wohl fühlt man sich auch als nicht Star Trek Fan schon nach den ersten Minuten auf DS 9. Die aus der Serie bekannte Raumstation wurde mit allen Einzelheiten nachgebaut. So findet man alle wichtigen Figuren und Orte aus der Serie. Besucht Garak in seiner Schneiderei oder Quark in seiner Bar, einschliesslich seinem warzenähnlichen Stammgast. Alle Figuren lassen sich ansprechen und geben auch teilweise Tipps für den Missionsablauf. Die Raumstation ist praktisch euer Briefing Raum und verknüpft so die Level miteinander. Die Designer haben an viele Details gedacht und selbst Siskos Baseball steht auf seinem Schreibtisch. Die Welt von DS 9 wirkt dadurch sehr lebendig, was auch durch die Funksprüche während der Missionen von anderen Crewmitgliedern beibehalten wird. Auch findet man alle wichtigen Rassen in dem Spiel, von Cardassianern, Wechselbälgern, Jem Haddar und den Vortas.

Hat man das Tutorial abgelegt und sich mit den verschiedenen Utensilien und Waffen vertraut gemacht, kann es fast losgehen. Bei DS9 The Fallen hat man es wirklich geschafft, das Star Trek Equipment sinnvoll ins Spielgeschehen einzubinden. So wird der Tricorder ein wichtiges Utensil, um versteckte Minen, Schalter, Lebensformen und die Modulation von Energiebarrieren zu finden. Es gibt unterschiedliche Waffen vom Phaser bis zum Phasergewehr mit Sniper Funktion und später auch Pulskanonen und Plasmawerfer der Grigaris.

Die einzelnen Missionen sind sehr abwechslungsreich und auch teilweise nur mit verschiedenen Taktiken zu erreichen. Das Spiel bietet nur einen Schwierigkeitsgrad, bleibt jedoch immer spielbar und fair. Es gibt selten Stellen, an denen man lange hängen bleibt, denn man kann in seinem Pad nach den notwendigen Missionszielen und Informationen Ausschau halten. Die Designer haben sich viel Arbeit mit dem Feintuning des Gameplays gemacht. Munition muss zwar gespart werden, ist aber selten so knapp, dass man nicht mehr weiterkommt. Notfalls kann man auch mit der Defiant Kontakt aufnehmen und von Transporterzonen bestimmte Versorgungsgüter anfordern.

Missionsziele können recht unterschiedlich sein. So führt Siskos erste Mission auf ein von den Grigari angegriffenes Raumschiff, um dort Überlebende zu bergen. Hier ist es auch schon notwendig, den Trikorder zu benutzen, da die Grigari (sie nehmen einen ähnlich wie die Borgs mit einem Zielsucher ins Visier, was den Adrenalinspiegel zwanghaft nach oben schnellen lässt) mit normalen Waffen nicht besiegbar sind. Doch kurz entschlossen scannt man sie mit dem Tricorder und erkennt die Modulation ihrer Schutzschilde, die man dann direkt in den Phaser übernimmt und damit ihre Panzerung durchbrechen kann. Endlich werden mal einige Star Trek Utensilien sinnvoll in einem Spiel eingesetzt und sind nicht nur unnötiges Beiwerk.

Der Tricorder ist auch dazu geeignet, die Modulation von Energiefeldern zu erkennen, die man danach dann mit dem Phaser durchdringen und deaktivieren kann. Weiterhin ist er zum Aufspüren von Gegenständen geeignet und macht zudem Freund und Feind sichtbar, auch wenn sie hinter Türen und Wänden stehen. Hier kommt im Spiel richtiges "ALIENFEELING" auf, wenn wir uns an die Filmsequenz erinnern, wo auf dem kleinen Bildschirm plötzlich immer mehr, sich uns nähernde rote Punkte sichtbar werden. Eine tolle Idee!

Dann gibt es Missionen, wo eher ein Spielstil von "THIEF" angesagt ist. z.B in ein Labor eindringen, ohne gesehen zu werden. Zwar kann man die Mission auch im Hau-Ruck Verfahren versuchen, sie wird jedoch ungemein schwierig und man sucht besser nach einer Alternative. Diese sind z. B. den Gegern auszuschalten, bevor er Alarm auslöst oder sich durch Lüftungsschächte zu zwingen und den Feind zu umgehen, die Beobachtungskameras zu deaktivieren und es dann dadurch leichter hat, die Mission zu erfüllen. Dann gibt es wiederum Level , die viel vom alten Tomb Raider haben, hier müsst ihr z. B. klettern, hüpfen, tauchen und springen, was das Zeug hält. Man hat soviel von den unterschiedlichen Genres eingebracht, wie möglich und es fördert den Spielverlauf und die Motivation enorm. In einem Level müsst Ihr mit Kira, die als Cardassianerin getarnt (nach einerm chirurgischen Eingriff von Dr. Bashir) in einem geheimen Labor unendeckt spionieren und dafür sorgen, dass Worf und Sisko ihre Missionen ausführen können. Zieht ihr hier eine Waffe oder den Tricorder, ist der Teufel los. So müsst ihr vielmehr versuchen, ungesehen eine Wissenschaftlerin auszuschalten und ihren Keycode an sich zu nehmen, ohne von den Wachen dabei beobachtet zu werden.

Auch taktisches Vorgehen ist lebensnotwendig. Dummes reinrennen und ballern wird oft mit vorzeitigen Ableben belohnt. Sucht euch einen sichern Ort, schalten per Sniper den Gegnern aus, der am nächsten Alarmmelder steht und erledigt dann den Rest. Solltet Ihr dennoch einmal nicht umhin kommen, den Alarm auszulösen, sollte man immer die richtige Keycard mit sich führen, um den Alarm wieder ausschalten zu können.

Die Level sind zwar linear aufgebaut, bieten aber hin und wieder die Möglichkeit, es anders anzugehen.

Der Levelaufbau und die Locations sind phantastisch. Es gibt Innen- und Aussenmissionen und daher unterscheidet sich DS9 stark von Voyager Elite Force. Lauft mit der Spielfigur durch Sümpfe, Bergwerksstollen oder über den gesamten Rumpf der USS Ulysses, um dann auch noch das Wrack von innen begutachten zu können. So durftet Ihr bisher graphisch noch nie im Star Trek Universum umherwandeln. Die Gegnerintelligenz ist dem Genre entsprechend gut und auch der Levealart angepasst. In Actionleveln werdet Ihr vom Gegner verfolgt und gejagt, als in adventurelastigeren Spielabschnitten. Das ist alles so gut und ausgewogen im Gameplay, dass selten Frust aufkommt.

Zum Schluss noch die wirklich innovative Idee, das Spiel mit drei Charakteren spielen zu können. Ihr könnt es als Sisko, Kira oder Worf spielen. Gespielt wird die selbe Handlung, aus unterschiedlichen Positionen und mit unterschiedlichen Missionszielen. Spielt Ihr z. B. Sisko, hört Ihr den Funkkontakt und den Missionsstatus von Kira und Worf. Ist Sisko z. B. mit der Rettung von Personen beschäftigt, meldet Kira, dass sie auf der Defiant ein als Vulkanier getarnten Wechselbalg jagt. Spielen Ihr Kira, erleben Ihr auch genau das auf der Defiant und hört dann den Missionsstatus von Sisko. Das ist wirklich gelungen. Dann gibt es Missionen, die alle drei Personen in der gleichen Location ausführen und diese sich dann am Missionsende treffen. Hier wird der Eindruck vermittelt, dass alle Hand in Hand arbeiten und wird dadurch der TV Serie vom Ablauf her sehr ähnlich und hält damit den Spannungsfaden aufrecht. Es lohnt sich also, mit jedem Charakter das Spiel durchzuspielen, da einige Level charakterspezifisch sind, andere wiederum den bekannten Level in veränderter Form darstellen.

Kritikpunkte: Da gibt es eigentlich wenig bzw nur Kleinigkeiten zu beanstanden. Es verwunderte mich, warum man auf der DS9 Station weder Waffen noch die Möglichkeit hat, zu springen. Diese Einschränkung hat zur Folge, dass man diese Spielsektion nur als Zwischensequenz empfindet, da man so davon ausgehen konnte, hier mit keinen feindlichen Überraschungen konfrontiert zu werden. Dann hatte ich öfters Programmabstürze bei der Quicksavefunktion. Diese trat aber bei normaler Speicherfunktion nicht auf. Auch negativ viel die Einstellung der automatischen Zielsuche auf, die man jedoch nach eigenem Feintunig in den Griff bekam. Unsinng fand ich auch, dass Worf statt eines Phasers das Bat´leth als Grundwaffe erhält. Dies kann man kaum als Sternenflottenstandard bezeichnen. Es machte jedoch nachher spieltechnisch Sinn, weil man dadurch eine andere Methode finden musste, die Grigaris auszuschalten. Ein ärgerlicher Punkt der 3 Charakterspielmodis ist, dass man das Spielende nach dem Durchspielen der ersten Person zu Gesicht bekommt, was evtl. den Ansporn verhindert, es mit den anderen erneut zu spielen, wobei ich es aber jedem raten kann, weil sich die Spielmodis der Figuren schwerpunktmässig sehr unterscheiden. Auch ist es ärgerlich, dass es schon einen sehr grossen Patch von 32 MB gibt (in der deutschen Version bereits enthalten), was auf Leute ohne Flatrate sicher abschrecken wirkt. Weiterhin gab es Probleme mit der Graphikkartenerkennung und dem Spielstart, welche aber durch die Bereitstellung eines kleineren Updates schnell behoben wurde. Das sind sicher nur Kleinigkeiten, die ich wirklich nur erwähne, weil ich nichts anderes gefunden habe.

Die deutsche Version des Spiel entspricht inhaltlich der US Originalversion, was bedeutet, dass nichts geschnitten wurde, was mich auch sehr gewundert hätte, da es ohnehin nicht übermässig mit Gewaltdarstellung gefüllt ist und es weiterhin der USK 12 entspricht. Die deutsche Version enthält erfreulicherweise alle Originalsprecher der deutschen Fernsehversion und hat damit gegenüber der US Version leicht die Nase vorne, da dort Sisko und O´Brien von anderen Darstellern gesprochen wurden. Was mir nur etwas negativ auffällt ist, dass die Sprecher teilweise anders als in der Fernsehserie sprechen. Mir fehlt es etwas an Elan, was daran liegen kann, dass die Texte evtl. ohne Screening eingesprochen wurden oder die Synchronsprecher sich etwas schwer tun, die Rolle ohne ihre US Kollegen vor Augen zu haben sprechen mussten. Das ist mir schon häufiger bei Spielen aufgefallen (Star Trek - Der erste Kontakt war ähnlich) . Aber das ist nur ein ganz kleiner Kritikpunkt und betrifft auch nicht alle Sprecher. Selbst die Nebenrollen wie Garak entsprechen der Originalstimme. Hier wurde also ausserordentlicher Aufwand bei der Lokalisierung betrieben, selbst einen Synchronsprecher für nur einige wenige Zeilen zu engagieren, verdient echte Hochachtung. Technisch wurde die dt. Version mit dem 32 MB grossen Patch bereits fast auf den neusten Stand gebracht. Lediglich der kleine Patch sollte noch nachinstalliert werden. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber dennoch. Es gibt trotz Patch noch immer das Problem bei der Routine der Graphikkartensuche. Hier wird teilweise noch immer nicht die D3D Karte gefunden und man muss manuell Hand anlegen, um diesen Fehler auszubügeln.

Ist es gut? Ja ist es ! Für mich eines der gelungensten Spiele des Jahres 2000. Auch für nicht Trekkies eine lohnende Anschaffung. Ich zieheDS9 The Fallen dem Spiel Voyager Elite Force vor, da es aufgrund seiner Spieldauer auch mehr fürs Geld bietet. Weiterhin mutig und positiv finde ich, dass man darauf verzichtet hat, zwanghaft (wie so viele Publisher) einen unnötigen und schlechten Multiplayermode beizupacken, nur damit es auf der Feature-Liste der Packung steht.

Bei DS9 handelt es sich um ein Einzelspielergame der ersten Güte. Sowas hat es sicher nicht nötig. Bleibt zu hoffen, dass das Game die Aufmerksamkeit erlangt, die es verdient, obwohl einige Printmags das Spiel runtergezogen haben. Ich kann da nur sagen, dass sie es nicht ausgiebig gespielt haben, denn hinter DS9 The Fallen verbirgt sich eine Perle der Spielindustrie.

Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews , der bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.



Geschrieben am 17.12.2000, Testkonfiguration: PIII-650, Geforce-2, 256MB Ram, SB Live
 



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