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Driv3r  


Info
Autor 3
 2.5
 1.5
 1.5
Gesamt (45 votes) 2
 1.9
 1.5
 1.7
Name:Driv3r
Genre: Racing
Produkt: Vollversion
Release: 2005/03
Publisher: Atari
Entwickler: Reflections
Hardware: 2Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 5500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Multilingual
Serie: ja
Patch: 2
Bemerkung: auch für Xbox/PS2
USK: 16
Driv3r (review von nali_warcow)

Mit der GTA Serie und insbesondere ab GTA 3 hält Rockstar Games fast schon eine Lizenz zum Gelddrucken in den Händen. Während die PC Spieler noch auf den Release von San Andreas warten müssen, ist die "Konkurrenz" aus dem Hause Reflections inzwischen in den Länden. Nachdem der zweite Teil der Driver Reihe den Konsolenspielern vorbehalten war, sieht es beim Nachfolger etwas anders aus. Nachdem Driv3r für einigen Wirbel bei den Bewertungen sorgte, gibt es nun mit deutlicher Verzögerung eine Fassung für Windows-Rechner. Hat Reflections die Zeit sinnvoll genutzt und an einer sauberen Konvertierung gearbeitet? Wurden Schwächen der Konsolenfassung beseitigt und wie schlägt es sich gegen ein Grand Theft Auto? Fragen, die dieses Review beantworten soll. Ausgeliefert wird das Spiel in einer DVD Box mit DVD als Datenträger, die auch durchaus gut gefüllt ist, da die Installation von Driv3r satte 5 GB auf der Festplatte beansprucht. Sehr schön ist es, dass das Spiel als multilinguale Fassung vorliegt und sowohl Sprache als auch Untertitel im Spiel jederzeit geändert werden können. Ein farbiges Handbuch hat es ebenfalls mit in die Packung geschafft, das sämtliche Optionen, Spieltypen, Charaktere und verwendete Soundtracks beschreibt. Ebenso ein ganzer Batzen Werbung für den Soundtrack, das offizielle Lösungsbuch, Handyspiele, Werbung eines bekannten und aufdringlichen Grafikkartenherstellers und weiteren Games. Probleme mit dem Kopierschutz gab es keine und obwohl zum Testzeitpunkt inzwischen Patch 2 für das Spiel erschienen ist, waren die Fehlerbehebungen minimal und ohne Patch haben nur einige leichte Grafikdarstellungsfehler das Bild getrübt. Allerdings kann man sich nur wundern, wieso man mit der "The Way it's meant to be played"-Werbung jeweils am Start zugeschüttet wird und dann solche Fehler ertragen muss. Marketing scheint wohl über Qualitätssicherung zu stehen.

Undercover

Grob gesagt kann man Driv3r durchaus mit GTA vergleichen, deutliche Parallelen ziehen bzw. es nicht abstreiten, dass das Spiel sich sehr stark bei GTA bedient. Sowohl in unterschiedlichen Fahrzeugen auf der Straße als auch zu Fuß unterwegs in drei virtuellen Städten gilt es, die unterschiedlichsten Ziele von einfacher Verfolgung bis hin zu Schießereien zu überleben. Cop Tanner erlebt anfangs einen ganz normalen Routineeinsatz. Nach der rasanten Fahrt zum Schauplatz der Geiselnahme schleicht sich der Cop über den Hintereingang rein. Doch der Täter flüchtet und wird bald darauf vom Spieler verfolgt. Leider ist Tanner jedoch etwas zu stürmisch und legt den Kerl um. Die einzige Möglichkeit den Autoschieberring noch auffliegen zu lassen besteht darin, dass Tanner der Fährte undercover folgt und die Bande hochgehen lässt. Erst dann wird der Spieler verstehen, was er am Anfang als Video zu sehen bekam und erlebt, wie es dazu gekommen ist. Präsentiert wird das Geschehen durch eine ganze Reihe sehr ordentlicher Videos und schön präsentierter Story.

Unbemerkt bleiben

Es gilt vorsichtig zu sein. Um an weitere Informationen zu kommen, muss Tanner sich eine Person mal etwas genauer anschauen. Somit wartet er, bis die Zielperson das Haus verlässt und muss dem Fahrzeug nun unauffällig folgen. Nur nicht den Abstand zu groß werden lassen, so dass man ihn nicht verliert, jedoch auch nicht zu dicht, damit er nichts davon bemerkt. In den engen Straßen ist das gar nicht so einfach. Da schlängelt sich der Spieler zwischen den überwiegend langsam fahrenden Fahrzeugen hindurch, muss Hindernissen wie Laternepfählen ausweichen, die sich leider als unüberwindbares Hindernis herausstellen würden. Ebenso gilt es, auf so manches plötzliche Lenkmanöver der Zielperson zu reagieren, wenn sie beispielsweise in eine Seitenstraße abbiegt. Nach einiger Zeit erreicht diese jedoch ihr Ziel und steigt aus. Tanner parkt daraufhin in einiger Entfernung ebenfalls seinen Wagen und muss nun zusehen, einen Weg ins Gebäude zu finden. Über den Vordereingang sollte es schwer werden, insbesondere wenn man die Lage erst mal unauffällig sondieren will. Wie dann auch abzusehen war, gibt es natürlich einen Hintereingang. Hier sind schwere Waffen nicht ganz so hilfreich und so wechselt Tanner lieber zur Pistole mit Schalldämpfer. Mit einem gezielten Schuss wird die Wache hinter der Tür erledigt und es geht hoch in den ersten Stock. Hier wartet er kurz vor dem obersten Treppenabsatz, bis die Wache in die andere Richtung schaut und schaltet auch diese lautlos aus. Vorsichtig geht es weiter und so kann eine weitere Wache gerade noch rechtzeitig entdeckt und unschädlich gemacht werden. Über ein Loch im Fußboden geht es wieder eine Etage tiefer und eine Zwischensequenz offenbart ein sehr informatives Gespräch. Doch für Tanner läuft es dabei nicht ganz so optimal. Er wird entdeckt und muss sich den Weg in die Freiheit nun hart erkämpfen…

Action in drei Städten

Die Story des "Undercover-Modus" erstreckt sich über die drei Städte Miami, Nizza und Istanbul. Im Vergleich zur Konsolenversion hat die Konvertierungszeit auch für eine zusätzliche Mission in Miami gereicht, so dass der Spieler insgesamt 26 Missionen in einer ansehnlich präsentierten Story erleben darf. Vom Spielprinzip her geht Driv3r den Weg eines GTA. Nicht nur im Fahrzeug macht der Spieler die Städte unsicher, sondern auch zu Fuß gilt es, sich allerlei Schießereien zu liefern. Viele Missionen bestehen auch aus mehreren kleinen Aufgaben. Da fährt man zuerst in aller Ruhe mit einem Boot zum Treffpunkt, darf dort dann mit einem Auto zeigen was man draufhat und muss innerhalb eines Zeitlimits alle Hindernisse zerstören und letztendlich noch zu einer Bar fahren und dort den Laden aufmischen. Insgesamt haben sich die Entwickler sehr viel Mühe gegeben, die Missionen unterschiedlich zu gestalten. Es gibt eine ganze Reihe an Aufgaben, die mit Fahrzeugen erledigt werden müssen. Es werden Fahrzeuge verfolgt, mal hat man einen Beifahrer dabei, der während der Fahrt auf das Ziel feuern muss, dann gilt es der Polizei bzw. Verfolgern zu entkommen, ein Laster muss gestoppt werden oder aber der Spieler muss sich nicht um die Steuerung kümmern, sondern kann von der Ladefläche eines Lasters auf die Gegner ballern. Ähnlich wie in "Speed" ist man auch mal mit einer Bombe im Fahrzeug unterwegs und darf nicht langsamer als 80 km/h fahren oder aber man muss Autos klauen und diese auf einen Laster fahren, der selbst durch die Stadt fährt. Zu Fuß muss der Spieler mal Geleitschutz geben, sich durch Lagerhallen oder einen Hafen ballern. Da müssen Gegner auf einer Yacht ausgeschaltet und Sprengladungen gelegt werden oder aber man muss vor allerlei Gegnern zu Fuß flüchten. Die Missionen sind alles andere als einfach und 20 oder mehr Versuche mitunter keine Seltenheit. Ein Fahrfehler reicht mitunter schon und die Mission kann neu begonnen werden. Allerdings ist das Spiel da doch etwas benutzerfreundlicher als ein GTA 3 / Vice City und der Spieler kann es sofort erneut versuchen. Auch beim Rockstar Spiel gab es einige extrem schwere und lange Missionen. Scheiterte man dort, so konnte man ganz von Beginn wieder anfangen. Also Fahrzeug suchen, Auftraggeber besuchen und dann die Mission starten und vielleicht gleich wieder scheitern. Bei Driv3r fährt der Spieler dahingegen jedoch nicht ziellos durch die Stadt und besucht dann, wenn es einem passt, den nächsten Auftraggeber, sondern die Missionen starten direkt nach dem Video. Wer frei herumfahren will, darf dies im "Freien Fahrt-Modus". Gleichzeitig haben die Missionen mitunter Checkpoints, die insbesondere an den Stellen zu finden sind, in denen das Spiel von Fahr- zum Ballerabschnitt wechselt. Wem das auf die Dauer zu schwer ist, oder wer den Undercovermodus durchgespielt hat, was je nach Können und Glück ( Mehr dazu später) nach vielleicht 15 Stunden durchgespielt hat, kann sich auch so noch in den Städten vergnügen. Da wäre zum einen der Modus "Freie Fahrt". Hier kann der Spieler einfach nach Herzenslust in den drei Städten zu unterschiedlichen Tageszeiten herumfahren und für Chaos auf den Straßen sorgen. Dazu gibt es noch eine Reihe an Fahrspielen. Im der Verfolgungsjagd muss man innerhalb einer knappen Zeitspanne den Gegner zu Schrott verarbeiten und kann während der Fahrt auf diesen Feuern. Wie bei allen Verfolgungen darf der Gegner keinen zu großen Vorsprung haben. Bei "Nichts wie weg" muss man selber innerhalb des Zeitlimits den Gegner abschütteln. Trail Blazer ist ein Spielchen, in dem es gilt, eine bestimmte Strecke möglichst fehlerfrei abzufahren und dabei alle Hüttchen zu berühren, für die es jeweils eine Bonussekunde gibt. Läuft die Zeit dennoch ab, hat man verloren. Als Variante gibt es auch noch das Tor-Rennen, in dem man jeweils zwischen zwei Hüttchen durchfahren muss. Beim "Checkpoint-Rennen" sind es einige Stellen in der Stadt, die es zu passieren gilt. Angezeigt werden diese Stellen durch ein "rotes Dreieck", wie man es auch aus dem Undercovermodus als Zielmarkierung kennt. Leider hat man jedoch, bevor man den Checkpoint erreicht, keinerlei Ahnung in welcher Richtung sich der nächste befindet. Somit man muss man erst einige Male fahren, um die günstigste Route zu finden. Jedes Spiel kann man mit Varianten 1 / 2 in den drei Städten fahren.

Durchwachsene Steuerung

Bis man jedoch überhaupt im Spiel ist und sich an den Missionen versuchen kann, vergeht jedoch einige Zeit- und das nicht wegen einer Fahrprüfung, wie in Driver 1. Allein schon der Start des Spiels ist für PC Spieler Streß pur. Neben den bekannten Einblendungen von Startlogos/Videos geht es danach in bester Konsolenmanier weiter. Zuerst muss bei jedem Spielstart die Sprache ausgewählt und mit Enter bestätigt werden. Damit man das Spiel nun beginnen kann, darf man - wie auf dem Schirm steht - noch mal Enter drücken. Dadurch gelangt man zur Profilauswahl. Hier ein Druck auf Enter, damit man ein Profil laden kann, dann ggf. mit den Pfeiltasten das Profil (Sollte man mehr als eins haben) auswählen und wieder Enter drücken. Es kann ja gut sein, dass man sich vertan hat und deswegen gibt es gleich darauf noch eine Sicherheitsabfrage, ob man das Profil wirklich laden will. Also Pfeiltaste nach oben und Enter gedrückt. Kurz darauf kommt eine Meldung, dass das Profil geladen wurde und man doch… "Enter" drücken soll. Selbst wenn man nur ein Profil hat, so darf man diese Prozedur beim Start jeweils über sich ergehen lassen. Doch damit sind noch gar nicht alle Starthindernisse überwunden. Es gilt, sich am Anfang erst mal genauestens mit der Steuerung zu befassen. Die Steuerung ist insgesamt nicht komplizierter als bei GTA, doch bei der Portierung schaffte man es, diese auf möglichst viele und ungünstigste Tasten zu legen. Ist man beispielsweise zu Fuß unterwegs, so bietet sich eine Steuerung mit Maus/ Tastatur an. Nur, wie kann man da auf die Idee kommen z. B. in Fahrzeuge einsteigen auf "E" zu legen und "Aktion" auf "0" auf dem Nummernblock? Wäre ja alles nicht so wild, wenn man dies schnell beheben könnte. Da man aber dies mitunter erst durch ausprobieren bzw. in den Missionen genau anpassen kann/ möchte, sollte man dies auch im Spiel können. Geht aber nicht. Dazu muss erst die laufende Mission beendet werden und erst dann kann man dies im Hauptmenü des Spiels ändern. Bei der Fahrzeugsteuerung hat sich herausgestellt, dass sich dies deutlich besser mit Gamepad steuern lässt. Die Fahrzeuge sind nicht so "benutzerfreundlich" wie in GTA, sondern etwas schwammig / schaukelig. Ärgerlich ist an der Stelle, dass manche Missionsabschnitte, in denen man z. B. jemanden verfolgen soll, außerhalb des Fahrzeugs starten. Da sich die Tastatur für Fußpassagen und das Pad für Fahrzeuge anbieten, ist ein ständiges Hantieren bei solchen Starts nötig, denn man möchte ja auch möglichst fix losfahren. Abgesehen von den erschreckenden Animationsphasen der Charaktere, ist die Shootersteuerung mit Maus nicht sonderlich schwer und die KI stellt sowieso keine Bedrohung dar. Die Gegner machen genau das, was ein Script ihnen sagt. Also entweder sie laufen an eine bestimmte Stelle oder bleiben einfach stehen. Da man die Gegner eher angreifen kann, als diese auf einen reagieren, kann man sich ganz langsam an viele heranschleichen, bis das Fadenkreuz bei ca. 20 m rot aufleuchtet und sie so in aller Ruhe beseitigen. Außerdem sollte man tunlichst die Finger von der Option "Auto-Zielen" lassen. So schön es auf der einen Seite ist, wenn sich das Fadenkreuz recht fix auf Gegner ausgerichtet und rot aufleuchtet, ist dies jedoch keine Treffergarantie. Laufend kommt es vor, dass bei ungünstigen Winkeln die Munition lediglich in Brüstungen, Geländer oder Wände abgegeben wird. Zwei Pixel weiter hoch und man würde treffen, doch die Automatik ist da dann ganz stur. In den Missionen zeigen einem große Infobalken, wie stark das Fahrzeug beschädigt ist, wie es mit dem Fahndungslevel aussieht (Wobei man in erstaunlich wenig Missionen überhaupt Polizei auf den Straßen sieht) und die aktuelle Gesundheit. Eine Karte zeigt außerdem das Straßennetz und den Weg zum nächsten Ziel. Im Menü (ESC) kann man sich außerdem jederzeit eine Karte der gesamten Stadt ansehen. Was jedoch viele sicherlich schmerzlich vermissen werden, ist ein Distanzanzeiger bei der Gegnerverfolgung. Insbesondere auch, da hier die Programmierer extrem willkürlich vorgegangen sind. Mal reichen schon 20m und die Meldung "Gegner verloren" wird eingeblendet, obwohl man ihn noch auf dem Schirm hat. Insbesondere dieser sehr knappe Abstand und das perfekte Abfahren ihrer Strecken mit einigen "Entscheidungspunkten", machen die Missionen sehr schwer. Neben der Möglichkeit u.a. im Spiel die Sprache zu wechseln, kann man auch jede Mission bzw. "Freie Fahrt" aufzeichnen oder auf Wunsch auch erst noch schneiden und unterschiedliche Kamerawinkel einbauen. Eine schöne Spielerei von so mancher harten Mission eine Erinnerung zu haben.

Grafik & Sound

Wenn man das erste Mal Driv3r startet und das schöne Einleitungsvideo sieht und danach in die Spielgrafik umgeblendet wird, erlebt man einen kleinen Schock, wie groß der Unterschied ist. Die Städte/ Gebäude werden mit extrem wenig Polygonen, Details und schwachen Texturen präsentiert. In nächtlichen Missionen fällt dies weniger auf als am Tag, doch vom Detailgrad und für eine PC Version ist es mehr als dürftig. Da ist man schon sehr dicht am Gebäude und plötzlich poppen einige Details auf und eine bessere Textur ist zu sehen. Auch auf den Straßen ist nicht gerade viel los und springt man über einen kleinen Hügel, kann es gut sein, dass man genau auf einem Fahrzeug landet, das vom Programm dort urplötzlich eingefügt wird, und mitunter erscheint auf recht kurzer Distanz plötzlich ein neues dirket vor dem eigenen. Solche Sachen sollten doch per Distanzregler in den Optionen eigentlich individuell regulierbar sein. So schön es aussieht, wenn die Fahrzeuge nach und nach demoliert werden, Motorhauben wegfliegen, Türen klappern und die Karosserie lauter Dellen hat, ist die Physikengine weniger gelungen. Autos überschlagen sich bei einem simplen Auffahrunfall oder fliegen meterhoch in die Luft. Wäre ja alles noch irgendwie spaßig, aber ganz ärgerlich fallen die festen Hindernisse auf. Am Straßenrand gibt es mitunter lauter feste Objekte wie Laternenpfähle, in denen schon eine Kollision zum Restart der Mission zwingt. Man íst immer verunsichert, welches Hindernis nun mal nachgibt und welches nicht. Auf der anderen Seite kann man so natürlich auch mit einer dünnen Lichtsäule einen LKW stoppen. Insgesamt war die FPS-Rate beim Testen durchweg im hohen zweistelligen Bereich, lediglich beim Fahren mit den Booten gab es erhebliche Einbrüche, wenn man erstmalig Gas gibt. Ohne Patch 2 gab es insbesondere im späteren Verlauf des Spiels deutlich Probleme mit den Schatten, was inzwischen besser geworden ist, wenn auch noch längst nicht perfekt. Immer wieder findet man mal einen Texturfehler oder aber beim Einsteigen in einen LKW stieg der Fahrer über das Dach aus und fiel dann auf den Boden. Wer nicht mit der eher durchschnittlichen deutschen Sprachausgabe leben will, kann auch zum englischen Original greifen, was jedoch stellenweise auch nicht so ganz gelungen ist. Auch die Sounds für Waffen, Kämpfe und die immer stärker in Mitleidenschaft gezogenen Fahrzeuge sind nicht besonders überragend. Die Musik ist da noch das Highlight und kommt insbesondere in den Zwischensequenzen aber auch stellenweise in einigen actionreicheren Stellen des Spiels sehr gut zur Geltung.

Meinung

Ganz 9 Monate war Zeit für eine anständige Umsetzung für den PC mit der Möglichkeit, einige der Mankos in Driv3r zu beseitigen. Doch leider kann das Spiel stellenweise überhaupt nicht überzeugen. Umständlicher Start, langwierige Steuerkonfiguration und selbst mit Pad, Maus & Tastatur ist es nie optimal spielbar. Doch daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Dann kann man die Story genießen und sich an den abwechslungsreichen Missionen freuen. Nur leider sind die Shooterabschnitte öde und die KI mehr als dumm, dazu ist der Schwierigkeitsgrad der Fahrabschnitte überwiegend nur was für Profis. Verfolgungen werden leider zum Glücksspiel und ein dummer Fahrfehler bedeutet meist Neustart. Mit schwacher Grafik könnte man leben, aber nicht mit Grafikfehlern, aufpoppenden Fahrzeugen und lauter Hindernissen am Fahrbahnrand. Da kann man auch noch 2-3 Monate auf San Andreas warten oder greift als Einsteiger zu GTA. Das spielt sich insgesamt deutlich runder.


Geschrieben am 07.04.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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