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Doom 3: R.of Evil  

Rückseite ]

Info
Autor 2
 2
 1.5
 2
Gesamt (51 votes) 2+
 1.8
 1.3
 2.2
Name:Doom 3: Resurrection of Evil
Genre: Egoshooter
Produkt: Add-On
Release: 2005/04
Publisher: Activision
Entwickler: Nerve Software
Offiz. Sites: Game
Links: planetdoom.com
Hardware: 1.5Ghz, 384MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 2200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Englisch
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: (amBX Unterstützung)
USK: keine
Doom 3: Resurrection of Evil (review von nali_warcow)

Als Doom 3 im August 2004 nach langer Wartezeit endlich erschien, scheideten sich die Geister. Auf der einen Seite sehr schöne Schatten- und Lichteffekte und auf der anderen Seite Gameplay von 1992, was für manche dann doch etwas zu vorhersehbar und eintönig war. Außerdem befand sich der Mehrspielermodus in den Anfängen und lediglich kleine Games mit 4 Spielern waren möglich. Knapp 8 Monate später erscheint das inzwischen fast schon bei Spielen obligatorische AddOn. Das allerdings nicht von ID, sondern von Nerve Software entwickelt wurde. Wie sich dies auf die Entwicklung des AddOn ausgewirkt hat, soll das folgende Review klären.

Wie inzwischen bekannt wurde, wird das AddOn erstaunlicherweise nicht "offiziell" in Deutschland erscheinen, was doch sehr erstaunlich ist, da der Vorgänger eine 18er Freigabe erhalten hat und das AddOn wenig bis gar nichts anders macht. Somit wird man das Spiel in Deutschland zwar nicht in den großen Kaufhausketten finden, aber als Spieler müsste man sowieso Volljährig sein und da kann man sich auch an den Importhändler seines Vertrauens wenden.

Das AddOn kommt platzsparend auf einer CD raus und begnügt sich mit recht bescheidenen 630 MB auf der Platte. Vor der Installation des AddOn muss jedoch erst Patch 1.2 installiert werden, der sich jedoch auf der Disk befindet. Erfreulicherweise braucht man danach keine CD, um das Spiel zu starten. Sollte jedoch eine dauerhafte Internetverbindung bestehen, so wird der CD Key beim Spielstart überprüft. Im Spielverlauf traten keinerlei Bugs oder sonstige Hardwareprobleme auf.

Mal wieder was vergessen…

Seitdem der Spieler in den Geschehnisse von Doom 3 die Pforte zur Hölle und die unterirdische Ausgrabungsstätte durchschritten hat, sind zwei Jahre vergangen. Doch vor einigen Monaten hat ein Satellit auf der aufgegebenen Marsstation ein seltsames Signal aufgefangen. Dies kommt jedoch nicht vom bekannten Komplex, sondern von einer fast vergessenen älteren Basis. Unter Leitung von Dr. Elizabeth McNeil untersucht ein Trupp Marines die Quelle der Signale etwas genauer. Wie es jedoch passieren musste, so steckt der Trupp bald in Schwierigkeiten, nachdem ein altes, merkwürdiges Artefakt gefunden wurde. Die Pforten zur Hölle haben sich erneut geöffnet und jemand hat noch eine alte Rechnung zu begleichen. Nun liegt es wieder am Spieler, diese Forschungsanlagen nicht nur lebend zu verlassen, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Ausgeburten der Hölle sich nicht wieder auf der verlassenen Marsstation breit machen. Nicht nur allerlei Waffen helfen dabei die Monster zu beseitigen, sondern auch das mysteriöse Artefakt.

Zwischen Actionfeuerwerk und Herzkasper

Allein vor dem Rechner, der Raum ist abgedunkelt und die Boxen aufgedreht. Es kann losgehen mit der Horrorpartie des AddOns. Der Lift des letzten Abschnitts führt in den nächsten Level. Sehr ungewöhnlich für Doom stockt der Lift plötzlich, dann wird es schlagartig dunkel. Während man schnell noch die Taste für die Taschenlampe drücken will, hört man auch schon die ersten Schreie und vorbeihuschende Gegner ausserhalb des Fahrstuhls. Vorsichtig geht es hinaus. Ein Blick links, rechts und nach oben. Alles frei. Vorsichtig schaut man sich im recht düsteren Bereich um. Während im Hintergrund irgendwelche Maschinen dumpf dröhnen, hat man zwei mögliche Wege erkannt. Zum einen könnte man unter dem fast heruntergefallenen Schrott hindurchklettern oder man schaut nach, wo die kleine Seitentreppe an den Wänden des Raumes hinführt. Über das wacklige Metallgerüst geht es dann nach oben. Schon auf dem ersten Absatz zuckt man zusammen, als ein metallisches Knarren dafür sorgt, dass es einem durch Mark Euro und Bein fährt. Man sucht schnell fieberhaft den Raum ab, sieht jedoch keinen Gegner. Sehr verunsichert wagt man sich weiter voran. Die Schritte des Spielers sind deutlich zu hören, man vermutet fast, dass der Gegner nur darauf lauert, dass man eine bestimmte Stelle überschreitet. Schließlich erreicht man einen kleinen Umkleideraum und nähert sich vorsichtig der Tür, die auch schon bald mit einem Zischen aufspringt. Während man ganz sicher ist, dass sich hier ein Gegner versteckt, öffnet sich mit einem Knall plötzlich die Tür eines Umkleideschrankes und ein sehr verängstigter Arbeiter stottert einige Worte. Doch viel Beachtung schenkt man diesem nicht, denn von draußen sind Geräusche wahrzunehmen. Noch schnell die Infos vom PDA einsammeln und dann weg von hier, bevor noch was passiert. Doch es musste ja so kommen, kaum nähert man sich dem Ausgang, wird das Bild kurzzeitig rötlich und nun ist man ganz sicher, hier ist entweder ein Gegner im Raum oder kommt die Treppe hoch. Schnell geht es raus und man wendet sich den kleinen Laufsteg nach links zu. Reingefallen! Der Spieler zuckt zusammen, als er urplötzlich vom Gegner, der sich einen Weg rechts an den Säulen hoch und über das Geländer gesucht hat, angegriffen wird. Nach diesem Schock sind die beiden weiteren folgenden Gegner an der Treppe kein so großer Schreck mehr. Um so mehr zuckt man dafür wieder zusammen, als das große Tor ein Stück runterrutscht, kurz bevor man es erreicht. Gerne möchte man wissen, wie es weitergeht. Doch erst muss die Maus vom Schweiß befreit werden und die Schachtel Beruhigungstabletten ist auch schon wieder alle.

Doom bleibt Doom

Nach einem kleinen Intro, das zeigt, wie die Marines das Artefakt finden, geht es dann auch bald ordentlich zur Sache. Im Gegensatz zum Hauptspiel erlebt der Spieler nicht erst einen ruhigen Rundgang durch 2 Maps, sondern Action und Horror beginnen wenige Augenblicke später in Form der ersten düsteren Vision, die das Bild kurzzeitig in rötlichem Licht und bizarren Szenen wie schwimmenden Leichen erscheinen lassen. Ganze zwölf düstere Maps gilt es unbeschadet zu durchschreiten, will man den neuen Endboss des AddOns besiegen. Doch dies ist alles andere als ein leichtes Unterfangen. Dabei startet das AddOn mit den neuen fliegenden Köpfen, auch Forgotten genannt, noch recht gemächlich. Der Spieler kämpft sich durch die Ausgrabungsstätte Erebust, durch die dortigen Laboratorien, chemisch verseuchte Abwässer, darf kurzzeitige Abstecher über die Planetenoberfläche von einer Luftschleuse zur nächsten bis hin zu den Phobs-Labs mit einer Monorailfahrt veranstalten und schließlich zu einem weiteren Abstecher in die Hölle. Insbesondere Kritikern des Hauptspiels sollte dabei die doch insgesamt bessere Levelgestaltung sehr positiv auffallen. Zwar ist im Grunde das Gameplay gleichgeblieben und der Spieler ballert sich durch recht lineare Abschnitte. Es gilt einfach nur den Levelausgang zu erreichen, was im AddOn aber deutlich atmosphärischer gelungen ist. Die Gegner tauchen sehr viel öfter wirklich überraschend auf und nicht ganz so streng nach dem Muster "Tür auf" und plötzlich Gegnerhorden von vorne und hinten. Es sind etwas weniger Gegner, dafür aber mitunter recht gut platziert. Da klettert die neue Variante der Imps über die Brüstung hoch, kommt aus einem Loch oder teleportiert sich herbei. Aber es gibt auch Stellen, in denen man nur etwas hört bzw. sieht und erst mal nicht gleich etwas passiert. Wer das AddOn, wie auch schon das Hauptspiel, möglichst Abends/ Nachts im dunklen Raum und mit EAX Hardware spielt, bekommt einen wunderbaren Grusel-Horror-Shooter. Neben kleinen Spielereien wie Spielautomaten, auf denen man die unterschiedlichsten Minispielchen (z. B. Breakout) zocken kann; gibt es auch einige Zwischensequenzen, die die Handlung im Gegensatz zum Hautpspiel auch über Level 2 hinaustragen. Dazu kommen in den zwölf Leveln, wovon man einen Abschnitt doppelt durchqueren muss, auch einige sehr eindrucksvolle, spannende und knifflige Bosskämpfe. Der Schwierigkeitsgrad des AddOns ist am Anfang noch recht gering, steigt dann aber stetig und immer weiter an bis zu einer sehr kniffligen Szene kurz vor dem Ende. Die Bossfights sind dabei jeweils eine Stufe schwerer und der Spieler sollte schon das Hauptspiel gemeistert haben, wenn man an den harten Brocken später nicht scheitern will. Insbesondere in diesen Kämpfen kommt die Gravitationswaffe ins Spiel. Ähnlich wie in Half Life 2 lassen sich damit Objekte herumwerfen. Doom 3 bietet damit jedoch die sehr interessante Möglichkeit, auch Geschosse zu "fangen" und dann auf den Gegner zu schleudern. Hier muss man recht fix sein, da sich die Sachen zwar leicht fangen lassen, aber wenn man dann damit z. B. den pulsierenden Feuerball hält und neben Rauch, einer "Raumkrümmung" und andern Effekten das Sichtfeld sehr stark verdeckt wird, dann ist das Zurückwerfen so eine Sache. Da sollte sich der Gegner möglichst nicht bewegen, zudem kann man Objekte nicht lange halten. Der Umgang hiermit will also gelernt sein. Wie man jedoch schon recht bald feststellen wird, ist diese Waffe nicht nur für Zwischengegner eine Musswaffe, sondern auch so mancher andere Gegner wird damit deutlich leichter. Selbst der große Cacodemon oder die neuen Bruiser (Gegner mit Raketenwerfern an den Armen) sind damit schnell erledigt. Reicht dies allein noch nicht aus, so kann der Spieler auch noch auf das mysteriöse Artefakt zurückgreifen. Dies ermöglicht kurzzeitig die Zeit zu verlangsamen und später auch gleichzeitig mehr Schaden anzurichten. Gerade in hitzigen Gefechten ist es somit deutlich einfacher, die Geschosse des Gegners abzufangen oder gar durch Fallen zu schlüpfen. Im Gegensatz zum Soul Cube aus Doom 3 wird das Artefakt nicht einfach durch das Killen von Gegnern aufgefüllt, sondern man muss damit Leichen aufsammeln, die von einem Schimmern umgeben sind. Hier macht sich nun das automatische Auflösen der Leichen etwas negativ bemerkbar und man ist somit immer auf "Munition" angewiesen, die die Designer in Form von "festen" Leichen in den Leveln platziert haben. Doch davon findet man sogar recht viele, so dass das Artefakt regelmäßig benutzt werden kann, allerdings auf der anderen Seite auch leider ausschließt, dass man dies im Hauptspiel benützen könnte. Leider ist die Handhabung auch etwas umständlich, da man das Artefakt zum Aufsammeln von bis zu drei Leichen bzw. zur Aktivierung hervorholen muss. Entschädigt wird man dafür jedoch durch eine wunderbare grafische Darstellung. Anfangs hält der Spieler dieses "pulsierende Objekt", was ein dämonisches Herz sein könnte, in den normalen Händen, die sich jedoch schon bald im Aussehen deutlich ändern und die Spielerhand "bösartiger" erscheinen lässt. Wie auch schon Doom 3, so ist das AddOn grafisch eine Augenweide. Schönste Lichteffekte und extrem stimmig Level erfreuen das Auge. Die neuen Dämonen wurden sehr gut gestaltet und bewegen sich extrem geschmeidig. Lediglich die recht wenigen Polygonen sind geblieben und fallen insbesondere bei Köpfen unangenehm auf. Wer Doom 3 spielen konnte wird auch das AddOn problemlos zocken können. Nach etwa 10 Stunden ist der Spuk der Storymissionen vorbei, doch in diesen 10 Stunden wird man bestens unterhalten ohne Längen vorzufinden.

Nicht ganz so viel hat sich im Mehrspielermodus getan. Dieser war in Doom 3 lediglich für vier Spieler ausgelegt, konnte zwar manuell auch für mehr Spieler gestartet werden, doch wirklich gut spielbar war er nicht und auch der Rest des Mehrspielermodus blieb deutlich hinter dem zurück, was ID nach Quake 3 eigentlich hätte leisten können. Mit dem AddOn wurde nun die Spieleranzahl offiziell auf acht Spieler angehoben. Außerdem gibt es einen Capture the Flad Modus von Threewave Software, die auch schon für die Quake Serie einen CTF Modus veröffentlichten und bei Spielen wie Return to Castle Wolfenstein und Jedi Academy am Muliplay mitwirkten. Doch sehr viel ist in Doom 3 daraus nicht geworden. Vier nicht sonderlich spektakuläre, symmetrische Maps gibt es mit dem AddOn und auch der Deathmatchmodus bekommt vier Karten, die sich an Schauplätzen aus dem AddOn orientieren. Ansonsten hat sich nicht sonderlich viel im Mehrspielermodus getan. Die Pings sind alles andere als gut spielbar (ab 170 aufwärts) und für Gelegenheitsspieler, zum Einstieg bzw. für kleine LANs fehlen Bots. Die Grav-Gun bzw. , das Artefakt sind im MP Modus nicht nutzbar.

Meinung

So ganz war ich von Doom 3 seinerzeit nicht überzeugt. Es hatte sicherlich schöne Grafik und war kein kurzes Spiel. Doch so richtig wollte es mich nicht schocken. Zu vorhersehbar die Gegner und zu eintönig das Leveldesign. Recht skeptisch war ich daher auch beim AddOn, wurde dann jedoch schon recht bald eines Besseren belehrt. Das AddOn hat mich schon nach wenigen Augenblicken gepackt und fesselte bis zum Ende. Die Gegner waren gut platziert, es gab schöne Schockmomente bzw. Augenblicke, in denen mal nichts passierte und die Level waren wunderbar abwechslungsreich. Schade sind natürlich noch immer die recht kurzen Passagen auf der Planetenoberfläche, doch dafür entschädigen die Grav-Gun oder das Artefakt. Es macht extrem viel Spaß die Geschosse zurückzuschicken oder damit den Kampf gegen die sehr gelungenen Zwischengegner zu bestreiten. Selbst Leute, die von Doom 3 nicht so ganz überzeugt waren, können einen Blick ins AddOn wagen, allerdings gilt dies lediglich für den Singleplay-Modus. Im Multiplay hat sich zu wenig getan und es gibt einfach bessere Alternativen auf dem Markt. Daher bleibt es letzten Endes eine Preisfrage, ob man etwa 30€ für 10 Stunden Einzespieler-Spaß ausgeben will. Wer Doom 3 noch nicht hat, der sollte auf jeden Fall noch etwas warten, da es das Hauptspiel inklusive AddOn sicherlich bald in einer Gold oder "sonst-was-Edition" in absehbarer Zeit beim freundlichen Importhändler geben wird.


Geschrieben am 10.04.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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