yiya.de / reviews
Walkthrus..
Interviews
Specials
Reviews von A-Z
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

D-Day
DS9 - The Fallen
Daemonica
Daikatana
Dark Age of Camelot
Dark Age of Camelot C.
Dark Age of Camelot DR
Dark Age of Camelot SI
Dark Age of Camelot TA
Dark Messiah
Dark Sector
Dark Void
Darkened Skye
Darksiders
Dawn of Magic
Dead Space
Deadly Creatures
Demon Stone
Deponia
Desert Thunder
Desperados 2
Destroy all Humans
Deus Ex
Deus Ex: Human Revol.
DeusEx 2 - Invisible War
Devastation
Diablo 2
Diablo 2: LoD
Die Hard - Vendetta
Dino Crisis
Dino Crisis 3
Disaster - Day of Crisis
Divine Divinity
Divinity 2:Ego Draconis
Domination
Doom 3
Doom 3: R.of Evil
Dr. Jekyll & Mr. Hyde
Dragon Quest 8
Dragon Riders
Dragons Lair 3D
Drakensang
Dreamfall
Driv3r
Duke Nukem MP
Dune
Dungeon Keeper
Dungeon Lords
Dungeon Siege
Dungeons&Dragons - H.
Domination  

Rückseite ]

Info
Autor 2+
 1
 2.5
 2
Gesamt (6 votes) 1
 1.1
 2.5
 2.4
Name:Domination - Phantom Renaissance
Genre: Runden-Strategie
Produkt: Vollversion
Release: 2004/05
Publisher: Dreamcatcher
Entwickler: Wargaming.net
Hardware: 800Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet/ Hot-Seat
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Patch: 2.0.164
USK: 12
Domination - Phantom Renaissance (review von nali_warcow)

Im Zuge des immer größeren Massenmarktes und insbesondere auf dem PC durch die Konzentration auf einige wenige Genres wird heutzutage kaum noch ein Spieler etwas mit dem Begriff Rundenstrategie anfangen können. Während in den heutigen Strategiespielen wie WarCraft 3, Schlacht um Mittelerde oder Rise of Nations neben der effektreichen Grafik jede Sekunde zählt und ein Fehlklick über Sieg und Niederlage entscheidet, geht es auch deutlich gemütlicher. Nachdem Massive Assault vom Entwickler WarGaming.net eine ganze Weile gebraucht hat und erst vor einiger Zeit mit über einem Jahr Verspätung in Deutschland veröffentlicht wurde, steht inzwischen der Nachfolger "Domination: Phantom Renaissance" auch in Deutscland pünktlich in den Regalen. Wieso ein Rundenstrategiespiel in Zeiten von Grafiktiteln wie Schlacht um Mittelerde oder dem kommenden Earth 2160 Spaß macht, soll das folgende Review zeigen.

Ausgeliefert wird das Spiel in der Standard-DVD-Verpackung. Die beiden Spiel CDs liegen glücklicherweise nicht gestapelt in der Box, sondern haben jeweils eine eigene Fixierung. Dazu gibt es ein leider recht dünnes Handbuch. Darin werden zwar die wichtigsten Grundlagen gut erklärt, doch zumindest einige Grafiken oder Abbildungen zu dem, was gerade beschrieben wird, wären nicht schlecht gewesen. Gut 1,5 GB wird für die Installation benötigt. Dazu sollte man jedoch - gerade bei der deutschen Version - zwingend die ersten beiden Updates installieren. Dadurch werden nicht nur einige ärgerliche Desktopcrashs behoben, sondern auch fehlerhafte Sounddateien ersetzt, die ansonsten immer wieder "rauschen" im Sound verursachten.

An der Story-Front wenig Neues

Wer den Vorgänger Massive Assault gespielt hat weiß schon gleich beim Titel des Nachfolger worum es geht. Lieferten sich die beiden Fraktionen "Union der Freien Nationen" und die "Phantom League" einen erbittert Kampf, schien es eigentlich beendet. Zumindest schien es so, dass die Freien Nationen den Sieg errungen hätten. Doch da hatten sich fast alle etwas zu früh gefreut. So leicht gab die League nicht auf und schon kurze Zeit später zeigt sich, dass der Widerstand noch extrem stark und schlagkräftig ist. Mit neuen Waffen und Technologien griffen diese die Union an. Das Blatt des Sieges hat sich zu einem Kampf um die letzte Möglichkeit gewendet…. Diese Hintergrundgeschichte ist jedoch im Spiel überwiegend nur ein nettes Beiwerk. Zwar wird in den Feldzügen durch Textfenster und der Verknüpfung der Missionen die Handlung etwas weitergesponnen und der Kampf der Union gegen die League nähergebracht, doch im Großen und Ganzen läuft es einfach darauf hinaus, dass sich auf den Karten zwei Parteien gegenüberstehen. Das mag nun zwar nicht gerade sehr "doll" klingen und mit einem WarCraft 3 kann sich Domination auch in keiner Weise in Sachen Story messen, doch mich hat dies gar nicht sonderlich gestört. Mag wohl auch daran gelegen haben, dass ich keine umfangreiche Handlung erwartet habe.

Wie ein Schachspiel in freier Natur

"Was ist Rundenstrategie? ", werden sich einige Fragen. Das ist eigentlich ganz einfach erklärt. Es ist wie ein ganz normales Echtzeitstrategiespiel, nur hat der Spieler alle Zeit der Welt und befehligt jede Einheit einzeln. Klar sollte dabei natürlich sein, dass man eine Einheit nicht in einem Zug vom "Start" bis zum "Ziel" bekommt. Hier hat jede Einheit Beschränkungen in der Reichweite und den Aktionsmöglichkeiten. Es kommt also nicht darauf an, dass ein wilder Kampf entbrennt, sondern die Einheiten - vergleichbar mit Schach - taktisch klug genutzt werden. Ein Panzer mit fünf Lebenspunkten in Mitten eines Rudels aus leichten Fahrzeugen ist da schon eine leichte Beute für diese. Der Panzer selber kann keine Einheit in einem Zug vernichten, sondern richtet lediglich zwei Schadenspunkte an. Die leichten Fahrzeuge richten vielleicht nur einen an und könnten aber in einer ausreichend großen Gruppe den Panzer in einem Zug beseitigen. Vielleicht wäre es da klüger den Panzer zurückzuziehen, so dass der Gegner ins Feindesland kommen muss und dadurch Guerillatruppen ausgehoben werden. Auf der anderen Seite könnte man ja z. B. auch mit Langstreckenwaffen die Gegner dezimieren und Luftunterstützung einsetzen oder aber man zwingt den Gegner zum Handeln, indem man ihn von der anderen Seite angreift, oder… Man sieht schon, bei Rundenstrategiespielen sollte man etwas länger als 'ne Sekunde überlegen, bevor man agiert. Hier steht man nicht unter Zeitdruck. Erst wenn man selber mit allen Zügen zufrieden ist, gibt man die Kontrolle ab und der Gegner ist an der Reihe.

Rundenstrategie im Detail

Der Einstieg ins Spiel ist einfach und es geht wunderbar flott von der Hand. Schwieriger wird es jedoch, das komplexe System dahinter näher zu bringen, wenn man dies in einem Text versuchen möchte.

The Basics: Wie schon geschrieben handelt es sich um ein Rundenstrategiespiel. Das bedeutet, der Spieler steht nicht unter Zeitdruck. Ganz in Ruhe kann man die Situation analysieren und danach können alle Einheiten bewegt werden und ggf. auf Gegner in Reichweite feuern. Können Panzer beispielsweise nur Gegner in unmittelbarer Reichweite angreifen, so feuert die Artillerie über ganze Truppenverbände hinweg. Außerdem muss man bei der Planung immer die Reihenfolge beachten. Innerhalb einer Runde kann eine Einheit bewegt werden und feuern, allerdings kann eine Einheit nach einem Angriff nicht mehr bewegt werden. Während Ziele, die die Einheit angreifen kann, in einem roten Kreis liegen müssen, so wird beim Bewegen durch entsprechend farblich aufleuchtende Punkte gezeigt, wohin eine Einheit gezogen werden kann. Dabei gilt es die unterschiedlichen Terrains und Einheiteneigenschaften zu beachten. Auf Wüsten oder in Wäldern werden Einheiten stark ausgebremst, auf Straßen in Transportern geht es dafür schneller voran. So kann beispielsweise ein enger Zugang in einem Wüstengebiet mit einigen Einheiten mit großer Reichweite leicht gehalten werden, wenn der Gegner nicht geschickt vorgeht. Hat man schließlich alle Einheiten so befehligt, wie man möchte, dann erst beendet der Spieler die aktuelle Runde und der andere Spieler ist dran.

Einkünfte und neue Einheiten: Im Spiel wird kein Rohstoff abgebaut und bis auf einige Szenarien gibt es auch keinen automatischen Nachschub. Das Schlachtfeld in Domination ist in mehrere Länder aufgeteilt. So lange keine feindliche Einheit im Land ist, generiert ein Land Einkünfte pro Runde. Je nach Wirtschaftskraft des Landes sind dies 2 bis 4 $ pro Runde. Von diesem Geld können dann neue Einheiten gekauft werden. Zum einen ist dabei zu beachten, dass man Einheiten erst nach der Kampfphase kaufen kann. D.h., die neu gekauften Einheiten können erst in der nächsten Runde eventuelle Feinde angreifen und außerdem können gekaufte Einheiten ganz nach Belieben frei im jeweiligen Land platziert werden. Die Einheiten müssen nicht zwingend in der Nähe der Hauptstadt eines Landes platziert werden. Sollte man kein Geld oder nicht alles ausgeben wollen, so kann man dies auch für später sparen und sich so vielleicht eine teurere und stärkere Einheit nach mehreren Runden kaufen.

Erobern, Verteidigen und Befreien: Doch Domination bietet mehr als nur einige Scharmützel im Rundenmodus. Es fordert durch ein ausgeklügeltes Eroberungs- und Verteidigungsprinzip. So lange ein Spieler ein Land kontrolliert, gibt es pro Runde Geld für neue Einheiten, doch sobald auch nur ein Gegner im Land ist, muss gehandelt werden. Doch ein schneller Einfall mit wenigen und schwachen Einheiten bringt mitunter nichts. Sobald in ein Land einmarschiert wird, kann der andere Spieler in diesem Land Guerilla-Kämpfer rekrutieren. Das bedeutet je nach Wirtschaftskraft des Landes gibt es einen kleinen Geldbetrag, von dem einige Einheiten gekauft und beliebig im Land verteilt werden können. Zu bedenken ist außerdem noch, dass diese Guerillaphase nach der Kampfphase des Gegner erfolgt. Somit kann der andere Spieler zuerst diese zusätzlichen Einheiten aufstellen und gleich danach ist er mit der Kampfphase dran und kann alle Einheiten befehligen und angreifen. Ein Eindringen in ein Gebiet will somit sehr gut überlegt sein. Damit man die Kontrolle über das Land gewinnt und der erwirtschaftete Betrag in die eigene Kasse fliesst, müssen alle Gegner im Land beseitigt und gleichzeitig die Hauptstadt eingenommen werden. Es gilt somit den Gegner möglichst schon effektiv daran zu hindern, weit ins Land vorzustoßen oder gar eine Einheit in die Mitte der Hauptstadt zu bewegen. Die Handhabung zerstörter Einheiten leistet dabei jedoch die ein oder andere Hilfe. Sollte eine Einheit zerstört werden, so stellt sie zwar keine Gefahr mehr dar, doch erst nach der Runde werden die Trümmer vom Spielfeld entfernt. Platziert somit ein Spieler beispielsweise auch nur eine schwache Einheit in der Stadtmitte, so kann der Gegner nicht in einem Zug die Stadt einnehmen. Er braucht mindestens zwei Runden. In einer wird die Einheit vernichtet und in der nächsten könnte eine Einheit dorthin bewegt werden, wenn nicht wieder eine neue dasteht. So kann ein Spieler auch sehr leicht einen schmalen Zugang zu seinem Land verteidigen und genau an der Grenze schwache und billige Einheiten platzieren. So lange der Gegner auf der anderen Seite der Grenze ist, klingelt weiterhin die Kasse. Sollte dann das Gebiet eines anderen Spielers eingenommen sein, so gibt es einmalige Tributszahlung.

Geheime Verbündete und Neutrale Länder: Auf den Karten gibt es zwar eine ganze Reihe an Ländern, doch nicht alle Länder gehören den beiden Parteien/ Spielern. Hier gibt es auch einige, die mit dem Kampf eigentlich gar nichts am Hut haben. Dies sind sogenannte neutrale Länder. Doch aus den unterschiedlichsten Gründen kann es sein, dass ein Trupp neutrales Land betritt und sei es nur zum Durchqueren. In dem Fall wird dies als kriegerischer Akt gesehen und die Leute treffen immer die gleiche Entscheidung. Der andere Spieler bekommt die Kontrolle über das Land und kann hier nun - wie auch wenn der Gegner bei ihm einmarschiert - Guerillatruppen ausheben. Zwar reichen diese wenigen Einheiten meist nicht aus, einen Gegner wirklich zu bezwingen, doch da man ja die Kontrolle über das Land bekommen hat, so kann auch einen Teil der eigenen Truppe in das Land schicken, um die Stellung zu halten. Sollte man den Gegner aufhalten und er somit keine Truppen mehr in dem ehemals neutralen Land haben, so bekommt der Verteidiger dies inklusiver der rundenweisen Einnahmen. Versagt er, fällt dem Gegner das Land in die Hände. Doch auch wenn ein Land vom Schein her neutral ist, kann es für so manchen Eindringling eine unangenehme Überraschung geben. Mitunter handelt es sich ja auch um einen geheimen Verbündeten und da geheime Verbündete - wie schon der Name andeutet - geheim sind, weiß der andere Spieler nichts davon. Erst wenn dieser in das Land einmarschiert oder der Besitzer des Landes sich dazu entschließt, das Land zu enthüllen und somit dort Truppen aufzustellen, wird das wahre Bündnis für den anderen sichtbar.

Viele Spielmöglichkeiten

Auch wenn sich die Beschreibung der Gameplaymechanik etwas kompliziert liest, so ist sie es dennoch nicht. Nicht nur die Handhabung geht einfach von der Hand (mehr dazu später), zudem wird durch zehn Tutorials jedem Einsteiger einfach und verständlich das Spielprinzip nähergebracht. Angefangen bei den einfachen Kampfbewegungen und dem Rundenprinzip, ebenso wie eine gute Verteidigung Gegner aufhalten kann, Transportoperationen werden genauso exemplarisch gezeigt wie Invasion, Guerillas und Einkünfte. Ein Lob auch an die letzte Einführung, hier wird der Spieler behutsam an den Welteroberungsmodus herangeführt und die ersten Ländereien erobert. Dabei wird nicht nur gesagt, was der Spieler zu tun hat, sondern auch Fragen nach dem Warum und Wieso beantwortet, so dass der Spieler einen Einblick in die taktische Denkweise bekommt. Außer dem Tutorial stehen einige sehr unterschiedliche Spielmodi zur Auswahl.

Szenarien: Hier gibt es insgesamt 20 Szenarien, die der Spieler in beliebiger Reihenfolge absolvieren kann. Die Meisten davon sind auch nicht sonderlich lang und basieren weniger auf Eroberungen, sondern dem Lösen von Aufgabenstellungen. Da muss beispielsweise ein Trupp vom Gegnern eingekesselt werden, eine Stadt verteidigt werden oder es gilt einen Angriff von zwei Seiten zu überstehen. Mit den drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden werden sowohl Einsteiger als auch Profis recht gut klarkommen. Insbesondere die ersten Szenarien sind recht gute Erweiterungen zu den Tutorials, wo bekannte Sachen vertieft werden und die Situation auf dem Schlachtfeld nicht so komplex ist. Wie auch alle anderen Spieltypen, so spielen die Missionen auf den insgesamt zehn Welten in Domination. Nur eben an anderen Stellen unter anderen Bedingungen. Daher wird einem so manche Landschaft recht bekannt vorkommen.

Angriff: Dieser Modus beinhaltet leider nur vier Missionen, die durchweg für Tüftler designt wurden. Auf der Karte gibt es jeweils eine Reihe an Zielen, welche zerstört werden müssen. Außerdem hat der Gegner eine ganze Reihe an Verteidigungsanlagen und Einheiten. Dem Spieler selber wird ein Guthaben zur Verfügung gestellt und auf der Karte gibt es Landezonen. Hier kann man nun für das Geld Einheiten kaufen und an den unterschiedlichen Startpunkten platzieren. Ist dies geschehen, gibt es keinen weiteren Nachschub und in den nächsten 20 Runden gilt es das Missionsziel zu erreichen. Da ist Taktik und Ausprobieren gefragt. Konzentriert man seine Kräfte auf vielleicht ein oder zwei Landezonen oder greift man von allen Seiten an. Der eine Punkt liegt etwas abseits, beim anderen muss man über eine gut verteidigte Brücke und wieder ein anderer liegt vielleicht schon direkt im Feuerbereich feindlicher Einheiten. Auch mit den drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden keine leichte Aufgabe.

Feldzug: Die Feldzüge sind sozusagen der Storymodus von Domination. Wahlweise für die Phantom League oder die Union der Freien Nationen stürzt man sich hier ins Feld. Von der Story her sollte man - wie schon eingangs erwähnt - nicht zu viel erwarten. Wird diese doch nur durch Textfenster vorangetrieben und die Unterhaltungen sich mitunter doch recht locker zwischen Oberbefehlshaber und Soldat. *g* Aber wenigstens verbinden sie die Missionen einigermaßen grob miteinander. Im Laufe der Feldzüge gibt es jeweils immer auf einem Planeten, sprich einer Karte, eine oder mehrere Missionen zu bewältigen bis es zur nächsten Welt geht. So gilt es beispielsweise zuerst zwei Hauptstädte zu erobern, in der nächsten Mission muss die Stellung gehalten werden und danach eine kleine Insel erobert werden. Diese Missionen lassen sich insbesondere am Anfang recht gut mit den Szenarien vergleichen, werden dann jedoch immer komplexer. Zu Beginn stehen kurze Verteidigungsaufgaben auf dem Plan und später müssen auch Gebiete eingenommen und sich um Nachschub gekümmert werden. Insgesamt eigentlich eine sehr unterhaltsame Präsentation, leider hapert es jedoch an zwei kleinen Dingen. So ist zum einen der Schwierigkeitsgrad etwas unausgewogen und durch gescriptete Ereignisse passieren Sachen, die zwar überraschend aber mitunter sehr unfair sind. Da hilft es stellenweise nur genau zu wissen, wann was passiert. In einer Mission der Union gilt es eine Position zu halten und gleichzeitig mit einem Transporter um die Insel herum zu einem Ziel zu fahren und dies zu zerstören. Dummerweise will nicht nur die Verteidigung gelernt sein, sondern sobald man das Ziel erreicht hat, wird auch der Hafen im Startgebiet angegriffen und man hat keine Truppen da. Auf der einen Seite darf der Gegner die Verteidigungsstellung nicht einnehmen und auf der anderen braucht der Transporter viel zu lange, um die Einheiten vom anderen Ziel zurück zu bringen. Da es generell in den Missionen Helden gibt, die in einem Fahrzeug sitzen, wird es doppelt knifflig. So dürfen genau diese Einheiten nicht sterben, müssen aber meist verwendet werden, um überhaupt eine Chance zu haben. Dafür haben sie jedoch auch mehr Lebenspunkte, können eventuell weiter feuern oder teilen mehr Schaden aus. In diesem Spieltyp empfiehlt es sich daher unterschiedliche Spielstände anzulegen. Neben solchen Missionen, die man nur per Ausprobieren gewinnen kann, gibt es auch viele andere, die OK und gut zu schaffen sind. Aber es ist kein kontinuierlicher Anstieg im Schwierigkeitsgrad vorhanden.

Welteroberungsmodus: Dies ist sozusagen der freie Modus gegen die KI und das, was im Mehrspielermodus gespielt wird. Die insgesamt 10 Welten unterscheiden sich nicht nur vom Setting (Ödland, Eiswüste bis Dschungel), sondern sind auch sehr variabel in der Größe. Unterschiedliche Größen bedeuten natürlich auch unterschiedlich viele Länder und Hauptstädte. Während die Karten jedoch statisch sind, werden die Gebiete beim Spielstart immer neu verteilt. Auch wenn man also 20 Spiele auf der kleinen Welt gespielt hat, so sind diese jedoch immer anders. Vor dem Spiel kann lediglich konfiguriert werden, über wie viele Runden ein Land Geld abwirft und wie viele Verbündete ein Spieler hat. Beim Start bekommt dann jeder Spieler eine Reihe an Ländern unterschiedlicher Wirtschaftskraft. Allerdings weiß kein Spieler, welche Länder der andere hat. Los geht es dann mit der sogenannten Enthüllungsphase. Pro Enthüllungsphase kann immer ein Land enthüllt werden bzw. beim Start muss ein Land enthüllt werden. Doch schon gleich hier am Anfang sollte man mit Bedacht vorgehen, welches man nimmt. Will man dem Gegner zeigen, dass man z. B. ein besonders starkes Land hat oder lieber eine schwächere Region. Nur eine schwächere Region kann nicht nur weniger Truppen ausgeben (niedrige Länder bekommen 8$ für Einheiten, mittlere 12 und hohe 18$) und wie entscheidet man sich, wenn das Land an drei andere Länder angrenzt. Man weiß ja nur, welche Länder man selber hat und der Rest ist entweder ein Land des Gegner oder neutral. Wie sind die Zugänge zum Land und vielleicht kann man den Gegner auch in die Zange nehmen, wenn man nebenan noch ein zweites Land besitzt. Danach geht es im Rundenmodus weiter. Zuerst die Guerillaphase, sollte der Gegner irgendwo einmarschiert sein, dann die Kampfphase, danach folgt die Rekrutierungsphase, wo in allen enthüllten Ländern, in denen sich keine gegnerische Einheit befindet, neue Truppen ausgehoben werden können. Bevor der Gegner dann endlich dran ist, kommt noch die Enthüllungsphase am Ende der Runde, in der man, wenn man möchte, weitere Länder enthüllen und dort rekrutieren kann. Auch in diesem Modus kann man in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen, wobei man allerdings nicht zuviel Mitleid vom Computer erwarten sollte. Extrem leicht wird es einem nicht gemacht. Am Besten daher erst einige Szenarien spielen und sich dann an kleine Weltkriege heranwagen.

Karriere: Im Prinzip ist dies noch mal der Weltkriegsmodus. Allerdings spielt man hier nacheinander gegen immer stärkere CPU Gegner. Dazu gibt es außerdem "Boni", die vor einem Spiel jeweils ausgewählt werden können. So ist die Einheiten-Palette anfangs recht beschränkt und Artillerie oder schwere Bots müssen per Bonus mit ins Spiel gebracht werden. Außerdem kann man diese Boni Einheiten beispielsweise mit einem zusätzlichen Stärkepunkt versehen.

LAN, Internet und Hot-Set: Wahlweise abwechselnd vor einem Rechner, im LAN oder per Internet spielen jeweils zwei Spieler gegeneinander den Weltkriegsmodus. Mehr Optionen als im Singleplay Modus gibt es hier nicht. Spielt man entweder abwechselnd vor einem Rechner oder im LAN, dann muss man auf die Aktionen des anderen Spielers warten, wodurch sich beide doch etwas gegenseitig hetzen. Aber gerade wenn das Spiel im vollen Gang ist, dann braucht man seine Zeit. Hier tritt nun der Onlinemodus in Erscheinung. Die Spieler sitzen hier nicht gleichzeitig, wie im LAN, vor dem Rechner und warten darauf, dass der andere Spieler seine Runde beendet. Hier werden die Züge über ein internes Mail-System ausgetauscht. Ein Spieler macht seine Züge und wenn man damit fertig ist, werden diese im Onlinemenü "verschickt". Der Clou dabei ist, dass man eine ganze Reihe an Runden gegen unterschiedliche Leute spielen kann und bei dem, der die Gegenzüge "beantwortet" hat, kann man weiterspielen. Unangenehm stößt jedoch in Verbindung mit dem Mehrspielermodus die Nutzungsbedingung auf. Lediglich vier Wochen lang kann der Dienst ohne Einschränkung genutzt werden. Danach wird dieser automatisch auf "Trial" reduziert und nur noch bestimmte Optionen sind zugänglich, wie im kostenlosen Modus von Massive Assault Network.

Einheiten & Handhabung

Beide Parteien im Spiel haben jeweils 18 Einheiten, die für 1 bis 6$ gekauft werden können. Zum einen gibt es Einheiten, die ein entsprechendes Pendant beim Gegner haben und sich mehr durch das Aussehen unterscheiden, wie Smallfoot und Bio-T auf der einen und LAV und Panzer auf der anderen Seite. Dazu kommen unterschiedliche Fernkampfeinheiten bis hin zur Artillerie und Kampfrobotern. Während die Union beispielsweise Einheiten auf Schwebeplattformen platzieren kann, von denen aus diese Feuern können, setzt die League auf extrem starke Mechs. Die Union nutzt Transporter für mehrere Fahrzeuge, die League dagegen setzt auf Transporthelis für ein Fahrzeug. In Städten können bis zu drei Bomber platziert werden, welche nur durch Einnahme der Stadt vernichtet werden können. Allerdings lassen sie sich auch problemlos in eine angrenzende Stadt verlegen oder auf einen Flugzeugträger verfrachten. Es gibt auch wieder unterschiedliche Wassereinheiten und stationäre Verteidigungsgeschütze. Neu ist außerdem ein mobiler Abwehrschild auf beiden Seiten, womit Einheiten um den Schild herum gegen Bomber und Helis abgesichert sind. Die Bedienung des Spiels geht insgesamt sehr flott und einfach von der Hand. Die Menüs sind klar und deutlich strukturiert und das Spielfeld sehr übersichtlich. Einfach 'ne Einheit anklicken und schon sieht man, wohin diese bewegt werden kann und ein roter Radius zeigt die Angriffsreichweite an. Bei möglichen Zielen wird gleich am Cursor angegeben, wie viel Schaden verursacht wird, die Gesundheit der Einheit wird durch entsprechende "Punkte" über der Einheit verdeutlicht und Richtungspfeile geben an, welche Einheit andere schon im aktuellen Zug angegriffen hat. Gleichzeitig gibt es immer ein Infofenster, das die Werte der anvisierten Einheit anzeigt. Wer es genauer wissen will gelangt per Rechtsklick zur spielinternen Bibliothek mit genaueren Infos über die Einheit und das Spiel. Damit man auch gut planen kann, können alle Züge der aktuellen Runde rückgängig gemacht werden. Merkt man, dass man dem Gegner so nicht beikommen kann, einfach die letzten Aktionen zurücksetzen und es anders angehen. Somit verplant man sich auch nicht und hat plötzlich eine Einheit in einer Sackgasse. Dazu gibt es für alle wichtigen Infofenster die zeigen, ob eine Einheit übershenen wurde, die noch feuern kann, ob noch Einheiten gekauft werden können oder es kein weiteres Einkommen mehr aus einem Land gibt. Ganz nach Belieben kann man diese Fenster immer anzeigen lassen oder in Zukunft unterdrücken. Eine Minikarte gibt Auskunft über alle wichtigen Sachen wie Einheiten und Länder, dazu ein kompaktes Infofenster mit Einkommensmengen und eine jederzeit aufrufbare Statistik. Ein Replay kann gespeichert und in unterschiedlichen Stufen wiedergegeben werden, genauso wie die Züge der CPU. Auch die Grafikoptionen sind recht umfangreich, so dass jeder Spieler auch in den Genuss der extrem weiteren Zoom-Out Funktion kommen kann, was für sehr viel Übersicht auf dem Spielfeld sorgt. Bemängeln muss man hier lediglich die fehlende Möglichkeit die Hotkeys anzupassen und stellenweise muss man wissen, an welchen Kartenstellen man keine Einheiten abladen oder bewegen kann, auch wenn es so aussieht, als wenn dies in der Ecke oder an einer Kante möglich wäre.

Grafik & Sound

Grafisch kann Domination zwar nicht mit den Grafikkrachern wie Schlacht um Mittelerde, Dawn of War oder Ground Control 2 mithalten. Dennoch ist die Grafik für ein Rundenstrategiespiel mehr als ausreichend und sieht nicht schlecht aus. Sicherlich mag man die ein oder andere Textur beklagen, aber so dicht zoomt man ohnehin nicht rein, bis es negativ auffällt. Dafür gibt es einen klasse Zoom-Out, mit dem man das gesamt Schlachtfeld überblicken kann. Zwar war die FPS Anzahl dabei auf dem Testsystem nicht mehr so hoch, doch spielbar war dies allemal. Neben schönen Explosionen und zertrümmerten Gegnern setzten Kameraschwenks so manchen Zweikampf in Szene. Ansonsten ist auf den Karten nicht so viel los und es gibt wenig, was vom Spiel ablenkt. Die Planeten sind sehr unterschiedlich gestaltet und sind ansonsten von Bäumen und Büschen abgesehen recht leer. Aber da tobt ja bald der Kampf. Bei der Akustik hält sich das Spiel in Grenzen. Die Explosionen und Fahrzeuge sind OK und die Musik passend im Hintergrund. Selbst gegen die Sprecher im Feldzugmodus gibt es wenig zu bemängeln. Akzeptabel, aber nicht aufdringlich. Lediglich die Sprecherin, die auf die unterschiedlichen Phasen und sonstige Ereignisse hinweist, ist sicher nicht für jeden Geschmack. In der Verkaufsversion und mit dem ersten Patch gab es auch einige Probleme beim Sound, der stellenweise rauschte, inzwischen wurden die fehlerhaften Dateien aber durch Patch 2 korrigiert. Ansonsten gab es lediglich ein Spiel, welches aufgrund eines Fehlers in der Spieldatei nicht fortgesetzt werden konnte. Zwar wurde einem geraten den Spielstand erneut zu laden, doch der Fehler trat dort immer wieder auf. Zur Sicherheit sollte man daher am besten neben dem automatischen Save auch ein oder zwei manuelle Spielstände anlegen. Wäre ärgerlich, wenn dies bei einem 4 Stunden Spiel passiert.

Meinung

Auch wenn sich bei der Gameplaymechanik bei Domination im Vergleich zu Massive Assault nichts groß geändert hat, so ist es ansonsten in allen Bereich ausgereifter als der Vorgänger. Bis auf Ausnahmen ist der Schwierigkeitsgrad auch für Einsteiger nicht zu hoch, wenn gleich sicherlich die Komplexität im Rundenmodus nicht in 10 Minuten zu lernen ist. Dennoch, dank der sehr guten Tutorials und einfachen Handhabung kommt man sehr schnell ins Spiel. Spätestens wenn man die erste Runde im Weltkriegsmodus beendet, weiß man, dass Rundenstrategie auch heutzutage noch sehr viel zu bieten hat- trotz der actionreichen Konkurrenz im RTS Genre. Im Einzelspielermodus gibt es lediglich die nicht ganz so prickelnd erzählte Story zu bemängeln, ansonsten wird zwar trotz der Beschränkung auf nur 10 Welten, eine umfangreiche Palette geboten. Schön wäre es noch, wenn es in Zukunft noch einige weitere Welten zum Download geben würde, am besten inklusive eines Editors, was auch der Community gut tun würde. Auch wenn viele Reviewer das E-Mail System im Mehrspielermodus bemängeln- ich finde gerade so muss es sein, damit man in Ruhe spielen kann. Unangenehm stößt hier nur auf, dass nach 120 Tagen Schluss ist. Dann muss extra gezahlt werden, will man den kompletten Umfang des Spiels weiterhin nutzen.


Geschrieben am 04.06.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



15 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Sehr gut (4.6 von 5 Punkten)
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Bitte hier nur auf den Artikel selbst eingehen (nicht auf das Thema oder ggf. die Autorenwertung). Anmerkungen zu Thema/Artikel oder eine Ansprache des Autors sind im Besprechungs-Board unseres Forums möglich.

Druckversion | Seitenanfang © Copyright bei nali_warcow, Nutzungsrechte bei yiya.de / walkthru.de