yiya.de / reviews
Walkthrus..
Interviews
Specials
Reviews von A-Z
A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z #

D-Day
DS9 - The Fallen
Daemonica
Daikatana
Dark Age of Camelot
Dark Age of Camelot C.
Dark Age of Camelot DR
Dark Age of Camelot SI
Dark Age of Camelot TA
Dark Messiah
Dark Sector
Dark Void
Darkened Skye
Darksiders
Dawn of Magic
Dead Space
Deadly Creatures
Demon Stone
Deponia
Desert Thunder
Desperados 2
Destroy all Humans
Deus Ex
Deus Ex: Human Revol.
DeusEx 2 - Invisible War
Devastation
Diablo 2
Diablo 2: LoD
Die Hard - Vendetta
Dino Crisis
Dino Crisis 3
Disaster - Day of Crisis
Divine Divinity
Divinity 2:Ego Draconis
Domination
Doom 3
Doom 3: R.of Evil
Dr. Jekyll & Mr. Hyde
Dragon Quest 8
Dragon Riders
Dragons Lair 3D
Drakensang
Dreamfall
Driv3r
Duke Nukem MP
Dune
Dungeon Keeper
Dungeon Lords
Dungeon Siege
Dungeons&Dragons - H.
Diablo 2: LoD  


Info
Autor 1
 2
 1
 2
Gesamt (391 votes) 1
 1.9
 1.6
 2
Name:Diablo 2: Lord of Destruction
Genre: Action Rollenspiel
Produkt: Add-On
Release: 2001/05
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Blizzard
Offiz. Sites: Game
Links: www.diablo2.de
Hardware: 233Mhz, 32MB RAM, keine 3D-Karte nötig/ jedoch unterstützt, HD 800 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX7
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Patch: 1.13c
Bemerkung: auch für MAC erhältlich
USK: 16
Diablo 2: Lord of Destruction (review von ronin)

Endlich ! Es ist so weit. Ich halte die Spielepackung zum Add-On für eines der süchtigmachensten Spiele aller Zeiten in meinen zitternden Händen. Über den Sinn und Unsinn dieser "simplen" Monsterhatz habe ich ja schon in meinem ausführlichen Diablo2 Test berichtet. Die Anforderungen an die Erweiterung sind auch dementsprechend hoch.

Auf die einzelnen Neuerungen, Verbesserungen und Änderungen im Gameplay werde ich im Folgenden ausführlich eingehen. Neben dem komplett neuen fünften Akt, der von den Ausmaßen etwa dem zweiten Abschnitt des Grundspiels entspricht, sind natürlich die zwei neuen Charaktere die wichtigsten Ergänzungen, welche mit dem Add-On eingeführt wurden. Beide möchte ich nun kurz vorstellen.

 

Druide: Ein sehr flexibler Charakter der mit seinen drei grundverschiedenen Fertigkeitsbäumen einige Kombinationen zuläßt. Es gibt die Möglichkeit der Verwandlung, wobei der Charakter als Nahkämpfer fungiert und sich zwischen einer Werwolf- oder Werbärform entscheiden kann. Der Nachteil: In dieser Form können keine Elementarzauber angewandt werden. Der zweite Zweig umfaßt die Herbeirufung von "Tieren" wie Bären, Wölfen oder Raben. Auch können zur Unterstützung sog. Aurengeister beschworen werden, die ähnlich den Paladin-Defensiv-Auren den Charakter unterstützen. Der dritte und letzte Zweig besteht aus diversen Zaubersprüchen wie Vulkan, Hurrikan oder Zyklonschild. Ich persönlich mag diesen Zweig nicht sonderlich, da die Sprüche recht schwierig und ungenau einsetzbar sind. Sprich: Das Timing muß exakt stimmen. Fazit: Für Anfänger eine gute Wahl und auch auf Dauer sehr reizvoll, da der Charakter sehr flexibel in seiner Handhabung ist.
Assasine:
Meiner Meinung nach der anspruchsvollste Charakter im ganzen Spiel. Die drei Fertigkeitsbäume spezialisieren die Assasine hauptsächlich auf Nahkampf. Zaubersprüche sucht man vergebens. Dafür hat man die Möglichkeit Fallen aufzubauen, was sich meiner Meinung nach als ziemlich umständlich im hitzigen Gefecht darstellt. Die beste Kombination besteht aus ihren Schattenfähigkeiten und den Martial-Arts -Schlägen. Mit ersterem kann man sich zum Beispiel tarnen oder einen Krieger herbeirufen, der fortan an ihrer Seite kämpft. Die Schlagfertigkeiten erinnern etwas an Mortal Kombat. Ein Teil der Schläge dient dazu, eine gewisse Schlagpower aufzubauen und diese dann mit einem weiteren sogenannten Finishing-Move auszulösen. Die Folge ist ein ständiges Hin- und Herschalten zwischen den Fähigkeiten, was dem Charakter einen sehr hohen Anspruch verleiht. Wer damit aber einmal umzugehen weiß hat einen sehr schlagkräftigen Charakter; der sich sehr; sehr abwechslungsreich spielt.

Kommen wir nun zum schönsten Teil des Add-Ons - Dem fünften Akt.

Wie in den drei ersten Abschnitten des Spiels müssen auch hier sechs Quests gelöst werden, nach welchen man auf sehr ergiebige Belohnungen hoffen darf. In zwei der Quests muß man sogar gegen einen Totenbeschwörer und mehreren Barbaren antreten. Man stelle sich nur eine Truppe wilder Berserker vor; die mit Kriegsschreien und Wirbelwindattacken dem Spieler das Leben schwer machen. Einfach nur phantastisch.

Ich will nicht zu viel verraten, weil es wirklich wieder richtig Spaß gemacht hat; mal ein paar neue Abschnitte zu spielen. Grafisch siedelt sich der Teil in der noch nicht verwendeten Klimazone - dem Winter - an. Im hohen Barbarenland treibt der dritte und letzte Bruder sein Unwesen. Baal greift mit seinen Dienern die Stadt oder besser Festung Harrogath an. Hier darf sich der Held ausrüsten und in Ruhe seine Wunden kurieren. Sobald man aber die Stadt verläßt, geht es richtig zur Sache. Man kommt sich schon eher wie einer von vielen vor, da einige NPCs ebenfalls versuchen dem Treiben ein Ende zu setzen.

Die einzelnen Abschnitte wirken grafisch ansprechend und abwechslungsreich wobei man natürlich irgendwann vom mehrmaligen Durchzocken alles gesehen hat. Um den letzten Akt spielen zu können, müssen die neuen Charaktere natürlich erst einmal die vorhergehenden Abschnitte bewältigen. Wer mit seinem alten Charakter schon Diablo besiegt hat, der kann natürlich sofort in den neuen Akt einsteigen. Leider muß der Charakter konvertiert werden und ist dann für Diablo2 Spiele ohne Erweiterungs-Pack nicht mehr zu verwenden.

Weitere Neuerung ist die massenhafte Erweiterung der Items. Gab es früher zu jeder Waffe eine Verbesserung, die dann erst in den höheren Schwierigkeitsgraden erhältlich war, sind es jetzt drei neue Stufen. Hinzu kommen noch komplett neue Waffen und Rüstungsklassen. Ganz neu sind wohl die charakterspezifischen Gegenstände. Der Druide hat tierkopfähnliche Helme, die Assasine besondere Armwaffen und auch für die fünf alten Klassen gibt es einiges Neues zu entdecken. Auch die Unique-Items und Set-Gegenstände wurden interessanter gestaltet, so dass man auch als Level 80 Charakter diese noch verwenden kann.

Neu ist auch die Möglichkeit seltene, rare Gegenstände zu sockeln. Überhaupt hat diese Eigenschaft enorm an Bedeutung gewonnen. Nicht mehr nur die Diamanten und Schädel können in Waffen eingefügt werden, sondern auch die neu hinzugekommenen Juwelen und Runen. Letztere ergeben in der richtigen Runen-Wortkombination weitere Eigenschaften. Was jetzt ziemlich verwirrend und überladen klingt, erweisst sich als halb so schlimm.

Eine andere Möglichkeit seine Charaktereigenschaften zu verbessern sind die Talismane. Diese verbrauchen mehr oder weniger Platz im Inventar und ergänzen die restlichen Ausrüstungsgegenstände. An Gegnern wurden angeblich zwanzig neue Typen eingefügt. Mir sind vielleicht 15 vor die Pranke gerannt, aber die waren ausreichend.

Vor allem der Weg zu Baal ist hammerhart. Leider ist das Finale dann doch nicht ganz so grandios wie der Fight gegen Diablo selbst. Baals Enklave, die gleichzeitig als Final-Arena herhält, sieht grafisch allerdings super aus. Neben den schon erwähnten beschworenen Kreaturen, die zur Unterstützung gegen die Gegnerhorden herhalten müssen, haben vor allem die Söldner aus dem Grundprogramm eine Aufwertung erhalten. Außer einem eigenen Inventar, das der Spieler selbst verändern kann, steigen diese Gefährten nun auch von allein auf und können das ganze Spiel über mitgeführt und notfalls auch wiederbelebt werden. Meiner Meinung nach ein längst überfälliges und äußerst nützliches Feature.

Grafisch und soundtechnisch hat sich nicht viel verändert. Die Möglichkeit auf eine Auflösung von 800*600 umzuschalten war Tage vor dem Add-On schon für das Grundprogramm erhältlich. Natürlich sieht die Grafik dadurch weitaus besser aus und was viel wichtiger wiegt: Der Überblick ist kampfentscheidend verbessert worden. Das kann natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Grafik veraltet ist und viel zu hohe Hardwareanforderungen abverlangt.

Die Musik im letzten Akt ist sehr gut gelungen, aber das wars auch schon. Die Sprecher für die neuen Charaktere und die NPCs sind erneut amateurhaft schlecht. Es ist schon nicht mehr zum Lachen. Wenn mein Druide "Hilfe" schreit denkt man eher an einen gelangweilten Quacksalber, als an einen in notgeratenen Krieger. Oder die Abschiedsworte "Tschüß" in einem Rollenspiel ?! Da hat Blizzard an der falschen Stelle gespart. Ganz anders dagegen die Videos. Ich hoffe ja immer noch auf einen Kinofilm. Wenn dieser in einer solchen Qualität ausgestrahlt wird, kann sich Blizzard zur Ruhe setzen. Phantastische Rendergrafiken und Effekte. Hut ab! Was noch Erwähnung finden muß, sind die Änderungen an den anderen Charakteren. Schon das Grundprogramm hat durch das Patch 1.08 viele Fertigkeiten entschärft und andere verbessert. Auch spezielle schwere Endgegner wie der Schmied im vierten Akt wurden leichter gemacht. Auch meinem persönlichen Hassgegner Bremm Funkenfaust im dritten Akt hat man seiner Blitzzauber beraubt. Ob die Veränderungen unbedingt gut waren, wage ich zu bezweifeln. Charaktere wie der Barbar oder die Zauberin, welche sich auf Kältezauber und Wirbelwindattacken spezialisiert haben, sind zur Zeit chancenlos. Ärgerlich vor allem für jene, die schon Level 80 sind.

Die verschiedenen neuen Resistenzen an Monstern verleihen dem Spiel aber auch mehr taktischen Tiefgang und vor allem Teamplay. Alleine ist der dritte Schwierigkeitsgrad im letzten Akt in einer Achter-Party nicht mehr zu bewältigen. Entweder man steht einem physischresistenten oder magieresistenten Gegner gegenüber. Das Spiel ist natürlich schwerer geworden, aber dadurch wird ja auch die Wiederspielbarkeit erhöht.

Aufatmen können alle Battlenetfans. Blizzard hat dem Europarealm mehr Bandbreite und zusätzliche Server gegönnt, was ein lagfreies Spielen ab sofort möglich macht. Der einzige Kritikpunkt der mir wirklich teilweise den Spaß verdirbt und im Grundprogramm schon immer bemängelt wurde ist der Inventarraum. Leider reicht auch der im Add-On nicht im geringsten. Auch wenn die Truhe in der Stadt jetzt die doppelte Menge faßt und der Charakter zwei Waffensets per Umschalter tragen kann, ist und bleibt das Inventar zu klein. Da hätte sich Blizzard wirklich was Richtiges einfallen lassen können. Als Fazit kann ich nur sagen: Der Diablo2 - Fan MUSS zugreifen, auch wenn ein Preis von fast 35€ viel zu hoch ist. Wer mit dem Spiel allerdings früher schon nicht zurecht gekommen ist, sollte einen großen Bogen um Baals animalisches Grinsen machen. Es wurde lediglich das Grundprogramm erweitert und verbessert. Komplett neue Innovationen sucht man vergebens. Mir persönlich hat das Spielen im Battlenet wieder richtig Freude bereitet und das wird es auch noch einige Monate lang. Mit dem neuen Akt und den abwechslungsreichen Charakteren ist Spielspaß und Sucht gewährleistet. Auch die alten Charakterklassen sind durch die Änderungen wieder interessanter geworden.

Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews , der bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.



Geschrieben am 06.06.2001, Testkonfiguration: AMD1200, GeForce2 Ultra, 256MB Ram, SB Live
 



341 Leser bewerteten diesen Artikel im Durchschnitt als: Gut (4.2 von 5 Punkten)
Ihre Bewertung dieses Artikels:
Bitte hier nur auf den Artikel selbst eingehen (nicht auf das Thema oder ggf. die Autorenwertung). Anmerkungen zu Thema/Artikel oder eine Ansprache des Autors sind im Besprechungs-Board unseres Forums möglich.

Druckversion | Seitenanfang © Copyright bei ronin, Nutzungsrechte bei yiya.de / walkthru.de