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Rückseite ]

Info
Autor 3
 0
 1.5
 1.5
Gesamt (4 votes) 4
 0.5
 1.1
 1.2
Name:Criminal Intent
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2007/06
Publisher: Xider
Entwickler: Legend Entertainment
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 2400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000/Vista, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
USK: 12
Criminal Intent (review von nali_warcow)

Am Montag, kurz nach 21 Uhr, steht wieder Arbeit für das Detektiv-Duo Robert Goren und Alexandra Eames auf dem Programm. Doch Anhänger der Fernsehserie müssen nicht unbedingt auf einen Ausstrahlungstermin warten, da es von "Criminal Intent: Verbrechen im Visier" inzwischen auch einen PC-Ableger gibt. Wie bei so manchen Umsetzungen bekannter Film- oder Buchvorlagen stellt sich die Frage, wie gut die Interaktivität des Mediums PC in die Umsetzung als Point & Klick Adventures eingebunden wurde. Wie gut sich der Titel, der auf dem Rechner schlicht "Criminal Intent" heißt, schlägt und wie spannend die Hatz nach dem Bösewicht ist, wird das folgende Review klären.

Die Spiel-DVD-Hülle befindet sich in einem kleinen Pappschuber mit Klappcover. Darin enthalten ist zum einen die Daten-DVD und zum andern ein 22 Seiten starkes Handbuch. Die Anleitung beinhaltet zwar recht wenige Abbildungen und ist nur schwarzweiß, doch Gameplaygrundlagen und Handhabung werden verständlich und in gut lesbarer Schriftgröße erklärt. Knapp 2,4 GB Speicherplatz müssen angehende Schnüffler auf dem Rechner frei haben. Im Testverlauf lief Criminal stabil und ohne Abstürze.

Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit

Der Sprung von TV auf PC hat auch gleich einen ersten, kleinen Verlust mit sich gebracht: Alexandra Eames hat es nicht ins Spiel geschafft. Die ganze Arbeit muss von Robert Goren allein geleistet werden und auf dem Schreibtisch türmen sich die Akten. Insgesamt vier Fälle gilt es erfolgreich zu lösen, bevor das finale Ende über den Schirm flimmert. Drei Akten stehen dabei von Anfang an zur freien Auswahl. Es gilt den Mord am Bank-Vizepräsidenten James Worren zu lösen, der mit einem Baseballschläger in seiner eigenen Wohnung erschlagen wurde. Außerdem muss der Täter von Lisa Stoke gefasst werden. Dieser hat ihr im Hotelzimmer die Pulsadern aufgeschnitten und dabei ein Blutbad angerichtet. Zu guter letzt hat es auch noch einen Staatsanwalt erwischt, Martin Castillo, der aus dem East River gefischt wurde. Erst wenn diese drei Fälle gelöst sind, geht es in Richtung Finale, welches die ganzen Fälle wieder miteinander verknüpft, doch bis dahin steht reichlich Spurensicherung und Zeugenbefragung an.

Am Anfang des Spiels bzw. eines jeden Falls gibt es eine kurze Einleitung und auch während der Ermittlung fasst ein kurzes Gespräch zwischen Robert Goren und seinem Vorgesetzten Jamey Sheridan die Geschehnisse zusammen. Doch es gelingt Criminal Intent nicht so ganz, den Spieler das Gefühl zu geben, Teil des Major Case Squads zu sein. Goren schleicht allein von Schauplatz zu Schauplatz und es gibt zu viele Sprünge (etwa vom Zeugengespräch in den Verhörraum), wo eine kurze Sequenz für mehr Atmosphäre hätte sorgen können.

Finden, sammeln, untersuchen und auswerten

Egal mit welchem Fall Goren bzw. der Spieler beginnt, das Gameplay verläuft immer sehr ähnlich. Nach einer kurzen Einleitung startet das Geschehen am Tatort. Dort wird nicht nur das Opfer untersucht, es werden auch die ersten Einschätzungen der Kollegen oder Zeugen eingeholt und Beweismaterial gesichert. Mit diesen ersten Anhaltspunkten beginnt die eigentliche Arbeit. Die Kollegen des Major Case Squad helfen dabei auch weiter. In der Gerichtsmedizin gibt es erste Informationen zur Todesursache, die Kriminaltechnik hat eventuell Spuren auf den gefundenen Gegenständen entdeckt oder die Ermittlungseinheit weiß etwas Interessantes zu berichten. Zusätzlich können auch Infos zu den unterschiedlichen Personen von der Überwachungseinheit eingeholt werden, wobei diese wirklich zu jeder Person etwas zu berichten weiß, selbst wenn es für den Fall nicht relevant ist. Mit diesen ganzen Erkenntnissen gilt es dann für den Spieler zum einen den Computer zu füttern und ein Täterprofil zu erstellen und außerdem weitere Schauplätze zu entdecken, wo dann das ganze Spielchen (Beweise sichern, Personen verhören, etc.) wieder erneut beginnt. Klassische Point & Klick-Rätsel, wie etwa das Finden einer Drahtschere, um damit einen Zaun aufzuschneiden, wohinter Spuren gesichert werden können, gibt es im Spiel, allerdings spielen diese Aufgaben nur eine sehr kleine Rolle. Wichtiger ist da schon die Beweissicherung, wie Fußspuren, Fingerabdrücke, Rechnungen und sonstige Aufzeichnungen. Beweise bringen nicht nur mehr Licht ins Dunkel und geben Aufschluss, was passiert ist, auch neue Schauplätze werden so zugänglich. Außerdem gibt es ab und zu kleine Puzzles, die sich an diversen Knobeleinlagen orientieren. Der Spieler darf aus Papierschnipseln ein Dokument zusammensetzen, Schieberätsel lösen, Schlösser & Kennworte knacken, Harfe spielen oder Buchstabenlücken ausfüllen. Wer den Schwierigkeitsgrad auf leicht gestellt hat, bekommt bei solchen Rätseln mitunter auch ein wenig Hilfe. Da müssen die Papierfetzen nicht mehr gedreht werden oder bei einem Schiebepuzzle sind die Randsteine alle weiß markiert, was die Sache schon vereinfacht. Doch es gilt nicht nur Beweise zu sichern, auch zahlreiche Gespräche stehen auf dem Programm. Zeugen, Arbeitgeber und Verdächtige haben so einige Dinge zu berichten. Statt den Spieler jedoch einfach nur alle Fragen abarbeiten zu lassen, haben sich die Entwickler für einen recht interessanten Dialogansatz entschieden. Zusätzlich zum Gesprächsthema gilt es auch noch die Art und Weise zu bestimmen, wie der Detektiv mit dem jeweiligen Gegenüber umspringt. Bei einigen Fragen, wie etwa einem geschockten Zeugen, bietet es sich an, ein wenig einfühlsam vorzugehen, wohingegen bei anderen Personen oder Gesprächsthemen eine gradlinigere Frage besser ist. Insgesamt fünf unterschiedliche Varianten gibt es, wovon je nach Frage zwei bis vier zur Auswahl stehen. Der Ansatz ist auf jeden Fall sehr interessant und bietet mehr als das schnelle Durchklicken aller Gesprächsoptionen, wie in anderen Adventures. Nur leider sind die Auswirken gering gehalten. Es führt nur jeweils eine Fragestellung zum Ziel und füllt den "Fortschrittsbalken" des Gesprächs aus. Bei der falschen Fragestellung füllt sich der rote Negativbalken, wobei hier im schlimmsten Falle, wenn der Balken voll ist, das Gespräch abgebrochen wird. Da gilt es dann entweder den letzten Spielstand zu laden oder den Zeugen später erneut anzusprechen, wenn er sich ein wenig beruhigt hat. Schön wäre es, wenn man die Zeugen / Verdächtigen ein wenig umfangreicher verhören könnte. So ist es beispielsweise nicht möglich, jede Person nach einem Alibi zu fragen, sondern bewegt sich auf recht fest vorgegebenen Gesprächsbahnen. Bei einigen Personen reicht es auch nicht, diese nur einmalig anzusprechen. Im Laufe der Ermittlungen kommen immer mal wieder neue Erkenntnisse dazu oder das Gegenüber stellt sich stur. In solchen Fällen sollte ein möglichst überzeugendes Objekt vorhanden sein, um das Gespräch fortsetzen zu können. So etwas können Erkenntnisse der Ermittlungskollegen oder ein belastender Gegenstand sein.

Die Nadel im Heuhaufen

Bis jedoch ein Fall erfolgreich abgeschlossen ist, vergeht einige Zeit. Generell ist es bei Adventures nicht sonderlich einfach, eine Spielzeit anzugeben und bei Criminal Intent wird es sogar ganz schwer. Die Gründe dafür liegen leider im nicht ganz optimalen Gameplay. Es ist sehr leicht einen wichtigen Gegenstand oder eine zu untersuchende Stelle zu übersehen. Trotzdem kann der Ermittler den Raum / Bereich verlassen und wundert sich später, warum es nicht mehr weiter geht und man in einer Sackgasse gelandet ist. Schon Kleinigkeiten, wie ein übersehener Hotspot, können über Spielspaß oder Frust entscheiden. Ärgerlich ist es insbesondere, weil man sich als Spieler eines Teams oft sehr alleingelassen vorkommt und es nahezu keinerlei Hilfestellung gibt. Zudem wären zahlreiche Fruststellen durch eine bessere Bedienung leichter zu lösen. Teilweise kommt es vor, dass Hotspots angezeigt werden (Cursor leuchtet auf), wo keine sind und an eigentlichen Hotspots bleibt der Zeiger dunkel. Bei Gegenständen gibt es drei Möglichkeiten: Entweder sie können nur angesehen werden, der Gegenstand kann aufgesammelt oder analysiert werden. Die Analyse bedeutet, dass das Objekt ins Inventar wandert und gleichzeitig bei den Kollegen im Kriminallabor und der Ermittlung entsprechende Infos darüber eingeholt werden. Da im Vorfeld sowieso nicht klar ist, wo Hinweise zu finden sind, macht es gar keinen Sinn, einen Gegenstand nur aufzusammeln und dann im Inventar noch manuell den Gegenstand zur Analyse zu schicken. Entsprechend wird jeder Gegenstand immer analysiert, was in 99% der Fälle auch gut klappt. Nur gibt es auch ein oder zwei Gegenstände, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht automatisch analysiert wurden. Eine ähnliche Sackgasse gab es beim Gespräch mit einem Verdächtigen. Um diesen ins Verhörzimmer zu bekommen, musste die Überwachungseinheit Infos zusammentragen. Zu diesem Zweck musste der Verdächtige "analysiert" werden, um bei den Kollegen als Gesprächspunkt aufzutauchen. Nur leider war nach dem Gespräch mit der Person der Punkt "analysieren" ausgegraut und konnte nicht wieder angewählt werden. Wer an der Stelle nicht noch darauf kommt, dass eine "Analyse von Personen" auch im Zeugen-Inventar möglich ist, kommt nicht weiter. Aber auch andere Unstimmigkeiten ziehen den Spielspaß nach unten. Sicherlich ist es realistisch, wenn jede Kleinigkeit von Spezialisten untersucht wird. Doch der Detektiv ist nicht einmal in der Lage einen Mietvertrag zu lesen, so dass die Position des Gebäudes auf der Karte angezeigt wird. So etwas können nur die Kollegen in der Ermittlung. Eine ganze Reihe an Schriftstücken kann nur so untersucht werden. Bei einer Rechnung, die nicht mehr richtig lesbar ist, sind sogar die "Experten" überfordert und Goren muss sich selbst daran machen. Merkwürdig ist ebenfalls, mit welcher Selbstverständlichkeit der Spieler durch jeden privaten Raum laufen und dort Gegenstände mitgehen lassen kann. Alles, was nicht festgenagelt ist, kann eingesteckt werden, so etwas kümmert den Besitzer nicht. Nur an einer Stelle weigert sich ein Verdächtiger und gestattet das Rumschnüffeln nicht. Allerdings stört es ihn auch nicht, wenn dafür im Flur alles untersucht / mitgenommen wird. Für zusätzliche Kratzer an der Atmosphäre sorgen Gegenstände, die nicht untersucht werden können oder "unwichtige Passagen", die einfach ausgeblendet sind. In einem Fall wurden Fußspuren sichergestellt und analysiert. Im weiteren Spielverlauf findet man in einem Zimmer einer Person auch einige Schuhe. Aber statt diese wirklich untersuchen zu können (und sei es nur, um festzustellen, dass sie nicht von der gesuchten Person stammen), gibt es nur eine lapidare Aussage, wie "Einige Schuhe" und danach ist nicht einmal eine erneute Interaktion möglich. Wieso Goren bei einem neuen NPC direkt, ohne Anklopfen / Vorstellen, durch die offene(!) Wohnungstür kommen kann oder nach einer "Benutzung" der Tür direkt auf den Innenraum mit Spieler und NPC geschnitten wird, wird ein Geheimnis der Entwickler bleiben. So etwas raubt Atmosphäre. Wünschenswert wäre es gewesen, dass Gore den Spieler ein klein wenig mehr an die Hand nimmt bzw. bei Untersuchungen / Entdeckungen etwas auskunftsfreudiger ist. Irgendwie hat man beim Spielen immer den Eindruck. nur ein Zuschauer zu sein, der nicht alles sofort mitbekommen soll.

Präsentation

Vom Gameplay her präsentiert sich Criminal Intent als waschechtes Point & Klick Adventure. Mit der Maus wird der Charakter durch die vorgerenderten Hintergründe gesteuert, wobei der Mauszeiger bei interaktiven Objekten, wie Türen oder interessanten Stellen, die Form verändert oder aufleuchtet. Mit einem schlichten Linksklick werden die Befehle gegeben oder aus einer Liste, die automatisch beim Klick auf einen Gegenstand / Person aufgeht, ausgewählt. Ein Rechtsklick öffnet das umfangreiche Inventar, worin nicht nur zahlreiche Gegenstände, sondern auch alle bekannten Personen und Akten aufgelistet werden. Die Unterteilung in einzelne Untergruppen sorgt dabei für Übersichtlichkeit, wenngleich die Bilder schon ein wenig größer sein könnten, um mehr erkennen zu können. Zusätzlich gibt es eine knappe Popup-Info zum Objekt, was allerdings nicht immer reibungslos funktioniert. Nach längerer Spielzeit kann es dazu kommen, dass mehrere Gegenstände übereinander liegen oder die Bilder nicht zum Gegenstand passen, was aber durch Abspeichern und Laden behoben werden kann. Außerdem befinden sich im PDA-Inventar einige kurze Notizen zum aktuellen Fallstatus, ein Telefon, um Kontakte anzurufen und eine Karte, um schnell von einem Schauplatz zum nächsten reisen zu können. Die Hintergründe des Spiels sind, wie schon geschrieben, vorgerendert und können mit einer doch sehr schönen Anzahl an Details aufwarten. Die insgesamt über 70 Räume präsentieren eine breite Palette sehr unterschiedlicher Settings. Vom Flussufer über Wohnungen, Fabriken bis hin zur Einsatzzentrale und dem Leichenschauhaus wird einiges geboten. Allerdings steht als einzige Auflösung 800 x 600 zur Auswahl, was in der heutigen Zeit doch ein wenig dürftig ist. Kurioserweise sind interaktive Elemente, wie laufende Fernsehapparate oder Fahrzeuge, die im Hintergrund vorbeifahren, standardmäßig deaktiviert. Diese Option sollte auf jeden Fall aktiviert werden, um ein wenig mehr "Leben" ins Spiel zu bringen. Doch trotz Autos, die hin und wieder im Hintergrund fahren, oder TV-Sendungen, wirkt Criminal Intent ein wenig steril und leblos. Auf dem Gebiet der "Con Ed Werke" sind keine langsam vorbeiziehenden Wolken zu sehen, sondern eine Mischung aus ruckelnden oder zu schnell abgespielten Videoeinblendungen, was grauenhaft aussieht. Aber auch die 3D Charaktere müssen sich Kritik gefallen lassen. Diese haben merklich schlechtere Texturen, als der Rest des Spiels, sie sehen mitunter sehr blockig aus und die Animation wirkt teilweise unfertig. Der Held bewegt sich stellenweise sehr holprig und der Wechsel zwischen Gehen und Laufen wirkt sehr abgehakt. Zudem kommt es auch immer wieder vor, dass der Charakter auf der Stelle läuft, kurzzeitige Wegfindungsproblem hat oder sich mehrfach dreht, um den Gesprächspartner oder ein Objekt anzuvisieren. Ein wenig werden diese Mankos jedoch durch die stimmige Soundkulisse aufgefangen, wo der Spieler Melodien aus der Serie zu hören bekommt und der insgesamt sehr ordentlichen Synchronisation. Für die deutsche Version des Spiels wurde die aus der Serie bekannte Synchronstimme von Robert Goren verpflichtet und auch die anderen Sprecher hinterlassen einen recht professionellen Eindruck. Zusätzlich gibt es eine sehr ordentliche Übersetzung, die insbesondere bei den zahlreichen Schriftstücken erwähnt werden sollte. Hier wird nicht einfach nur ein Text mit 0815 Schriftart verwendet, sondern Rechnungen, Mietverträge und Zeitungen wurden sehr detailliert für den deutschen Markt angepasst.

Meinung

Eine abschließende Bewertung von Criminal Intent fällt mir nicht leicht, was vielleicht auch daran liegt, dass ich die TV-Serie höchstens vom Durchzappen kenne. Für Fans mag es daher anders aussehen und durch bekannte Gesichter und Charaktere ein Einstieg leichter fallen und etwas mehr Atmosphäre aufkommen. Betrachtet man das Spiel aber aus einem anderen Blickwinkel, dann fällen eher die Schwächen im Gameplay auf. So springt die Handlung plötzlich vom Gespräch in der Wohnung in den Verhörraum oder der Detektiv betritt eine Wohnung ohne mit dem Bewohner zu sprechen und sich vorzustellen. So etwas kostet viel Atmosphäre. Oft fühlt man sich allein gelassen und sucht nach dem übersehenen Hotspot oder einer vergessenen Aktion. Gerade wenn man einmal nicht mehr weiter weiß, dann ist es recht schwer zu erkennen, wo man etwas übersehen haben könnte. Viel zu oft muss man auch einfach nur einen Gegenstand aufsammeln und darf selbst nichts damit machen. Wer sich jedoch damit anfreunden kann, dass ein wenig mehr Sucharbeit ansteht, der kann seinen Spaß haben. Es gibt viel zu entdecken und zu untersuchen, die Kollegen können über jeden Verdächtigen recherchieren und mit insgesamt vier Fällen gibt es reichlich Arbeit für den Spieler. Aber auch die Dialoge wissen durch die unterschiedlichen Gesprächsoptionen zu gefallen und sorgen dafür, dass man ein wenig grübelt, bevor blind alles "abgefragt" wird. Für fortgeschrittene Spieler und Serienanhänger sind die knapp 30€ durchaus eine Überlegung wert. Einsteiger und Leute die lieber (klassisch) knobeln statt suchen wollen, sind bei Criminal Intent jedoch an der falschen Adresse.


Geschrieben am 29.08.2007, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
 



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