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Crazy Taxi 3
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Crazy Taxi 3  


Info
Autor 3
 2
 1.5
 1
Gesamt (23 votes) 3+
 1.4
 1.2
 1.1
Name:Crazy Taxi 3
Genre: Racing
Produkt: Vollversion
Release: 2004/02
Publisher: Empire Interactive
Entwickler: Sega
Hardware: 1Ghz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Multilingual
Bemerkung: auch für Xbox
USK: 12
Crazy Taxi 3 (review von nali_warcow)

Taxifahrer haben eigentlich ein ruhiges Leben. Sie müssen zwar mitunter zu unmenschlichen Zeiten aufstehen, doch dann haben sie manchmal auch viel Zeit, Zeitung zu lesen bzw. zu dösen bis der nächste Fahrgast kommt. So weit die Realität. Doch zum Glück gibt es ja auch etwas spannende Fahrten. In Spielen wie z. B. GTA konnte man als Taxifahrer aktiv werden oder aber mit Simpsons Road Rage ein Transportunternehmen aufbauen. Crazy Taxi geht nun in die dritte Runde und erscheint diesmal auch wieder für den PC. Ob ein Spiel, welches sich nur auf reine Action konzentriert, heutzutage noch Spaß macht und welche Innovationen es bietet, das soll das Review klären.

Begrenzte Möglichkeiten

Nachdem man die Logos gesehen hat, landet man schnell im Hauptmenü von Crazy Taxi 3. Hier stehen insgesamt zwei Spielmöglichkeiten zur Auswahl. Zum einen kann sich der Spieler in drei Stadtteilen (WestCoast, Glitter Oasis, Small Apple) auf die Jagd nach Fahrgästen und möglichst viel Trinkgeld machen oder es werden Aufgaben bei "Crazy X" gemeistert. Des weiteren können einige Optionen, welche den Schwierigkeitsgrad wie Verkehrsdichte bestimmen, eingestellt werden. Außerdem kann man sich unter dem Punkt Wiederholungen aufgezeichnete Taxifahrten ansehen und unter dem Punkt "Ergebnisse" die jeweiligen Bestzeiten der Stadtteile auf Aufgaben angesehen werden.

Crazy X

In insgesamt 25 Miniaufgaben muss der Spieler allerlei verrückte Aufgaben erledigen. Mal gilt es in einer Arena alle Bälle zu berühren, X mal durch einen Feuerring zu springen oder eine Strecke innerhalb einer gewissen Zeit abfahren. In diesem Fall gibt es jedoch einige Hindernisse auf dem Weg. Mal fallen an einer Klippe lauter Autos vom Himmel und ein anderes Mal soll man einen Footballspieler über das Feld kutschieren, während einem Hunderte von Fahrzeugen entgegenkommen. Anfangs stehen einem 12 Missionen zur Auswahl und im späteren Verlauf kann man 13 weitere freischalten, allerdings wird man daran einige Zeit sitzen. Die Aufgaben sind mitunter alles andere als einfach bzw. nicht mal eben nebenbei zu lösen. Bei einigen muss man sich 100% auf das Fahrzeug konzentrieren und ein Fahrfehler bedeutet das Aus. Bei anderen Aufgaben gilt es möglichst erst mal herauszufinden, was man wie machen muss, um das Ziel zu erreichen. Und letztendlich ist ein Teil der Aufgaben einfach reines Glück. Ein Sprung über eine Schanze geht recht problemlos und ist jedes Mal gleich. Soll man aber durch ein Heer von entgegenkommenden Autos, so ist auch viel Glück gefordert. Besonders happig wird es dann noch durch ein knackiges Zeitlimit. Für alle Aufgaben gibt es auch eine Reihe an Highscores, die man knacken bzw. aufstellen kann. Hat man beispielsweise die Aufgabe innerhalb von X Minuten 10 mal durch einen Ring zu hüpfen, so ist die Aufgabe nicht beendet, wenn man 10 mal durch ist, sondern erst, wenn die Zeit abgelaufen ist. Über so manche Bestzeiten kann man sich dann nur wundern, wenn dort die gleiche Aufgabe innerhalb 1/3 der Zeit geschafft wurde. Allerdings bieten diese kleinen Aufgaben dafür den Anreiz, immer besser zu werden (Insbesondere wenn man es abwechselnd, da kein Multiplay vorhanden, gegen einen weiteren menschlichen Mitspieler spielt.)

Jagd nach Trinkgeld und Fahrgästen

Um reich zu werden, stehen dem Spieler drei unterschiedliche Stadtteile zur Verfügung. Die beiden Abschnitte WestCoast und Small Apple stammen aus den beiden Vorgängern und wurden leicht überarbeitet übernommen. Neu hingegen ist Glitter Oasis, was auch zum schweRsten Areal gehört, da man hier schnell in einer "Zeitfalle" landen kann. Hier gibt es im unteren Bereich der Stadt einen Canyon, in welchem man zwar schnell hinunterkommen (Einfach fallen lassen, der Wagen hält das aus und die Fahrgäste sind davon begeistert) kann, aber recht lange für den Weg nach oben braucht. Mal bei Tag (West Coast), bei Nacht/Abend (Glitter Oasis) oder bei Regen/Abend (Small Apple) gilt es sich den nächstbesten Fahrgast zu schnappen und zum Ziel zu bringen. Mögliche "Opfer" sind deutlich am Straßenrand bzw. in der Botanik zu erkennen. Doch es will nicht nur eine Person zum Ziel gebracht werden, in einigen Fällen gilt es bis zu vier Kumpels (Die alle gleich aussehen) zu vier unterschiedlichen Plätzen zu bringen. Das dann bitte auch möglichst schnell. Während am oberen Bildschirmrand ein Pfeil in die Richtung weißt, hüpfen die Fahrgäste aufgeregt auf den Sitzen herum und zeigen auch wo sie lang wollen. Hier gilt es nun, sich möglichst gut in der Stadt auszukennen und alle Abkürzungen, so unmöglich sie auch sein mögen (über Häuserdächer, durchs Wasser, Berghänge runter, etc.), zu nutzen und dadurch die ein oder andere Bonussekunde oder etwas mehr Trinkgeld zu ergattern. Die Fahrgäste wollen keine ruhige Fahrt haben, sondern möglichst eine Art Adrenalinkick abbekommen. Möglichst dicht an anderen Fahrzeugen vorbei oder den ein oder anderen Stunt einlegen, wie z. B. Sprünge, die mit Barer Münze belohnt werden. Am jeweiligen Zielgebiet muss die Beschleunigung möglichst schnell auf 0 gebracht werden, wozu es sich am Besten eignet, einfach gegen die nächste Wand, Laterne oder einen Baum zu fahren. Dem Fahrzeug schadet dies nicht und physikalische Effekte sind dem Spiel unbekannt. Klingelt die Kasse durch den letzten Fahrgast, gilt es sich innerhalb der verbleibenden Zeitspanne einen neuen zu suchen. Sobald die Zeit abgelaufen ist, erfolgt eine Bewertung und ggf. ein Eintrag in den Highscore. Die einzelnen Städte sind alle sehr abwechselungsreich gestaltet. Auch das Wegnetz ist nicht zu einfach gehalten und man muss schon einige Zeit investieren, bis man sich einigermaßen zurecht findet und auch mal mehr als ein/zwei Ladungen an Fahrgästen befördern kann. Zwar wird kurz eingeblendet, wohin man den jeweiligen Fahrgast bringen soll (mit Bild), doch bis man die immer gleichen Punkte in der Stadt so gut kennt, daß man sich sofort im Kopf eine "beste Route" überlegen kann, ist man auf den Richtungspfeil angewiesen. Allerdings zeigt dieser nicht die Straßen an, sondern direkt in die entsprechende Richtung. Da überfährt man dann doch schon mal leicht eine passende Abzweigung und sucht sich sozusagen im Zickzack den Weg zum Ziel. Bei den Abkürzungen sollte man am Besten den gesunden Menschenverstand mal abschalten und auch alle absonderlichen Wege, wie über Hausdächer, Wasserbecken, etc. einkalkulieren. Ebenfalls sollte man immer darauf achten wenn man mit nimmt. Manche Passagiere wollen nur mal eben um die Ecke zur Bar gebracht werden, während andere eine Tour durch die ganze Stadt wollen. Ersichtlich wird dies grob an der Farbe der Personenmarkierung (gelb/ rot), wohingegen blaue und grüne Zeichen für längere Touren stehen. Doch Kleinvieh macht ja auch Mist und in den letzten Sekunden kann man dadurch noch enorm etwas rausholen. Die Auswahl an möglichen Kandidaten ist jedoch sehr groß und diese stehen fast dichtgedrängt am Straßenrand.

Grafik

Die Grafik ist sicherlich keine Stärke von Crazy Taxi auf dem PC. Die Texturen sind nicht sehr hochauflösend und es fehlt an vielen Details im Vergleich zu GTA oder Mafia. Deformationen an Fahrzeugen sind genauso Fehlanzeige wie irgendwelche außergewöhnliche Specialeffekts (Wenn man mal von den Nässe- und Unschärfeeffekten absieht). Lediglich kleine Objekte wie einige Stühle und Kisten fliegen durch die Luft, ohne jedoch in Einzelteile zu zerbrechen. Rast man mit gut 100km/h in eine Wand, ein anderes Auto, etc, so gibt es lediglich einige wenige Funken zu sehen. Die Fahrgäste unterscheiden sich zwar optisch voneinander, aber wenn man eine Gruppe aufsammelt, so sehen dort jeweils alle immer gleich aus. Da die Fahrzeuge im Spiel schon viel mitmachen, so wundert es auch nicht, daß man sogar unter Wasser nur einige kleine Luftblasen zu sehen bekommt. Dafür werden die Stadtteile jedoch alle wunderbar flüssig angezeigt und es ruckelt nicht (Wäre ja noch schöner). Wenn man jedoch bei der Stadt sagen kann, OK nicht überwältigend und schlechter als GTA 3 / Vice City, so sind die Crazy X Areale eine Beleidigung für jede Grafikkarte. Texturen gibt es hier eigentlich fast gar keine und man befindet sich einfach nur in großen, fast einfarbigen bzw. mit wenigen und sehr gestreckten versehenen Klötzen. Gerade bei den kleinen Gebieten wären mehr Details durchaus angebracht gewesen. Allerdings hat die Grafik auch positive Seiten. Die Fahrgäste im Auto sind recht nett animiert und zeigen "begeistert" den Weg und die Lichteffekte in den Städten können auch gefallen. Genauso die Hechtsprünge von Passanten (+Schreie) sind gelungen, wie auch die Abwechselung der drei Stadtteile.

Sound

In Sachen Sound weiß Crazy Taxi 3 zu gefallen. Die Musik ist stimmig und passt bestens zur actionreichen Atmosphäre. Die Sprachausgabe ist komplett auf Englisch - neben deutschen Texten - doch da sowieso nicht sehr viel im Spiel gesprochen wird, fällt es nicht groß hinderlich auf. Mehr als ein "Taxi" oder "Begeisterungsschrei" kommt nicht über die Lippen der Personen. Und auch der "Kommentator" bringt nur ab und zu ein "falscher Weg", "Zeitbonus", etc. über die Lippen. Die Effekte sind nicht sehr ausgeprägt. Neben den Crashsounds gibt es noch Schreie und Hupen von anderen Fahrzeugen. Sogar an Geräuschen der vorbeifahrenden Fahrzeuge wurde gespart.

Steuerung

Gespielt werden kann wahlweise über Keyboard oder Gamepad. Beides hat man schon nach wenigen Minuten problemlos im Griff, wohingegen die Padsteuerung auf längere Sicht etwas "entkrampfender" ist und man gemütlicher spielen kann. Für die Steuerung reichen wenige Tasten aus. Gas, Bremse, Links und Rechts sowieso Sprung müssen beherrscht werden. Der Gang lässt sich ebenfalls auf vor- oder rückwärts stellen, was beispielsweise für "Spezialmanöver" wie Crazy Dash benötigt wird, wodurch der Wagen kurzzeitig enorm beschleunigt. Auf Wunsch kann man auch jederzeit pausieren, sich kurzzeitig ein kleines Bild + Entfernung zum Ziel einblenden und den Scheinwerfer betätigen. Sehr wichtig sind die Spezialmanöver, da man im Spiel möglichst keine Sekunde verlieren sollte, sie könnte einem fehlen. So nimmt man einen Fahrgast und schon geht es mit möglichst viel Speed (Crazy Dash), Sprüngen und Drifts zum Ziel.

Meinung

Darf es auch etwas mehr sein? Das habe ich mich bei diesem Spiel gefragt. Von der Idee her ist es auf jeden Fall nicht schlecht, allerdings hapert es an der Umsetzung. Zwar beinhaltet die dritte Auflage die beiden Städte der Vorgänger, doch trotzdem bietet das Spiel zu wenig. In den 3 Arealen hat man sich bald satt gesehen und es gibt wenig Langzeitmotivation. Neben der mittelmäßigen grafischen Umsetzung ist es insbesondere der Schwierigkeitsgrad, welcher Anfänger schnell verzweifeln lässt. Die Zeitlimits sind wirklich nicht von schlechten Eltern und wenn man nicht permanent Crazy Dash, etc. macht, dann ist die Zeit schneller um, als man selbst zählen kann. Weitere Kleinigkeiten wie das umständliche Befreien aus einer Ecke oder das man mal wieder einen Millimeter aus dem "Zielbereich" hinausgefahren ist bzw. man als "nicht drin" erkannt wird, kostet Zeit und Nerven. Bei den Minispielchen gibt es das Problem, daß diese zwar sehr abwechselungsreich sind, aber dafür grafisch misslungen sind. Ansonsten steckt in diesem Modus viel Zeit, Lösungen auszuprobieren bzw. auf "Glück" zu hoffen. Und das war es dann, mehr bietet das Spiel leider nicht. Ein Mehrspielermodus wäre klasse gewesen oder aber ein kleiner Story- bzw. Karrieremodus. Es spielt sich mehr wie eine Art GTA-Taximissionen-Light&Fun. Für allerdings etwa 25 € bietet das Spiel ein besseres Preis/Leistungsverhältnis, als so mancher Vollpreistitel (Was dann auch zur entsprechenden Wertung geführt hat) und wer ein actionreiches Spiel für zwischendurch sucht, der kann mit Crazy Taxi 3 wenig falsch machen.


Geschrieben am 10.02.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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