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Info
Autor 4+
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 1
Gesamt (140 votes) 2+
 1.6
 1.4
 1.6
Name:Counter Strike: Condition Zero
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2004/03
Publisher: Vivendi Games
Offiz. Sites: Game
Hardware: 500Mhz, 96MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
zensiert: ja
Serie: ja
Patch: 1.2
USK: 18
Counter Strike: Condition Zero (review von nali_warcow)

Counter Strike ist noch immer bei sehr vielen Spielern eines der beliebtesten Online-FPS Games und hat sich von einem kleinen Beta-Mod hin zu einer Version entwickelt, die letztendlich auf für einen geringen Preis als Vollversion veröffentlicht wurde. Doch mit Erfolg kommt auch Kommerz und so dachte sich Valve vor etwa drei Jahren, als Counter Strike einen Höhepunkt in der Onlinebeliebtheit hatte, dass man das Game auch prima um einen Einzelspielerpart erweitern könnte. Die Idee für "Condition Zero" war geboren. Doch das war vor drei Jahren und seitdem hat das Spiel eine wahre Odyssee mitgemacht. Erst intern von Valve entwickelt, dann weitergereicht an Gearbox, später zu Ritual Entertainment und schließlich von Turtle Rock Studios fertiggestellt, steht der Shooter nun endlich in den Händlerregalen. Doch inzwischen ist viel Zeit vergangen und die Konkurrenz ist zum einen größer geworden, da sich reine Onlineshooter wie z. B. Unreal Tournament 2003/2004 und Battlefield 1942/Vietnam inklusiver ihrer Mods einer großen Beliebtheit erfreuen und zum anderen muss sich Condition Zero auch gegen die kostenlose Modversion durchsetzen. Warum also für ein Spiel Geld ausgeben, was man praktisch schon lange hat und kennt. Da müssen schon einige gute Gründe vorhanden sein. Und sind sie das?

Condition Zero kommt für etwa 30€ in den Laden, wodurch der geneigte Spieler doch etwas weniger ausgeben muss, als für so einige andere neue Games. In der großen DVD Box liegt neben den beiden Spiele CDs auch noch eine Half Life 2 Bonus Disk. Doch im Gegensatz zu den auf der Verpackung vollmundig versprochenen exklusiven Half Life 2 Videos, handelt es sich lediglich um 11 Videos, die man schon aus der Half Life 2 Präsentation der E3 2003 sicher schon kennt (Ein kostenloser Download dieser Videos ist im Netz bei fast allen großen Downloadseiten möglich). Im 30-seitigen SW-Handbuch werden die wichtigsten Einstellungen und Handhabungen des Spiels erklärt.

Worum geht es?

Eine richtige Story hat Counter Strike bzw. Condition Zero nicht. Im Spiel geht es immer darum, dass zwei Teams (Terroristen / Counter-Terroristen) gegeneinander antreten. So sollen die Terroristen mal eine Bombe legen, Geiseln in ihrer Gewalt behalten oder einen VIP beseitigen. Die Gegenseite muss dies jeweils verhindern. Eine Runde ist automatisch gewonnen, wenn alle Spieler des anderen Teams beseitigt wurden. Für jeden Kill, erreichtes Missionsziel und gewonnene Runde gibt es Geld auf das Konto, womit man sich in bestimmten Bereichen auf der Karte neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände kaufen kann. Auch in der Einzelspielerversion Condition Zero (natürlich mit Netzwerk- und Onlinespielbarkeit) hat sich nichts daran geändert. Das Spielprinzip wurde nicht angetastet. Neu ist jedoch eine Art Kampagne. In einer "Tour of Duty" gilt es, immer bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Zudem warten die Reste des von Gearbox entworfenem Einzelspielermodus als Goodie auf Spieler, die sich gerne mal an einer Spielebeta versuchen.

Der Einzelspielermodus

Der große Unterschied zu Counter Strike ist bei Condition Zero, dass gleich Bots im Spiel integriert sind. (Für die kostenlose Variante aus dem Netz kann man sich aber auch Bots nachträglich hinzufügen). Mit diesen Bots kann sich der Spieler dann an eine der Neuerungen machen, der "Tour of Duty". In diesem Modus gilt es in sechs "Gruppen" jeweils alle drei gestellten Aufgaben zu bewältigen. Die erste Mission der ersten Gruppe spielt beispielsweise auf der sehr bekannten Map "Dust". Je nach Schwierigkeitsgrad trifft der Spieler auf unterschiedlich viele und starke Gegner (3 auf Easy und 5 auf Expert) und außerdem sind die Missionsziele unterschiedlich schwer ausgefallen. Auf Easy muss man lediglich einen Gegner beseitigen und schon gilt die Mission als bestanden. Im höchsten Schwierigkeitsgrad kommt man jedoch längst nicht so einfach davon. Hier müssen es schon 10 Kills sein, mindestens zwei Gegner sind pro Runde zu beseitigen und man darf nicht sterben, außerdem muss eine Runde in maximal 45 Sekunden gewonnen sein und schlußendlich muss man sich auch vor Teamdamage in Acht nehmen. Sobald man nun diese Aufgabenstellung in der Mission gemeistert hat, werden weitere Maps und neue Ziele freigeschaltet, die alle ähnlich aufgebaut sind. Mal eine bestimmte Anzahl an Geiseln retten, X Leute mit einer bestimmten Waffe töten oder die Runde in X Sekunden gewinnen - das alles in etwa 18 kleinen Varianten. Wie viel Langzeitspielspaß das ist, muss jeder für sich entscheiden. Wer so jedoch lieber offline spielen will (also ohne feste Vorgaben, wie X Kills, etc.), der kann im Offlinemodus auch gegen Bots antreten und sich so ein MP-Spiel simulieren lassen. Allerdings sollte klar sein, dass mit den Computergegner nie und nimmer echtes MP-Feeling aufkommen wird. Ein Bot kann zum einen nie so gut/überraschend wie ein Mensch sein und außerdem ist die Bot-KI auch nicht so überwältigend. Zwar können die Bots für nicht 24-Stunden-am-Tag-CS-Zocker eine Herausforderung sein und sind zum Üben sicherlich nicht schlecht, aber es hapert an vielen Ecken. So laufen diese - wie auch viele menschliche Spieler auf den Servern - einfach eher planlos herum und machen aus dem ganzen Spiel ein TeamDeathmatch. Außerdem haben sie mit so manchen Sprüngen, Leitern und anderen Wegen ihre Probleme. Eine Leiter an Kisten hochklettern klappt, aber dann auf das Dach daneben zu kommen, klappt mitunter erst beim dritten Versuch und davor wurde zweimal der Asphalt 10 Meter tiefer besucht. Aber auch vor Röhren und kleinen Ecken bilden sich regelmäßig Staus, wenn die KI-Kollegen dort durchwollen oder einer nach dem anderen eine Leiter erklimmt. Zwei Bots in einem engen Gang: Beide bleiben stehen und dann läuft einer irgendwann wieder weg. Ein Ausweichen oder Platzmachen gibt es nicht. Auch sehr kurios die Aufgabenverteilung. Wenn z. B. eine Bombe gelegt wurde, dann sichern die KI Kollegen wunderbar den Platz, aber dann bekommt man die Funkmeldung "Commander wir decken sie, wenn sie entschärfen". Dumm nur, dass die Bots immer auf den Commander warten, auch wenn dieser am anderen Ende der Map ist. Selber entschärfen tun sie nur, wenn der Spieler gestorben ist. Ansonsten versammelt sich die komplette Truppe neben der tickenden Bombe. Gleiches bei der Geiselbefreiung: Hier wird immer schön auf den Commander gewartet.

Die Mapauswahl in Condition Zero ist nicht gerade überwältigend, wenn man Counter Strike schon gespielt hat. Die Maps wurden stellenweise leicht überarbeitet und die ein oder andere Textur verändert, doch große Änderungen sollte keiner erwarten. Die Maps variieren dabei zwischen Gebäuden, großen Außenarealen, Lagerhallen, etc. Ein sozusagen kleiner Bonus befindet sich noch der von Gearbox angefangene, aber nie richtig fertiggestellte SP-Modus im Spiel. Allerdings auch nicht gerade in einer Gold-Version. Die sogenannten "Deleted Scenes" sind alles andere als bugfrei und es traten mehrere Abstürze beim Spielen auf. Kurioserweise muss man diesen Modus jedoch über Steam (Valve Onlineservice) starten, was für Offline- bzw. Modemspieler mehr als ärgerlich ist. Dabei wird Steam genaugenommen eigentlich gar nicht benötigt. In dieser SP Kampagne kann der Spieler erst ein Training absolvieren, wo die grundlegende Bedienung des Spiels nähergebracht wird. Danach warten 12 Missionen auf den Spieler, die auf der ganzen Welt angesiedelt sind. Auf einer großen Übersichtskarte kann man diese auswählen und sich ins Abenteuer stürzen. Eine durchgehende Story ist nicht vorhanden, man erlebt vielmehr lauter kleine Einzeleinsätze. Mal ist ein abgestürzter Hubschrauber zu finden und Überlebende zu suchen, eine Nuklearrakete ausfindig zu machen oder ein VIP zu eskortieren. Dabei kämpft man mitunter gegen wahre Massen an Gegnern mit geringer Intelligenz, was alles leider doch etwas eintönig werden lässt. Die Schauplätze sind dabei recht abwechslungsreich und vielfältig gestaltet, leider jedoch längst grafisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Dennoch macht dieser SP Modus noch am meisten Spaß, was wohl auch daran liegt, dass man ansonsten alles schon von CS1.6 kennt.

Mehrspielermodus

Wer es allein gegen die Bots nicht mehr aushält, der kann Condition Zero auch im LAN oder Internet spielen. Für letzteres wird jedoch Valves "toller" Steam-Service benötigt, der eine Kuriosität für sich darstellt. Mit Condition Zero stehen dem Käufer drei mögliche Spiele zur Auswahl, da wäre neben der Möglichkeit Condition Zero online zu spielen auch ein integriertes CS1.6 und die "Deleted Scenes". Nachdem man Steam installiert und Condition Zero ins Steamformat umgewandelt hat, kann man sich endlich daran machen und online zocken. Allerdings dauert Start/Anmeldung, etc. mit Steam eine kleine Ewigkeit, bis man endlich im Spiel ist, wenn der Server mitspielt und man sich überhaupt einloggen kann. Und da erlebt man nichts anderes, als das bekannte CS ohne irgendwelche großen Neuerungen. Zwar lässt sich Condition Zero nur auf Deutsch installieren, aber man kann zumindest über Steam die Sprache auf Englisch umstellen und hat das ganze Spiel auf Englisch und ungeschnitten erleben.

Ausrüstung

Am Anfang jeder Runde von Counter Strike bzw. Condition Zero kann sich der Spieler eine ganze Reihe an Ausrüstungsgegenständen kaufen. Neues Geld bekommt man für das Ausschalten von Gegnern und Erfüllen von Missionszielen. Kenner bekommen bei der Ausrüstung nichts Neues geboten. Unterschiedliche Pistolen, Shotguns, Maschinengewehre und Rifles. Dazu kommt noch Panzerung (Kopf, Weste, etc.) und natürlich eine Reihe an Granaten, wie Blend- und Rauchgranaten.

Grafik

Half Life hat mittlerweile einige Jahre auch dem Buckel und das merkt man Condition Zero deutlich an. Bis auf wirklich einige wenige Detailverbesserungen sieht Condition Zero aus wie Counter Strike. Die Levels sind recht eckig und viele Decos gibt es nicht. Die Texturen sind noch mit das Beste am Spiel, wenn sie auch nicht wirklich als HighDetail vorliegen, wie man sie z. B. bei UT2004 oder Battlefield Vietnam sieht. Die Charaktere haben wenige Polygone und die Animationen sind auch Schnee von gestern (wildes Rumzappeln) - von vielen und guten Grafikeffekten ganz zu schweigen. Allerdings sind die Hardwareanforderungen dementsprechend auch recht gering. Laut Packung sollen schon 500MHz reichen.

Sound

Ebenfalls in Sachen Sound ist das Spiel auf dem Stand von Half Life bzw. Counter Strike.Die Sounds scheinen einfach nur übernommen worden. Noch immer hat man das aus Half Life bekannte Türgeräusch und viele andere vertraute Effekte. Was für einen Usermod noch ordentlich war, ist für ein offizielles Spiel heutzutage nur noch Durchschnitt. Nichts besonders Spektakuläres, aber auch nicht schlecht.

Meinung

Es kann eigentlichen kaum jemanden geben, der heutzutage noch nicht mit Counter Strike in Verbindung gekommen ist. Selbst nach so vielen Jahren tummeln sich noch Tausende auf den Servern und nun kommt die offizielle Versoftung der Useridee. Doch irgendwie wird da nichts Besonderes geboten. Es spielt sich wie Counter Strike und bis auf einige sehr kleine Änderungen (z. B., dass man sich Infos einblenden lassen kann) ist es auch nichts anderes. Einzig die Tour of Duty macht kurzzeitig etwas Spaß, wenn man in jeder Map bestimmte Ziele erreichen muss und die Deleted Scenes sind auch nett für zwischendurch, wobei man sich jedoch fragen muss, wozu brauch man für einen Offlinemodus Steam? Aber insgesamt bietet Counter Strike - Condition Zero einfach zu wenig, um einen Preis von etwa 30€ zu rechtfertigen. Wer Counter Strike schon online spielt bzw. gespielt hat, der braucht es nicht. Da kann man sich für den Notfall, wenn man offline spielen will, auch einen Bot runterladen. Alle anderen, die Half Life haben, können sich die kostenlose Version runterladen und wer bis heute noch kein Half Life im Regal stehen hat, ist wirklich selber schuld :-),denn das Spiel sollte man gespielt haben - das gibt es nämlich in einer günstigen Sammelbox (Generation Pack inkl. Counter Strike) und erhält damit, zusätzlich mit einer Fülle an Usermaps und -Mods, deutlich mehr Spiel fürs Geld.


Geschrieben am 05.04.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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