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Conan (Xbox360)  

Rückseite ]

Info
Autor 3
 2
 2
 1.5
Gesamt (4 votes) 3
 1.8
 1.3
 1.5
Name:Conan (Xbox360)
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2007/10
Publisher: THQ
Entwickler: Nihilistic
Offiz. Sites: Game
Links: www.conan.com
Hardware: Xbox360
System: Xbox360
Sprache: Multilingual
zensiert: ja
Bemerkung: auch für PS3
USK: 16
Screens der Uncut-Fassung
Conan (Xbox360) (review von nali_warcow)

Mit der God of War Serie hat Sony schon auf der "alten" Playstation 2 gezeigt, wie ein Actionspiel heutzutage verpackt werden kann. Kratos stellt trotz bislang fehlender Playstation 3-Umsetzung ganz klar die Messlatte für alle kommenden Actionkracher dar. Was bei Kratos und der griechischen Mythologie klappt, sollte sich doch eigentlich auch problemlos auf andere Helden anwenden lassen. Hatte der gute Conan schon einige durchwachsene Auftritte in Videospielen hinter sich, könnte eine God of War-Kopie ja nur besser werden. Zumindest waren das wohl die Überlegungen des Entwicklers Nihilistic, der jetzt ein Next-Gen-Conan-Abenteuer in Angriff nahm. Das Ergebnis steht inzwischen schon einige Monate in den Händleregalen und fährt überwiegend vernichtende Wertungen im 60iger-Bereich ein. Ist da wirklich alles verloren oder ist der Titel nur ein "Opfer", da er sich mit dem schwer zu übertreffenden God of War messen muss? Die Antwort darauf gibt es im folgenden Review, basierend auf der (leider) deutschen Xbox 360-Version. In Deutschland ist lediglich die stark geschnittene Fassung mit einer USK Freigabe 16 im Handel. Allerdings sollten volljährige Zocker diese "Verstümmlungs-Edition" möglichst vermeiden. Sicherlich ist es eine Geschmacksfrage, wie viel Blut man braucht und ob nun einige rote Pixel mehr oder weniger einen Unterschied machen, allerdings wurde bei Conan sämtliches Blut entfernt. Dazu zählt Blutfontänen bei kritischen Treffern, Blutspritzer auf dem Boden und "Dekoblut", das schon vor dem Eingreifen des Helden auf dem Boden oder an den Wänden klebt. Außerdem wurde bei den Moves und Finish-Attacken gekürzt. So werden in der deutschen Version Gegner weder zerstückelt noch geteilt und auch die Gliedmaßen bleiben ebenfalls dran. Bei spektakulären Aktionen gibt es keinen Zoom, kein Slow-Motion und auch Zwischensequenzen kommen durch den fehlenden Körpersaft extrem unglaubwürdig daher. Kratos darf etwa in einer Button-Sequenz den Feind brutal mit einer Tür zerquetschen / enthaupten, Conan dagegen drückt den Zwischengegner mit dem Gesicht in einen spitzen Gegenstand und es ist nichts zu sehen. Auch Ragdoll-Effekte wurden entfernt, Gegner können nicht mehr in Brand gesetzt werden und Leichen verschwinden nach wenigen Sekunden. In einigen Spielpassagen kommt es zudem aufgrund der Kürzungen zu komischen Effekten, wie etwa an einem Strand, wo ein Schwert in einem Fass steckt und beim Herausziehen Blut zu sehen ist. Da wurde bei den Kürzungen nicht aufgepasst und lediglich der eigentlich dort liegende Körper (der vom Schwert durchbohrt wurde) entfernt. Da es die USK natürlich auch gar nicht gut findet, wenn es irgendwelche Zähler oder Belohnungen für grausame Taten gibt, musste auch in diesem Bereich geschnitten werden. Es gibt zwar noch einen Combo-Zähler, allerdings ohne den kleinen Bluteffekt im Hintergrund, in der Levelendbewertung fehlt die Anzahl abgetrennter Gliedmaßen und auf der Xbox 360-Version wurden die Achievements verändert. Insgesamt wurden sechs der 49 Achievements gestrichen und die dadurch frei gewordenen Punkte (1000 Punkte hat ein Spiel normalerweise) auf andere Erfolge verteilt. Es fehlen die Auszeichnungen für das Aufspießen von Gegnern, Enthauptungen und Verstümmelungen.

Es war einmal…

Das Spiel beginnt damit, dass eine alte Frau vor dem Lagerfeuer sitzt und eine Geschichte erzählt. Es geht dabei um die Barbarenlegende Conan, der sich auf den Weg zur vergessenen Insel von Balmoria aufmachte. Oben, auf der Spitze des Berges, dem höchsten Punkt der Insel, findet der Krieger ein lang vergessenes Grab. Doch Conan findet hier nicht nur ein kostbares Juwel, er lässt gleichzeitig auch eine vor langer Zeit in Stein gefangene Kreatur frei. Die Sicht schwindet, die Dunkelheit hüllt den Helden ein und er erwacht schließlich am Ufer einer unbekannten Insel…

Ob - und wenn ja wie - es Conan gelingt, das angerichtete Unheil wieder ins rechte Lot zu bringen, wird sich im Laufe der Geschichte erst noch zeigen. Allein nimmt der Barbar den Kampf gegen zahlreiche Monster nicht auf, sondern trifft auf weibliche Gesellschaft, die sich ebenfalls auf einem Rachefeldzug befindet. Vor, während und nach einer Mission gibt es dabei immer wieder kurze Zwischensequenzen, die die Handlung ein wenig weiter voran bringen, neue Hinweise enthüllen oder aber einfach nur den Übergang zum nächsten Schauplatz bringen. Die Präsentation ist nett und stimmig, reicht aber nicht im Ansatz an God of War heran, das deutlich komplexer, ausgearbeiteter und stimmiger ist. Conan ist ein Mann des Kampfes und verliert nur wenige Worte, dazu gibt es nur wenige Nebencharakter, die auch nicht sonderlich gut ausgearbeitetet wurden Nebencharaktere.Dafür bietet das Spiel jedoch ein interessantes Ende. Um herauszufinden, was aus Conan und seiner mysteriösen Begleiterin wird, ob sie beide ihr Ziel erreichen und wie die Geschichte endet, gilt es sich durch zahlreiche Feinde zu metzeln, etliche Bossgegner zu besiegen und kleinere Hüpf- und Puzzlepassagen zu meistern.

Ein actionreiches Abenteuer

Nach einer recht knappen Einleitungssequenz steht Conan in einer alten Grabkammer, die Türen fallen hinter ihm ins Schloss und die ersten Gegner, einige Geister, kommen zum Vorschein. Geschwind greift er zur erstbesten Waffe und teilt ordentlich aus. In bekannter Actionmanier geht es im Folgenden durch den Level. Sind die Angreifer ausgeschaltet, dann geht es durch Türen, Räume und Gänge immer weiter ins Gewölbe, bis schließlich nach einigen großen, wandelnden Statuen, der erste Level abgeschlossen ist. Dieser Level dient dabei primär als Tutorial, um den Spieler in die grundlegenden Spielelemente und die Steuerung einzuführen. In den weiteren elf Leveln, die unterschiedlich groß ausgefallen sind, kommen zwar noch einige Kleinigkeiten hinzu, doch die grundlegenden Gameplayelemente sind schnell erlernt. Als Conan kämpft sich der Spieler durch sehr lineare Missionen, die jeweils aus unterschiedlichen Raum- und Gangsystemen bestehen. Sind die Angreifer besiegt, kann der Held durch die nächste Tür gehen oder sich an Mechanismen zu schaffen machen, was aber im Kampf meist nicht gut funktioniert, wenn er nicht zahlreicher Treffer einstecken will. Durch Schalter werden etwa große Türen entriegelt, Plattformen ausgefahren oder ein Hindernis beseitigt. Mitunter sorgt auch die letzte Angriffswelle dafür, dass sich eine Tür öffnet oder eine Barrikade verschwindet. Immer wieder gibt es auch kleinere Puzzle- und Klettereinlagen, die zwischen den Kämpfen eingestreut werden. Entsprechend gilt es Säulen umzukippen, um höher gelegene Ebenen zu erreichen, Objekte können in Brand gesetzt werden oder es muss kurzzeitig ein Verbündeter vor Feindangriffen beschützt werden. Zudem kann sich Conan an einigen Vorsprüngen nach oben ziehen und an besonders auffälligen Wänden entlang hangeln, wobei ein Sturz in den Abgrund meist tödlich endet. Dank überwiegend fair verteilter Checkpoints ist es kein zu großes Problem. Lediglich an zwei Stellen ist der Rücksetzpunkt ein wenig nervig, da dort der Boden unter Conans Füßen einbricht bzw. Plattformen einstürzen. In beiden Fällen warten vor den Sprungpassagen einige nervige Kämpfe auf den Spieler. Mit ein wenig Glück schafft man es jedoch an den Feinden vorbeizulaufen. In den einzelnen Leveln befinden sich neben den Checkpoints auch meist ein bis zwei Speicherpunkte, an denen beliebig oft gesichert werden kann. Gerade in größeren Höhlen oder Außenbereichen lohnt es sich beim Betreten und vor dem Verlassen eine Sicherung anzulegen. Meist gilt es hier einige etwas umfangreichere Hüpft- oder Kletterpassagen zu meistern, Gegenstände zu aktivieren und Angriffswellen zu besiegen. Auch der eine oder andere Bosskampf wartet nach dem Speicherpunkt auf den Spieler.

Um in den etwa sechs bis acht Spielstunden nicht zu viel Langeweile aufkommen zu lassen, haben sich die Entwickler für eine sehr breit gefächerte Palette an Schauplätzen entschieden. Da sich die einzelnen Abschnitte meist in 20 bis 30 Minuten erledigen lassen, gibt es immer wieder interessante Schauplatzwechsel. Das Abenteuer von Conan spielt nicht nur in düsteren Gewölben und Grabkammern, sondern auch zahlreiche Außenareale gilt es zu erkunden. Der Spieler kämpft sich dabei am Strand entlang, durch ein Piratendorf, eine Stadt in der Wüste, einen brennenden Hafen oder ein Riesenungeheuer auf hoher See muss abgewehrt werden. Jedes Setting verfügt dabei über jeweils individuelle Gegnertypen, die sich nicht nur im Aussehen ändern. Es gibt zum einen unterschiedliche menschliche Gegner, wie Piraten, Eingeborene und Stadtwachen und zum anderen wollen einem auch Löwen und Gorillas an die Gurgel. Die normalen Angreifer gibt es meist in unterschiedlichen Varianten und Waffenausstattungen, wobei immer mal wieder auch Anführer in den Kampf eingreifen. Diese Anführer halten nicht nur mehr aus als die normalen Gefolgsleute, sondern sind auch Meister der Verteidigung, welche es zu überwinden gilt. Abgerundet werden die Kämpfe durch zahlreiche, spektakuläre Endgegner. Egal ob Seeungeheuer, Drache oder Elefant, die Entwickler hatten sichtlich Spaß mit God of War und versuchten spannend inszenierte Kämpfe auch in ihr Spiel einzubauen. Über mehrere "Phasen" hinweg gilt es dabei die teils gigantischen Angreifer in die Knie zu zwingen. Das Ergebnis kann sich dabei überwiegend auch sehen lassen. Ein wenig unschön fallen die gerade gegen Ende häufiger verwendeten "normalen" Endbosse auf. Hierbei handelt es sich um "überstarke" menschliche / menschenähnliche Bosse, die weniger eindrucksvoll sind und sich merklich repetitiver präsentieren. Gerade auch weil diese Bosse sehr viele Schläge blocken können, verlieren diese Auseinandersetzungen an Tempo und Faszination. Beim Endkampf stellt sich zudem auch ein wenig die Frage, wie fair oder unfair Spiele sein sollten, da der Spieler nahezu ständig getroffen wird und kaum eine Chance hat das zu tun, was er tun muss, um den finalen Gegner in einer bestimmten Angriffsphase zu schaden. Bis auf einige Ausreißer bei einigen Bossen ist das Balancing aber weitestgehend recht ordentlich gelungen.

RPG-Conan

Um sich gegen die zahlreichen Gegner zur Wehr setzen zu können, kann der Spieler auf diverse Nahkampfwaffen zurückgreifen. Schwert, Axt, Schild und Lanze befinden sich in den unterschiedlichsten Variationen in den einzelnen Leveln. Die Wahl des möglichen Tötungswerkzeugs ist dabei nicht nur ein Goodie, sondern ein ganz zentraler Punkt des Kampfsystems. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Kampffertigkeiten. Neben allgemeinen Kampfaktionen gibt es jeweils spezielle Fertigkeiten und Angriffe in den drei Kategorien Einhändig (mit Schild), zwei Waffen und Zweihändig. Auf welche Waffengattung sich der Held spezialisiert oder ob die Entwicklung in Richtung Allrounder gehen soll, bleibt ganz dem Menschen am Gamepad überlassen. Um zusätzliche Fähigkeiten, wie stärkere Angriffe und Angriffskombos, zu erlernen, wird jedoch ein wenig Erfahrung benötigt. Wie im Actionabenteuer des Spartaners auf der Playstation 2, so muss auch Conan entsprechend Erfahrungspunkte sammeln. Diese befinden sich meist in Kisten, die in der Landschaft herumstehen, teilweise allerdings auch etwas verstecker zu finden sind. Zudem hinterlassen einige Gegner Erfahrung und das retten nackter Jungfrauen bringt ebenfalls einige Pünktchen aufs Konto. Blut darf in der USK 16-Fassung natürlich nicht vorkommen, aber gegen Nippel und viel nacktes Fleisch hat der Jugendschutz nichts entgegenzustellen. Wie dem auch sei, mit dem Erlernen einer Fähigkeit ist noch nicht alles erreicht. Anfangs beherrscht Conan den Angriff nämlich lediglich auf der "Anfängerstufe". Jede Anwendung der Fähigkeit sorgt danach entsprechend dafür, dass sich der Balken der Beherrschungsstufe füllt, der Angriff besser wird und auf der maximalen Stufe eventuell einige Bonuseffekte, wie etwa zusätzliche Erfahrung beim Kill eines Gegners, dazu kommen. Erlernt werden jedoch nicht nur Angriffe, sondern auch Verteidigungsmanöver, wie unterschiedliche Paraden und Greif-Attacken, womit Gegner etwa in den nächsten Abgrund geworfen werden können. Je nach Spielstil, Waffe und Vorlieben lassen sich sehr unterschiedliche Kampftechniken entwickeln und einsetzen. Ein wenig Variation kommt somit auch einem zweiten oder dritten Durchspielen zu Gute, wenn man einfach mal ganz andere Kampffertigkeiten oder Waffen ausprobiert. Doch es sind nicht nur die Angriffe und Angriffsmöglichkeiten, die eine wichtige Rolle in Conan spielen. Sehr viel wichtiger ist es, den Lebensbalken möglichst gut gefüllt zu haben und wenig Schaden zu nehmen. Mit einem einfachen Druck auf die Blocken-Taste ist es in diesem Actionspiel nicht getan. Mit Dauerblock lassen sich lediglich Angriffe der schwachen Feine aufhalten, dies jedoch nicht einmal sonderlich effektiv. Sehr viel besser ist es da, wenn im richtigen Moment, sprich wenn der Feind zum Angriff ausholt, die Blocken-Taste gedrückt wird. Wenn die Klingen aufeinanderprallen, dann leuchtet ganz kurz B, X oder A auf. Gelingt es dem Spieler nun schnell genug die entsprechend korrespondierende Taste auf dem Gamepad zu drücken, dann wird der Angreifer in einem ansehnlichen (in der deutschen Version sehr blutleeren) Angriffskombination erledigt. Doch mit der Blocken-Taste allein kommt Conan nicht weit. Sehr viele Feinde beherrschen Angriffsmanöver, die sich gar nicht blocken lassen. Diese schweren Angriffe durchbrechen die Abwehr und können den Helden ggf. zu Boden schicken. Entsprechend gilt es nicht nur schnell zu sein, sondern Feind und Angriffsmuster zu erkennen, um sich im richtigen Moment mit einer Rolle in Sicherheit bringen zu können. Gerade in dem Moment, in dem der Gegner einen Schlag in die Luft ausführt, macht ihn besonders verwundbar. Wer ansonsten nur versucht durch stumpfe Dauerangriffe die Feinde zu besiegen, wird kein Land sehen. Schon auf der untersten Stufe blocken die stärkeren Gegner teilweise recht frühzeitig. Hier sind dann - je nach Gegnertyp - unterschiedliche Herangehensweisen gefragt. Wer es nicht mit Ausweichrollen und schnellen Angriffen im Rückenbereich versuchen möchte, kann auch mit schweren Angriffskombos die Abwehr, etwa einen Schild, zerstören. Gerade die immer mal wieder eingestreuten, stärkeren Anführer erfordern mehr taktisches Vorgehen und das Ausnutzen aller Kampfmöglichkeiten.

Neben den Waffen kann Conan im Laufe des Spiels auch noch auf vier "Zauber" zurückgreifen, die God of War-Kennern ein wenig bekannt vorkommen dürften, und sich im Kampf gegen besonders starke oder viele Gegner lohnen. So lassen sich Feinde versteinern, mit einem Feuerregen eindecken oder in einen dunklen Erdspalt ziehen, der kurzzeitig geöffnet werden kann. Für solche Aktionen wird entsprechend blaue Energie benötigt, die in Urnen zu finden ist. Zudem gilt es sich ab und zu ein wenig vom actionreichen Gameplay zu lösen und die Umgebung genauer in Augenschein zu nehmen. Auch in der linearen Welt von Conan sind einige Geheimnisse verborgen und sogar versteckte Jungfern warten auf einen Retter, der ihre Fesseln durchtrennt. Triumvirat-Runen lockern ebenso das Geschehen auf und müssen schnell hintereinander aktiviert werden. Wird dies geschafft, steigt der entsprechende Lebens-, Mana- oder Adrenalinbalken ein Stückchen an. Die erste Rune ist dabei eigentlich immer so platziert, dass man diese nicht übersehen kann. Im gleichen Raum gilt es dann lediglich Nr. 2 und 3 zu finden, was an einer Stelle ein wenig gemein ist. Wer hier zu schnell den "Ausgang" erblickt und eine Statue umgeworfen hat, um den Ausgang zu erreichen, kommt nicht mehr an die dritte Rune. Ansonsten ist lediglich ab und zu ein wenig Geduld und Ausprobieren gefragt, um den optimalen Weg zwischen allen drei Runen zu finden.

Next-Gen-Conan?

Auch wenn Gameplay wichtig ist, spielt für viele Spieler die Optik gerade auf Next-Gen-Systemen wie der Playstation 3 oder Xbox 360 eine große Rolle. Hier hat Conan allerdings einige Probleme mit den aktuellen Titeln mithalten zu können und befindet sich eher noch in einer Art "Umbruchsphase" zwischen Last-Gen und Next-Gen-Optik. Es drängt sich dabei durchweg der Verdacht auf, dass der Titel anfangs für Playstation 2 und Co geplant war und zum Ende hin die Plattform gewechselt hat. Die Figuren bestehen teils aus recht wenigen Polygonen, was insbesondere in einigen Close-Ups in den Zwischensequenzen sehr unangenehm auffällt. Auch sind die Texturen teilweise keine Freude. Die Welt bzw. die Level sind zwar abwechslungsreich und haben einige nette Kulissen zu bieten, aber die Wow-Effekt einer God of War 2-Kulisse wird nur im Ansatz erreicht. Sehr stark fallen beim Spielen dabei nicht nur die engen Levelbegrenzungen auf, sondern auch etliche kleine, unschöne Details. So ist ab und zu um Conan und anderen Charakteren ein hauchdünner "Rand" zu sehen, wodurch die Figuren kurzzeitig wie schlecht hinein kopiert aussehen. Aber auch die Animationsübergänge sind teilweise nicht optimal und es kommt immer mal wieder zu sehr unschönen Clippingfehlern, so dass ein Gegner auch mal im Felsen steckt. Dafür läuft der Titel jedoch durchgehend - egal ob nun ein riesiger Bossgegner die Kulisse zerlegt oder zahlreiche normale Feinde auf den Barbaren einstürmen - flüssig und mit stabiler Bildrate. Auch wenn die deutsche Version von Conan geschnitten ist, so hat THQ zumindest die deutschen und englischen Texte und Sprachen auf die Disk gepackt. Je nach Spracheinstellung der Xbox kann der Spieler zwischen dem Original und der durchaus ordentlichen Übersetzung wählen. Neben diversen, passenden Sounds in den Kämpfen, gibt es einen durchweg stimmigen und atmosphärischen Soundtrack, der einige Spieler doch sehr an Kratos Abenteuer auf der Playstation 2 erinnert, was aber nicht schlecht ist.

Meinung

Conan hat es natürlich sehr schwer gegen God of War anzukommen. Besonders enttäuschend ist, dass ein Next-Gen-Action-Adventure die optischen Möglichkeiten nicht wirklich ausnutzt. Conan sieht nicht schlecht aus, aber schafft es auch nicht den bombastischen Eindruck, die teils gigantischen Hintergründe und Szenarien von God of War zu erreichen. Entsprechend fällt das aus Räumen und Gängen bestehende Leveldesign recht stark auf und auch die Spielzeit ist eher dürftig. Dem gegenüber stehen überwiegend recht fordernde Kämpfe, ein umfangreiches und komplexes Kampfsystem mit unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten und viele Bosskämpfe. Insgesamt hätte sich Conan durchaus noch eine 3+ erkämpfen können, aber die hier getestete deutsche Version des Spiels wurde derart verstümmelt, dass sich dies doch merklich auf die Atmosphäre niederschlägt und am Ende lediglich eine 3 als Endwertung heraus springt. Xbox Spieler haben wenig Alternativen, aber Besitzer einer Playstation 3 sollten, wenn sie noch schlau waren und sich eine 60GB Version mit Abwärtskompatibilität besitzen, lieber zur God of War-Reihe greifen.


Geschrieben am 04.01.2008, Testkonfiguration: Xbox360
 



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