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Info
Autor 3
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 1.5
 1
Gesamt (6 votes) 3+
 1.5
 1.5
 1.3
Name:Commandos Strike Force
Genre: Taktik-Shooter
Produkt: Vollversion
Release: 2006/03
Publisher: Eidos
Entwickler: Pyro Studios
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 1.8Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 2850 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: 1.2
Bemerkung: auch für Xbox, PS2
USK: 18
Commandos Strike Force (review von ronin)

Pyro Studios gelang 1998 mit "Commandos - Hinter feindlichen Linien" ein Meilenstein, der zwei Nachfolger nebst Addon und natürlich auch Nachahmer hervorgebracht hat. Das Echtzeit-Taktik-Spiel setzte geduldiges und überlegtes Vorgehen im Stil des Stäbchenspiels Mikado voraus und motivierte mit endlosen Herangehensweisen zur Lösung des jeweiligen Auftrages. Der Höhepunkt der Serie war zweifellos der zweite Commandos-Teil. Der dritte Teil "Destination Berlin" war ein ziemlich vermurkster Abklatsch, der aus Zeitmangel und dem unbedingten Willen zur Massentauglichkeit (Eidos sei Dank) der Serie ein trauriges Ende bescherte. Allerdings meldete sich Pyro Studios plötzlich mit einer First-Person-Variante wieder zu Wort. Schon die Previews verfolgte ich mit Argwohn. Befürchtete ich doch, daß der eher gemächliche und stark taktische Schwerpunkt des Spiels einfach ins Fahrwasser der derzeit so beliebten Zweite-Weltkriegs-Shooter Marke Call of Duty eintauchen wollte. Mitte März war es nun endlich soweit. Der Actionableger Commandos Strike Force wurde, nebst hoher Bewertungen in diversen Printmags, auf die nach Spielen dürstende Käuferschaft losgelassen (der Mangel an neuen Spielen in den ersten beiden Monaten des Jahres ist immer schwer auszuhalten ;) ). Ob nun ein weiteres Call of Duty 246, oder aber eine gelungene Portierung des Spielkonzepts in die FPS-Ecke gelungen ist, soll das Review zeigen.

Technische Präsentation

Grafik: Die Optik kommt relativ unspektakulär daher, zumindest wenn man Vergleiche mit anderen FPS-Shootern zieht. Die Texturen wirken verhältnismäßig blaß und eckig und die Animationen der Soldaten sind manchmal etwas hölzern und hätten ein paar Bewegungsanimationen mehr vertragen können. Allerdings gibt's schöne Lichtverhältnisse, wenn zum Beispiel das französische Dörfchen, das ich mit meinem Spion durchstreife, in ein mildes Abendrot getaucht ist. Die wenigen Explosionen und Gaswolken sind nett anzuschauen, aber ringen dem verwöhnten Shooter-Fan nicht mehr als ein müdes Lächeln ab, was allgemein für die gesamte grafische Präsentation gilt. Allerdings wurde nicht geschlampt und alles in allem solide Arbeit abgeliefert, denn wenn der Spielspaß stimmt, verzeiht man kleinere Mängel recht leicht.

Sound: Die orchestrale Musik des Spiel ist erstaunlich abwechslungsreich und hebt sich vom Bombastgedudel Marke Call of Duty angenehm ab. Ich war überrascht, wie dynamisch sich die Musik an die Spielsituation anpaßte und trotzdem Wiederholungen vermeiden konnte. In Frankreich ertönt in der Regel landestypische Musik, die bei bevorstehenden Kämpfen oder spannenden Schleichabschnitten harmonisch in einen dramatischeren Stil wechselt. Schleicht man durch die zerstörte Stadt Stalingrad, immer auf der Hut vor Heckenschützen und mit dem Gewehr im Anschlag, wird durch die Musik eine beklemmende und irgendwie traurige Atmosphäre aufgebaut. Toll! In diesem Bereich läßt Commandos Strike Force wahrlich nichts anbrennen. Die deutsche Sprachausgabe kommt professionell daher, hat aber mit argen Aussetzern in der Lippensynchronisation zu kämpfen und die ungewollten Gesprächspausen zwischen den Sätzen sind einfach nur Atmosphäre tötend. Sagt der Spion zum Beispiel, in einer Situation die dramatisch wirken soll, "Und, hältst du mich immer noch für einen Verräter?!", kommt an dieser Stelle ein Wechsel hin zum Green Beret, der erst drei Sekunden später seine Antwort gibt. Die eigentlich aufgeheizte Situation ist völlig dahin. Leider kommt diese Schwäche bei jedem Gespräch zum Tragen und die Figuren, die allgemein recht schweigsam sind, bleiben blaß und wachsen dem Spieler kein bißchen ans Herz. Die Soundeffekte und Sprachfetzen der gegnerischen Soldaten sind entweder ein unverständliches Gebrabbel oder erklingen mit den immer gleichen Sätzen aus in den Levels verteilten Funkgeräten. Wurde man entdeckt, wird der geübte Commandosveteran einige Wortwechsel wiedererkennen. Der Satz "Sie haben einen Kameraden getötet!" zieht sich faktisch durch die gesamte Commandosreihe. Schade, daß bei der Sprachausgabe etwas geschlampt wurde, denn ansonsten ist die musikalische Präsentation sehr gut gelungen.

Steuerung: Wer einen FPS-Shooter bedienen kann, wird auch mit Commandos Strike Force nicht überfordert sein. Überhaupt ist die Bedienung auf Vereinfachung getrimmt, was ich nicht negativ finde. Schnell hat man die gewünschte Waffe in der Hand, oder die jeweilige Uniform angezogen. Die Schleich- und Infiltrationspassagen sind sowieso recht gemächlich und die Steuerung geht fix in Fleisch und Blut über. Ein praktische kleine Minimap gibt Informationen über Feinde in der Nähe, wobei hier noch gekennzeichnet wird, ob man sich auf gleicher Höhe wie der Feind befindet. Missionsziele sind durch Pfeile hervorgehoben und damit recht einfach zu finden. Will man es genau wissen, kann man noch per Fernglas jeden Feind auf der Karte sichtbar machen. Lediglich die Gesamtkarte des Levels ist etwas unübersichtlich und bietet zu wenige Anhaltspunkte, allerdings sind die einzelnen Karten nie so groß, daß man sich wirklich darauf verlaufen kann. Insgesamt ist in diesem Bereich die Portierung ins neue Genre gut gelungen und bietet wenig Anlaß zur Kritik. Lediglich die fast nicht vorhandene Streuung der Waffen macht das Spiel zu einfach. Zwar zielt man im Laufen schlechter, aber die Kugeln treffen bei Dauerfeuer immer noch sehr genau das Ziel.

Gameplay

Aber kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Das Setting ist schnell erklärt, da selbst der geschichtsdesinteressierteste Zocker mittlerweile jede "großartige" Schlacht des Zweiten Weltkrieges mehrfach erlebt haben sollte. Man beginnt in Frankreich, arbeitet sich dann weiter nach Norden ins verschneite Norwegen vor und landet schlußendlich im zerstörten Stalingrad. Das klingt jetzt nach einer recht abwechslungsreichen "Landschaft", doch leider unterbietet der FPS-Ableger mit seinen ca. fünf Stunden Spielzeit sogar das "grandiose Röhrenspiel" Unreal2. Aber dazu später mehr. Zwar wird versucht eine Story um die drei Hauptakteure zu spinnen, aber leider gelingt das nicht wirklich. Die Charaktere bleiben blaß und die aufgesetzt wirkende Handlung will sich in der kurzen Spielzeit nicht so recht entfalten. Zwar sind die Missionen innerhalb des jeweiligen Settings miteinander verknüpft und der Green Beret murmelt immer mal was von einem Verräter in den eigenen Reihen, aber wenn man nicht genau aufpaßt, geht dieser eher blasse Storyfaden völlig an einem vorbei. Schade, hier wäre definitiv mehr drin gewesen. Die Taktikvorfahren hatten da definitiv mehr zu bieten. Da wirkten die Charaktere irgendwie sympathischer und durch die anderen, im Shooterverschnitt leider gestrichenen, Probanten kam eher so ein fronttypisches Kameradschaftsgefühl auf. (klingt blöd, ist aber so! ;) ) Nimmt man noch das schon angesprochene Sprachausgabeproblem dazu, bleibt die "Story" letztendlich Makulatur.

Gespielt wird mit drei Spezialisten. Da wäre einmal der Spion, der durch das lautlose Töten von Feinden und das Tragen gegnerischer Uniformen der perfekte Infiltrator ist. Zusätzlich hat er noch eine schallgedämpfte Pistole und kann mit Gasgranaten um sich werfen. Der Scharfschütze wirft lautlos Messer und snipet, ständig "Verdammt bin ich gut!" murmelnd, Deutsche im Sekundentakt. Der Letzte im Bunde ist auch gleichzeitig der Mann fürs Grobe. Der Green Beret trägt die richtig schweren Sachen wie Panzerfaust oder MG. Allerdings darf er auch zwei Maschinenpistolen gleichzeitig tragen. Ein eindeutig sinnloses und unter Coolness zu verbuchendes Feature. Nur in sehr wenigen Missionen ist man mit den drei Charakteren gleichzeitig unterwegs, oftmals hockt der Sniper in irgendeinem Turm, während der Green Beret oder der Spion an vorderster Front agieren. Leider ist man auch oft komplett allein unterwegs, was die taktischen Möglichkeiten noch weiter einschränkt. Da die KI der Kollegen, wenn sie gerade nicht vom Spieler gesteuert werden, ausgesprochen dürftig ist (sie bleiben an Ort und Stelle und wehren sich nur sporadisch, von Rückzug oder Deckung haben die Mitglieder der Strike Force noch nie etwas gehört) war ein umfangreicheres Teamplay wohl auch nicht möglich. Innerhalb der Level kommt durchaus Spaß auf. Vor allem wenn man mit dem Spion unterwegs ist. Die Größe der Levels geht von extrem klein und überschaubar bis sehr groß und zum selbstständigen Erkunden einladend. Ein wirkliches Highlight ist ein französisches Dörfchen, in dem der Spion allein mehrere optionale Nebenziele und drei größere Hauptziele erfüllen soll. Überall patroullieren deutsche Soldaten und machen ein weniger offensives Vorgehen nötig. Mehrmals wird Nachgeladen und man erschließt neue Gebiete. Zum Beispiel soll man einen General töten, der zufällig im hiesigen Bordell ein Stelldichein hat. Man schleicht sich nun mit der Uniform eines Offiziers oder gar eines Gestapo-Mannes dahin, überzeugt eine dort arbeitende Tänzerin die Wachen abzulenken und schleicht sich lautlos (das Bordell ist voller Offiziere die einen recht schnell enttarnen) nach oben und macht mit dem General kurzen Prozeß. Da man vorher den Alarm sabotiert hat, verhindert man, daß die komplette Garnison über einen herfällt. Über die Dächer verschwindet man unbemerkt und freut sich über den gelungenen Clou. Leider ist diese Mission fast schon einzigartig. Die meiste Zeit spielt man einen Mix aus etwas Schleichen und viel Ballern. Vor allem die letzten Abschnitte in Stalingrad sind arg actionorientiert und man driftet in Call of Duty Gefilde ab. Zwar macht es durchaus Spaß mit dem Sniper durch die Trümmer von Stalingrad zu kriechen und gegnerischer Offiziere zu jagen, aber das dümmliche Gemetzel an einer norwegischen Brücke, wo ich minutenlang den Gegneransturm standhalten soll, oder die letzte Mission in Rußland, wo eine Kreuzung gehalten werden muß, sind ziemlich nervig und haben nichts mehr mit dem Commandos üblichen Spielprinzip zu tun. Allerdings muß man hier fairer Weise einräumen, daß es abhängig vom eigenen Spielstil ist, ob einem das Geballer mehr gefällt als die Schleicherei. Eine bessere Gewichtung hätte dem Spiel aber gut getan. Die wenigen Schleichpassagen mit Spion oder Sniper machen Lust auf mehr und kaum hat man wieder eine Ballerei überstanden wünscht man sich endlich wieder eine große Schleichmission. Leider ist das Spiel dann schon zu Ende. Womit wir beim größten Kritikpunkt sind. Das Spiel ist zu leicht und zu kurz. Selbst auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade sind die Schleichmissionen so einfach, daß jeder etwas begabte Spieler nach wenigen Stunden die Endsequenz über den Monitor rieseln sieht. Ich habe den Fehler gemacht auf "normal" zu spielen und war nach reichlich fünf Stunden durch und das, obwohl ich alle Nebenziele erfüllt hatte. Glücklicherweise kann man den Schwierigkeitsgrad für jede Mission anpassen. Die Ballerpassagen sind hingegen recht knackig, was allerdings auch an meinem Alter liegen könnte. Versierte Call of Duty Veteranen sollten auch damit keine Probleme haben ;).

Ich frage mich wahrlich, was Pyro in den drei Jahren Entwicklungszeit gemacht hat. Wahrscheinlich dicke Siesta-Sessions veranstaltet. Über die Spielzeit bin ich sehr enttäuscht und kann einfach nicht verstehen, wie einschlägige Printmags hier von zehn Stunden sprechen können und die kurze Spielzeit mit dem lapidaren Satz "Lieber kurz und ständig unter Strom, als lang und langweilig." begründen. Wenn das die Zukunft der Spieleindustrie sein soll, na dann gute Nacht. Es kann doch nicht so schwer sein ein paar Levels mehr zu designen. Eventuell riecht man ja schon wieder die Millionen für ein Addon ;), ob sich bis dahin noch jemand an diesen kurzen Commandosausflug erinnert, ist allerdings fraglich. Man merkt dem Spiel an, daß vor allem die Schleichabschnitte auf Massentauglichkeit getrimmt wurden. Es ist völlig egal wie schnell man rennt, wenn der Gegner einem nicht ins Gesicht schaut, wird man nicht wahrgenommen. Selbst Gegner die nebeneinander stehen, kann man lautlos nacheinander aus dem Weg räumen. Zwar hat man eine Münze und in einem Level sogar eine Zigarettenschachtel (völlig sinnlos und kommt auch nur einmal vor) zum Ablenken der Wachen, aber warum sollte man das tun, wenn man einfach hinter dem Gegner herläuft und ihn lautlos kaltstellen kann? Das geht schneller und da die Leichen nach wenigen Sekunden "weggebeamt" werden, braucht man sich auch darum keine Sorgen zu machen. Vor allem das fehlende Leichenverstecken ist mir völlig schleierhaft. Dadurch verliert das Spiel wirklich den letzten Rest an Anspruch. Wer es ganz einfach haben will, schnappt sich die recht knapp verteilten Gestapo-Männchen und zieht deren Uniform an. Den verbleibenden Gestapos kann man leicht ausweichen und selbst Offiziere können den Spieler nun nicht mehr enttarnen. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad nimmt die Aufmerksamkeit der Gegner zwar etwas zu, man hält weniger Treffern stand und es werden ein paar mehr Wachen verteilt, aber alles in allem bleibt es zu einfach. Das Frankreichdörfchen kann man, wenn man vorher den Alarm sabotiert hat, durchaus mit der MP im Anschlag bestreiten. Die Gegner kippen recht fix aus den Latschen und die Waffen streuen so gut wie gar nicht. Headshots im Sekundentakt sind somit auch für den Grobmotoriker kein Problem. Außerdem ist die Charakterverteilung schlecht umgesetzt. Der Spion stielt den anderen Charakteren ein wenig die Show. Vor allem der Green Beret verkommt zum Weltkriegsrambo, was so gar nicht in seine eigentliche Rolle paßt. Die schon angesprochenen Nebenziele bringen noch Punkte ein, die dem Spieler Bonusmaterial bescheren. Beim zweiten Commandosteil waren das kleine Zusatzmissionen, die dem genauen Absuchen der Levels einen Sinn gaben. Außer Artworks und einem recht interessanten "Making of" gab es bei Strike Force allerdings nichts freizuschalten. Sehr schade!

Bleibt nach dem kurzen Baller- und Schleicherlebnis eigentlich nur noch der Multiplayermodus. Ein Coop-Modus war in den vorangegangenen Commandosteilen immer enthalten, auch wenn sich dieser immer etwas zäh spielte. Das entschlackte (eher verhungerte) Spieldesign des Actionablegers wäre doch für einen solchen Modus perfekt gewesen. Leider Fehlanzeige. Dafür hat man einen halbherzigen Deathmatch- und Capture the Flag-Modi eingebaut. Wer bitte braucht das? Durch die nicht vorhandene Streuung der Waffen kann man auch Moorhuhn spielen und gegen die erdrückende und seit langem etablierte Konkurrenz (Battlefield, Medal of Honour oder Call of Duty) kommt der Titel sowieso nicht an.

Fazit

Die Portierung des Echtzeit-Taktik-Spiels ins Actiongenre sieht auf den ersten Blick recht vielversprechend aus. Die Grafik ist ok, das Setting auf der derzeitigen Modewelle, die Bedienung geht leicht von der Hand und der Mix aus Action und Schleichen kommt gut an und motiviert zum Weiterspielen. Leider vergeigt es Pyro an allen Ecken und Enden. Man hat das Gefühl, die Jungs standen unter Zeitdruck und es mußte viel rausgestrichen werden. Verschwindende Leichen, dumme Gegner und die zu mächtige Verkleidungsfähigkeit des Spions machen aus diesem Spiel selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad einen Spaziergang, der jeden etwas geübten Spieler unterfordern wird. Die schlechte Gewichtung von Baller- und Schleichmissionen und die unausgeglichene Charakterbenutzung sind unbefriedigend und lassen die Lust des Spielers auf halber Strecke ins Leere laufen. Die jämmerliche Spielzeit setzen dem ganzen Schauspiel die Krone auf. Dass ich für so etwas 45€ bezahlt habe ist eine absolute Unverschämtheit. Zwar ist es abhängig vom Spielstil, ob man nun lieber ballert oder eben nicht und es macht auch durchaus Spaß durch Frankreich zu schleichen, aber alles in allem kann ich den Titel nur empfehlen, wenn er (wahrscheinlich bald) als Budgettitel auf dem Pyramide-Haufen erscheint. Hätte man an einen Coop-Modus gedacht wäre eventuell eine höhere Wertung drin gewesen, aber mit einer 3, stark nach hinten tendierend, ist diese "Perle" gut bedient. Hoffentlich macht es Desperados2 besser, da gibt's nämlich auch bald eine First-Person-Sicht.


Geschrieben am 21.03.2006, Testkonfiguration: Athlon 64 3700+, 2GB Ram, Geforce 7800GT, SB Live 5.1
 



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