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Chronicles of Riddick  


Info
Autor 1
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Gesamt (47 votes) 1
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Name:The Chronicles of Riddick - Escape from Butcher Bay
Genre: Ego- Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2004/08
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Starbreeze
Hardware: Xbox
System: Xbox
Sprache: Deutsch/Englisch
zensiert: nein
Serie: ja
Bemerkung: auch für PC, nicht kompatibel mit Xbox360, HD Remake im zweiten Teil enthalten
USK: 18
The Chronicles of Riddick - Escape from Butcher Bay (review von nali_warcow)

Nach vier Jahren kommt der Nachfolger zum SciFi-Actionfilm "Pitch Black", in dem Vin Diesel "Richard B. Riddick" verkörpert, in den Kinos. Wie auch der aktuelle Film ist "The Chronicles of Riddick:Escape from Butch Bay" ein Prequel zu "Pitch Black"Wieso im Fall mit "The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay" in keiner Weise eine schlechte Umsetzung einer Filmlizenz bekommt, sondern eines der fesselnsten Xbox Spiele, wird im Review geklärt.

Zur Zeit existiert nur eine Xbox Fassung von "Escape from Butcher Bay", doch inzwischen wurde offiziell eine PC angekündigt. Die Entwickler Starbreeze haben zumindest schon gezeigt, dass sie grafische Qualität auch sehr gut auf den PC übertragen können, wie an "Enclave" zu sehen war, wenn gleich ihr "letzter Streich", "Knights of the Temple" nicht ganz so überzeugend war. Doch Riddick könnte selbst Doom 3 zeigen, wie gute Grafik und Gameplay unter einen Hut zu bekommen ist.

Kein Ort für den Sommerurlaub

Der Schwerverbrecher Riddick erlebt in einer Eishöhle eine Art Flashback über seine Vergangenheit. Sein Erzrivale John hat ihn gefasst und sicher verwahrt hockt er nun mit anderen Gefangenen in einem Transporter und wird zum Hochsicherheitsgefängnis "Butcher Bay" gebracht. Aus diesem Knast ist noch keiner entkommen, doch Riddick liebt solche Herausforderungen und mal sehen, wie lange es Riddick in einer Zelle aushält….

Einer der Schwerpunkte des Spiels ist die Präsentation, die nicht nur durch sehr gute Grafik erbracht wird, sondern auch in der Atmosphäre. Allein schon das eigentliche Intro des Spiels, in welchem der Spieler vom Schiff in die Zelle eskortiert wird, von der Landezone, durch das Haupttor bis zum Zellentrakt A, werden sehr beeindruckend präsentiert und schaffen eine wunderbare dichte Atmosphäre. Aber ach im Laufe des Spiels erlebt man die sehr schön präsentierte Story, welche zum einen durch Zwischensequenzen und zum anderen durch Dialoge und Scripte präsentiert wird. Auch wenn wohl kaum einer so ein hartes Knastleben "genossen" haben wird, fühlt sich sofort dort "heimisch".

Das harte Knastleben

Nachdem die Wachen Riddick in die Zelle gebracht haben, übernimmt man wieder die Steuerung der Spielfigur und schaut sich zu aller erst mal etwas um, was so die Leute hier so machen und wie man fliehen kann. Eine Person namens Barber gibt einem den Hinweis, dass im Gefängnishof jemand mit euns Sprechen will. Doch es gibt auch abseits des Weges nicht nur einige Infos, wie zwei Knasties, die sich über Ausbruchsmöglichkeiten unterhalten, sondern zwei "Kumpels" haben auch etwas gegen den in Einzelhaft sitzenden Molina. Dieser Molina soll schlimme Sachen gemacht haben, jedoch hat Riddick eigentlich keine Lust für andere zu arbeiten, doch wenn eine Belohnung versprochen wird, sieht es schon wieder ganz anders aus. Im "Hof" findet man dann auch schon bald Mattson, der sich durch ein geschenktes Messer, das man unter der Matraze in seiner Zelle findet, bei Riddick einschleimen will. Doch irgendwie hat es Riddick schon geahnt, dass die Sache einen Haken hat. Kaum ist man in der Zelle, kommen zwei Schläger von Rust an, verschließen die Tür und wollen Riddick mal einige Begrüßungsschläge verpassen. Doch da haben sie sich mit dem falschen angelegt. Von Riddick werden sich fachmanisch vermöbelt und nachdem beide am Boden liegen und sich nicht mehr rühren, verlässt man die Zelle, um sich Mattson erneut vorzuknöpfen. Lediglich die Blutspuren an den Wänden sind noch Zeugen des Kampfes. Zur Rede gestellt gibt Mattson auch schnell klein bei und verspricht, Riddick persönlich ein Messer zu bringen, er wurde nur von Rust dazu gezwungen ihn in eine Falle zu locken. Rust machte nicht nur mit den beiden Schlägern Probleme, sondern überrascht die beiden auch in Riddicks Zelle. Gedealt wird nur über ihn und er geht Riddick sichtbar auf die Nerven. Zeit sich um diesen Kerl zu kümmern. Daher geht es wieder raus, in den Hof und ab zum Zellenblock B, wo die "Auquila Jungs" ihr Reich haben. Die nicht sonderlich starken Gegner sind für Riddick kein Problem und deren Messer erweisen sich sehr hilfreich im Kampf gegen Rust, der wenig später hier nichts mehr sagen kann und tot auf dem Boden liegt. Damit hat Riddick den Grundstein für seine Flucht gelegt. Er wird ab jetzt nicht nur von allen respektiert, sondern Mattson ist nun auch bereit ihm zu sagen, wo es eine Fluchtmöglichkeit geben könnte….

Hochsicherheitsgefängnis

Dass weder ein Schwerverbrecher harmlos vorgeht, noch im Knast bzw. beim Ausbruchsversuch alles freundlich abläuft, bemerkt man im Laufe des Intros. Riddick hat eine Art Traum im Raumtransporter, wo er seinen ersten kleinen Ausbruch erlebt, welcher gleichzeitig als Tutorial dient. Das Spiel ist dabei in zwei kleine und einen großen Abschnitt unterteilt, wobei Riddick immer wieder kurz vor der Flucht geschnappt wurde und in einen höheren Sicherheitstrakt verwahrt wird. Dadurch werden Wachen und Verteidigungsanlagen stärker. Trifft man anfangs nur auf wenige schwache Wächter und die Verteidigungssysteme wirken nur betäubend, wird später scharf geschossen, die Wächter tragen Rüstungen, in der Dunkelheit wird mit Lampen gesucht und Wachroboter laufen herum. Es gilt immer erst die Knastumgebung zu erkunden, zu schauen wer helfen kann und Ausschau nach einem möglichen Fluchweg zu halten. Ist dies in Abschnitt 1 noch sehr linear gehalten und gibt es nur sehr wenige Aufgaben abseits des eigentlichen Fluchtweges, hat man in Part 2 deutlich mehr Freiheiten. Hier muss man beispielsweise einen Weg in den Verhörraum finden, da man nur dort eine Wache ausschalten kann und der Bereich nicht von Kameras überwacht wird. Wie man dort hineinkommt, bleibt dem Spieler überlassen. Man könnte immer wieder Schlägereien im "Ring" auf dem Knasthof anfnagen oder wenn man nicht so auf Kämpfen steht, sich mit Drogen erwischen lassen. Dazu muss man jedoch erst mal Drogen besorgen und einige Aufträge für andere Gefangene erfüllen. Die haben auch alle einige Wünsche. Der eine möchte gerne geklaute Gegenstände wiederbekommen, ein anderer will, dass man jemanden die Suppe vergiftet oder es ist ein Gegenstand oder eine Person zu finden. Man braucht diese Nebenaufgaben nicht zu erledigen, doch stellenweise zahlt es sich nicht nur darin aus, dass man Zigarettenpäckchen bekommt, die man auch so finden kann, und mit denen man Goodies wie Bilder und Videos frei schaltet, sondern bekommt auch mal Geld, welches für den ein oder anderen Tausch notwendig wird, um hilfreiche Gegenstände wie Codekarten oder Waffen zu erhalten. Was nicht ganz so schön ist, dass Personen nicht alle Gegenstände fallen lassen, die sie eigentlich mit sich tragen. Besitzen Wachen eine Codekarte, dann bekommt man diese jedoch. In den Minen findet man einen Gefangenen, der eine Elektroschockerpistole verkaufen will. Schlägt man den Typen einfach um, erhält man die Waffe jedoch nicht.

Zwar ist das gesamte Spiel recht linear gehalten und der grobe Lösungsweg immer gleich, doch je nach Spielweise kann man doch recht unterschiedlich vorgehen. Es ist nicht so einfach, eine funktionierende Waffe zu bekommen, weil alle mit der DNA des rechtmässigen Besitzers gesichert sind. Mit einer Waffe hat man zudem unterschiedliche Möglichkeiten. Will man z. B. die Wachen allesamt umnieten oder schleicht man sich durch den Abschnitt. Etliche Räume bieten zudem unterschiedliche Wege. Geht man beispielsweise direkt aus dem Fahrtsuhl heraus und beseitigt die drei Wachen auf dem Weg zur Tür am Ende der großen Halle oder benutzt man das Lüftungsrohr im Aufzugsschacht und klettert dort hindurch. So kann man nicht nur einen Raum anders durchqueren, sondern auch im nächsten Raum besser oder schlechter dastehen. Insbesondere, wenn man einen "Rückweg" sucht, hat man mitunter mehrere Möglichkeiten und es gibt die eine oder andere Abkürzung im Leveldesign. Doch man kann sich ebenso den einen oder anderen Ärger ersparen, wenn man nicht immer gleich mit der Waffe in der Hand herumrennt, sondern die Waffen wegsteckt. In dem Fall muss man nicht alle Wachen vor dem Raumhafenbereich ausschalten, sondern kann ganz normal durchgehen und weitere Zusatzaufgaben erfüllen.

Riddick ist zwar nicht gerade ein sehr langes Spiel, aber dafür wird trotz der Tatsache, dass das Spiel nur an einem Ort spielt, für sehr viel Abwechslung gesorgt. So ist das gesamte Spiel ein wunderbarer Mix aus Schleichen, Reden, Ballern und abwechslungsreichen Aufgaben. Der Spieler ist nicht nur in einer düsteren Zelle, sondern klettert durch allerlei Lüftungsschächte, Lagerhallen, Aufzüge, Büroräume, eine alte Mine, futuristische Bahnen, dreckige Raumhafenkomplexe und es steht ein spaßiger Spaziergang mit einem Roboter auf dem Programm, wo allein die Sprachausgabe für ordentlich Erheiterung sorgt, was die etwas schwergängige Steuerung kompensiert.

Das sehr faire Speichersystem sorgt auch dafür, dass man sich auf das Spiel konzentrieren kann. In regelmäßigen Abständen (meist beim Raumwechsel) wird der Checkpoint aktualisiert und in regelmäßigen Abständen wird ein fester Speicherpunkt erreicht. Lediglich zwei Stellen fallen im Spiel unangenehm auf. Im ersten und zweiten Part muss man durch Höhlen- bzw. Tunnelsystem auf der Suche nach einem Ausgang und wird dabei stellenweise von einer unendlichen Anzahl an Gegnern angegriffen. Das sind Stellen, da fragt man sich, wieso die Designer nicht einen vernünftigen Mittelweg gewählt haben. Einen Raum zu durchqueren, wo aus allen Ecken immer wieder Gegner kommen, man aber an diesen vorbei muss und sie immer wieder Respawnen ist nicht sonderlich schön. Ansonsten ist das Spiel aber stets fair und das Ende ist auch recht gut gelungen. (Man sollte sich die Credits bis zum Ende ansehen. *tippgeb*

Riddicks Möglichkeiten

Schwerverbrecher Riddick ist nun wahrlich nicht gerade zimperlich, doch der Spieler muss nicht die ganze Zeit nur wild ballern. Vielmehr ist ein kontinuierlicher Wechsel zwischen Action und Atmosphäre vorhanden. So lange eine Person Riddick nicht als feindlich ansieht, kann man sich mit dieser unterhalten, Aufträge annehmen oder Gegenstände tauschen. Auch den ein oder anderen Tipp gibt es und es lohnt sich, die Gespräche anzuhören und so manchen Spruch zu lesen. Sei es, dass jemand in der Zelle schreit, dass seine Einzelhaft seit Stunden vorbei sei, während im Gang davor ein Feuergefecht mit den Wächtern tobt oder ein "Do not feed to Kids" oder "Can you spell Doom" auf der Zigarettenpackung zu lesen ist. Im Nahkampf kann Riddick unterschiedliche Faustschläge bzw. Blocken mit den Schultertasten ausführen. In Verbindung mit den Richtungstasten kann man so den Gegner eine ganze "Breitseite" geben. Ein Schlag links, zwei rechts und schon klatscht der Kopf zwei Mal an die Wand und der Typ gibt Ruhe. Wenn man dem Schlag etwas mehr Ausdruck geben will, kann man zusätzlich auch noch allerlei Waffen wie Messer, Schraubenzieher oder Skalpell zücken. Nicht gerade nett, aber so ist das Knastleben. ;)

Die meisten Wächter wird man nicht von vorne angreifen wollen, da es bei "Mann vs Waffe" doch nicht so gut aussieht. Stimmt jedoch das Timing und man drückt die Schultertaste während der Gegner angreifen will, so fasst Riddick die Waffe blitzschnell an und exekutiert den Gegner mit seiner eigenen Waffe durch eine Drehung der Waffe, so dass der Kopf des Gegners durchsiebt wird. Leiser geht es da schon von hinten, wenn sich Riddick an einen Gegner heranschleicht und diesen in den Würgegriff nimmt und mit zwei unterschiedlichen Genickbrechern beseitigt oder aber, was sich ab und zu auch anbietet, hinunterschmeißt. Sei es in eine Grube, einen Ventilator oder eine Steinmühle. Beseitigt man auf diese Weise die Gegner, dann muss man die Körper auch gar nicht mehr verstecken, damit sie nicht von einer anderen Wache oder Kamera gefunden werden. Hat man endlich auch mal eine Waffe in der Hand, kann man mit Pistole, Shotgun, etc. auch mal ordentlich austeilen und man liefert sich Kämpfe wie in einem Ego-Shooter. Da fliegen Granaten, Gegner schreien und Riddick kann sogar die Ansicht zoomen (auch ohne Waffe). Sehr hilfreich ist es auch mit einer Waffe, wenn man den Scheinwerfer in der Dunkelheit benutzen kann oder aber man greift im Laufe des Spiels - sobald man die Fähigkeit hat - auf die Nachtsichtfähigkeit zurück. Hier erstrahlt die Dunkelheit in einem lila Farbton und in der Dunkelheit entgeht Riddick dann nichts mehr. Lediglich vor Lichtquellen sollte man aufpassen, weil man sonst nichts mehr sieht. Dies gilt aber auch im Kampf. Feuert man in dieser Sicht eine Waffe ab, so wird man beispielsweise kurzzeitig durch das Mündungsfeuer geblendet. Sehr viele Lichtquellen lassen sich auch mit Waffen ausschalten. Wer nicht so sehr auf Gewalt setzt, der kann - was man stellenweise auch muss - umherschleichen. Da huscht man von Schatten zu Schatten, schaut wo die Wachen langgehen und es gilt möglichst unbemerkt voranzukommen. Da kriecht man hinter Kisten, hangelt sich an der Decke entlang oder sucht den Durchgang an einer Lüftungsluke. Aber auch um Ecken lehnen kann sich Riddick, genauso wie einen kleinen Hopser machen und so von Kiste zu Kiste springen bzw. daran hochklettern. Etwas Unangenehmes an der überwiegend sehr guten Steuerung hat sich beim Hüpfen eingeschlichen. Man bleibt stellenweise an kleinen Kanten hängen, wenn man zu dicht daran steht. Auch nicht immer optimal sind Leitern nutzbar. Hier muss man die Leitern teilweise sehr genau anvisieren und an einer Stelle im Spiel war es nicht vorgesehen, dass man eine Leiter wieder hinunterklettert, man konnte nur den Aufzug daneben benutzen. Dieses Anvisierungsproblem macht sich auch bei den Gegenständen bemerkbar. Zwar blinkt der Gegenstand auf, doch man kann ihn nicht aufnehmen bzw. wenn mehrere Gegenstände dich beieinander sind, wird es schwer zwischen den beiden zu "wechseln" (z. B. eine Waffe in einem Schrank). Auch das Ergreifen der Gegner von hinten ist nicht so eingängig wie z. B. in Splinter Cell, wo man nur die Aktionstaste drücken muss. Da habe ich bei Riddick doch deutlich öfters in Leere gegriffen. Immer wenn Riddick getroffen wird, dann wird etwas von den vier bis (später) acht Gesundheitskästchen abgezogen. So lange ein "Kästchen" nicht ganz verschwunden ist, muss man nur einige Sekunden warten und schon regeneriert sich dieses wieder. Es lohnt sich daher, wenn man angeschossen wurde, kurz in Deckung zu gehen und sich wieder zu erholen. Hilft das alles nichts, dann kann man die Gesundheit auch an großen "Akupunkturautomaten" wiederherstellen lassen. An vier Stellen im Spiel kann man auch jeweils ein zusätzliches Gesundheitskästchen bekommen.

Gegner & andere Gefahren

Sehr viele unterschiedliche Gegnertypen findet man nicht. Neben einigen recht unfreundlichen Gefangenen, die mit Messern oder Fäusten auf Riddick losgehen, sind es die Gefängniswachen und Kameras in Verbindung mit Geschützen, die einem ans Leder wollen. Im späteren Verlauf sind die Wachen stärker, besser bewaffnet und gepanzert und an einigen Stellen bekommt man es auch mit Wachrobotern zu tun, die man nur mit schweren Geschützen beseitigen kann. Hier ist dann doch eher im Regelfall die Flucht bzw. ein Umgehen angesagt. Die KI ist zwar nicht perfekt und es gab beispielsweise einen Gegner, der statt uns immer nur in den Boden geschossen hat, weil man auf einem Hügel stand. Doch im großen und ganzen sind die Gegner wirklich auf Zack. Sie reagieren auf Leichen, suchen dann nach dem Täter, erkunden das Gebiet erst sorgfältig, bevor sie aufgeben. Sie rufen nach Verstärkung und beherrschen auch so manche Ausweichrolle und gehen in Deckung. Im Dunkeln sind sie zudem keine Meisterschützen, wenn sie mangels Licht den Spieler nicht sehen können. Es gibt sehr wenige Momente, wo man wirklich merkt, dass sie per Script agieren. Überwiegend erreicht man je nach Vorgehensweise sehr unterschiedliche Reaktionen. Lediglich an einer Stelle konnten die Gegner scheinbar in den Minen durch Wände sehen und wenn man von der unendlichen Menge an Mutanten gejagt wird und sie einen immer finden, dann ist die KI etwas zu übermächtig.

Grafik

Grafisch muss sich "Riddick: Escape from Butcher Bay" hinter keinem Xbox Spiel verstecken. Die Grafik ist außergewöhnlich gut. Die Texturen sind für ein Xbox Spiel sehr gut. Die Animationen der Charaktere sehen gemeinsam mit der Physikengine wunderbar aus und in der Nahansicht sieht man bei den Wachen massig Details. Dank Bumpmapping sehen nicht nur diese, sondern auch die Umgebung höchst eindrucksvoll aus. Schlägt man Gegner oder kommt es zum Kampf, dann sind deutlich Spuren davon zu sehen. Blut klebt an der Wand oder aber man sieht die Einschusslöcher, die sogar in den ersten Sekunden noch glühen und dann langsam abkühlen. Zudem gibt es sehr viele Spielereien mit Licht- und Schatteneffekten, Lichter können ausgeschossen werden und schönste Nebel- und Raucheffekte runden die sehr gelungene Präsentation ab. Lediglich einige unschöne Kanten sind beim Spielen aufgefallen, Framerateneinbrüche waren nicht merklich vorhanden.

Sound & Musik

Die Akustik des Spiels weiß auch auf Anhieb zu gefallen. Die Musik ist sehr stimmig und setzt in dramatischen Situationen gekonnt ein. Dazu hört man dann an spannenden Stellen auch den Pulsschlag des Helden. Nicht nur die erstklassige Sprachausgabe (mit den Originalschauspielern), die sich sehr dem düsteren Flair des Spiels anpasst und einen beeindruckenden Slang besitzt. Da wird immer wieder in den Gesprächen gestichelt und Riddick hat den ein oder anderen duften Spruch auf Lager. Dazu gibt es eine sehr passende Hintergrundkulisse. Man hört Maschinen arbeiten, andere Gefangene unterhalten sich, Schreie sind zu hören, Befehle werden gegeben, etc. Die Sprachausgabe ist auch in der deutschen Version komplett in Englisch, wird aber durch Untertitel auch für Gelegenheitsspieler verständlich, die nicht wissen, dass ein "Today John you get fucked" in Deutsch "John du wirst über den Tisch gezogen" bedeutet. ;)

Meinung

Riddick ist ein absolut überzeugendes Spiel, welches etwa 10 Stunden beste Knastunterhaltung bietet und in keiner Sammlung eines volljährigen Xbox Besitzer fehlen sollte. Von der ersten Minute an stimmt nicht nur die Grafik, sondern die ganze Atmosphäre ist so überzeugend, dass man gar nicht aufhören will. Nicht nur im Knast, sondern auch in anderen Bereichen, wie einer alte Mine, sorgt Riddick für Action und Spannung. Dazu gibt es eine Grafikpracht mit schönsten Lichteffekten, gebündelt mit vielen Variationen im Gameplay, die sich insbesondere im zweiten Abschnitt bemerkbar machen. Da hat man eine gelungene Mischung aus Action und Schleichen, die ein Sam Fisher oder Doom 3 alt aussehen lässt. Neben der kurzen Spielzeit fallen eigentlich nur die kleinen Mankos bei der Steuerung auf, wenn man mal wieder einen Gegenstand nicht optimal anpeilen konnte oder beim Anschleichen den Gegner nicht erwischt. Lediglich mit dem gehobenen Brutalitätsgrad sollte man sich anfreunden können, doch man sollte auch bedenken, dass es nun mal auch nicht so gepasst hätte, wenn es im Hochsicherheitsgefängnis all zu zimperlich zugehen würde. Wer das Spiel mangels fehlender Xbox auslassen "muss", sollte auf jeden Fall die PC Version im Auge behalten, dort dürfte das Abenteuer von Riddick grafisch noch etwas besser ausfallen. Bleibt zu hoffen, dass auch der Rest der Umsetzung gelingen wird und Starbreeze an einem Nachfolger arbeiten wird. Es gibt doch wohl noch ein besser bewachtes Gefängnis im Universum. *g*


Geschrieben am 16.08.2004, Testkonfiguration: Xbox
 



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