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C&C Generäle  


Info
Autor 2+
 2
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Gesamt (232 votes) 1
 1.7
 1.8
 1.9
Name:Command&Conquer - Generäle
Genre: Echtzeitstrategie
Produkt: Vollversion
Release: 2003/10
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Westwood Studios
Offiz. Sites: Game
Links: cnc-community.de
Hardware: 800Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 1200 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
zensiert: ja
Addon: ja
Serie: ja
Patch: 1.8
USK: 16
Command&Conquer - Generäle (review von dark198th)

Schon als 1995 mit Command & Conquer das Echtzeitgenre seine Geburtsstunde feierte- obwohl dies eigentlich schon gut 3 Jahre vorher mit Dune 2 geschah-, teilte sich die Spielergemeinde in 2 Fraktionen auf, denn mehr oder weniger zeitgleich mit C&C erschien auch Warcraft 2 aus dem Hause Blizzard. So gab es die einen, welche lieber auf das Fantasy-Szenario von Warcraft 2 schwörten und die anderen, die das futuristische C&C bevorzugten und natürlich auch solche, denen beides recht war. Da mich mit Fantasy-Szenarien im Allgemeinen noch nie sehr anfreunden konnte, gehörte ich von Beginn an zur C&C Fraktion. Fand ich Alarmstufe: Rot trotz vieler Kritiken noch sehr gut und sogar unterhaltsamer als C&C, so ging mir alles was danach kam auf Grund derber Einfallslosigkeit gehörig auf den Wecker, zumal dem PC Spieler nach dem Erfolg von C&C besonders im Jahr 1997 eine wahre Flut an Echtzeitstrategiespielen heimsuchte. Lediglich Alarmstufe:Rot 2 fand ich in der letzten Zeit noch recht unterhaltsam, wirklich Neues bot dieses Spiel aber wahrlich nicht. Nur die Age of Empires Serie hatte noch wirkliche Neuerungen zu bieten. Aber auch die konnte mir dann spätestens ab Teil 2 wegen des für mich nervigen Mittelalterszenarios gestohlen bleiben.

Dann erschien im letzten Sommer Warcraft 3 (siehe Review) und wurde von der gesamten Fachpresse in den Himmel gelobt. So wagte auch ich einen Kauf und war von den neuen Ideen positiv überrascht. Trotzdem, wenn ich schon Elfen und Orks höre, kommt mir in aller Regel das Frühstück hoch, so dass ich auch diesen Titel nach geraumer Zeit links liegen ließ.

"Generals" aber hat genau das, was mir bei all den anderen Titeln fehlte. Das Spiel geht mit dezenten Neuerungen und einem genialem Gameplay wieder zurück zu den Ursprüngen. Ob das allein für ein gutes Spiel ausreicht, erfahrt ihr in diesem Review.

Zwei Dinge fallen nach Spielstart sofort ins Auge, sowohl positiv als auch negativ. Da wäre zunächst mal die für ein Spiel dieses Genres geniale 3D Optik. Allein die aufwendigen Explosionen machen immer wieder Lust auf mehr. Im Vergleich zu den Vorgängern wird aber jeder Fan auch die bisher gewohnten, aufwendig produzierten Zwischenvideos vermissen. Diese fallen bei Generäle gänzlich weg. Dafür gibt es nun kleine Zwischensequenzen, welche in der Gameengine ablaufen. Auch haben wir es hier nicht mehr mit der GDI und NOD zu tun. Stattdessen gibt es nun drei Seiten. Da wären zum einen die USA und China und zum anderen eine Gruppe durchgeknallter Terroristen mit Namen GLA (Global Liberation Army). Allein an der Nennung dieser Parteien erkennt man schnell, dass wir es hier mit einem sehr, sehr realitätsnahen Szenario zu tun haben, was natürlich auch zur Indizierung der unzensierten Version führte. Aber genau dieses Szenario entschädigt meiner Meinung nach auch für die fehlenden Videos und die, wie ich finde, etwas dünne Gesamtstory sowie den doch recht zusammenhanglosen Missionen. Auch die Änderungen der auf Grund der Indizierung aktuell angepassten Deutschen Version mit Namen Generäle ändert daran meiner Meinung nach nicht sehr viel. Ob eine Fraktion nun USA oder WLA heißt, ist völlig egal, der reale Bezug geht durch die Änderungen nicht völlig verloren. Natürlich sind die Einheiten in Generäle auch keine Menschen mehr, sondern, ja wer hätte das gedacht, Roboter. Aber auch das fällt im eigentlichen Spiel gar nicht auf, denn auch die sogenannten Roboter schreien bei Explosionen ebenso wie die Menschen in Generals. Auch an den Animationen hat sich nichts geändert. Nur eine Einheit wurde für die Deutsche Version modifiziert. Der Attentäter der GLA ist nun ein Fass mit Sprengstoff auf 4 Rädern. Zudem fehlt auf Seiten der GLA bzw. IBG wie sie in Generäle heißt, auch eine Mission, auf welche ich aber weiter unten noch zu sprechen komme. Insgesamt sind die für dieses Land mal wieder typischen Änderungen zwar ärgerlich, ich denke aber, dass man damit leben kann, zumal die meisten Händler auch das unzensierte Generals noch führen, so dass jeder Erwachsene auch weiterhin die Möglichkeit hat, zwischen beiden Versionen zu wählen. Leider ist Generals aber auch deutlich teurer als Generäle.

Für jede der drei Parteien gibt es eine relativ kurze Kampagne. Alle beginnen mit einem recht einfachen Schwierigkeitsgrad. Vor allem aber herrscht wieder das alte C&C Gefühl. Basis bauen, Rohstoffe sammeln und danach eine Armee aufbauen, welche im Gegensatz zu den Vorgängern aber ausgewogener sein sollte. Durch ein einfaches Stein-Schere-Papier Prinzip ist es Westwood gelungen, etwas mehr Tiefgang in die Missionen zu bringen. Aber trotzdem, die aus den Vorgängern bekannten Tank-Rushes funktionieren im Grunde noch immer. Etwas fragwürdig und sicher ausschlaggebend für die Indizierung ist die Kampagne der GLA. Hier muss man auf Seite der Terroristen, ganz wie in der Realität, Zivilisten töten. So gibt es eine Mission, welche es zum Ziel hat UNO Konvois, die eigentlich Hilfsgüter für die Bevölkerung liefern sollen, zu überfallen und hungernde Zivilisten notfalls auch mit Waffengewalt davon abhalten, diese Güter an sich zu reißen. Falls es doch ein paar Bürgern aus der Bevölkerung gelingen sollte, Kisten aus den Konvois in ihren Besitz zu bringen, hat man noch immer die Möglichkeit, deren Häuser zu vernichten, um so wieder an die von den Bürgern eingesammelten Kisten zu kommen. Diese Mission wurde aus der Deutschen Version komplett entfernt. Aber auch der Einsatz von Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung mag für den ein oder anderen Spieler sicher fragwürdig sein.

Die Rohstoffbeschaffung läuft bei jeder Partei anders. Die USA sammeln diese mit Helikoptern ein, während China LKW`s verwendet und die GLA Rohstoffe durch Arbeiter einsammeln lässt. Zudem kann man auf Seiten der USA auch Abwurfzonen bauen. Dort werden dann in regelmäßigen Zeitabständen Rohstoffe abgeworfen, was ein großer Vorteil ist, da man nicht auf die auf der Karte vorhandenen Rohstoffe angewiesen ist. Zudem gibt es auf so ziemlich allen Karten Bohrtürme, welche man mit Infanterieeinheiten nach einem entsprechenden Upgrade mit Infanteristen übernehmen kann. Jede Partei hat besondere Stärken und Einheiten. Die Stärke der USA liegt mit Apache Kampfhubschraubern, Jägern und Tarnkappenbombern ganz klar in der Luft, die von China in der Verteidigung und dem sehr starken Overlord Panzer. Die GLA dagegen setzt auf Vielfalt und hinterlistige Waffen, welche zunächst zwar schwach erscheinen, durch geschickten Einsatz aber sehr mächtig werden. Was jedoch am meisten Spaß macht ist der Einsatz von Waffen, die richtig "Rumms" machen :), wie z. B. Atom- oder Chemiewaffen.

Dank der tollen Grafikengine werden nun gewaltige Explosionen auf den Bildschirm gezaubert. Aber auch der Einsatz kleinerer Einheiten wie z. B. Tomahawk oder Raketenbuggy macht Spaß, weil Abschuss und Einschlag der Waffen sehr gut animiert sind. Überhaupt hat sich Westwood große Mühe gegeben, die Einheiten und Waffen der 3 Fraktionen interessant, abwechslungsreich und vor allem auch ausgewogen zu schaffen. Gänzlich neu in Generäle und daher wohl auch der Titel, ist das Generäle-Menü. Durch das Eliminieren feindlicher Einheiten erhält man Erfahrungspunkte. Ein Balken zeigt den aktuellen Stand bis zum nächsten Level an. Mit jedem Level lassen sich Spezialangriffe wie A-10 Angriffe, Benzinbombenattacken oder Fallschirmjägerabwürfe freischalten, aber auch spezielle Einheiten. Bei erreichen des 5. Levels bekommt man besonders deftige Sonderangriffe, wie z. B. die EMP Bombe der Chinesen. Einige der Spezialattacken entfachen ein wahres Feuerwerk auf den Bildschirm. Ebenfalls neu ist das Interface, welches nun nicht mehr wie gewohnt auf der rechten Seite, sondern am unteren Bildschirmrand zu finden ist. Ansonsten jedoch, hat sich an der Bedienung nichts geändert. Im Grunde steuert sich das Spiel ebenso wie die Vorgänger und die meisten Genrekollegen.

Technisch ist das Spiel, wie zum Teil schon erwähnt, absolut beeindruckend. Die Grafik ist das Beste, was dieses Genre im Moment zu bieten hat. Gigantische Explosionen, untermalt von knalligen Soundeffekten sorgen für einen Großteil des Spielspaßes in Generals. Einem entsprechendem System natürlich vorausgesetzt. Auf dem Testsystem lief das Spiel in allen Auflösungen relativ flüssig. Nur in manchen Zwischensequenzen und bei einigen der größeren Explosionen konnte ich den ein oder anderen Ruckler vernehmen. Kritik gibt es eigentlich wenig an Generäle, bis auf die Tatsache, dass Einheiten manchmal ein wenig dumm herumstehen und auf ihren Heldentod warten, statt auf einen Angriff zu reagieren.

Der Multiplayer-Modus läuft über Westwood online. Das Ganze ist unkompliziert und für Jedermann leicht zu bedienen. Wie immer, machen die Onlinematches sehr viel Spaß und bedürfen einer völlig anderen Strategie als im Single-Player-Modus gegen die KI. Leider hört man in letzter Zeit immer häufiger Berichte über Cheater.

Der große Vorteil von "Generäle" ist sicher, dass es sowohl erfahrene Spieler, als auch Genreeinsteiger anspricht. Mir hat dieses Spiel schon wegen seiner unkomplizierten, schnellen und vor allem auch coolen Spielweise enorm viel Spaß gemacht. Das Gameplay ist ausgezeichnet. Die drei Kampagnen sind zwar relativ kurz, aber der MP-Modus macht das eh wieder weg. Wer zudem, genau wie ich, übersättigt von der Age of Empires Serie und dessen Klonen ist, kommt um dieses Spiel eh nicht herum. Das Szenario wiederum ist sicher Geschmackssache. Zart besaitete Pazifisten sollten dieses Spiel sowieso meiden und lieber "Die Sim's" spielen. Alle anderen sollten zugreifen, oder im Zweifel zur politisch korrekteren Deutschen Version greifen, welche es zudem für gerade mal 30 EUR recht günstig im Handel gibt.


Geschrieben am 06.12.2003, Testkonfiguration: AMD2000, GeForce3, 512MB Ram
 



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