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Rückseite ]

Name:Command&Conquer - Die erste 10 Jahre
Genre: Echtzeitstrategie
Release: 2006/02
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Westwood Studios
Patch: 1.2
C&C 1
C&C 1 SVGA Version
Video C&C 1
C&C 2 Red Alert
Red Alert Addon Counterstrike
Red Alert Addon Aftermath
Video Alarmstufe Rot
C&C 3 Tiberian Sun
Tiberian Sun Addon Firestorm
Video Tiberian Sun
C&C4 Red Alert 2
Red Alert 2 Addon Yuris Revenge
Video Alarmstufe Rot 2
C&C Renegade
C&C Generals
C&C Generals Zero Hour
Video Generals
Video Zero Hours
Command&Conquer - Die erste 10 Jahre (special von nali_warcow)

Zeit..., wie schnell sie doch teilweise vergeht. Nicht nur, wenn man Spaß am Spiel hat, sondern auch, wenn Computerhardware angeschafft wird, vergeht die Zeit eindeutig zu schnell. Kaum steht der neue Rechner auf dem Tisch, da ist auch schon ein neueres Modell auf dem Markt, die Grafikkarte veraltet und für den nächsten vermeintlichen Blockbuster mit High-End Grafik reicht es vielleicht schon nicht mehr. Aber auch wenn man sich die rasante Entwicklung der Computerspiele anschaut, dann ist die Geschwindigkeit dabei schon fast erdrückend. Kaum zu glauben, dass die Zeit von 320x200 Auflösungen, fehlender Sprachausgabe und Fummeleien in Autoexec.bat und Config.sys noch gar nicht so weit zurückliegt. Was sind 10 oder 15 Jahre? Egal um welches Echtzeitstrategiespiel es sich heute handelt, das Game wäre garantiert anders, wenn nicht vor zehn Jahren die Firma Westwood eine Spieleserie begonnen hätte, die bis in jüngste Zeit mit neuen Titeln versehen wurde. Die eigentlichen Entwickler haben sich zwar teilweise inzwischen anderen Aufgaben zugewendet, doch der Name "Command & Conquer" ist in der schnelllebigen Softwarebranche noch immer sehr bekannt. Command & Conquer legte nach Dune einige der Grundsteine, die sich auch heute noch in vielen Echtzeitstrategietiteln wieder finden lassen. Doch gerade über einen längeren Zeitraum betrachtet, tritt dieses Genre stellenweise auf der Stelle und es ist erstaunlich, wie wenig sich in manchen Bereichen getan hat. Wer hat da gerade Sammler gefunden? *g* Während die Echtzeitstrategiespiele einen enormen Aufwind erfuhren und Massen an Spielern begeistern konnten, traf es Rundenstrategiespieler umso härter. Wer wollte noch ein Spiel haben, das zwar taktisch anspruchsvoller, aber immer nur Zug um Zug gespielt wurde? Gekonnte Präsentation und Action waren dann doch für viele fesselnder. Inzwischen sind zehn Jahre vergangen seitdem der erste Command & Conquer Teil für den PC auf den Markt gekommen ist. Das Jubiläum wurde von EA zum Anlass genommen, eine umfangreiche Kompilation auf den Markt zu bringen. Darin enthalten sind insgesamt 12 von 13 Titeln der Command & Conquer Reihe. Handlich verpackt auf einer DVD und angepasst auf moderne Betriebssysteme. Was will das Zockerherz mehr? Dieses Special soll zum einen all denjenigen, die vielleicht noch nicht vor zehn Jahren Command & Conquer gespielt haben, einen Überblick verschaffen, wie sich das Genre/ die Serie entwickelt hat. Während andere einfach nur etwas in Nostalgie schwelgen können, bekommen interessierte Sammler, Einsteiger und eventuelle Besitzer der Originalversionen Infos und Eindrucke zu dieser Compilation. Läuft alles so, wie es sein soll? Gibt es Probleme und was taugt die Sammlung insgesamt? All diese Fragen sollte jeder Leser für sich nach dem Special beurteilen können. Aufgrund der vielen Titel in der Sammlung, die eine einheitliche Bewertung unmöglich machen bleiben Interessenten, die nur nach einer Wertung suchen, leider außen vor.

Allgemeine Infos zur Sammelbox - Versionen & Inhalt

In dem aufklappbaren Pappschuber von "Command & Conquer - The First Decade" bzw. "Command & Conquer - Die ersten Zehn Jahre", wie die Sammlung in Deutschland heißt, befindet sich eine ganz normale DVD Hülle. In der US Version ist diese DVD Box extra dick, so dass auch genügend Luft für die beiden Datenträger bleibt. Auf der einen Disk befinden sich die eigentlichen Daten für alle 12 Spiele, die im Original knapp 20 CDs ausmachen. Auf der zweiten DVD gibt es, als kleinen Bonus, eine Reihe an Videos, die sich auf jedem DVD Player abspielen lassen. Auch wenn sich der eine oder andere sicherlich etwas tiefgreifendere Videos gewünscht hätte, so ist es doch auf jeden Fall eine schöne Möglichkeit, die Serie noch mal Revue passieren zu lassen. Außerdem gibt es ein ca. 60 Seiten umfassendes Handbuch, das leider nur in schwarz/weiß gehalten ist und lediglich die Einheiten auflistet. Die Originalhandbücher gibt es leider auch nicht optional als PDF-Datei. Zum "Ausgleich" gibt es noch ein Wendeposter im kleinen DIN A3 Format mit vielen Knickfalten und zwei nicht gerade sehr ansprechenden Motiven. Insgesamt kommt der willige Käufer jedoch schon recht preiswert an die Sammlung. Etwa 35 bis 40 € sind für die Sammlung fällig. Die große Frage, die sich einige durchaus stellen sollten wäre, welche Version der Sammlung es sein sollte. Neben der deutschen Version haben Käufer inzwischen bessere Möglichkeiten als 1996, um an das Original zu kommen. Abgesehen von der Sprache unterscheiden sich die Spiele/ Sammelboxen doch merklich. Nach der Indizierung von Generals war es natürlich klar, dass hier die geschnittene deutsche Version auf der Disk zu finden sein wird. Aber nicht nur Generals und das AddOn liegen der DV in der "Kinderversion" bei, sondern auch alle anderen Teile. So manch einer wird es vor 10 Jahren noch nicht so deutlich mitbekommen haben, aber schon C&C 1 war zensiert. Statt Menschen spielte man in Deutschland in den ganzen Teilen der Serie mit Robotern, die entsprechend Servo-Öl verloren haben und die Einheiten beim Überfahren das Geräusch von zermalmenden Blechdosen, statt Schreie von sich gaben. Aber auch in den zahlreichen Videosequenzen der Reihe wurde die Schere öfters angesetzt. So taucht die Beseitigung von Hitler nicht in der deutschen Red Alert Version auf, genauso wie Begräbnis von Stalin bei lebendigem Leibe. Entsprechend ist die Bonus-Video-DVD auch zum Teil für einige Sekunden gekürzt.

Würde man heutzutage noch einen der älteren Command & Conquer Teil auf dem PC spielen wollen, wäre es ein recht umständliches Unterfangen. Für die ganze Serie stapeln sich die CDs inzwischen schon recht hoch, was auch an den vielen Zwischensequenzen liegt. Außerdem gibt es mit den Originalen mitunter erhebliche Probleme unter Windows XP, die zwar teilweise umgangen werden können, aber mitunter auch viel Geduld erfordern. In dieser Hinsicht kann die Sammlung auch voll überzeugen. Alle Spiele befinden sich auf einer handlichen DVD, alle Games laufen anstandslos unter Windows XP und es müssen auch nicht 12 unterschiedliche Installationen durchgeführt werden. Alles geht über einen Installer, mit dem der Spieler ganz genau anwählen kann, welche Spiele und welche AddOns er gerne installiert haben möchte. (Auch nachträglich können Spiele/ AddOns hinzugefügt oder entfernt werden.) Im Vergleich zu den Originalen wird jeweils eine Vollinstallation durchgeführt und alle Daten werden auf die Festplatte kopiert. Für ein Maximum an Spielspaß sind somit knapp 10 GB Speicherplatz erforderlich, sollten zwölf Spiele installiert werden.

 

Jahr Originaltitel Titel der deutschen Version
1995 Command & Conquer C&C: Der Tiberiumkonflikt
1996 C&C: The Covert Operations C&C: Der Ausnahmezustand
1996 C&C: Red Alert C&C: Alarmstufe Rot
1997 C&C: Red Alert - The Aftermath C&C: Alarmstufe Rot - Vergeltungsschlag
1997 C&C: Red Alert - Counterstrike C&C: Alarmstufe Rot - Gegenangriff
1999 C&C: Tiberian Sun C&C: Operation Tiberian Sun
2000 C&C: Tiberian Sun - Firestorm C&C: Operation Tiberian Sun - Feuersturm
2000 C&C: Red Alert 2 C&C: Alarmstufe Rot 2
2000 C&C: Red Alert 2 - Yuri's Revenge C&C: Alarmstufe Rot 2 - Yuris Rache
2002 C&C: Regenade C&C: Renegade
2003 C&C: Generals C&C: Generäle
2003 C&C: Generals - Zero Hour C&C: Generäle - Die Stunde Null

Wer nicht so viel Platz auf der HD frei hat oder Teile wieder entfernen möchte, der kann dies ganz bequem aus dem Launch-Menü heraus machen. Aus genau dem gleichen Menü lassen sich komfortabel alle Spiele und AddOns starten. Dank einer Verknüpfung herrscht somit auch Ordnung auf dem Desktop bzw. im Startmenü. Allerdings werden eventuell vorhandene Editoren nicht im Menü angezeigt, sondern müssen über den Explorer aus dem Spielverzeichnis heraus gestartet werden. Nicht ganz so benutzerfreundlich ist der Akt der Seriennummern vor dem Kopiervorgang. Zum einen möchte das Installationsprogramm selbst einen Key bekommen (also einen Key nur für "Die ersten 10 Jahre", warum auch immer) und dann kommen sechs(!) weitere CD-Key-Felder hinzu, sollten alle Titel installiert werden. Erfreulicherweise sind die Keys gut lesbar und bei einem Tippfehler wird genau gesagt, welcher Key nicht stimmt. Es müssen dann glücklicherweise auch nicht alle neu eingegeben werden.

Bevor es nun in die Details zu den einzelnen Titeln der Reihe geht, hier noch einige wichtige Vorbemerkungen bezüglich des Mehrspielermodus. Dieser ist von EA nicht auf heutige Rechner und Standards angepasst worden. D.h. im Klartext setzen alle Games bis auf Generals auf inzwischen veraltete Netzwerkprotokolle, wie IPX, Nullmodem und serielle Verbindungen. Daher ist generell ein Spielen im Mehrspielermodus nur sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich. Eventuell wird es in dem Bereich noch einen Patch geben, allerdings ist noch nichts sicher. Einen kleinen Nachteil hat man mit der Sammlung im Gegensatz zu den Besitzern der Originalversionen. Da die Spiele aufgrund der Videos jeweils auf zwei Datenträgern ausgeliefert wurden, konnte die zweite Disk einem weiteren Spieler für einige spaßige LAN Matches gegeben werden. Das geht mit First Decade nicht mehr. Inzwischen gibt es auch einen ersten kleinen Minipatch für die Sammlung, der den Fehler beseitigt, dass bei einigen Spielern keine Videos bei Command & Conquer 1 und 2 angezeigt wurden. Außerdem gibt es eine inoffizielle Lösung, womit sich C&C1 und Alarmstufe Rot online und im LAN spielen lassen. Diese und mehr Infos findet man auf striketeam.net.

Command & Conquer (Der Tiberiumkonflikt)

Mit Tiberiumkonflikt hat Westwood 1995 ein sehr glückliches Händchen gehabt. Geboten wurde eine actionreiche Mischung, abwechselungsreiche Missionen und coole Videosequenzen. Der erste Teil der C&C-Saga lief anfangs ausschließlich unter DOS im groben VGA Modus. Dies sah zwar ganz nett aus, doch ein WarCraft 2 von Blizzard zeigte, wie schön ein Echtzeitstrategiespiel im SVGA Modus aussehen kann. Später gab es vom Tiberiumkonflikt auch noch eine aufpolierte Fassung "C&C SVGA", die gleichzeitig auch eine deutlich größere Übersicht bot. Diese Version befindet sich in der Sammlung. Mit dem ersten Teil schuf Westwood einen Standard, den sie in vielen weiteren Teilen immer wieder verwendeten und ausbauten. Kennzeichnend für die Serie war der Rohstoff Tiberium, der auf der Karte verteilt war. Er wurde von entsprechenden Erntemaschinen, auch Sammlern genannt, abgebaut und dann zur Raffinerie gebracht. Der Spieler startete meist nur mit einem Baufahrzeug und wenigen Einheiten oder einer kleinen Basis. Das Bauzentrum war der Dreh- und Angelpunkt, ohne konnte kein weiteres Gebäude errichtet werden. Nach dem Bauhof kam ein kleines Kraftwerk, eine Kaserne und eine Raffinerie. Neben Rohstoffen galt es auch für ausreichend Energie zu sorgen, so dass Produktionsstätten und Abwehranlagen in Schuss gehalten wurden. Damit stand die Basis. Weitere Gebäude wie Panzerfabrik, Radarzentrum, etc. ermöglichten den Zugang zu besseren Technologien und Einheiten. Dieses Bauprinzip ist auch noch in Generals vorhanden. Legendär bis heute ist die Fahrer-KI der Sammler. Oft wurde versprochen diese zu verbessern, aber es tat sich in diesem Bereich recht wenig. Da juckelt die Erntemaschine gemütlich durch die feindliche Basis, um zur eigenen Raffinerie zu kommen oder aber sammelt in aller Ruhe und unter Beschuss beim Gegner. Für viel Diskussionsstoff sorgten auch Features wie der "Sandsack-KI-Bug" und der Zweikampf zwischen Soldat… äh Roboter und Fahrzeug. So ließ sich die KI durch die genial einfache Methode in die Knie zwingen, in dem einfach eine Mauer aus Sandsäcken gebaut wurde. Dadurch kam der CPU Gegner nicht mehr aus der Basis bzw. der Sammler in die Basis. Solche Barrikaden konnten schwere Fahrzeuge einfach überrollen, aber die CPU war zu dumm dafür. In zwei Kampagnen, die jeweils etwa 15 Missionen umfassten, bekämpften sich die beiden Parteien GDI und NOD. Beide hatten unterschiedliche Einheiten und Gebäude, doch waren die spielerischen Unterschiede nicht ganz so groß. Mapmäßig wurde einiges an Abwechslung in den Missionen geboten. Nicht immer startete man in den Missionen mit dem Bauhof, sondern konnte stellenweise den Bauplatz frei wählen. (Die Gebäude mussten in der Nähe eines anderen Gebäudes errichtet werden.) Auch die eine oder andere Aufgabe mit lediglich einigen Einheiten stand auf dem Programm. Meist lief das Spiel auf einen simplen Rush hinaus, nachdem der Gegner möglichst lange beim Erzabbau behindert und selber eine große Streitmacht auf die Beine gestellt worden war. Stand erst einmal das eigene Baugebäude,konnte ganz bequem in einem Baumenü jeweils ein Gebäude und eine Einheit gleichzeitig in Auftrag gegeben werden. Umständlich war der Bau von Mauern und wenn viele Einheiten eines Typs gebaut werden sollten, weil dies jeweils einzeln und nacheinander erfolgte. Allerdings erlaubte C&C 1 schon beliebig große Armeen auf dem Schlachtfeld. Mit Fußsoldaten, unterschiedlichen Panzern, Aufklärern, Schiffen und Flugeinheiten wurde eine breite Palette an militärischen Einheiten geboten. Mit dem AddOn wurden später auch noch eine Reihe sehr knackiger Aufträge nachgeliefert. Diesmal jedoch nicht verpackt in einer Kampagne, sondern einzeln aus dem Hauptmenü anwählbar.

C&C: Red Alert (Alarmstufe Rot)

Statt einfach nur nach C&C 1 einen ideenlosen Nachfolger auf den Markt zu schmeißen, haben die Entwickler mit Alarmstufe Rot ein anderes Setting ausprobiert. In Red Alert, wie der Titel im Original heißt, sorgt Albert Einstein anfangs in einer geschnittenen Videosequenz (DV) dafür, dass Hitler nie an die Macht kommt. Dementsprechend ist es auch nicht zu den bedauerlichen Entwicklungen in Deutschland gekommen. Stattdessen hat die Sowjetunion unter der Führung des größenwahnsinnigen Stalins für viel Wirbel gesorgt. Von Ost nach West sollte das Rote-Reich gehen. Entweder für die Sowjets oder die Alliierten bewältigte der Spieler etwa 13 bis 14 Missionen, um einer Partei zum Sieg zu verhelfen. Wieder wurde zu Lande, im Wasser und in der Luft gekämpft. Allerdings mit etwas anderen Einheiten. So sorgten große Teslaspulen bei den Sowjets für die Basisabsicherung, verbrauchten aber unglaubliche Energiemengen und mit dem Eisernen Vorhang wurde eine Einheit kurzzeitig unverwundbar. Die Alliierten setzten dagegen auf Schattengeneratoren, so dass Einheiten in dem Bereich auf der Karte verdeckt waren, konnten mit Hilfe der Chronosphäre Einheiten teleportieren und Gebäudeattrappen aufstellen. Gerade diese waren im Mehrspielermodus eine feine Sache. Außerdem spielten die Missionen nicht mehr nur außerhalb von Gebäuden, sondern auch Einsätze in feindlichen Basen standen auf dem Programm. Hier wurde ein kleiner Stoßtrupp durch Türen bis zum Ziel gelotst und musste es mit allerlei Fallen und Gegnern aufnehmen. Wieder einmal sorgten viele Videosequenzen für eine ansprechende Präsentation des Spiels. Neben dem Mehrspielermodus (Bemerkung oben in den allgemeinen Infos beachten) gab es auch einen Gefechtsmodus gegen die KI und einen Karteneditor. Nach und nach folgten 1997 zwei Mission Packs für das Spiel. Während Pack 1 (Aftermath/ Vergeltungsschlag) leider nur einige neue Einheiten im Einzelspielermodus ermöglichte, macht Pack 2 (Counterstrike/ Gegenangriff) diesen Fehler glücklicherweise nicht. Das Spiel wurde u. a. um mobile kleine Teslapanzer, Mechaniker, Raketen-U-Boote, Shocktrooper und Chronopanzer erweitert. Außerdem wurde in jedem Pack mit etwa 16 bis 18 Missionen für beide Seiten einiges an Futter in Form von neuen Missionen geboten. Wie auch schon beim ersten C&C waren diese Bonusmissionen deutlich anspruchsvoller und konnten einige Zeit beschäftigen. Außerdem wurden insgesamt über 200 neue Multiplayerkarten mitgeliefert, so dass man entweder allein gegen die KI, im LAN oder im Internet lange Zeit seinen Spaß hatte. Außerdem erfolgte etwas Bugfixing und Balancing. Versteckt gab es außerdem im Mission Pack eine kleine Kampagne, in der Killerameisen auftauchten. Zu finden waren diese Missionen, indem die Morsezeichen auf der Packungsrückseite "übersetzt" wurden. Dann wusste der Spieler, was er im Hauptmenü anklicken musste, damit die Bonusmissionen spielbar waren. Red Alert wurde im Gegensatz zum ersten Command & Conquer schon von Anfang an mit einem SVGA Modus ausgerüstet, der eine deutlich bessere Übersicht bot und merklich besser aussah. Wer allerdings kein Windows 95 hatte, der musste unter DOS im groben VGA Modus spielen. Red Alert ist auch der Teil der Reihe, der heutzutage optisch noch am "Besten" von den 2D-RTS Games aussieht.

C&C: Tiberian Sun

Schon vor Black & White haben Spieler schmerzhaft erleben müssen, was der Hype alles bewirken und wie ernüchternd ein heiß erwartetes Spiel sein kann. Bis 1999 mussten C&C-Fans eine lange Durststrecke überwinden. Angeheizt wurden sie bis dahin mit beeindruckenden Screens und sehr positiven Previews & Specials in den Printmagazinen. Tiberian Sun, so der Titel des dritten C&C Teils, sollte - natürlich - alles besser machen und gleichzeitig bombastisch aussehen. Westwood hatte Spielerliebling Kane wieder ausgegraben. Dieser lebt und es kommt zu neuen Auseinandersetzungen zwischen der Bruderschaft von NOD und der GDI. Die Handlung spielt 20 Jahre nach Command & Conquer und gibt einige neue Details zum Tiberium preis. Der Spieler selber ist kein namenloser Held mehr, sondern schlüpft in die Rolle von Commander Michael McNeil, der auch in den wieder einmal zahlreich vorhandenen Videosequenzen auftaucht. Allerdings in der deutschen Version mit einer grauenhaft schlechten Lippensynchronisation. Beim Gameplay hat sich auch beim dritten Ableger der Reihe nichts groß verändert. Wieder einmal wird die Basis, bestehend aus Kraftwerken, Raffinerien, Kasernen und Verteidigungsanlagen aus dem Boden gestampft, während die Erntemaschinen das Terbium einsammeln. Durch den Zeitsprung hat sich die Technologie gewandelt und ist deutlich moderner geworden. Es wird auf Energiezäune, EMP-Waffen, schwere Roboter und Luftkissenfahrzeuge gesetzt. Die NOD haben außerdem die Möglichkeit, sich durch den Untergrund zu bewegen und können kleine Einsatztrupps per Tunnelfahrzeuge befördern. Da ist die Betonplatte ein wichtiger Aspekt bei der Basisabsicherung. Aber auch Stealthpanzer und Mutanten bevölkern das Schlachtfeld. Außerdem haben die NOD, dank spezieller Erntemaschinen, die Tiberiumadern ernten, Zugriff auf chemische Raketen im Silo. Insgesamt präsentierte Westwood mit Tiberian Sun eher ein grafisch verbessertes und mit neuen Einheiten ausgestattetes Command & Conquer, als eine spielerische Weiterentwicklung. Immerhin konnten nun Wegpunkte gesetzt und mehrere Einheiten eines Typs in Auftrag gegeben werden. Ansonsten waren die Verbesserungen eher minimal bis rückschrittlich und für viele eine herbe Enttäuschung. Egal ob eher unspektakuläre Missionen, schwache Gegner und stark cheatende KI im Skirmish-Modus, horrende Hardwareanforderungen und ein sehr unausgereifter Mehrspielermodus "beglückten" die vielen Fans. Dass auch noch zum Verkaufspreis von 99,99 DM, der fast von Publisher unter "Strafverfolgung" gesühnt wurde, sollte ein Händler diese "magische" Grenze unterschreiten. Positive Ausnahmen bestätigen die Regel, die sich diesem Preiskartell ihren Kunden zu Liebe nicht anschliessen wollten. Das nachfolgende AddOn Feuersturm beseitigte jedoch einige der schweren Mankos - insbesondere im Mehrspielermodus und fügte die obligatorischen neuen Einheiten hinzu. Die GDI bekamen beispielsweise mobile Waffenfabriken, EMP Kanonen und Raumlander, die Einheiten punktgenau zum Einsatzort bringen konnten. Aber auch die NOD bekam durch die Hand von Nod und dem mobilen Stealth Generator mehr Feuerkraft und Möglichkeiten. Die Hintergrundgeschichte des AddOns baut auf der künstlichen Intelligenz "CABAL", eines ehemaligen NOD Computers auf. Diese ist etwas größenwahnsinnig geworden und Menschen haben kein "Anrecht", auf der mit Tiberium versuchten Erde zu leben. Der Kampf ging in gewohnter Art und Weise weiter.

C&C: Red Alert 2 (Alarmstufe Rot 2)

Mit Alarmstufe Rot hatten die Westwood Studios zwar einen Nachfolger zum unglaublich erfolgreichen und beliebten Vorgänger veröffentlicht, allerdings gingen sie die Präsentation des Spiels eher ungewöhnlich an. Statt Realismus erwartete den Spieler sehr viel Ironie und die verrücktesten Ideen. Der von den Westmächten eingesetzte russische Präsident Alexej Romanov unternimmt einen Großangriff gegen die Vereinigten Staaten. Durch einen unglückseligen, aber geplanten Zwischenfall, muss der Präsident der USA mit ansehen, wie das Land innerhalb kürzester Zeit überrollt und der eigene atomare Gegenschlag verhindert wird. Der Kampf der beiden Supermächte wird vor dem Weißen Haus und anderen bekannten Orten ausgetragen, ähnlich wie es Act of War vor kurzem machte. Allerdings in einem etwas anderen Maßstab. Insgesamt erfolgt die Präsentation jedoch in einer Art und Weise, wie sie nicht jedem Spieler zusagte. Statt einfacher Panzer, Soldaten und Kriegsschiffe gibt es außerdem einige sehr abgedrehte Einheiten. So lassen sich Einheiten per Gedankenkontrolle steuern/ übernehmen, Riesentintenfische machen das Wasser unsicher, Terrordrohnen greifen Fahrzeuge an und in der Luft schweben gigantische Kampfzeppeline. Die alliierten haben etwas mehr natürliche Einheiten in Form von Soldaten und Panzern im Angebot, können aber auch Delphine im Wasser einsetzen oder per Wetterkontrollstation Gewitter lokal hervorrufen. Am klassischen Basisbau und C&C typischen Kämpfen hat sich jedoch nichts geändert. Wie schon in allen anderen C&C Teilen konnte sich der Spieler auch hier wieder auf eine der beiden Seiten in den Kampf stürzen und die USA entweder vom roten Feind säubern oder die USA vollständig einnehmen. Die Zwischensequenzen unterstrichen die witzige und sehr ironische Präsentation des Spiels. Mit dem AddOn "Yuris Rache" brachte Westwood dann entsprechend neue Einheiten und Missionen. Die Kampagne des AddOns beinhaltete, wieder mit Videosequenzen präsentiert, die Hatz nach Yuri, dem eigentlichen Grund für den Angriff der Sowjetunion gegen die USA. Dieser ist natürlich, wer gibt sich auch mit geringen Zielen zufrieden, an der Weltherrschaft und einem Psychoheer interessiert. Ausgetragen werden die Kämpfe auch an ganz neuen Orten wie in Ägypten oder auf dem Mond. Während das Mission Pack zum einen neue Einheiten für beiden Parteien mitbrachte, gab es zum anderen auch eine neue Partei im Spiel: Yuri. Allerdings nur im Skirmish und Mehrspielermodus anwählbar. Diese waren ganz in der Tradition von Alarmstufe Rot 2 gehalten und entsprechend abgedreht. In der Luft zogen fliegende Untertassen ihre Bahn, Magnetpanzer zogen Einheiten an und ein Sklavenheer kümmert sich um den Rohstoffabbau.

C&C: Renegade

Einfach mal die Welt aus einem anderen Blickwinkel erleben. Das bietet einem Command & Conquer: Renegade. Westwood hat bei dem Titel die bekannten Echtzeitstrategiewege verlassen und präsentiert ihren bislang ersten und einzigen PC Shooter. Im Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle von Nick "Havoc" Parker, einem Kommando-Soldaten. Der Spieler kämpft dabei jedoch nicht einfach irgendwo, sondern erledigt genau die Aufträge, die der Spieler bislang in den RTS-Games mit Spezialkräften wie Tanja in "Alarmstufe Rot" oder dem Commandobot in "Der Tiberiumkonflikt" erledigte. Infiltration und Sabotage beim Gegner stehen auf dem Programm. Bei C&C Renegade bedeutet dies, dass der Spieler als GDI Elitekämpfer das Schlachtfeld der Echtzeitstrategiekarten aus der Egosicht erlebt. Wobei die Größenverhältnisse sehr gut rüberkommen. Man läuft durch Basen, die genau den Gebäuden und Einheiten bestehen, wie sie aus den RTS-Games bekannt sind. Vorbei am Bauhof, hinter dem Kraftwerk links abbiegen und danach mit dem geklauten Mammutpanzer die Feinde ausschalten. Oder aber der Spieler erlebt Luftangriffe auf eine Basis, wie sie "authentischer" und bekannter nicht sein können. Die Missionen waren zwar actionreich und es machte Spaß, das Universum aus diesem Blickwinkel zu erleben. Allerdings waren Grafik und Gegner KI alles andere als auf der der Höhe der Zeit. Insbesondere Innengebäude waren sehr repetiv und eintönig gestaltet. Dennoch war der Mehrspielermodus sehr interessant, baute doch jedes Team eine Basis auf, musste Gebäude beschützen, Erz sammeln und für die Absicherung sorgen. Allerdings war der Erfolg des Spiels nicht sonderlich groß, ein AddOn gab es nicht und der angekündigte Nachfolger wurde bald eingestellt. Für ausführlichere Details zu Renegade einfach einen Blick in das hier auf der Seite vorhandene Review werfen.

C&C: Generals (Generäle)

Mit Command & Conquer Generals, wie das Spiel ursprünglich in allen Versionen hieß, wurde einiges anders. Nur noch ein Teil der ehemaligen Westwood Studios Mitarbeiter arbeitet im EA Pacific-Studio an diesem Titel. Herausgekommen ist ein sehr modernes, optisch gelungenes und inhaltlich fragwürdiges Spiel. Sicherlich war der Release zu den aktuellen Ereignissen im Irak 2003 auch etwas ungünstig gewählt. Insbesondere weil das Spiel selbst den fiktiven Konflikt zwischen den USA, China und der so genannten GBA, der Globalen Befreiungsarmee (in der Umgangssprache auch unter den Begriff "Terroristen" bekannt) zum Inhalt hatte. Selbstmordattentäter sorgen für Bombenanschläge, auf Seiten der GBA galt es Zivilisten zu beseitigen und UN Hilfsgüter mussten abgefangen und für die eigenen Zwecke missbraucht werden. Aber auch Atomraketen flogen durch die Gegend und Scut-Angriffe verwüsteten die Landschaften. Dieser Inhalt spaltete Spieler und Kritiker in drei Lager. Zum einen gab es die Spieler, die Generals als das ansahen, was es war. Ein Spiel und nicht mehr. Zum anderen gab es die Kritiker und insbesondere Jugendschützer, die dafür sorgten, dass ein von der USK ab 16 eingestufter Titel nach knapp zwei Monaten auf dem Index landete. EA brachte wenig später die entsprechend angepasste Version für Deutschland auf den Markt. Hier gab es keine bösen Bombenleger mehr, die Zivilisten wurden entfernt, heikle Missionen gestrichen und Namen verfremdet. Als letzte Gruppe gab es schließlich noch die harten Command & Conquer Fans, die sich mit Generals nicht so ganz anfreunden konnten. Das Spiel hatte einige Änderungen durchgemacht und sich doch leider der Masse der Strategiespiele angenähert. So gab es drei unterschiedliche Parteien, die über jeweils individuelle Einheiten, Gebäude und Schwerpunkte verfügten. Die Terroristen Internationale Befreiungsgruppe operierte versteckt, konnte auf ein Tunnelsystem zurückgreifen und bestens aus dem Hinterhalt agieren. Die USA Westliche Allianz dagegen setzte auf High Tech und modernstes Equipment, was mitunter viel Strom verschlang. China Der Asiatische Pakt hingegen setzte auf Masse statt Klasse. Gebäude wurden allerdings nicht mehr in bekannter C&C-Weise, sondern mit Baueinheiten, wie man dies aus etlichen anderen Games kennt, errichtet. Neben Energie gab es nur einen Rohstoff, der durch die Besetzung von Ölquellen, Hilfslieferungen am Helipad, Lagerhäuser oder Hacking angesammelt wurde. Leider war die Gegner KI etwas hinter der Zeit zurückgeblieben und der Spieler kämpfte gegen den konstanten Strom neuer Einheiten beim Feind, statt gegen einen etwas taktisch vorgehenden Gegner. Während die Missionen auf der einen Seite recht abwechslungsreich waren, wurden diese lieb- und zusammenhanglos und ohne große Zwischensequenzen präsentiert. Mit dem AddOn "Zero Hour" bzw. "Die Stunde Null", wie die deutschen Version heißt, wurden die Generäle ins Spielgeschehen eingeführt. Diese brachten Spezialitäten mit und ermöglichten individuelle Einheiten. Neben einer neuen Kampagne, die leider auch nicht mehr als zusammenhanglose Missionen ohne Hintergrundgeschichte waren, gab es auch einen Herausforderungsmodus. Hier kämpft sich der Spieler gegen unterschiedliche Generäle bis zur Boss KI auf immer schwerer werdenden Schlachtfeldern durch. Die deutsche Version des AddOn ist nur als geschnittene Version zu haben, was insbesondere Spieler in Österreich oder Schweiz "gefreut" hat. Der Mehrspielermodus wird auch heutzutage noch von vielen Spielern genutzt, wenn gleich dieser nicht so optimal und rund wie bei anderen RTS Spielen läuft.

Lohnenswerte Sammlung?

Zwölf Spiele, zehn Gigabyte Speicherplatz auf der Festplatte und über Hundert Stunden Spielspaß bietet die Sammlung fast aller C&C Teile. Lediglich der Onlineableger "Sole Survivor" hat es nicht in die Sammlung geschafft. Auf der "Haben-Seite" verbucht die Collection, dass alle Titel ganz bequem mit einer Disk im Laufwerk und aus einem Startmenü heraus auch unter modernen Rechnern und Betriebssystemen gestartet und natürlich auch gespielt werden können. Für Kenner der Serie ist es interessant einfach mal wieder einen Klassiker zu spielen und sich an die "guten, alten Zeiten" zu erinnern. Spieler, die noch nicht so lange dabei sind, bekommen mit der Sammlung einen wunderbaren Einstieg in zehn Jahre RTS Geschichte. Nicht jeder Titel konnte jeden Spieler voll überzeugen, doch gehobene Echtzeitstrategiekost wird schon durchgehend geboten. Insbesondere der Preis macht die Sammlung für Spätkäufer oder Leute, denen einige Titel oder AddOns fehlen, sehr attraktiv. Wer natürlich schon alle Titel im Regal stehen hat, der braucht lediglich zuschlagen, wenn er die Bequemlichkeit schätzt. Mit Tricks, Geduld und am Besten einem älteren Betriebssystem bekommt man auch die Originale zum Laufen. Da muss nicht zwingend neu gekauft werden. Das große Manko an der Box ist der Mehrspielerpart und da bleibt zu hoffen, dass EA da noch nachbessert. Es wäre wirklich schön ein C&C in SVGA über TCP/IP spielen zu können. Dann wäre die Sammlung eine Empfehlung an jeden Echtzeitstrategen. So aber sollten insbesondere die Leute zugreifen, die von C&C bislang nur wenig gespielt oder gehört haben und einfach zehn Jahre Computergeschichte erleben wollen. Es lohnt sich, es sei denn, Grafik steht bei der Kaufentscheidung an erster Stelle. Nur sollte man eventuell - je nach Geschmack - darauf achten, welche Sprachversion man sich zulegt.




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