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Info
Autor 2
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 1.5
 2
Gesamt (27 votes) 2+
 1.6
 1.7
 1.8
Name:Buffy - Chaos Bleeds
Genre: 3rd Person Action Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2003/11
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Eurocom
Hardware: Xbox
System: Xbox
Multiplay: Splitscreen
FFeedback: ja
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Bemerkung: auch für PS2/ GameCube
USK: 12
Screen 14-17 vom Hersteller
Buffy - Chaos Bleeds (review von nali_warcow)

Für manch einen geht ein Teil einer Legende zu Ende. Die letzte Staffel von "Buffy" war ein untröstlicher Augenblick für Millionen von Fans. Aber die können nun zumindest etwas aufatmen, denn mit dem gleichnamigen Videospiel wartet neues Futter auf alle Vampirjäger. Doch nicht nur Fans der Serie bekommen hier ein spaßiges Action Adventure geboten, auch Nichtkenner der Serie können zur zweiten Versoftung der Buffy Lizenz greifen. Warum? Das steht im Review.

Wissenswertes über Dimensionsblutungen und Parallelweltzombies

Die Vampirjägering "Buffy" lebt in der kleinen Gemeinde "Sunnydale" in Kalifornien und zwar genau neben dem Tor zu Hölle (Gemütliche Gegend *g*), auch Hellmouth genannt. Da wundert es dann auch wenig, wenn allerlei Untote, Zombies, Dämonen und andere nicht sehr freundliche Kreaturen sich hier rumtreiben. Doch ganz allein steht Buffy diesem Übel nicht gegenüber. Neben der Jägering Buffy kämpft auch ihr "Freundeskreis" (Willow, Xander, Faith, Spike und Sid) gegen das Übel aus der Hölle. Die Handlung in Buffy - Im Bann der Dämonen: Chaos Bleeds beginnt damit, daß im Zauberladen die Gruppe von allerlei Untoten und Zombies angegriffen wird. Buffys Widersacher Ethan Rayne ist zurück und spricht von einer wahrlich nicht sehr erfreulichen Zukunft. Das Urböse will die Welt und die Menschheit in ewige Dunkelheit stürzen. Dies muss unter allen Umständen verhindert werden. Das hört sich zwar alles recht verworren und für Nichtfilmkenner wirr an, aber auch Nicht-Buffy-Kenner kommen schnell in die Story rein und können diese einigermaßen gut verstehen, wenn auch die ein oder andere Anspielung nicht ganz verstanden werden, so mindert dies den Spielspaß kaum merklich. Insgesamt eine schöne spannend und mit einigen interessanten Wendungen versehene Handlung.

Alle Hände voll zu tun

Eigentlich wollten Buffy und Giles den Abend ruhig ausklingen lassen, um am nächsten Tag gestärkt weitere Nachforschungen anzustellen. Doch kaum sind die Freunde aus dem Haus und Giles die Treppe in den Keller runter, da erscheint im gleißenden Licht eine richtig übel aussehende Person mit zwei Begleiterzombies. Giles läuft im Keller geradewegs in eine Falle. Es muß also schnell gehandelt werden, doch dazu muß Buffy erst mal die beiden lästigen Typen los werden. Nach einigen gekonnten Tritten und Schlägen liegen selbige bewusstlos auf dem Boden, doch bei Vampiren hält dieser Zustand nicht lang an. Ohne eine entsprechende "Pfählung" mit einem Holzpflock ist es ein auswegloser Kampf. Irgendwo im Erdgeschoss müssen sich doch einige Holzsplitter finden lassen. Das Ganze unter Zeitdruck zu schaffen, ist auch nicht gerade leichter. Ha, zu früh gefreut, der erste Gegner ist wieder auf den Beinen und erwischt die Heldin im Rücken. Man rempelt an den Tisch und der Stuhl geht zu Bruch. Na bitte, da ist ein ja passender Pflock. Mit dem ist es nun kein Problem die beiden und noch einige weitere Gegner endgültig zu beseitigen. Danach kann sich Buffy noch kurz einige hilfreiche Utensilien, wie z. B. Höllenfeuer (Brandwurfgeschosse) und ein Medipack aus dem Schrank nehmen. Nun aber auf und nach Giles suchen. Die Kellertür aufgerissen und schon geht es nach unten. Die jeweils 1 bis 2 Gegner haben Buffys Schlägen und Tritten kaum etwas entgegen zu setzen, wenn diese die Gegner rechtzeitig bemerkt. Unten angekommen stellt sich jedoch heraus, dass die Tür von der anderen Seite verklemmt ist. Nun ist guter Rat teuer. Aber zum Glück gibt es ja noch einen weiteren Eingang vom Hof aus. Also wieder rauf und ab in den Trainingsraum. Neben weiteren Gegnern, die durch die Fenster einbrechen, findet Buffy hier weitere Wurfgeschosse, Pflöcke und Medipacks. Endlich im Hof- doch wie kommt man in den Keller? Die Abdeckung sieht nicht sehr stabil aus und nach einigen Tritten geht es hinein. Glücklicherweise ist Giles noch am Leben, wenn auch schwer verletzt. Da die Lösung, wie bei allen Problemen des Lebens, nie direkt neben einem ist, muss Buffy nun für Giles das Lehrbuch über Steinstatuen suchen. Nachdem das Haus durchsucht wurde, fällt einem dann schon irgendwann das blau blinkende Buch im Bücherregal auf. Das könnte was für Giles sein. Zurück bei ihm liegt eine einfache Lösung auf der Hand: Man braucht für Steinstatuen vergiftete Pflöcke und das Problem ist beseitigt. Doch es darf nicht das falsche Gift sein, sonst werden sie unbesiegbar - blendende Aussichten. Aber zumindest hat Giles einen Anhaltspunkt, Gorgonen reagieren allergisch auf das Gift. Mal sehen, ob einem das hilft. Wer sich nun daran erinnern kann, dass im Keller in einer Truhe einige Dämonenreste waren, findet schnell eine hilfreiche "abgetrennte Hand" im Inventar. Mit dieser Hand kann man nun die verschiedenen Wirkstoffe im Zauberladen durchtesten, bis die "Hand" bei der entsprechenden "Flasche" reagiert. Also flugs die Pflöcke eingetaucht und schon kann es den Gorgonen im Keller an den Kragen gehen. Nachdem diese erst mal auf dem Boden liegen und die Gesundheit bei knapp Null angelangt ist, reicht ein kurzer Stoß und der Weg ist frei. Aber wenigstens hat er sich vor den zwei Gorgonen in Sicherheit bringen können. Nun kann sich Giles verletzt humpelnd auf den Weg ins Freie durch den Keller machen. Zwar kommen auf dem Weg bis nach oben noch einige Zombies, doch zum Glück passt Buffy bzw. der Spieler auf, dass keiner dem armen Giles zu nahe kommt.

Sightseeing in Sunnydale

Insgesamt wird der Spieler im Laufe des Spiels 12 sehr abwechslungsreiche Schauplätze besuchen. Neben dem Zauberladen steht beispielsweise auch ein Besuch in der zur Blutbank umfunktionierten örtlichen Fabrik an, doch auch der Friedhof einschließlich unterirdischer Krypten will nach Beweisen durchsucht werden. Neben der Innenstadt von Sunnydale wird auch dem Krankenhaus und anderen Teilen der Stadt, wie der Highschool, Einkaufszentrum und Zoo ein Besuch abgestattet. Insgesamt gibt es 11 unterschiedliche Level, die allesamt recht detailliert und mit vielen kleinen Details ausgestattet wurden. Doch nicht nur Kämpfe stehen in den Missionen auf dem Programm, auch das ein oder andere kleine Rätsel muss vom Spieler gelöst werden. Zwar handelt es sich überwiegend um Aufgaben wie "Finde Gegenstand A und bring bzw. benutze ihn bei Punkt B", doch auf so manche Sachen muss man erst einmal kommen. Dass man anfangs auf dem Friedhof drei Teile einer Sonnenuhr braucht, merkt man schnell und hat auch zwei Stücke in unmittelbarer Umgebung gefunden. Die letzte Tür einer nahestehenden Butze bekommt man jedoch nicht auf. Nun versucht man mitunter lange diese Tür zu öffnen, hat jedoch lediglich übersehen, dass man gleich am Start auch eine Tür auf der rechten Seite hatte. Doch insgesamt machen diese kleinen "Rätseleinlagen" Spaß und lockern das Gameplay auf, so dass nicht immer nur Kämpfen angesagt ist. Wenn man dann beispielsweise im Zauberladen Zutaten suchen muss, dann kommt fast schon ein wenig Adventurestimmung auf. Für so manche Aufgabe braucht man durchaus scharfe Augen, da man sonst eventuell ewig vor so mach verschlossener Tür steht. Um beispielsweise an den Schlüssel für einen Bagger auf dem Friedhof zu kommen, muss man eine ganz bestimmte Statue neben dem Haus drehen und dann öffnet sich ein Geheimgang. Darauf muß man erst einmal kommen *g*. In manchen Fällen ist die Problemlösung jedoch auch deutlich einfacher, als man denkt. Im einer Fabrik kann man beispielsweise einen Gashahn aufdrehen. Nun hab ich zwar elendig lange was zum "Anzünden" gesucht, so dass der Weg frei wird, doch es war viel leichter. Man mußte nur an das Gas herantreten und es folgte eine automatische Sequenz. Allerdings gibt es von den einzelnen Charakteren immer wieder den ein oder andern Lösungsansatz. Wenn man z. B. durch eine Tür muss/kann, dann wird das auch dementsprechend gesagt. (z. B. Die Tür ist versperrt, aber drinnen ist Licht. Es muß also jemand da sein). Nicht immer gilt es nur einfach die Gegner zu verkloppen, in recht vielen Situationen muss man auch Personen beschützen. Beispielsweise, wenn Giles aus dem Keller humpelt oder aber wenn man Leute davor gerettet hat als Blutkonserve zu enden. Allerdings muss man oft schnell handeln, damit diese Leute nicht sterben, was zum Scheitern der Mission führt. Damit man jedoch nicht jeden Level wieder von Anfang an spielen muss, gibt es in jedem Level einige Checkpoints, nachdem der Charakter bestimmte Gebiete betreten hat oder nach einigen Schlüsselsequenzen. In dem Fall kann man über den Optionspunkt "weiter" vom letzten Checkpoint beliebig oft starten. (Wird dementsprechend in der Statistik vermerkt). Dumm nur, wenn man nach einem Checkpoint erst mal eine Pause machen will. Speichern kann man nur nach erfolgreicher Absolvierung eines Levels. Dadurch ist Buffy - Im Bann der Dämonen: Chaos Bleeds jedoch leider kein Spiel, was man mal eben für 30 Minuten spielen kann. Für jede der zwölf Missionen kann man in etwa gut 1 Stunde einplanen. Manche schaffen eine Mission sicherlich schneller, doch andere suchen etwas länger nach Schlüsseln, Büchern und Gegenständen und benötigen das ein oder andere zusätzliche Leben. Die Gesamtspielzeit liegt damit bei ca. 12 bis 15 Stunden. Durch erfolgreiches und möglichst gutes Beenden eines Levels kann man noch unterschiedliche Boni im Spiel frei schalten. Zum einen neue Charaktere und Maps für den Mehrspielermodus, aber auch eine ganze Reihe an Videosequenzen mit Interviews und Blicken hinter die Kulissen, warten auf den Spieler. Ebenso einige Bilder zum Betrachten, die man sogar zoomen kann und qualitativ sehr gut sind. Neben den schon genannten Begleitern wie Willow und Spike treten auch andere aus der Serie bekannte Personen, wie Tara und Anya auf. In sehr vielen Zwischensequenzen wird die Handlung vorgebracht und viele Witze und Sprüche erheitern das Spiel (Man kommt z. B. von der Friedhofmission wieder und die Heldin meint dann zu einer "Nachricht", dass diese ihr kryptisch vorkommt). Allerdings wirken einige Passagen auch etwas überzogen und fallen mehr unter lächerliche Aussagen. Desweiteren trüben kleine Macken in der Präsentation die Stimmung. Nachdem die Charaktere durch die Tür gegangen sind, schließt sich selbige wie von Geisterhand. Aber ansonsten tragen die Zwischensequenzen viel dazu bei, dass sich zum einen Buffy-Fans sofort heimisch fühlen und zum anderen auch "Neueinsteiger" eine gute und zusammenhängende Story vermittelt bekommen. Immer wieder sorgen Überraschungen für Spielspaß bis zum Ende.

Untote, Zombies und andere Dämonen

Im Spiel warten eine ganze Reihe an Feinden auf die Beseitigung durch den Spieler. Die Palette der dämonischen Ausgeburten reicht von einfachen "Zombies" über verschiedene Untote und z. B. Gargoulys bis hin zu einer Reihe an Zwischengegner bzw. dem Endgegner. Anfangs sind diese noch recht schwach und blocken die Angriffe kaum, was sich jedoch im weiteren Verlauf des Spiels ändert. So gehen sie jedoch von Anfang an nicht gerade zimperlich mit dem Helden/Heldin um, schmeißen einen auf den Boden, treten auf den Spieler und teilen insgesamt recht ordentlich aus. Ich habe zwar noch nie einen Zombie gesehen, der etliche Meter hoch springen kann, aber dadurch haben die Designer das Problem umgangen, dass man sich auf irgendwelchen höher gelegenen Punkten verstecken bzw. verschnaufen kann. Die Gegner KI ist im Kampf im späteren Verlauf doch recht fordernd (Warum gibt es eigentlich keinen wählbaren Schwierigkeitsgrad, so dass es Anfänger später etwas leichter haben?) und große Probleme in der Wegfindung sind nicht aufgetreten. So mancher Gegner hängt zwar kurz am Stuhl oder andern kleinen Gegenständen, kann sich aber aus eigener Kraft recht gut und schnell befreien. Desweiteren sind insbesondere die Vampire recht fix hinter einem her und in Massen durchaus für unerfahrene Spieler eine Gefahr. Auch mit Fernwaffen können die Gegner gut umgehen und erwischen einen z. B. bestens, wenn man gerade eine Leiter erklimmen möchte. In einigen Situationen bekommt man auch Unterstützung von Mitgliedern der eigenen Truppe und dann geht es den Zombies, Dämonen und Untoten an den Kragen. Wenn Gegner beseitigt wurden, dann hinterlassen sie entweder ein lila oder blauen Energieball, welcher dem Charakter Gesundheit bzw. Energie bringt und automatisch aufgesammelt wird.

Kämpfer & Ausrüstung

Im Vergleich zum Vorgänger (Buffy - The Vampire Slayer) kann man im Chaos Bleeds nicht nur die Geschicke von Buffy steuern, sondern auch die anderen Charaktere wie Willow, Spikes, Xunder und Faith warten auf die Befehle in den einzelnen Leveln. Allerdings kann man sich nicht aussuchen, in welchem Abschnitt man mit wem spielt. Dadurch, dass die einzelnen Charaktere jedoch sehr unterschiedlich kämpfen und sich steuern lassen, kommt eine ganze Menge Abwechslung ins Spiel. Ist Buffy noch eine Meisterin des Nachkampfes, so kann man mit Willow extrem schöne und tödliche Zauber sprechen, Xander ist ein Meister im Umgang mit Nahkampfwaffen und Faith und Spike haben auch ihre individuellen Kampfstile. Ingesamt gibt es einen sehr reichhaltigen Fundus an Schlag-, Tritt- und Wurfkombinationen. Zauber und Schlagkombos kann man auch jederzeit in entsprechenden Info-Büchern im Inventar anschauen. Auch an aufsammelbaren Gegenständen gibt es einiges. Neben den sehr wichtigen Pflöcken (Diese halten nicht ewig und man sollte möglichst immer einige bei sich tragen, die man in allen möglichen Kisten und Ecken findet) um die Vampire - wenn ihre Energie auf 0 gesunken ist - in die ewigen Jagdgründe zu befördern, gibt es auch eine ganze Reihe an Waffen. Neben Schwerten und Äxten warten aber auch eine Reihe an Fernkampfwaffen auf ihre Benutzung. Da gibt es eine Armbrust, Höllenfeuer (Feuerwurfgeschoß) aber auch eine Wasserpistole mit Weihwasser kommt sehr gelegen. Ab und zu hat man auch die Möglichkeit, die Gegner in abgebrochene Holzsplitter zu schubsen, dann erledigt sich der Rest von ganz allein. Zusätzlich gibt es das ein oder andere versteckte Medipack, welches immer gerne genommen wird. Die Zauber von Willow verbrauchen Energie, die sich langsam selbst regeneriert, ansonsten kann diese auch für verstärkte Angriffe genutzt werden. In manchen Truhen, Kisten und Schränken findet man nützliche Gegenstände, wie Heilung, Schlüssel oder Passierkarten, doch leider sind zerstörbare Gegenstände nicht von nicht zerstörbaren zu unterscheiden. Da hilft nur ausprobieren.

Kampf und Krampf

Der Kampf geht erfreulich einfach und problemlos von der Hand. Mit den beiden Tasten A und X werden die einfachen Schläge und Tritte ausgeführt und in Kombination mit Y (Aufnehmen) und B (Springen) kann man noch stärkere Kombos hinbekommen. Damit man nicht für jeden Vampir einzeln immer zum Pflock greifen muss, liegt dieser Angriff praktischerweise gleich auf der schwarzen Taste. Anfangs noch wenig genutzt, doch später unverzichtbar, ist die Verteidigung mit der weißen Taste. Die Bewegung erfolgt problemlos mit dem linken Ministick, wobei es im Kampf jedoch immer wieder vorkommt, dass man durch eine Steuerung in Bewegungsrichtung nicht lange genug wartet, bis man zum Schlag, etc. ausholt und diesen dementsprechend in die "falsche" (Sprich: Vom Gegner weg) Richtung macht. Das Inventar kann über den Analogstick bedient werden und funktioniert ohne Gegner auch wunderbar, doch wenn man im Kampf (Steuerung Ministick links) auch noch mit Analogstick Links/Rechts den Gegenstand auswählen und mit Analogstick hoch aktivieren muss, dann wird es ein Krampf. Ein Medipack im Kampf zu nehmen wird dadurch leider etwas zur Qual. Hier muss man rechtzeitig reagieren. Doch das große Problem heißt insgesamt Kamerasteuerung. Leider ist auch bei Buffy, wie in so vielen anderen Games auch, die automatische Kamerasteuerung eine Qual und angkommende Gegner oftmals gar nicht sichtbar. So erlebt man den ein oder anderen Schockeffekt, doch wenn man so des öfteren das Ende findet, nur weil man einen leise anschleichenden Gegner (Manche Gegner hört man, da sie Kommentare von sich geben, andere nicht) nicht gehört hat, dann macht es nicht so viel Spaß. Eine manuelle Nachjustierung der Kamera ist leider nicht möglich. Insbesondere wenn der Raum kleiner bzw. nicht so breit ist, dann lässt sich die Kamera mitunter gar nicht drehen.

Burn Baby burn

Auch wenn das Spiel graphisch sicherlich keine neuen Bestwerte setzt, so ist sie doch zum Großteil sehr hübsch anzusehen. Die Levels wirken ausgesprochen stimmig und die Zauber- und Auflösungseffekte der Gegner gefallen sehr. Auch auf unterschiedliche Gesichtszüge wurde geachtet, wenn auch manche etwas zu künstlich wirken. Insbesondere so manche Gegnertypen wurden recht detailliert erschaffen und die Charaktere im Spiel haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Bei den vielen Kampfanimationen wurde ebenso nicht gespart. Diese sind sehr abwechslungsreich und rundum gelungen. Es macht viel Spaß, den Kämpfen zu zuschauen, wenn auch eine Physikengine noch mehr heraus geholt hätte. Etwas unnatürlich wirken dagegen Kletteranimationen. Die Qualität der Videos und Bonusbildchen (zum Zoomen) ist sehr gut.

Buffy- du bist auf Sendung

In Sachen Sound und Musik wird geklotzt und nicht gekleckert. Sowohl in der Deutschen, als auch in der Englischen Version des Spiels (Einfach die X-Box entsprechend umstellen) wurden die Originalsprecher (Mit Ausnahme in der engl. Version von Buffy selber, wie schon im Vorgänger) verpflichtet und die Sprachausgabe ist durchweg von sehr guter Qualität, wenn auch der ein oder andere Satz etwas "komisch" wirkt und ab und zu gesprochener Text und Untertitel (der gleichen Sprache) nicht zusammen passen. Die vielen gesprochenen Kommentare wissen im Spiel sehr zu gefallen, wenn mal wieder eine der bissigen Bemerkungen losgelassen wird. Mindestens genauso gut passt die Musik ins Spiel, die sich sehr ordentlich der Handlung auf dem Schirm anpaßt und viel zur Stimmung beiträgt. Vom Komponist Ian Livingstone stammt übrigens auch der Score zu Mace Griffin Bounty Hunter, Warhammer 40.000 Fire Warrior.

Multiplay als Zugabe

Den Mehrspielermodus bei Buffy - Im Bann der Dämonen: Chaos Bleeds kann man eher unter der Rubrik "kleine Dreingabe" einordnen. Es hat nur für vier Spieltypen auf vier gleichen Leveln der Storykampagne gereicht, wovon drei Level auch erst frei geschaltet werden müssen. Lediglich eine Wahl des Charakters ist möglich (Wovon eine ganze Reihe freigeschaltet werden können) und gespielt wird nur an einer Box. Im Überlebensmodus gilt es möglichst lange - länger, als die bis zu drei weiteren Mitspieler - gegen die Ausgeburten der Hölle zu überleben. Als Kaninchenfänger gilt es, möglichst viele zu fangen, um zu punkten, wobei unterschiedliche Farben unterschiedlich viele Punkte bringen. Bei der "Jägerinherausforderung" (Auch allein spielbar) muss man die über ein Pentagramm ins Leben gerufenen Dämonen besiegen. Der Herrschaftsmodus baut auch auf Pentagramme auf, welche man kurz "berühren" muss, um Punkte zu bekommen. (Ähnlich dem Domination Modus in Unreal Championship).

Meinung

Auch als nicht Buffy-Kenner, wie ich es bin, kann man mit dem Spiel viele vergnügliche Stunden haben. Die Story ist spannend und nicht zu schwer zu verstehen, wenngleich Kenner der Serie sicherlich mehr mit so manchen Sachen anfangen können. Aber es geht ja um das Spiel und da wird eine wirklich sehr schöne Mischung aus Adventure und Action geboten. Auch wenn so manche Puzzle mehr Suchaufgaben sind, so ist es doch immer wieder erfrischend, sich auch mal mit der ein oder anderen geistigen Aufgabe zu beschäftigen. Zwar sind manche Sachen nur einfaches Ausprobieren bzw. "Bringe A nach B", doch die gekonnte Mischung macht es. Insbesondere wenn man nicht nur auf einen Charakter bzw. Kampstil festgelegt ist, sondern immer wieder einen schönen Wechsel hat. Es fehlt eigentlich nur der COOP Modus, dann wäre auch deutlich mehr Spaß im Mehrspielermodus vorhanden. In der vorliegenden Form mit wenig Maps und Optionen fasziniert dieser daher nicht lange. Für sehr viel mehr Frust sorgt da schon diese dämliche Kamera. Wie schon bei Dino Crisis 3 sieht man die Gegner viel zu spät, wenn überhaupt, und wegen solchen Sachen den Abschnitt neu starten zu müssen, ist ärgerlich und kostet Spielspaß. Je kleiner und enger die Räume werden, desto mehr Probleme gibt es, da man auch nicht mehr manuell nachrichten kann. Für Buffy Fans ist das Spiel sowieso ein Pflichtkauf, doch auch alle anderen Spieler, die mit einer zickigen Kamera zurecht kommen, sollten sich das Spiel auf jeden Fall mal ansehen. Ein wirklich sehr gelungenes Action Adventure, was mal wieder zeigt, dass es auch durchaus recht gute Spiele zu Fernsehserien geben kann. Wer lediglich den Preis scheut, der sollte sich dann einfach den Vorgänger kaufen, der kostet nur etwa die Hälfte, beinhaltet zwar nur eine spielbare Heldin, doch bietet er ansonsten auch sehr ordentlichen Spielspaß fürs Geld.


Geschrieben am 27.12.2003, Testkonfiguration: Xbox
 



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