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Böse Nachbarn 2
Böse Nachbarn 2  


Info
Autor 2
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Gesamt (47 votes) 2
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Name:Böse Nachbarn 2 - Urlaub mit Hindernissen
Genre: Puzzle/Knobel Action
Produkt: Vollversion
Release: 2004/04
Publisher: JoWooD
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 233Mhz, 128MB RAM, keine 3D-Karte nötig, HD 310 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Serie: ja
USK: 6
Böse Nachbarn 2 - Urlaub mit Hindernissen (review von nali_warcow)

Man muss nicht immer 45€ ausgeben, wenn man mal etwas Spaß am Rechner haben will. Insbesondere viele Gelegenheitsspieler verlieren mitunter recht schnell das Interesse an so manchen Games und sind auch nicht sonderlich an Mods, etc. interessiert. Mit 'Böse Nachbarn 1' erschien 2003 schon ein kleines Fungame für zwischendurch, was zwar grafisch keine Revolution war, aber zumindest für einige Abende begeistern konnte. In der Rolle von Woody galt es dem Nachbarn böse Streiche zu spielen, so dass das Fernsehpublikum bestens unterhalten wurde. Dazu kam ein Preis von etwa 15€ und der unkomplizierte Spielspaß konnte beginnen. Nun steht Teil 2 in den Läden. Zugreifen? Wurde überhaupt was verbessert oder einfach nur neue Aufgaben des Vorgängers? Hier im Review steht die Antwort.

Glücklicherweise hat sich auch beim Nachfolger an der preislichen Gestaltungen wenig geändert. Der zweite Teil steht auch wieder für etwa 15 € im Laden. Doch darüber hinaus kann sich der ehrliche Käufer auch über eine sehr gute Ausstattung freuen. Im Gegensatz zu so manch anderen Spielen, wo selbst bei 45€ nur eine dünne Schwarzweiß-Anleitung in der DVD Hülle liegt, wartet Böse Nachbarn 2 mit einem Handbuch in Farbe auf. Dies ist auch nicht gerade dünn und auf den über vierzig Seiten wird das Spiel genauestens erklärt und dem Spieler nähergebracht. Daran sollten sich Spiele, wie z. B. FarCry mal ein Beispiel nehmen, wo man mit einem dünnen Schwarzweiß-Booklet auskommen muss. Komplexer ist Böse Nachbarn 2 auf keinen Fall.

Worum geht es?

Wieder einmal liegt es an Woody das Fernsehpublikum bestens zu unterhalten. Zu diesem Zweck gilt es wieder dem Nachbarn allerlei Streiche zu spielen und ordentlich zu ärgern. Sei es, dass man sein Essen durch Chili anreichert, etwas Zement ins Badewasser schüttet oder die Schrauben am Klappfahrrad lockert. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde das Setting jedoch etwas verlegt. Statt alle Aufgaben immer nur im gleichen, aber größer werdenden Haus zu absolvieren, ist diesmal der Urlaub an der Reihe, wo der Nachbar geärgert wird. Dieser macht sich gerade mit seiner Frau und Olga, die er immer wieder beeindrucken will, auf eine kleine Kreuzfahrt und besichtigt nacheinander China, Indien und Mexiko. In insgesamt 14 "Leveln" gilt es insgesamt bis zu etwa 90 Streiche am Nachbarn anzuwenden. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, wie man meint.

Beispielmission

Kaum in China angekommen, meint der Nachbar wohl, er könnte sich am Strand mit Tischtennis vergnügen und die nähere Umgebung erkunden. Aber er hat seine Rechnung ohne Woody gemacht. Der alte Fahrradschlauch wird gleich erst mal eingesteckt. Im Abschnitt links arbeitet ein Herr eifrig daran, Aale für die Touristen in kleine Stücke zu schneiden, welche der Nachbar gierig runterschlingt. Da kann man doch was machen. Leider bemerkt der Angestellte es jedoch, wenn man den Schlauch zu den Aalen legt, da er jedoch eine Brille hat und diese zwischenzeitlich abnimmt, kann man dem etwas nachhelfen. Also schnell die Brille eingesammelt und den Schlauch hingelegt. Bevor sich Woody nun in sichere Entfernung begibt, wird noch das herumliegende Seil mitgenommen. Nachdem sich der Nachbar heftigst übergeben hat, wird es Zeit für Streich Nr. 2, bevor es ihm noch zu gemütlich im Urlaub wird. Der Spaß am Strand kann auch etwas verbessert werden. Damit der Nachbar die Explosion der Raketen bestens sehen kann, wird aus dem Seil eine Schlinge gemacht und diese mit der Rakete verbunden. Von da oben muss man eine wunderbare Aussicht haben. Doch auch die anschließende Wasserski-Runde läuft etwas anders ab, als geplant. Die Skier werden einfach mit Hammer und Nagel am Bootssteg befestigt und das war dann Streich Nr. 3. Nun auch noch dafür sorgen, dass der werte Herr Nachbar bei Olga in Misskredit kommt. So wird beim Tischtennis schnell der Ball durch ein Ei, welches man von der Henne im Korb nach einigen Mühen bekommen hat, ausgetauscht. Nach dem Eiervolltreffer im Gesicht war es das. Das Minimum an vier Streichen wurde erfüllt und es kann weitergehen zur nächsten Episode.

So wird gespielt

Im Prinzip spielen sich alle 14 Episoden gleich, auch wenn sie grafisch unterschiedlich sind. Es gilt immer anfangs zu schauen, welche Wege der Nachbar nimmt, wo er welche Aktionen macht, wie z. B. das Kind ärgern, etwas anschaut oder benutzt. Das gilt auch für die Aktionen der anderen NPs, beispielsweise seine Mutter oder Olga mit ihrem Kind. Während es bei Olga und dem Kind egal ist, ob diese Woody sehen, so darf man dem Nachbarn und seiner Mutter nicht zu nah kommen, sprich nicht im gleichen "Raum" sein. Man muss also rechtzeitig den Abschnitt verlassen, damit man nicht entdeckt wird oder sich alternativ verstecken, was in manchen Episoden/Räumen möglich ist. Mal in eine Tonne oder schnell in einen Liegestuhl gelegt und die Zeitung als Deckung benutzt. Sehr konsequent wurde dies jedoch nicht umgesetzt und es wären - theoretisch - deutlich mehr Verstecke möglich. Hat man dann erst einmal die Route und Aktionen raus, kann man sich daran machen die notwendigen Utensilien zu suchen, um den Nachbarn zu ärgern. Diese liegen entweder einfach lose in der Gegend rum oder sind in Kisten, Truhen, etc. versteckt. In einigen Fällen muss man auch erst ein kleines Geschicklichkeitsspiel über sich ergehen lassen, z. B. , wenn Woody eine Maus in einem Mauseloch fangen will. In dem Fall erscheint eine Zielscheibe auf dem Bildschirm und der Spieler muss den Mauszeiger mittig halten, während sich die Fläche grün färbt. Letztendlich bekommt man einige Gegenstände erst, wenn man bestimmte Aktionen ausgeführt hat. So muss man dem Jungen beispielsweise ein Kuscheltier geben, damit man von ihm einen Böller bekommt. In späteren Leven bekommt man einige Objekte auch erst, wenn man gewisse Streiche ausgeführt hat. So muss der Nachbar in einem Level erst das Rodeoreitgerät demoliert haben, damit man an die Münzen aus dem nebenstehenden Automaten kommt. Oder aber in einer anderen Episoden muss der Nachbar erst auf die Markise fallen, damit sich die Mechanik zum Einfahren selbiger zeigt. Aber warum so beeilen, schließlich hat man ja - im Gegensatz zum Vorgänger - unendlich viel Zeit. Das hängt damit zusammen, dass es eine art "Ärgerbarometer" des Nachbarn an der linken Bildseite gibt. Für jeden gespielten Streich steigt es und sinkt langsam, wenn der Nachbar seine Ruhe hat. Im Vorgänger hat man für mehrere Streiche hintereinander nur einige, wenige Prozentpunkte bekommen und die Kombos waren nicht wirklich spielentscheidend. Im Nachfolger gibt es eine separate Auszeichnung dafür, wenn man die Neckereien besonders fix hintereinander ausführt. In dem Fall sollte man die Route des Nachbarn und der anderen Personen genauestens studieren und alle Gegenstände eingesammelt haben, bevor man mit dem Ärgern beginnt. Doch es gibt auch einige Situationen in den Episoden, wo man gezwungen ist, zumindest zwei Streiche hintereinander auszuführen. Aber man braucht keine Sorge haben, dass man die Episode nicht mehr schaffen kann, wenn man dies nicht gleich bemerkt. In ALLEN Fällen hat man die Möglichkeit, den Streich so lange zu wiederholen, bis man beide hintereinander hinbekommen hat. Die dazu notwendigen Utensilien bleiben vorhanden. So kann man sich z. B. in einer Episode so lange kleine Chemiekügelchen aus dem Vorratsraum nehmen, bis man auch die Schilder an der Toilette ausgetauscht hat und sich der Nachbar in der Frauentoilette - wo zufällig Olga sitzt - übergibt. Wenn man also Gegenstände mehrfach aufnehmen kann bzw. wenn das "Aufnehmen" Zeichen noch immer zu sehen ist, dann weiß man schon, dass man entweder damit einen Doppelstreich machen muss oder aber den Gegenstand für zwei einzelne Streiche benötigt. So z. B. in einer Episode, wo man mit der Maus zuerst eine Schlange aus dem Loch locken und später damit einen Elefanten erschrecken muss.

In jeder Episode sind 4 bis 9 Streiche möglich.Man muss jedoch nicht immer alle geschafft bzw. gefunden haben, sondern es reichen 1 bis 2 weniger, worüber man ab und zu auch froh sein wird, wenn man den letzten Streich einfach nicht findet.

Insgesamt ist das Spiel vom Schwierigkeitsgrad jedoch nicht so schwer, dass es zu jeder Station, wo der Nachbar agiert immer einen Streich zu machen gilt. Dadurch hat man schon eine grobe Angabe und außerdem gibt Woody auch den ein oder anderen Tipp, was man machen könnte. Etwas schade ist es jedoch, dass es immer nur eine Möglichkeit für einen Streich gibt. Hat man beispielsweise einen Krebs, so kann man diesen nur in die Kühltruhe legen, aber nicht unter das Badelaken, etc. Hier wäre etwas mehr Freiheit schon nicht schlecht gewesen. Nach etwa 5 bis 10 Stunden hat man dann das Spiel durch, wobei man ruhig etwas mehr Zeit einrechnen kann, wenn man alle Streiche erfüllen und in allen Episoden den Nachbarn auf 100% bringen will.

Episodenübersicht

Im Vorgänger gab es ein Haus und hier nun eine Reihe unterschiedlicher Orte. Diese unterscheiden sich jedoch überwiegend grafisch voneinander. Mal auf dem Schiff, dann in China, später in Indien und zum Ende in Mexiko. Die Umgebungen werden von der Gestaltung zwar immer besser und größer, allerdings spielt es sich immer gleich. Auch findet man immer wieder in den einzelnen Abschnitten gleiche bzw. ähnliche Objekte. Das bedeutet, daß die Chinalevel alle recht ähnlich aussehen, wenn auch mit Änderungen, doch es ist nicht so, dass jeder Level komplett neu ist. Lediglich die Goodies und Gestaltung zu den einzelnen Streichen wechselt. Mal liegt am Strand ein Badetuch, dann male Wasserskier + Steg oder ein Junge mit einer Sandburg. Sehr schön ist es jedoch, dass sich die Streiche kaum wiederholen. Zwar treten einige Sachen mehrfach auf, wie z. B. die Unterstromsetzung des Nachbarn (Mal durch einen Zitteraal im Tümpel, wo der Nachbar wegen eines angesägten Geländers reinfällt und ein anderes Mal tritt er in eine Pfütze, wo Woody ein Stromkabel verlegt hat.) Damit man auch leicht ins Spiel findet, gibt es anfangs ein Tutorial, das alle wichtigen Sachen erklärt.

Handhabung des Spiels

Die Handhabung des Spiels ist denkbar einfach und wurde im Vergleich zum Vorgänger noch benutzerfreundlicher umgesetzt. An der linken Bildschirmseite findet man das Ärgerbarometer. Am Bildschirmrand unten sieht man den jeweiligen Status des Nachbarn und seiner Frau. Hier wird angezeigt, ob einer - oder beide - schlafen. Außerdem hat jeder eine Denkblase über dem Kopf, die angezeigt, was sie gerade machen bzw. wohin sie nun gehen werden. Damit behält man immer den Überblick, auch wenn nicht alle Abschnitte der Episode auf den Schirm passen. Ergänzt wir der untere Rand durch das Inventar. Bleibt man mit dem Mauszeiger über einem Inventarobjekt, so wird eine kurze Beschreibung eingeblendet. Die Bedienung von Woody auf dem Schirm ist denkbar einfach. Mit Links- und Rechtsklick schickt man den Jungen durch die Gegend. Je nach Hintergrund verändert sich der Mauszeiger entsprechend und zeigt an, ob man hier agieren kann. Alle wichtigen Punkte für Streiche und Aktionen können angeschaut werden und Woody gibt Tipps zu den jeweiligen Streichen. Eine Hand zeigt, wo man Gegenstände einsammeln kann, die ab und zu sonst leicht übersehen werden. Wie in so manchem Adventure werden auch bei Böse Nachbarn 2 nur die wichtigen Sachen angezeigt, wodurch man dann schon immer ganz genau weiß, dass hier was zu machen ist.

Grafik & Sound

Böse Nachbarn 2 setzt nicht auf ultra realistische 3D Grafik, sondern noch ganz auf 2D. Die Figuren agieren vor festen Hintergründen und dazu gibt es sehenswerte Animationen, die jeweils eingeblendet werden. Diese sind mir sehr viel Liebe gestaltet worden und egal ob der Nachbar sich nun in einen Seeigel setzt oder in einem Boot sitzt, welches von Termiten verschlungen wird, es sieht grafisch sehr schön aus. Dadurch sind die Systemanforderungen auch sehr gering und schon mit 233 MHz (laut Packung) ist man dabei. Der Sound ist gelungen, die Umgebung klingt lebhaft und die Sounds passen zur Atmosphäre und den Streichen. Es wird hier kein riesen EAX-Geschütz aufgefahren, sondern simpel und passend vertont. Es gibt dazu entsprechende "aha", etc., wenn Woody etwas findet, aufhebt, etc. und außerdem sind natürlich viele Schreie und Flüche vom Nachbarn zu hören, genauso wie die Schläge, wenn er von Olga oder seiner Mutter verhauen wird. Sprachausgabe gibt es keine und die Musikstücke der einzelnen Episoden sind sehr abwechslungsreich, halten sich dabei aber dezent im Hintergrund, so dass man ungestört grübeln kann.

Meinung

Wer von Böse Nachbarn 2 eine bessere Version erwartet, der kann bedenkenlos zugreifen. Die Steuerung und Übersicht (auch beim HUD) wurden gekonnt vereinfacht. Durch die unterschiedlichen Schauplätze kommt auch etwas Abwechslung ins Spiel und endlich machen "Kombos" im Spiel Sinn. Dadurch, dass man nun des öfteren zwei Streiche kombinieren muss, gilt es nun auch mal etwas mehr zu machen, als nur auszuprobieren. Die Streiche sind sehr abwechslungsreich und die Grafik stimmig. Leider ist die Lösung der einzelnen Aufgaben fest vorgeschrieben, es gibt immer nur eine Lösung für jeden Streich und man hat leider keine Möglichkeit die Sachen auch anders zu benutzen. Genauso ist es schade, dass man genaugenommen nur die Route des Nachbarn abarbeiten muss und an jeder Stelle einen Streich zu platzieren hat. Durch weitere neue Elemente, wie die Mutter, Olga und andere Lebewesen kommt jedoch auch mehr Abwechslung ins Spiel. In Anbetracht des Preises von etwa 15 € und der guten Ausstattung ist das Spiel ideal für Leute, die einfach abends ab und zu mal für kurze Zeit abschalten wollen. Für Gelegenheitsspieler, die auch nicht unbedingt den neusten Rechner haben, ist das Spiel daher auf jeden Fall einen Blick wert. Eine Demo ist verfügbar und der Vorgänger ist, für diejenigen, die es noch nicht gespielt haben sollten, inzwischen auch schon preiswerter zu haben. Ich freue mich schon auf Teil 3.


Geschrieben am 27.04.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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