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Rückseite ]

Info
Autor 2
 2.5
 1.5
 2
Gesamt (10 votes) 2+
 2.4
 1.6
 2.5
Name:Black
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2006/02
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Criterion Studios
Offiz. Sites: Game
Hardware: Xbox
System: Xbox
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Bemerkung: auch für PS2
USK: 18
Black (review von nali_warcow)

Bei einigen Computer- und Videospielen trifft der Spruch "Schuster bleib bei deinem Leisten" wie die Faust aufs Auge. Da versuchen Entwickler, die bislang nur Erfahrung im RTS Bereich machten, einen AAA Shooter hinzubekommen und scheitern an einigen Grundlagen. Von ID Software würde ja auch niemand ein Rennspiel erwarten, selbst wenn die Engine dies hergeben würde. Dass es allerdings auch anders geht und gleichzeitig das Erstlingswerk sehr beachtlich sein kann, zeigt Criterion Games mit "Black". Bislang sorgten die Entwickler bei Rennspielfreaks mit der Burnout Serie für viel Spaß und ansehnliche Blechschäden auf dem Schirm. Mit Black hat sich Criterion Games an einen Shooter gewagt, der bisher bekannte Elemente mit viel Action und Zerstörung präsentiert. So wie es auch in der Burnout Serie Gang und Gäbe ist. Was Playstation 2 und Xbox Besitzer erwartet, soll das folgende Review klären.

Einige werden sich vielleicht wundern, aber bei Black handelt es sich nicht um einen Shooter für die neue Konsolengeneration, die für Xbox360 Besitzer Ende 2005 begonnen hat. Vielmehr zeigen die Entwickler, was sich alles noch aus der "alten Hardware" rausholen lässt. Ohne zu sehr vorwegzugreifen, aber das Ergebnis kann sich im grafischen Bereich mehr als sehen lassen. Schade ist in diesem Zusammenhang lediglich die fehlende Abwärtskompatiblität zur Xbox360. Da bleibt zu hoffen, dass es noch ein entsprechendes Update erscheint. (Update: 30.03.06: Inzwischen ist es auch möglich Black auf der Xbox 360 zu spielen. (Einfach Black einlegen und dann das angebotene Update für den Emulator runterladen.)

Flashback

Die Handlung des Spiels versetzt den Spieler in die Rolle des Black-Ops Soldaten "Jack Keller". Die Geschichte beginnt dabei etwas verwirrend in einer dunklen Verhörzelle. In Handschellen wird Keller an einen Tisch geführt und von einer unbekannten Person in die Mangel genommen. Schon bald packt er aus und erzählt in einzelnen Rückblenden was geschehen ist, welche Ereignisse dazu führten, dass er jetzt hier in dieser heiklen Situation vor dem Ende seiner Karriere steht. Schon bald kommt heraus, dass das Team die als "Seventh Wave" bekannten Terroristen und Waffendealer ausheben sollte. Insbesondere ihr Anführer "Lennox" war Ziel dieser Operation. Allerdings lief dabei einiges schief…

Auch wenn die Handlung durchaus "ausgelutscht" erscheint, so wäre mit einer anständigen Präsentation einiges möglich gewesen, um den Spieler zu begeistern. Allerdings schaffen es die Videosequenzen nicht, viel Spannung und Atmosphäre aufzubauen. Zu bruchstückhaft sind die Storyfetzen und zusammenhanglos wirken die Themen bzw. Schauplatzwechsel aneinandergereiht. Theoretisch hätten da fünf Aufträge mehr integriert werden können, ohne dass groß etwas an der Präsentation hätte geändert werden müssen. Genauso hätten auch Missionen gestrichen werden können, der Spieler würde keinen Unterschied im Handlungsstrang bemerken. Vieles bleibt eher unklar, wird nur angedeutet oder mit BlackOps-Fachausdrücken zusammengefasst. Der eigentliche Fokus des Spiels liegt bei den actionreichen und sehr fordernden Kämpfen, die sehr imposant in Szene gesetzt werden.

Mittendrin statt nur dabei

Position gesichert und der Rest des Teams wurde erreicht. Mitten in den stark in Mitleidenschaft gezogenen Straßenzügen, zwischen Trümmern, Leichen und Autowracks, haben sich die Black-Ops Einheiten versammelt. Die Welle der Angreifer wurden gestoppt, doch viel Zeit zum Feiern bleibt nicht. Die Kerle, die sich bislang im Gebäude verschanzt haben, wagen nun doch einen Ausfall. Die Tür fliegt auf und im Trümmerstaub flitzen einige Gestalten heraus und hinter die nächstbeste Deckung. Weit kommt einer der Terroristen nicht, denn ein Kugelhagel lässt ihn schon nach wenigen Metern zusammenbrechen. Zwei andere haben sich jedoch recht schnell hinter einem Fahrzeug und einer Absperrung in Deckung gebracht. Während sie die Black-Ops Soldaten unter Feuer nehmen, feuert Keller auf das Autowrack. Wenig später fliegt selbiges in die Luft und lässt den dahinter in Deckung gegangenen Gegner buchstäblich durch die Luft wirbeln. Beim anderen Gegner erfolgt ein Flankenangriff, so dass der Kerl im Kreuzfeuer umkommt. Als nächstes gilt es das Gebäude zu stürmen. Allerdings haben es sich die restlichen Gegner darin gemütlich gemacht. Ein MG bewacht den Eingang und sorgt für ein schnelles Absinken der Lebensenergie. Da kommt das Medipack, das vor einigen Minuten eingesammelt wurde, gerade recht. So gestärkt wird ein neuer Anlauf gewagt. Durch die Tür und gleich nach links hinter die Säule. Dadurch ist der Schütze kurzzeitig abgelenkt, hat Keller als Ziel erfasst und wird in der Zeit von einem Black-Ops Kollegen mit wenigen Schüssen erledigt. Über die Treppe geht es in das obere Stockwerk, wo zwei weitere Gegner im Kugelhagel sterben. Der Feind ist jedoch nicht untätig und sprengt im unteren Stockwerk ein Loch in die Wand. Glücklicherweise liegen einige Handgranaten herum, die sich vortrefflich in die anrückenden Gegner schleudern lassen. Zwar haben die Eindringlinge die Granaten bemerkt, viel Zeit bleibt ihnen jedoch nicht. Mit einem Kugelhagel wird dafür gesorgt, dass die Granate frühzeitig explodiert und zwei Feinde werden auf der Stelle beseitigt. Der Trupp will gerade das Gebäude durch das Loch in der Wand verlassen, da kommt die Meldung in letzter Minute: "RGP! RGP!" Nicht nur aus dem gegenüberliegenden Hochhaus nehmen einen die Feinde aufs Korn, auch auf dem Turm hat sich ein Gegner mit Raketenwerfer verschanzt und feuert munter auf alles, was sich bewegt. Einen kurzen Sprint später und Keller hat einen an der gegenüberliegenden Wand stehenden Raketenwerfer aufgenommen. Der erste Schuss wird geladen und damit für Ruhe im Hochhaus gesorgt. Nicht nur die Scheiben splittern an der Gebäudefront, auch die Schützen fallen etliche Meter hinunter. Der nächste Schuss muss in Richtung Turm gehen, damit das Team weiter vorrücken kann. Vorsichtig um die Ecke geschaut und schon ist da auch das Geräusch einer abgefeuerten Rakete zu hören. Mit einem schnellen Abschuss wird noch versucht, ebenfalls etwas in Richtung Gegner zu schicken, doch folgt schon die Detonation. Keller taumelt und die Sicht wird undeutlich…

Spaß für Solisten

Die Entwickler haben sich bei Black ganz auf den Einzelspielermodus konzentriert. Irgendwelche Mehrspielerabschnitte, kleine Deathmatch-Arenen oder gar einen COOP-Modus sucht man leider vergebens. Gerade ein COOP-Modus hätte den Spielspaß allerdings erheblich steigern können, so dass ein erneutes Durchspielen, möglichst im höchsten Schwierigkeitsgrad, doch sehr motiviert hätte. So kämpft sich der Spieler allein durch die acht Missionen, die nach und nach frei geschaltet werden. Abgesehen von der ersten, tutorialhaften Mission, fallen die einzelnen Aufträge alles andere als kurz oder leicht aus. Für ein simples Durchspielen einer Mission auf dem normalen Schwierigkeitsgrad kann mit etwa 1 bis 1 1/2 Stunden gerechnet werden. Je nach Geschick und auch etwas Glück kann sich die Spielzeit aufgrund des Schwierigkeitsgrades auch deutlich verlängern. Obwohl die Missionen so lang sind, haben die Entwickler maximal zwei Checkpoints pro Level vorgesehen. Da wirft einen dann ein Game Over durchaus wieder 20 bis 30 Minuten zurück. Hier wäre es besser gewesen die Checkpoints stärker mit an den Schwierigkeitsgrad zu binden und zumindest vor neuen Abschnitten/ Zielen einen Punkt einzurichten. Je nach Spielstufe gibt es unterschiedlich viele Medipacks im Level und zusätzliche Sekundärziele. Bei den Sekundärzielen handelt es sich überwiegend um das Finden und Aufsammeln von mehr oder wenig gut versteckten Plänen, Karten und anderen Objekten. Die eigentlichen Hauptziele einer Mission sollte jeder Shooterspieler schon einmal erlebt haben. Im Prinzip sorgen diese einfach dafür, dass der linear ausgelegte Level durchquert wird. So muss beispielsweise zuerst ein Weg durch den Wald, vorbei an Wachposten gefunden werden, ein Lager infiltriert und schließlich durchquert werden, bevor sich der Spieler seinem Hauptziel - einem Bauernhof - nähern kann. Hier gilt es schließlich noch einen feindlichen Großangriff abzuwehren und alle Gebäude zu säubern. Etwa 150 Gegner stellen sich einem dabei in den Weg. Black bietet jeweils von Anfang bis Ende einer Mission schnörkellose Action. Keine Schleichpassagen oder dämliche NPCs, die beschützt werden wollen. Wer also auf sehr unterschiedliche Levelpassagen steht und vielleicht auch gerne Fahrzeuge hätte, wird an Black weniger Gefallen finden. Die Entwickler haben sich mehr darum bemüht einen jeweils großen und umfangreichen Schauplatz für jede Mission zu bieten. Statt beispielsweise bei der Sabotage in der Stahlfabrik den Spieler am Werkstor beginnen zu lassen, startet der Spieler in Black in deutlicher Entfernung zum Ziel. Erst gilt es sich durch die Abbauhalden zu kämpfen, vorbei an Förderbändern und Lagerhallen, durch ein Minenfeld, Versorgungsdepots und schließlich in die eigentliche Fabrik. Aber auch für Abwechselungsreichtum innerhalb einer Mission ist gesorgt. Eine andere Mission beginnt auf einem Friedhof, auf dem sich der Spieler hinter Grabsteinen an einen Sniper in einem Haus heranarbeiten und danach selber vom Haus aus eine Angriffswelle abwehren muss. Weiter geht es durch eine Krypta, über einen befestigten Hügel, durch ein Gangsystem im Keller eines Hauses und schließlich durch ein mit Snipern verseuchtes und zerstörtes Kriegsgebiet, bevor es zum Großangriff vor einem Zielgebäude kommt.

Bleihaltige Luft

In Black stellen sich dem Spieler ausschließlich menschliche Feinde in unterschiedlichen Varianten entgegen. Einige Gegner halten ihre Position, andere laufen umher und wieder andere tauchen erst nach einiger Zeit auf. Meist werden die Feinde dabei glücklicherweise nicht direkt im Rücken des Spielers gespawnt, sondern kommen aus anderen Ebenen oder einer Seitengasse. Haben die Feinde anfangs noch eher schwachen Waffen, so trifft man im späteren Verlauf immer öfter auf besser ausgerüstete Gegner. Statt der leichten Pistole wird eine sehr effektive Shotgun verwendet und die Feinde verfügen über Panzerung, die Kopftreffer verhindert. Aber auch Feinde mit Schnellfeuergewehr, sehr treffsichere Scharfschützen und RPG-Soldaten nehmen den Kampf gegen Keller auf. Die beiden zuletzt genannten sind sehr fordernd und eine nicht zu unterschätzende Bedrohung, die für den ein oder anderen Levelneustart bzw. Rücksetzen an den letzten Checkpoint verantwortlich waren. Schon auf großer Entfernung ist der Schuss aus dem Sniper oder dem Raketenwerfer zu vernehmen und mitunter ist es dann schon fast für ein Ausweichmanöver zu spät. Das sind Gegner, vor denen hat man ab der ersten Mission erheblichen Respekt. Aber auch Feinde, die sich hinter Schutzschilden verstecken, sind alles andere als leichte Beute. Zwar gibt es auch Terroristen, die eher leicht auszuschalten sind und den Spieler gar nicht so sehr bemerken, doch das ist eher die Ausnahme. Die Feinde sind recht geschickt und gehen gekonnt gegen den Spieler vor. So verschanzen sie sich immer wieder hinter Deckungen, ergreifen die Flucht, wenn es brenzlig wird und sind für Konsolenfeinde sehr fordernd. Zur Bekämpfung stehen dem Spieler unterschiedliche Möglichkeiten offen. Er kann auf verschiedene Waffen von der Pistole, über Shotgun, AK bis hin zu Sniper, Raketenwerfer und Minigun zurückgreiffen. Entweder die Waffe liegt irgendwo im Level herum oder wird einem der zahlreichen Feinde abgenommen. Munitionsmangel gibt es kaum. Allerdings können maximal nur zwei Schießprügel gleichzeitig herumgetragen werden. Da gilt es sich zu entscheiden, welche Waffe abgelegt werden soll. Über die Zoomfunktion jeder Waffe lassen sich auch Gegner in größerer Entfernung recht problemlos aufs Korn nehmen, wenn die Reichweite der Waffe entsprechend groß ist. Außerdem findet man in den Leveln auch immer wieder einige herrenlose Granaten, die sich vortrefflich zur erfolgreichen Gegnerbekämpfung eignen, den richtigen Einsatz vorausgesetzt. Damit ist jedoch nicht nur ein optimaler Wurf gemeint, sondern eine möglichst punktgenaue Explosion. Die Gegner reagieren extrem empfindlich auf Granaten und suchen schnellstens eine andere Deckung und bringen sich in Sicherheit. So weit sollte es der Spieler daher gar nicht kommen lassen und nach dem Granatenwurf am besten die Stelle, an der die Granate runterkommt, mit Speerfeuer eindecken, denn Granaten können durch Projektile zur vorzeitigen Explosion gebracht werden. Das hört sich schwerer an, als es im Spiel ist. Die Trefferzone der Granaten ist von den Entwicklern recht großzügig gewählt, so dass nach einigen Versuchen das Manöver locker von der Hand geht. Zur Auffrischung der eigenen Gesundheit gibt es zwei Typen an Medipacks. Die kleineren, weißen Packs bewirken einen sofortigen Anstieg der Lebensenergie und werden meist von den Gegnern fallen gelassen. Außerdem kann der Spieler aber noch bis zu drei größere Medipacks aufsammeln und dann jederzeit per Knopfdruck nutzen, wenn es die Situation erfordert. Diese Medipacks sind meist mehr oder weniger gut im Level versteckt. Durch die Wahl des Schwierigkeitsgrades wird außerdem die Anzahl/ Häufigkeit der Medipacks bestimmt. Eine Besonderheit stellt der hohe Schwierigkeitsgrad dar. Hier gibt es keine großen Medipacks zum Mitnehmen, lediglich die kleinen Sofortvarianten, was den Schwierigkeitsgrad hier noch mal deutlich ansteigen lässt. Black setzt in Sachen Gameplay eher schnörkelloses Gameplay ohne besondere Einlagen, wie z. B. Schleichenpassagen, doch ist es alles andere als ein schnelles und oberflächliches Ballerspiel, in dem man sich in Rambo-Art durch die Level ballert. Zwar fliegt sehr viel Blei durch die Luft und die Gegneranzahl ist nicht gering, doch auf brutale Art und Weise bzw. mit dem Frontalangriff kommt man selten zum Erfolgt. Vielleicht im leichtesten Schwierigkeitsgrad in den ersten Leveln, doch spätestens dann ist zwingend vorsichtiges und bedachtes Vorgehen angesagt. Die Deckung will ausgenutzt werden und die Begleiter, die zeitweise in einigen Missionen gibt, leisten wertvolle Hilfe. Allerdings kann man den Begleitern keine Befehle geben. Sie rücken immer nach, wenn der Spieler ein Stückchen im Level weitergekommen ist. So gut wie nie stürmen sie mit einem gemeinsam das Feld. Hier hat der Spieler die Vorarbeit zu erledigen, kann aber spätestens im Feuergefecht davon profitieren, dass der Feind noch von anderen unter Beschuss genommen und so etwas abgelenkt wird. Zumindest Basiskommandos wie "mitkommen"/"Position halten" wäre nicht schlecht gewesen, was im vorletzten Level, der Überquerung einer Brücke, mehr als deutlich zeigt. Allein muss der Spieler eine kleine Treppe nach oben, auf der man freudig von den Gegnern empfangen wird und im Kugelhagel recht bald stirbt. Die Begleiter bleiben weiter unten geschützt stehen und warten, bis die Lage oben geklärt ist oder der Spieler lockt die Gegner langsam und vorsichtig runter. Das Spiel entschädigt jedoch mit extrem vielen explosiven Möglichkeiten. An vielen Stellen lassen sich allerlei Explosivfässer, große Tanks oder Autos in die Luft jagen, wodurch auch einige Gegner beseitigt werden können. Aber auch die Gräber auf dem Friedhof lassen sich zerstören bzw. werden im Feuergefecht zwangsläufig demoliert, Säulen krachen zusammen und überall splittert das Glas. Da bekommt der eigentlich eher ausgelutschte Kampf in einer Lagerhalle eine ganze neue Dimension, wenn es kracht und scheppert wie in einem Hollywoodfilm.

Die Steuerung geht mit dem Gamepad schnell und problemlos von der Hand. Bewegung, Ducken, Nachladen und Feuern ist gut belegt, kann aber auch jederzeit individuell auf andere Tasten gelegt werden. Das soll praktiziert werden, da das Medipack auf dem "Steuerkreuz runter" doch etwas ungünstig liegt. Zu leicht wird sonst aus dem Waffenwechsel (Steuerkreuz links / rechts) ein ungewolltes Aktivieren des Packs. Auch beim Sniperzoom drückt man anfangs gerne aus Gewohnheit oder Intuition Kreuz runter, statt Kreuz hoch, um vom Zoom wieder zurück zu wechseln. Auch wenn sich die Gegner mitunter recht gut verschanzt und versteckt haben, dank aussagekräftiger Schadensanzeigen sind die Feinde schnell und problemlos geortet, so dass das nicht vorhandene Radar zu verzeihen ist. Einziges wirkliches Manko an der Steuerung ist das Fehlen einer Empfindlichkeitsregulierung für die Ministicks.

Präsentation

Im grafischen Bereich weiß Black sehr zu überzeugen. Die Level sind eindrucksvoll gestaltet, es lässt sich allerlei in die Luft jagen und demolieren, die Sichtweite ist sehr hoch und die Level alles andere als klein. Das Geschehen wird dabei stets wunderbar flüssig dargestellt, auch wenn überall um einen herum das Glas splittert, die Feinde anrücken und auch noch ein Nachladen der Waffe durchgeführt werden muss. Hier wird dann - auf Kosten der Übersicht - der Fokus auf die Waffe verlagert und die restliche Umgebung erscheint unscharf. Neben schönsten Ragdoll-Animationen der Gegner werden nicht nur Explosionen klasse dargestellt, sondern auch Massen an Einschlusslöchern sind zu sehen. Diese bleiben auch nicht nur für wenige Sekunden, sondern auch nach einer Schlacht kann das komplette Ausmaß der Verwüstung in Ruhe betrachtet werden. Einige Einschränkung bei den sehr unterschiedlichen Schauplätzen vom Wald über Industriekomplexe, Irrenanstalt bis hin zur Stahlbrücke sind die überwiegend dunkel gehaltenen Farbtöne. Wer einen farbenfrohen Shooter erwartet, wird enttäuscht. Das wird allerdings durch sehr ansehnliche Lichteffekte wieder ausgeglichen. Der Sound des Spiels tut sein übriges, um die actionreichen Kämpfe ins rechte Licht zu rücken. Es kracht und rummst wie im schönsten Actionstreifen. Ab und zu kommt auch die eine oder andere Nachricht zum Spieler durch, sehr viel wird jedoch nicht gesprochen. Auch der orchestrale Soundtrack ist sehr stimmig und könnte von einer Hollywoodvorlage stammen. Allerdings ist der Einsatz nicht immer ganz gelungen, so dass es in einer Kampfpause durchaus zum Höhepunkt der musikalischen Begleitung kommen kann.

Meinung

Zwar steht die Xbox360 schon gut drei Monate in den Regalen - wenn man denn eine bekommen hat - doch mit Black zeigt ein weiterer Entwickler, dass die alte Generation längst noch nicht ausgereizt wurde. Die Level sind extrem groß, es kracht an allen Ecken und auch die KI weiß zu überzeugen. Bis zum Ende wird ein vom Schwierigkeitsgrad her anspruchsvoller Shooter geboten, der lediglich etwas mehr Feinschliff vertragen könnte. Vielleicht etwas interessantere Sekundärziele und eine spannendere Präsentation der Story hätten außerdem einiges bewirken können. Die Checkpoints liegen doch etwas weit auseinander, so dass das Spiel für Einsteiger nicht zu empfehlen ist. Black scheitert somit leider knapp an einer 2+. Spätestens bis zum Nachfolger, liebe Entwickler, sollte ein COOP auch zur Standardausstattung des Spiels gehören. Wer noch eine Xbox hat und Shooter mag, der bekommt mit Black ein ausgezeichnetes Spiel. Inzwischen haben auch Xbox360 Besitzer die Möglichkeit, Black im Kompatibilitätsmodus spielen zu können.


Geschrieben am 11.03.2006, Testkonfiguration: Xbox
 



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