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Besieger  


Info
Autor 4
 1.5
 1.5
 1
Gesamt (11 votes) 4+
 0.6
 0.8
 0.8
Name:Besieger
Genre: Echtzeitstrategie
Produkt: Vollversion
Release: 2004/07
Publisher: Dreamcatcher
Entwickler: Primal
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 1Ghz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1100 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch
zensiert: nein
USK: 12
Besieger (review von nali_warcow)

Bei den Echtzeitstrategiespielen gibt es allerlei unterschiedliche Spieltypen. In manchen Games läuft man nur mit Einheiten durch die Landschaft und muss sich um den Basisbau gar nicht kümmern (z. B. Sudden Strike/ Panzers/ S.W.I.N.E ), andere Spiele setzen auf den Bau von großen Basen und vielen Einheiten (Age of Emipres/ Mythology, Rise of Nations) oder aber man bekommt Rollenspielaspekte und Charakterentwicklung ins Spiel (z. B. Battle Mages). Mit Besieger hat Primal Software (The I of the Dragon) versucht ein "Best of" von WarCraft, Age und Stronghold in einem Spiel zu vereinen. Dazu modern verpackt mit einer ansehnlichen 3D Grafik.

Mit einem für ein Echtzeitstrategiespiel sehr knappen 10-Seiten schwarzweiß Handbuch werden die allerwichtigsten Grundlagen, Einheiten und Tastenkommandos aufgelistet, eine umfangreiche Beschreibung ist jedoch nicht vorhanden, auch nicht als PDF auf der CD. Beim Testen traten keinerlei Probleme durch irgendwelche Kopierschutzmechanismen auf.

Die Frau war es…

Eigentlich ist das Leben in Kimmeria sehr angenehm und ohne Gefahren. Die Herrscher des Landes sind gerecht und alles wäre wunderbar. Doch Konin zieht aus, um das Schwert einer alten Legende zu finden, welches in irgendeiner Höhle versteckt sein soll. Genau diesen Zeitpunkt nutzt seine Schwester Mara schamlos aus und setzt ihren üblen Plan in die Tat um. Durch Opfergaben an dämonische Götter bringt sie Chaos und Leid über die Bevölkerung und läßt Konin und seine Begleiter für Tod erklären. Wikingern, die nicht unweit leben, haben von der plötzlichen Machtübernahme etwas mitbekommen und machen sich daran, ihre Region zu sichern. Gleichzeitig wird Barmalay ausgeschickt eine ähnliche mystische Waffe wie Konin zu finden, einen alten Hammer. Doch Mara schlägt schnell und geschickt zu. Die Armee der Wikinger und fast alle Dörfer werden verbrannt und auch das Luftschiff von Barmalay wird abgeschossen. Gestrandet nur mit einigen wenigen Leuten tief im Land der Kimmerier ist Barmalay nun auf sich allein gestellt. Im Lauf der Kampagne erlebt der Spieler die Handlung aus der Sicht der Wikinger (und später kurz aus der von Konin), wie diese durch das Land ziehen und mit allerlei Gefahren und Gegnern konfrontiert werden. Allerdings kommt die Präsentation der Story, trotz viele Zwischensequenzen, nicht an Meisterwerke wie WarCraft 3 oder ein Age of Mythology heran. Es gibt wenig Überraschungen und es entstehen stellenweise "Brüche" von Mission zu Mission, da die Übergänge stellenweise doch für den Spieler wenig nachvollziehbar sind. Insbesondere das Ende ist dann doch sehr abrupt geraten.

Das Übliche eben

Vom abgestürzten Luftschiff aus machen sich die Wikinger auf und erkunden die Gegend. Die kleine Truppe zieht durch die grüne Landschaft und trifft dabei den ein oder anderen Oger, der jedoch glücklicherweise allein noch keine Gefahr darstellt. Nach einiger Zeit ist ein Dorf zu sehen, was überfallen wird. Da muss man natürlich helfen, was die Arbeiter auch sehr wohlwollend aufnehmen. Doch sie haben gleich noch mehr Aufgaben für die kampfeslustigen Wikinger. Einige Kumpels sind von den Oger verschleppt worden und werden in einem nahen Lager gefangen gehalten. Dorthin geht es also als nächstes. Mit der nun etwas größeren Streitmacht ist auch diese Aufgabe recht schnell erledigt und es folgt eine Beratung im Dorf. Da man den wohl bald bevorstehenden Angriff mit so einer kleinen Truppe sicherlich nicht gewinnen kann, gilt es nun, sich um die Verteidigung zu kümmern. Einige Arbeiter bauen neue Wohnhäuser, aus denen dann auch bald Verstärkung in Form von willigen Arbeitskräften erwachsen. Dazu kommt noch ein Sägewerk, um die Holzproduktion zu steigern. Ein Teil der Leute fällt keine Bäume, sondern baut Steine ab und es wird eine Kaserne gebaut. Hat man genügend Arbeiter und Rohstoffe, so kann man die ersten Arbeiter in die Kaserne schicken, damit sie als Krieger ausgebildet kurze Zeit später zur Verfügung stehen. Nun kann der Gegner kommen, was auch nicht mehr lange dauern wird. Doch Dank der vielen Streitkräfte und Fernkämpfer ist der Angriff rechtzeitig zurückgeschlagen und man kann nun zum Gegenschlag ausholen und alle Oger auf dem Weg zur Höhle beseitigen. Hier geht es nun in der nächsten Mission unterirdisch in einer kleinen reinen Kampfmission weiter.

Basisbau und Kampf

Damit man genügend Männer für den Kampf hat, muss eine entsprechend große Siedlung mir Arbeitskräften vorhanden sein. In den meisten Fällen startet man mit einer recht beschaulichen Anzahl an Einheiten. Ganz wichtig, damit die Population steigt, sind Häuser. Bis zu fünf (in einer Mission sechs) kann man errichten. In der Ausbaustufe 1 bietet jedes davon Platz für fünf Leute. Sollte man nun mehr Kapazitäten als Leute haben, so beginnen die im Haus befindlichen Frauen selbstständig mit der "Nachproduktion". Im weiteren Verlauf kann man jedes Haus auch noch zweimal Updaten, so dass man je Haus +15 Einwohner vertragen kann. Die Häuser dienen jedoch nicht nur zum Wohnen, dort können auch die Rohstoffe Holz, Erz und Stein gelagert werden. Allerdings ist es besser man baut eine entsprechendes Gebäude (Sägewerk, Steinbruch, etc.), da dort die "Ausbeute" aus den Rohstoffen größer ist. Gleichzeitig sind diese Gebäude Grundvorrausetzung für weitere Gebäude und Updates. Erst mit einem Sägewerk kann man ein Haus updaten und kann so die Produktion beschleunigen oder Einheiten verbessern. Die Gebäude können alle vor dem Bau gedreht werden und man sollte auf die entsprechenden Ein- und Ausgänge achten, damit die Wege kurz gehalten werden. Es lassen sich auch Sammelpunkte setzen, so dass sich neue Arbeiter und Einheiten automatisch an einen bestimmten Punkt auf der Karte bewegen. Jedoch fangen die Arbeiter beispielsweise nicht an als Holzfäller tätig zu werden, wenn man den Sammelpunkt auf einen Baum setzt und Einheiten schließen sich auch keiner Gruppe ab. Damit man Einheiten ausbilden kann benötigt man entsprechende Gebäude, wie Kaserne, Bogenschießanlage, Speerwerfer und Belagerungswaffenwerkstatt. Jedes Gebäude kann nur einen Einheitentyp ausbilden. Im Gegensatz zu anderen Spielen muss man Arbeiter in das Gebäude schicken, die dann entsprechend "umgeschult" werden (ähnlich dem Prinzip in Battle Realms, allerdings kann man keine Einheiten mehrfach ausbilden). Das bedeutet, man braucht überschüssige Arbeiter, die man dann für einen kleinen Betrag an Rohstoffen entsprechend ausbildet. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit Luftschiffe, die aussehen aus wie fliegende Segelschiffe, zu bauen. Hier gibt es Kampfvarianten und Truppentransporter. Zur Absicherung des Dorfes kann man Mauern aus Holz oder Stein errichten lassen. Die Mauerstücke können auch verbessert werden bzw. Türme (auch Updatefähig) können nachträglich eingebaut oder auch einzeln platziert werden. Der Kampf läuft so ab, wie man es aus vielen anderen Games kennt. Einheiten markieren, gruppieren, Formationen wählen und angreifen. Die beiden spielbaren Parteien (Kimmerier und Wikinger) unterscheiden sich dabei überwiegend nur grafisch. Für jede Einheit gibt es entsprechende Gegenstücke. Jedoch nicht in allen Games vorhanden ist das Erfahrungspunktesystem von Besieger. Für jeden Kill gibt es Erfahrungspunkte und so verbessern sich die Einheiten im Laufe der Zeit (mehr Schaden, etc.)

Drama in 15 Kapiteln

Nach einem optionalen Tutorial, welches einem zwar recht genau - aber auch zäh und mit reinen Textpassagen - ins Spiel einführt, kann man sich an die Einzelspielerkampagne machen. In 15 Missionen gilt es sich durch das Land zu kämpfen, neue Verbündete zu finden und Marah zu beseitigen. Die Missionen sind zwar recht unterschiedlich, allerdings gibt es nur zwei grobe Typen. Entweder man zieht nur mit einer begrenzten Anzahl an Einheiten durch die Landschaft, was überwiegend in den recht kurzen "unterirdischen" Missionen der Fall ist. Da gilt es eine von Spinnen und anderem Getier verseuchte Höhle zu durchqueren, jemanden zu eskortieren oder ein altes Schwert zu finden. Verlaufen kann man sich dabei nicht, da Sackgassen mehr als deutlich sichtbar sind. Für Zwischendurch eine nette Abwechselung und gut zum Sammeln der Erfahrungspunkte, da man bedingt auch Einheiten von Mission zu Mission übernimmt. Aber auch an der Oberfläche gibt es einige reine Kampfkarten. Hier soll man beispielsweise mit einer Luftschiffflotte einen Canyon durchqueren, Verbündete finden und alle Gegner vernichten oder aber eine Siedlung eines Verbündeten mit der Luftstreitmacht verteidigen. Ansonsten startet man mit einigen Einheiten, kämpft sich durch die Landschaft, findet eventuell Verstärkung in Form, wie z.B. Oscar der Oger, und dann bekommt man irgendwann eine Basis, die man absichern soll und später gilt es den Gegner zu beseitigen. Ab etwa der achten Mission wechselt die Perspektive und man steuert nun für wenige Missionen die Kimmerier. Sehr ärgerlich ist es jedoch, dass man hier fast nur auf recycelte Karten trifft. Da zieht man durch die gleichen Karten, nur kam man dieses mal an einer anderen Stelle raus bzw. geht woanders hin, man startete als Wikinger im Süden und verteidigte die Basis im Norden gegen den Gegner in der Mitte und als Konin hat man dann die Basis auf der linken Seite. Die Missionsziele sind auch leider nicht ganz so abwechslungsreich und durch Scripte erlebt man die ein oder andere Überraschung bzw. kann den Gegner austricksen, wenn man z. B. weiß, dass eine Eskorte genau dann an Stelle X startet und man diese abfangen soll, wenn die letzte Einheit in Lager x getötet wurde. Im Laufe der Mission gibt es Zwischensequenzen, die jedoch mitunter für den ein oder anderen Bruch im Spiel sorgen. Da steht man mit den Einheiten auf einem Hügel und dann beginnt die Sequenz und zeigt, dass man hinuntergegangen sei. Ärgerlich nur, wenn man durch diese Sequenz plötzlich die Gegner im "Rücken" hat, die noch am Hang waren. Oder aber man sieht in der Sequenz, wie sich die Verbündeten zum Schiff aufmachen, aber wenn man dann wieder spielen darf, dann sind die Einheiten nicht eingestiegen. An wichtigen Punkten innerhalb der Mission wird automatisch ein Savegame angelegt. An sich nicht schlecht, aber es dauerte immer ewig bis ein Spiel gespeichert wurde bzw. wenn man ESC für das Menü drückt, kann man auch erst mal eine ganze Weile warten. Nach etwa 10 bis 15 Stunden hat man dann den Einzelspielerpart abgeschlossen.

Handhabung des Spiels

Gesteuert wird Besieger über eine Maus-Tastur-Kombisteuerung. Wie in Battle Mages bewegt man die Kamera mit den Pfeiltasten, zoomt mit dem Mausrad und dreht die Ansicht mit der Maus (Alternativ kann man die Kamera auch so einstellen, dass sie der ausgewählten Einheit folgt). Das geht eigentlich auch sehr gut und man kann schön weit hinauszoomen. Jedoch geht das alles nicht mehr, wenn Berge in der Nähe sind. Die Mission, wo man die Schiffe durch den Canyon lotsen soll ist ein Kampf - und zwar gegen die Steuerung. Aber auch bei einigen höheren Orten auf der Karte kann man nicht weiter hinauszoomen. Noch störender ist es, wenn man sich auf der Karte umsehen will. Man kann die Ansicht nur auf eine bestimmte Entfernung von den Einheiten/ Gebäuden wegbewegen. Sind die Truppen jedoch weiter weg und die Basis am anderen Ende der Karte, dann hat man eine Art "Gummibandeffekt", wenn man versucht, sich zu weit zu bewegen. Man wird langsamer, wenn man weit weg ist von den Einheiten und sollte man dann wieder in die Nähe eigener Truppen/ Gebäude kommen, so wird man "angezogen". Navigieren ist in diesem Fall eigentlich nur über die Übersichtskarte stressfrei möglich. Als wenn das noch nicht genug wäre, machen auch die eigenen Truppen viele Probleme. Die Wegfindung ist eine einzige Katastrophe. Die Einheiten hängen an kleinen Objekten, versperren sich gegenseitig den Weg, finden den Weg nicht, rennen in die falsche(!) Richtung oder aber ein Reiter stürzte mir von einer Klippe. Einzelne Einheiten schaffen es auch tatsächlich und kommen aus einer Mulde nicht mehr raus oder klemmen sich zwischen Wand und Stein ein. Die Formationen bringen im Spiel gar nichts, da die Einheiten sowieso einfach loslaufen und die Formation weder halten noch am Ziel einnehmen. Da startet man mit einem kompakten Trupp von 40 Leuten. Sobald man den Leuten, dann jedoch sagt, sie sollen sich bewegen, ist es aus und vorbei mit der Formation. Auch mit allen Formationsbefehlen lassen die Einheiten immer gut 1 m Luft um sich herum, so dass der Trupp über den ganzen Schirm verteilt wird. Das HUD ist übersichtlich und orientiert sich am Genrestandard. Man bekommt Popup-Infos, leider überwiegend jedoch ohne Shortcut-Info. Zwar kann man jederzeit pausieren, doch taktisch spielen kann man nicht.

Bescheiden im Multiplay/ Freien Spiel

Wer meint nach dem eher unspektakulären Einzelspielermodus einige Zeit Spaß im LAN, Internet oder Gefechtsmodus gegen die KI zu haben, der wird bitter enttäuscht. Die Mapauswahl ist mit acht Karten sehr dürftig geworden, davon nur zwei für acht Spieler. Da sich die beiden Parteien nicht sonderlich unterscheiden und es ansonsten keine Optionen außer dem Spieltyp gibt, ist der Spaß schnell vorbei bzw. kommt gar nicht erst auf. Die vier Spieltypen sind darüber hinaus auch gar nicht auf allen Maps spielbar. Im Deathmatchmodus gilt es alle Gebäude oder Einheiten des Gegners zu zerstören (Basisbau ist möglich), der Belagerungsmodus, der auf zwei Karten (jedoch nicht im Gefechtsmodus(=Einzelspieler)) gespielt werden, bietet eine Burg, die ein Spieler eine Zeit lang verteidigen muss, im Artefaktkampf gilt es - ähnlich dem CTF Prinzip - etwas aus der gegnerischen Basis zu klauen und das eigene Artefakt zu beschützen. Wer "Schlachten" (auf zwei Maps möglich) spielt, der kann keine Einheiten nachbauen und die Kämpfe der großen Heere sind schnell vorbei.

Grafik & Hardware

Die Grafik ist noch eine der besseren Aspekte des Spiels. Zwar gibt es einige unschöne flachen Passagen in den Maps, doch es sieht gar nicht mal so schlecht aus. Die Texturen des Geländes sehen gar nicht mal so schlecht aus und es gibt viele Details zu sehen. Da dampft es aus den Häusern, es fliegen Späne beim Holzfällen und der Oger kratzt sich am Hintern. Und wenn der Tag- und Nachtwechsel kommt, dann sieht die Siedlung mit einigen Lichtern erleuchtet wunderbar aus. Oder aber, wenn die Einheiten Gebäude angreifen, diese anfangen zu brennen und schließlich nur noch die verkohlten Grundmauern übrigbleiben. Auf der anderen Seite sind Texturen und Animationen der Einheiten alles andere als überzeugend und man hat mehr das Gefühl, die Einheiten schweben über den Boden und die Animationen wirken stellenweise arg abgehackt. Und so ganz passt auch die Hardwareoptimierung nicht. Nur weil sich 100 Einheiten bekämpfen sollten die FPS eigentlich nicht auf 8 runtergehen.

Sound & Musik

Die Akustik des Spiels ist auch nicht so ganz brillant geworden. Der Oger ist beispielsweise wunderbar und macht einen guten Eindruck. Wie jedoch dagegen die Wikinger klingen ist absolut nicht überzeugend. Auch die Texte der Gespräche sind nicht immer gerade eine Offenbarung literarischer Ergüsse. Aber auch die Einheitensprachausgabe geht mitunter stark auf die Nerven. Da ist man im Kampf beim Gegner und laufend bekommt man Sachen wie "Gegner in Sicht", etc. um die Ohren gehauen oder aber auch, wenn nur ein Gebäude im Sichtbereich ist. Die Meldungen klingen überwiegend sehr viel wichtiger, als sie wirklich sind. Und wenn wirklich was Wichtiges ist, wird es nicht kommentiert. Musikalische Untermalungen sind überwiegend nicht vorhanden und selbst im Hauptmenü gab es keinerlei Klänge zu hören.

Meinung

Besieger hätte viel mehr werden können, doch es mangelt leider an allen Ecken. Die Grafik ist noch am Besten. Etwas schönere Animationen und Texturen der Einheiten und die FPS-Einbrüche rausbekommen, dann wäre es schon sehr gut. Man kann wunderbar weit rauszommen, vorausgesetzt man hat keinen Kampf mit der Kamera gegen Hügel zu führen. Doch ansonsten ist das Spiel nur Mittelmaß oder deutlich schlechter. Die kurze und unspektakuläre Kampagne kann sich nicht mit Blizzard oder Ensemble Studios messen. Das würde man ja verschmerzen können, wenn der MP umfangreich wäre, es Optionen, Maps oder einen Editor geben würde. Auch die spielbaren Parteien sind sehr dürftig. Wenige Einheiten, zäher Basisbau und kaum spielbare Unterschiede. Doch spätestens nachdem man die KI und Bedienung in Aktion gesehen hat, ist einem auch der letzte Spaß vergangen. Da gibt es so viele bessere Alternativen (AoM, WC3, etc.), die es inzwischen auch für deutlich weniger als Besieger im Laden gibt. Besieger bietet von vielen Spielen etwas, aber leider nichts wirklich gut gemacht. Nur Hardcore-Fans sollten zugreifen.


Geschrieben am 04.08.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
 



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