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Battlefield 2  

Rückseite ]

Info
Autor 2
 2
 2.5
 2
Gesamt (65 votes) 2
 1.9
 1.7
 2
Team (2 votes, siehe hier)2
Name:Battlefield 2
Genre: Egoshooter
Produkt: Vollversion
Release: 2005/06
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Dice
Links: battlefield2.net
Hardware: 1.7Ghz, 512MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 2300 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/2000, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Multilingual
zensiert: nein
Serie: ja
Patch: 1.41
Bemerkung: ab GeForce FX / Radeon 8500/ keine GF 4 TI
USK: 16
Battlefield 2 (review von nali_warcow)

Knapp ein Jahr ist vergangen, seitdem der letzte Sproß der Battlefield-Reihe, Battlefield Vietnam, von Dice veröffentlicht wurde. Bereits wenige Monate später gab es dann schon von Battlefield 2 erstes Videomaterial und Bilde auf der E3 2004 zu sehen. Fast schon in Rekordzeit wurde der nächste Teil der Serie fertiggestellt und steht nun schon einige Zeit in den Läden. Aus welchen Fehlern hat Dice gelernt, was gibt es Neues am Gameplay und wie schlägt es sich im Singleplay, LAN und Onlinemodus gegen Vorgänger und Konkurrenten? Das folgende Review soll es zeigen.

Ausgeliefert wird Battlefield 2 in der bekannten DVD Hülle und liegt als multilinguale Fassung auf der DVD vor. Zusätzlich gibt es ein etwa 16 Seiten dünnes Booklet, das die wichtigsten Sachen kurz anspricht und einige Infos zu Menüs und Mehrspielermodus liefert. Das Spiel lief zwar vollkommen absturzfrei, doch DICE arbeitete anfangs noch an Serverproblemen (Speicherleck. Im ersten Patch wurde das Problem verschlimmert und Patch 2 ließ sich bei mir über den extremen Umweg eines manuellen Updates aufspielen) und die Ranked-Server sind sicherlich auch nicht jedermanns Geschmack. Nur auf diesen Servern kann man Punkte sammeln und neue Waffen freischalten. Es gibt jedoch nur einen teuren Anbieter in jedem Land und Anzahl/ Qualität der Server (u.a. Admins) ist bislang nicht immer ganz berauschend. Auch muss man z.Z. mitunter mit längeren Wartezeiten rechnen.

Leider ist der bislang kurz nach dem Release versprochene Editor auch noch nicht erschienen.

Bekanntes Spielprinzip - mit Abstrichen

Auch im dritten Ableger hat sich glücklicherweise am grundlegenden Spielprinzip nichts getan. Was sich jedoch geändert hat ist das Setting. Sowohl Vietnam als auch 1942 sind vorbei. In Battlefield 2 wird mit den Waffen, Fahrzeugen und Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts gekämpft. Doch noch immer gilt es möglichst viele Kontrollpunkte auf der Karte einzunehmen und durch eine Mehrheit an eigenen Flaggenpunkten und Kills der Gegner den sogenannten Ticketvorrat des Kontrahenten auf Null zu bringen. Auf einigen Karten sind die Verhältnisse ausgewogen und beide Teams starten mit der gleichen Anzahl an eigenen und neutralen Punkten auf der Karte. Auch wieder dabei sind Maps, in denen ein Team die Stellung, sprich die Kontrollpunkte, möglichst halten muss, was jedoch nicht konfigurierbar, sondern fest für die jeweilige Map vorgegeben ist. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass sich Dice in Battlefield 2 ausschließlich auf den Online-Conquest-Modus konzentriert hat. Wer einen entsprechenden Server eröffnet, kann Optionen wie Zeitlimit, Ticketanzahl, Zeit bis zum Respawn, max. Spieler, etc. einstellen. Der größte Einschnitt und für sicherlich einige Käufer eine bittere Enttäuschung ist der LAN und/oder Einzelspielermodus. Battlefield war sicherlich noch nie ein Spiel mit Fokus auf den Einzelspielermodus. Allerdings war es bislang zumindest möglich, fehlende Spieler im LAN durch Bots zu ersetzten, so dass man auch im "kleinen Kreis" seinen Spaß haben konnte. Über den Trick ein Einzelspielermatch zu starten und die anderen LAN Teilnehmer dann per IP des Servers joinen zu lassen, kann man dies zwar etwas entschärfen, doch es ist alles andere als perfekt. Beim sogenannten Soforteinsatz im Singleplayer-Modus können keinerlei Optionen verändert werden und die Karten jeweils nur in der kleinsten Größe angewählt werden. Das ist sicherlich kein großes Mankol, doch zumindest LAN und Gelegenheitsspieler sollten wissen, dass Battlefield 2 im Grunde nur einen Modus kennt und das ist der Onlinemodus. (Mit Ausnahme vion Grossgrundbesitzern mit Platz für 16 bis 64 Personen in einer fröhlichen Keller-LAN? - vom zusätzlichen Stromgenerator einmal ganz abgesehen *g*) Der Start des Onlinemodus benötigt die Einrichtung eines registrierten Kontos. Wie in allen andern Onlinegames auch, sucht man sich dann eigentlich im Serverbrowser mit Hilfe von Filtern einen passenden Server und hat hoffentlich mit den anderen Spielern Spaß und trifft auf möglichst wenig Teamplaymuffler oder andere unliebsame Personen. Problem bei Battlefield 2 ist jedoch, dass der Serverbrowser alles andere als komfortabel ist. Der Browser hat lauter Aussetzer beim Scrollen und die Filter greifen nicht. Bei den Ranked Servern muss man mitunter mit Wartezeiten rechnen und obwohl dieser "Server" (Punkte für den Rangaufstieg und bessere Waffen werden nur hier gesammelt) nur bei EA und jeweils einem ausgewählten Partner in jedem Land liegt, um möglichst guten Service zu ermöglichen, muss sich das jedoch erst noch auf lange Sicht beweisen. Insbesondere in den ersten Wochen waren es deutlich zu wenige, es gab lange Wartezeiten und teilweise hohe Pings. Inzwischen ist es zwar besser geworden, aber gerade zu Stoßzeiten muss man dennoch etwas Glück haben.

Maps, Klassen & Neuerungen

Battlefield 2 enthält in der Verkaufsversion insgesamt 12 Karten. Das macht von der Anzahl her zwar keinen sehr umfangreichen Eindruck, doch der Schein trügt da etwas. Außerdem sorgen zwei Dinge für langen Spielspaß. Alle Maps liegen in drei unterschiedlichen Größen vor. In der Version für 16 Spieler ist das Spielfeld deutlich enger gefasst, so dass auch mit wenigen Spielern immer ordentlich Action stattfindet und keine zu langen Wege anfallen. Nimmt man dann die 32iger Version, so spielt man zwar noch auf der gleichen Karte, doch das Areal ist deutlich größer. Gebiete die vorher am Kartenrand durch eine Art "Todeszone" nicht erreichbar waren, sind nun zusätzlicher Schauplatz der Kämpfe. Das bedeutet neben einem einfach nur größerem Gebiet, dass es auch weitere Kontrollpunkte auf der Karte gibt. Bei vielen Karten erfolgt jedoch erst in der 64iger Variante ordentlicher Luftstreitkraft-Einsatz. Somit liegen insbesondere Flugfelder eher am Rand der Karte oder ein Flugzeugträger schwimmt z. B. vor der Küste mit Startpunkten und Flugeinheiten. In der 64iger Fassung wird das Areal noch etwas größer und es kommen noch weitere Spawnpunkte hinzu. Das Gameplay variiert somit auch merklich mit der Kartengröße. Nicht nur die neuen Einheiten, die taktisch genutzt werden können, sondern auch die Ausganglage ist ganz anders. Waren beispielsweise die Kontrollpunkte zwischen den Gebäuden noch die "Startbasis" des Gegners, so sind dies in der großen Variante lediglich neutrale Punkte und der Gegner hat seine Stellungen in den dahinterliegenden Hügeln/ Bergen. Außerdem entschädigen die Entwickler die nicht so große Mapauswahl durch wenige aber dafür sehr unterschiedlich gestaltete Maps. Schauplätze und Mapdesign variieren sehr stark. Kämpft man auf der einen Karte noch an einer Art kleinen Küstenstadt, in der Bomber in den Bergen starten und im Wasser ein Flugzeugträger schwimmt, so erwarten einen in der nächsten ein abendliches Landungsunternehmen auf einer Insel. Es wird zwischen irgendwelchen Industrieanlagen und Grünland gekämpft und die nächste Map versetzt einen dann in eine Berg- und Hügellandschaft, in der ein Staudamm gebaut wird. Die Kontrollpunkte sind jeweils sehr unterschiedlich stationiert und weisen die verschiedensten Erreichbarkeits- und Verteidigungsmöglichkeiten auf. Ebenso gibt es auch Kontrollpunkte auf Anhöhen oder Dächern, während sich beispielsweise gleichzeitig auf anderen Dächern oder hinter Kisten Spieler zur Verteidigung gegen anrückende Truppen und Fahrzeuge verschanzen können. Andere Punkte haben stationäre Verteidigungsstellungen, stehen mitten auf einer Straße in der Schusslinie oder sind auf kurzer Distanz nur durch ein Loch im Zaun zu erreichen. Man muss die Karte schon kennen, wenn man einigermaßen was erreichen will.

Neu und sehr wichtig in Battlefield 2 ist die Kommandozentrale. Hierbei handelt es sich um eine Art "Wohnwagen", den jede Spielpartei am Spawnpunkt besitzt. Außerdem gibt es auch noch eine Radaranlage und Langstreckenwaffen. All diese Sachen dienen dem neuen Commander-Modus. So lange eines oder mehrere dieser Gebäude nicht vom Feind zerstört wurden (sie könnene nur von einem Techniker wieder aufgebaut werden) kann der Commander auf einige taktische Möglichkeiten zurückgreifen. Doch dazu muss man erst mal Commander werden. Während im Einzelspielermodus die Bots einen immer zum Commander "befördern", wenn man dies möchte, muss man sich online erst als würdig erweisen und gewählt werden. Im Gegensatz zu Söldner ist der Commander aber nicht gleich nur noch Zuschauer im Team. Der Commander kann weiterhin ganz gewohnt auf dem Schlachtfeld kämpfen, hat allerdings jederzeit auch umfangreiche Möglichkeiten auf einer speziellen Missionskarte. Diese Karte zeigt das komplette Schlachtfeld und kann extrem nah herangezoomt werden. Die einfachste Möglichkeit ist ein Scan der Umgebung. Hierbei werden zusätzlich zu den Positionen der eigenen Leute auch alle Gegner und Fahrzeuge für kurze Zeit angezeigt. Wer es detaillierter haben möchte, kann auch an einer beliebigen Stelle eine Drohne auf der Karte aussetzen und diese schickt dann für eine begrenzte Zeit laufend aktuelle Daten der Feindbewegungen an alle Spieler. Mitunter müssen auch schwere Geschütze aufgefahren werden und so steht dem Commander ein Artillerieschlag zur Verfügung. Dieser eignet sich hervorragend um eine gegnerische Streitmacht schnell zu beseitigen. Auch Fahrzeuge haben dem wenig entgegenzusetzen. Problematisch ist es nur, da es einen kurzen Moment dauert, bis die Geschosse einschlagen. Gute Vorausplanung ist daher unabdingbar, geschickt eingesetzt jedoch eine tödlich Waffe, die - wie alle Aufklärungsaktionen - jeweils nach einer kurzen Wartezeit erneut ausgeführt werden kann. Neben Angriff und Aufklärung kann der Commander auch für Nachschub sorgen und entsprechende Versorgungskisten abwerfen lassen. Hieran können sich dann eigene, aber auch feindliche Truppen, mit Munition bedienen.

Damit das Teamplay möglichst gut funktioniert und nicht im Chaos endet, gibt es nun auch Squads im Spiel. Ein Squad besteht aus jeweils einem Anführer und bis zu sechs Mitgliedern. Hierbei wird - sofern vorhanden - eine VoIP Verbindung per Headset aufgebaut, so dass das kleine Team möglichst gut agieren kann. Der Anführer eines Teams kann entsprechende Anfragen (z. B. Artillerieschlag) an den Commander weiterleiten bzw. von diesem entsprechende Befehle bekommen und an sein Team weiterleiten, wie z. B. einen bestimmten Punkt anzugreifen oder zu verteidigen. Im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es neben den konkurrierenden zwei Parteien (aus jeweils: US Marines, Volksbefreiungsarmee oder Koalition des Nahen Ostens) auch ein Klassensystem mit merklichen Unterschieden. Doch diese Unterschiede existieren nicht nur "auf dem Papier" und die Spieler zocken überwiegend mit den Kämpfern. Insbesondere das neue Ranking-System in Battlefield sorgt dafür, dass viele hoffentlich auch ein Interesse haben nicht nur als Kämpfer durch Kills die Statistik anzuführen. Jede Klasse eignet sich für etwas ganz besonders gut und wird dafür auch mit Punkten belohnt. Diese Punkte wiederum ermöglichen es dem Spieler, nach und nach im Rang aufzusteigen und dadurch für die Klassen jeweils neue Waffen und Ausrüstung frei zu schalten. Insgesamt sieben Klassen stehen zur Auswahl. So z. B. die Special Forces: Diese schnellen Kämpfer sind für den möglichst lautlosen Kampf dank Schalldämpfer gerüstet und können außerdem die Kommandozentrale und Gebäude des Feindes mit entsprechenden C4 Sprengstoffladungen zerstören. Um den angerichteten Schaden an den Kommandogebäuden wieder zu beheben, wird der Pionier gebraucht. Dank Schraubenschlüssel, der jedoch auch "Munition braucht" setzt der Pionier die unterschiedlichsten Sachen wieder zusammen, egal ob Kommandozentrale, Fahrzeuge oder Brücken. Auch hat er die Möglichkeit Fahrzeug-Minen zu platzieren. Als Mitglied der Versorgungsklasse muss sich der Spieler um den Munitionsnachschub von Fahrzeugen und anderen Spielern kümmern. Die Sanitäterklasse bekommt in Battlefield 2 auch eine deutlich größere Bedeutung. Mit Heilpacks können die Kameraden auf dem Schlachtfeld und in Fahrzeugen bei Gesundheit gehalten werden. Doch auch wenn ein Teammitglied zu Boden sinkt, ist noch nicht alles verloren. Einfach schnell den Defibrillator herausgekramt und schon ist der Kumpel wieder im Reich der Lebenden. Das wirkt nicht nur positiv bei Kollegen, sondern kann auch Gegner im Nahkampf außer Gefecht setzen. Außerdem gibt es wieder entsprechende Kämpferklassen wie Panzerabwehr gegen Fahrzeuge, den Sturmsoldaten als Angriffstyp und den Scharfschützen für die gemeinen, hinterhältigen Kills, der auch Claymoreminen gegen Personen auslegen kann.

Wie gewohnt in der Battlefield-Reihe gibt es wieder die unterschiedlichsten Fahrzeuge. Von kleinen Pickups mit MG über Panzer und Mannschaftstransporter bis hin zu Helis und Flugzeugen ist wieder eine breite Palette vorhanden. Auch der Transport von Kameraden von A nach B wird mit Punkten belohnt.

Steuerung & Bot KI

Wer die Vorgänger gespielt hat, wird sich auch in Battlefield 2 schnell zurechtfinden. Die Steuerung auf dem Schlachtfeld erfolgt über die bekannte WASD-Shooter Art und jede Taste kann in den Menüs individuell konfiguriert werden. Als kleine Neuerung im Gameplay kann der Spieler nun auch für einen kurzen Moment sprinten und so beispielsweise irgendwo Schutz vor generischem Feuer suchen oder noch schnell ein Fahrzeug erreichen. Auch hat jeder Spieler nun einen Fallschirm dabei und kann somit auch aus Flugzeugen oder von hohen Gebäuden springen und sicher auf dem Boden ankommen. Der Energiebalken füllt sich nach kurzer Zeit wieder. Während Panzer, Jeeps und Truppentransporter sich gut und problemlos über die Tastatur steuern lassen, wäre für Flugzeuge und Helis wieder ein Joystick das bessere Eingabegerät. Etwas Übung braucht es schon, damit man nicht gleich den ersten Mannschaftstransport vom Flugzeugträger zum Kontrolltrollpunkt als Massenbegräbnis im Meer beendet. Weniger gelungen ist jedoch die Einbeziehung der Physikengine in die Fahrzeugsteuerung. Immer wieder passiert es, dass die kleinsten Hindernisse zu großen Problemen werden. So ist selbst eine 20cm hohe Mauer ein unüberwindbares Hindernis für einen Panzer, genauso wie ein Laternenpfahl, Maschendraht- oder Holzzaun. Doch es bleibt nicht nur dabei, dass die Welt so starr ist und auch nichts zerstört werden kann. Sehr viel ärgerlicher sind Kollisionsschäden am Fahrzeug. Da kann es passieren, dass man mit einem Jeep ein kleines Drahtgestellt rammt und das Fahrzeug so viel Schaden nimmt und explodiert. Oder Panzer fahren gegen Sandsäcke und nehmen Schaden, ebenso wie bei einer Fahrt durch etwas unebenes Gelände oder Schlaglöcher. Wie man es bereits kennt, hat man durch Anvisieren des Gegner mit der jeweiligen Waffe eine deutlich besser Trefferquote. Allerdings sind Schaden und Hitbox nicht durchgehend gelungen. Mitunter muss man auch aus nächster Nähe ein ganzes Magazin in den Gegner pumpen, damit dieser zusammensackt. Anderseits reichen manchmal auch wieder wenige Treffer. Ebenso beim Sniper war ich mit dem Schaden nicht ganz zufrieden und stellenweise waren etliche Treffer notwendig. Als kleine Info: Bei getroffenen Gegnern fließt kein Blut, sondern ein kleines X leuchtet dafür auf. Geändert hat sich die Art und Weise, wie man Meldung machen oder Feinde melden kann. Die F-Tasten haben jetzt ausgedient. Stattdessen muss nun standardmäßig Q gedrückt werden und dann per Mauszeiger, wie in einem Taktikshooter, der Punkt in einem ovalen Kreismenü ausgewählt werden. Ich habe diese neue Menü zur Kommunikation als unkomfortabel empfunden, insbesondere auch, weil man keinen Mauszeiger sieht. Dafür ist es jedoch ganz gut, dass Feindsichtung automatisch in der Mitte angewählt ist und gleich der Gegner im Fadenkreuz gemeldet wird. Zielt man also z. B. auf einen Panzer, dann wird auch eine entsprechend passende Meldung ausgegeben. Für Teammanagement gibt es neben dieser Möglichkeit und VoIP auch eine taktische Karte für Squadanführer und den Commander. Neben hilfreichen Infos, wer in welchem Team und in welcher Konstellation von Klassen das Team besteht, gibt es hier eine zoombare Karte des Schlachtfeldes. Der Commander kann hier sogar einen extrem hochauflösenden und hohen Zoom anwählen. Als nicht ganz so günstig stellt sich jedoch die Handhabung heraus. Besonders, wenn der Befehlshaber Befehle gibt und er möglicherweise gerade selbst angegriffen wird. Solche Kleinigkeiten stören. Die Ansicht dieser Karte belegt etwa gut 2/3 des Schirms. Ungünstig ist es nur, dass die Karte vom Schlachtfeld nicht automatisch so nah herangezoomt wird, dass der spielbare Bereich möglichst den ganzen Platz der Anzeige einnimmt. Gerade die 16 und 32 Karten könnten da automatisch entsprechend ans Bild angepasst werden. Aber selbst wenn man dann meint, einen schnellen Zoom machen zu können, ärgert man sich über die nächste Umständlichkeit: Zoomt man heran, dann wird nicht der Bereich unter dem Mauszeiger vergrößert, sondern beim Squadleader der Punkt, an dem sich der Anführer selber befindet und beim Commander die Mitte der Karte. Auch wäre eine etwas feinere Abstimmung bei den Zoomstufen schön gewesen, insbesondere zwischen zwei- und dreifachen Zoom, da hier die verpixelte Karte in eine High-Detail Karte umschaltet. Das Geben von Befehlen geht dafür jedoch wieder leichter von der Hand. Einfach einen Rechtsklick und schon kann man entsprechende Kommandos wie Angreifen, Verteidigen, Luftangriff, etc. anwählen. Die entsprechenden Leute bekommen automatisch die Ziele weitergereicht, müssen jedoch erst noch "bestätigen", dass sie diese nun möglichst erfüllen werden. Dazu werden die Ziele jeweils farblich in der Karte und am Kompass eingezeichnet. Problematisch ist es nur im Kampf, da die immer gleich aussehenden Anzeigen der Art "Es gibt neue Befehle, drücken sie…." leicht untergehen oder übersehen werden.

Wer im Soforteinsatz mit und gegen Bots spielt, kann auch hier auf die Befehle und den Commander-Modus zurückgreifen. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten, weil die Umsetzung nicht in beide Richtungen gut funktioniert. Wer sich im einem Spiel gegen Bots als Commander bewirbt, bekommt den Posten auch. In Testspielen zeigte sich hier jedoch, dass danach die Bots recht stark im eigenen Team abbaauen, wenn man ihnen nicht laufend über die Karte Anweisungen erteilt. Gibt man ihnen Anweisungen, dann bemühen sie sich auch einigermaßen, diese zu erfüllen, doch eigentlich hat man dann hauptsächlich eine reine Commander-Aufgabe und spielt kaum noch. Etwas anders sieht es aus, wenn man Squadleader oder Mitglied eines Squads ist. Da werden laufend meist recht sinnige Ziele erteilt, was auch gleich den Vorteil hat, da die Bots diese Stellen dann auch angreifen und somit konzentrierte Angriffe erfolgen. Während die Bots im Kampf durchaus akzeptabel sind und für Gelegenheitsspieler ganz ok, so gibt es im Verhalten auch eine ganze Reihe an Mankos. Ruft man nach einem Transportfahrzeug, steigt aber nicht gleich an, weil vielleicht die Entfernung zum Fahrzeug zu groß ist, dann braust der Bot einfach weiter. Schön, wenn er wenigstens öfters frei entscheiden würde. Aber so bleibt ein Schütze in einem Jeep oder Transporter hocken, selbst wenn der Spieler direkt daneben seht, er einen nicht erreichen kann und gleichzeitig durch weniger Treffer aus dem Geschützturm gefegt werden kann. Sehr gerne übersehen sie auch feindliche Einheiten, die sich in ihrer Nähe befinden und so läuft ein "gemischter" Pulk Bots aus beiden Teams eine Strecke zusammen bis sie sich plötzlich bemerken. Nicht nur im Nahkampf wechseln sie gerne zu Messern oder dem Defibrillator, auch wenn sie 5 Meter vom Spieler wegstehen versuchen sie es gerne auf diese Weise. Die grundlegende Fahrzeugsteuerung bekommen sie hin und insbesondere mit den Flugeinheiten gibt es durchaus recht gute Erfolge. Aber so wird man - wie leider auch in einigen Onlinematches von Mitspielern - gerne mit dem Fahrzeug überfahren oder aber der Schütze im Fahrzeug schläft. Überall Gegner um einen herum, doch die Mitfahrer (selbst der am MG auf dem Fahrzeugdach) geben nur kurze Feuerstöße ab. Sehr große Probleme haben die Bots auch mit Engstellen oder aber parkenden Fahrzeuge. So gibt es an Engstellen mitunter richtige Staus, in denen Panzer und Truppentransporter sich aufgrund eines parkenden Jeeps nicht weiterbewegen. Doch es gibt auch etwas bessere Momente, wenn sie einen per Sniper erwischen oder im Kampf einigermaßen gut in Deckung gegen oder Minen und Granaten anwenden. Da hatte Dice dann wohl auch keine List für die größeren Karten noch Botwege zu implementieren.

Grafik, Sound & Hardware

Grafisch hat sich in Battlefield 2 einiges im Vergleich zu den Vorgängern getan. Wie schon geschrieben sind die Karten sehr abwechslungsreich und detailliert gestaltet und setzten auch recht wenig auf sich immer wiederholende gleiche, vorgefertigte Objekte. Die Texturen sind bis auf einige Ausnahmen durchaus ol und das Setting wirkt in sich sehr stimmig. Dazu gibt es allerlei grafische Effekte wie schöne Wasseroberflächen, Dreck und Staub fliegt einem um die Ohren, wenn Fahrzeuge an einem vorbeipreschen, Granaten einschlagen und neben simulierten akustischen Problemen nach Explosionen gibt es auch entsprechende Unschärfeneffekte. Insbesondere die Charaktere und Fahrzeuge weisen recht viele Polygone auf und machen einen sehr guten Eindruck. Zwar fliegen Personen und einige kleine Objekte und Trümmer sehr ansehnlich dank Physikengine durch die Gegend, doch es gibt auch schon angesprochene Mankos. Nicht nur die Welt ist starr und fest, so dass Panzer und andere Fahrzeuge an kleinsten Hindernissen hängen bleiben, auch Unebenheiten im Boden sorgen für Schaden. Die Musik ist im Vergleich zu Battlefield Vietnam eher dezent im Hintergrund und längst nicht so dominant. Die sonstigen Soundeffekte sind auf gewohnt hohem Niveau. Auch wenn die Grafik - insbesondere für einen Mehrspielershooter unter freiem Himmel mit bis zu 64 Personen - recht gut aussieht, sind die Hardwareanforderungen recht happig. Gerade die Schatten fressen extrem viel Leistung und 1GB RAM sollte der Rechner mindestens haben. Bei den Grafikkarten muss auch mindestens eine GF FX (Nachfolger der GeForce 4 TI) im Rechner stecken, sonst bleibt der Schirm dunkel. Bei den Betriebssystemen wird offiziell nur WindowsXP unterstützt, wobei es unter Win2000 auch läuft, allerdings nicht supportet wird. Für bis zu 64 Spieler und VoIP sollte natürlich auch eine entsprechende Internetanbindung, sprich DSL, vorhanden sein.

Meinung

Da ist er also nun, der Nachfolger zu einem der schönsten MP-Shooter. Kurz gesagt: für mich ist Battlefield 2 ein sehr gelungener und extrem spaßiger Nachfolger zu 1942. Die Karten sind abwechslungsreich und Implementierungen wie der Commander oder Squads tragen hoffentlich dazu bei, dass mehr Teamplay ins Onlinegame kommt. Doch das liegt nicht nur allein bei den Entwicklern Dice. Auch einige Onlinespieler sollten erkennen, dass Teamplay nicht nur ein Goodie, sondern Herzstück des Spiels ist. Dann kann man deutlich mehr erreichen und darauf verzichten, anderen online den Heli wegzuschnappen oder sonstige Gemeinheiten zu praktizieren. Warum die Wertung noch keine 2+ ist, liegt an "Kleinigkeiten", die Dice hoffentlich mit den nächsten Updates behebt und nicht erst mit dem ersten schon angekündigten AddOn. Der Ingamebrowser ist eine Frechheit, Waffen wie z. B. das noch nicht richtig ausbalanciert Sniper, Fahrzeuge dürfen nicht an kleinsten Ecken und Hindernissen hängen und sollten keinen Schaden durch einen Huckel nehmen. Sollte sich da noch was tun, spricht nichts gegen eine Aufwertung. Ansonsten können Mehrspielerfreunde, die rein auf Onlinepartien aus sind, auf jeden Fall zugreifen. Sie bekommen das definitiv beste Battlefield aller Zeiten. Abwarten, wie es weitergeht, was Patches und das AddOn bringen, sollten jedoch LAN Gamer und Offlineplayer, die gerne zusätzlich auch auf Bots zurückgreifen und den aus den Vorgängern bekannten COOP-Modus spielen wollen.


Geschrieben am 20.07.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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