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Info
Autor 3
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 1.5
 1.5
Gesamt (6 votes) 2
 1.8
 2
 1.6
Name:Battle Mages: Sign of Darkness
Genre: Echtzeitstrategie
Produkt: Add-On
Release: 2005/10
Publisher: Frogster Interactive
Entwickler: Targem
Links: Buka
Hardware: 1Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 700 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Multiplay: Lan/ Internet
Sprache: Deutsch/Englisch
Serie: ja
Patch: 1
Bemerkung: Stand Alone Addon
USK: 12
Battle Mages: Sign of Darkness (review von nali_warcow)

Kaum ist ein Vollpreisgame auf dem Markt, wird schon mit den "Resten" bzw. nicht verwendeten Elementen und einigen Ideen aus einer Brainstorming-Sitzung am AddOn gearbeitet. AddOns sind eigentlich so normal, dass man durchaus vermuten könnte, es würde inzwischen absichtlich etwas zurückgehalten, um die obligatorische Erweiterung nachzulegen, die dann oftmals knapp 30€ auch nicht gerade preiswert ausfallen. Ab und zu gibt es jedoch auch Ausnahmen. Dann ist das AddOn doch preiswerter oder aber - ganz selten - ist es zwar ein AddOn, benötigt jedoch freundlicherweise das Hauptspiel nicht. So geschehen beim Strategiespiel-Standalone AddOn zu Battle Mages: Sign of Darkness. Wie viel Standard im AddOn ist und was sich grundlegend am Spiel(prinzip) getan hat, soll das folgende Review klären.

Das AddOn kommt platzsparend auf einer einzigen CD. Das Handbuch von Battle Mages: Sign of Darkness ist recht umfangreich ausgefallen, wobei es jedoch lediglich als farbige PDF Version auf der Spiel-CD zu finden ist. Handbuch und Spielsprache sind zwar in Deutsch, die gesprochenen Texte wurden jedoch nicht übersetzt.

Der Kampf geht weiter…

Allerdings nicht nach den Geschehnissen des Hauptspiel. Das AddOn nutzt viel mehr die Gelegenheit und erzählt in einer Reihe aus "Kurzkampagnen", was sich im Lande Daemor abspielte, lange bevor der dunkle Hexenmeister erschien. Nach vielen Hundert Jahren hat sich die Welt vom Konflikt zwischen den Mächten des Bösen und der Gerechten erholt. Menschen, Elfen und Zwerge leben in einer aufgeteilten Welt in Frieden miteinander. Dank der Magiergilde kam ein wunderbares, friedliches Zeitalter. Der Spieler steigt in eine fast friedliche Welt als junger und noch recht unerfahrener Lehrling ein, der bei seinem Meister die letzten Prüfungen absolviert. Noch ahnt er nicht, dass diese nicht so leicht ausfallen. Die Welt wird schon bald sehr ungemütlich und Einigkeit schnell durch Zwietracht und Verrat ersetzt.

Wer das Hauptspiel Battle Mages kennt, wird sich in Sign of Darkness sehr schnell zurechtfinden. Wieder übernimmt man dabei die Steuerung einiger Trupps unterschiedlicher Einheiten. Um weiter zu kommen gilt es wieder verschiedene Quest zu erfüllen, die Einheiten zu verbessern und die Magiefähigkeiten des Magiers auszubauen.

… in vier Kampagnen

Im Gegensatz zum Hauptspiel wurde das Tutorial einer kleinen Generalüberholung unterzogen und sollte auch Einsteiger einen guten und leichten Start ins Spiel vermitteln. Dazu gibt es auch ein umfangreiches Handbuch, was sehr detailliert alle Funktionen des Spiels erklärt. Abgerundet wird die Informationsflut durch eine wissenswerte und hilfreiche Ingame-Enzyklopädie. Doch nach dem Tutorial war es das dann leider auch, was die Entwickler sich für Einsteigern gedacht haben. Wie im Hauptspiel auch verfügt Sign of Darkness nur über einen einzigen Schwierigkeitsgrad und der fällt alles andere als leicht aus. Wie gut es geht bzw. wie leicht man vorankommt hängt stark davon ab, wie geschickt man die eigenen Truppen verbessert und Fertigkeiten ausbaut. Insgesamt besteht das Spiel aus vier Kapiteln (Prolog und drei Kapitel) mit jeweils vier umfangreichen Missionen. In Sachen Spiellänge steht es somit dem Hauptspiel nicht nach und das zu einem akzeptablen Preis von etwa 20€.

Im Laufe der Kampagnen steuert man unterschiedliche Helden, die dementsprechend auch immer wieder von "Null" anfangen. So hat man die unterschiedlichsten Einheiten unter seinem Kommando und Zugriff auf verschiedenste Magieschulen. Das Grundgameplay ist dabei unverändert geblieben. Die Missionen spielen zwar in unterschiedlichen Settings, so dass man sich mal durch eine Wald- und Wiesenlandschaft, dann durch eisigen Schneeregionen, unterirdische Höhlen oder Lavalandschaften bewegt, doch vom Aufbau her ist es recht ähnlich. Einige Maps sind sehr offen angelegt und können recht frei erkundet werden, wobei man dabei nicht nur unterschiedliche Verbündete, sondern auch Feinde stößt, die man ggf. noch gar nicht besiegen kann und dadurch zu einem Reload gezwungen wird. Ziele gibt es jeweils primär und optional von den unterschiedlichsten Auftraggebern. Da wollen Einheiten Geleitschutz, Bedrohungen in Forum von Gegnern bzw. gegnerischen Basen (Tunnelausgänge, etc.) müssen beseitigt oder Gegenstände beschafft werden. Erfolgreich ausgeführte Aufträge oder aber besiegte Gegner hinterlassen Erfahrung und Rohstoffe für den Spieler. Einige davon wie z. B. Gold findet man auch so auf der Karte. Diese Rohstoffe kann man in Städten verkaufen, wodurch diese nach einiger Zeit einen Level aufsteigen und bessere Angebote haben. Da stehen dann besser ausgerüstete Einheiten zur Wahl oder aber bessere Waffen für den eigenen Trupp.

Einheiten unterstehen dem Spieler dabei wieder jeweils in Trupps aus 1-8 Soldaten eines Typs. Armbrustschützen, Kundschafter, Magier, Trolle, Elfen und viele weitere stehen je nach Mission und Held zur Verfügung. Angeschlagene Einheiten regenerieren sich nach jeweils kurzer Zeit wieder, gestorbene können in der nächsten Stadt "nachgekauft" werden. So lange ein Trupp nicht vollständig aufgerieben wurde, verliert man auch nicht dessen Erfahrung. Daher lohnt es sich dafür zu sorgen, dass die Truppen einen hohen Rang und gute Waffen haben, sofern man sich letzteres leisten kann, da das Gold meist sehr knapp bemessen ist. Aber nicht nur die Truppen sammeln Erfahrung und steigen auf, auch der Held. Hier kann man sich dann in jeweils vier Kategorien verbessern, was Auswirkungen auf unterschiedliche Fertigkeiten wie Schaden der Einheiten, Erfahrungspunkte oder kontrollierbare Trupps hat. Je nach "Level" des Helden können auch weitere Zauber gekauft werden, womit die Truppen im Kampf unterstützt werden können. Hier ein Feuerball, Heilung oder verstärkter Schaden stehen beispielsweise zur Auswahl. Gerade Kenner des Hauptprogramms werden schnell bemerken, dass sich insgesamt wenig getan hat. Überwiegend hätten dies auch fähige User mit einem Editor bewerkstelligen können, den es leider auch im AddOn nicht gibt.

Die Steuerung ist ebenfalls weitesehend gleich geblieben, geht insgesamt recht einfach von der Hand und das Spiel bietet einige Optionen. Allerdings greifen manche Einheiten eines Trupps erst sehr spät automatisch an und auch nicht den ausgewählten Gegnern, sondern mitunter einen anderen daneben. Etwas fummelig ist auch die Justierung der Ansicht. Dank unterschiedlicher Spielgeschwindigkeiten kann man die überschaubare Zahl Trupps einigermaßen gut einsetzen und mit Zaubern im Kampf gezielt unterstützen. Dumm nur, wenn man etwas gegen das Script des Levels handelt und so zu früh auf zu starke Gegner trifft. Da hat man meist keine Chance.

Grafisch hat sich mit dem AddOn wenig getan. Es gibt kurze Einleitungsvideos und in den Missionen unterschiedliche Wettereffekte. Ansonsten ist die Grafik noch ausreichend, ohne jedoch irgendwie beeindruckend zu können. Bei der eher Durchschnittsgrafik wäre zumindest eine höhere Sichtweite, mehr Details oder einfach mehr FPS angebracht gewesen. Auch beim Sound wurde auf bekannte Klänge und Töne des Hauptspiels gesetzt, Hauptneuerung ist die nun komplette englische Sprachausgabe.

Mehrspieler- und freier Einzelspielermodus sind mehr nette Dreingabe als wirklich spielerisch sinnvoll. Einzelmaps gab es nicht (aber den Menüpunkt), online waren keine Spiele zu finden und insgesamt nur vier Karten für den Mehrspielermodus und keine Optionen sprechen auch nicht gerade für Motivation im LAN oder per Internet.

Meinung

Das AddOn Sign of Darkness sollte die Kauf-Entscheidung leicht machen. Wem Battle Mages Spaß machte, der bekommt hier mit 16 Missionen etliche Abende Spielspaß. Die Motivation gewinnt das Spiel wieder durch die Erforschung und das Absolvieren der Quests in Verbindung mit der Verbesserung des Helden. Warum wurde aber aus den Fehlern und Mankos des Hauptspiels nichts gelernt? Die Missionen sind wieder was für Tüftler bzw. mindestens fortgeschrittene Spieler und die Bedienung hapert immer noch an einigen Kleinigkeiten. Die etwa 20€ für das Standalone sind noch ok. Einfach mal die Demo ausprobieren und die Welt von Battle Mages beschnuppern.


Geschrieben am 25.11.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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