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Ankh - Kampf der Götter  

Rückseite ]

Info
Autor 2
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 1.5
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Gesamt (5 votes) 2
 0.2
 1.2
 1.9
Name:Ankh - Kampf der Götter
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2007/12
Publisher: Xider
Entwickler: Deck 13
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 2Ghz, 512MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win XP/Vista, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Patch: 1.01
Ankh - Kampf der Götter (review von nali_warcow)

Assil geht in die dritte Runde. Gerade einmal etwas über zwei Jahre ist es her, dass das deutsche Entwicklerteam Deck 13 das sehr humorvolle Adventure "Ankh" in die Läden brachte. Nach "Ankh: Herz des Osiris" und Jack Keane stand Ende 2007 auch schon der dritte Teil der Ankh-Trilogie in den Regalen. Ob der Knobelspaß aus Deutschland das hohe Niveau der bisherigen Adventure-Entwicklung von Deck 13 halten kann, ob Assil unter ersten Ermüdungserscheinungen leidet und was es für Neuerungen im dritten Wüsten-Abenteuer gibt, darüber klärt das folgende Review auf.

Die DVD-Box von Ankh: Kampf der Götter steht in einem kleinen Pappschuber in den Läden. In der Box befindet sich neben der Spiel CD auch eine Registrierungskarte und ein etwa 25 Seiten umfassendes, farbiges Handbuch. Neben netten Bildern, einer Beschreibung der Charaktere und den Infos zu den Gameplaygrundlagen gibt es zudem einige Hilfestellungen für die ersten Spielminuten. Zum Spielen ist lediglich ein CD-Laufwerk erforderlich, um die knapp 1-GB-Daten auf die Festplatte zu kopieren. Technische Probleme in Form von Bugs, Plotstoppern oder Abstürzen gab es nicht. Lediglich die Datenträgerüberprüfung des Kopierschutzsystems kann sich - je nach System - ein wenig hinziehen, fiel ansonsten aber nicht weiter negativ auf. Ein wenig unschön gestaltete sich jedoch der Autostart des Spiels (zumindest unter Windows Vista). Hier wurde lediglich immer das Setup gestartet und es gab kein Auswahlmenü, um darüber das eigentliche Spiel starten zu können.

Keine Ruhe für den Helden

Assil, der Held der beiden Vorgänger, hat es wirklich nicht leicht. Nachdem er seinen Todesfluch losgeworden war, braute sich schnell neues Unheil an. Das Ankh wurde gestohlen, die Ehe mit Thara ging in die Brüche und Osiris hatte auch noch eine Rechnung mit dem jungen Ägypter offen. Neuer Ärger kündigt sich an. Am Sternenhimmel ist das Sternbild des Kamels zu sehen und das kann nur eine Bedeutung haben: Der Kampf der Götter steht unmittelbar bevor und Ägypten droht durch die Streitigkeiten in einen Trümmerhaufen verwandelt zu werden. Der Einzige, der sich gegen die Götter stellen kann, ist Assil, Träger und Hüter des Ankh…

Präsentiert wird die Geschichte rund um die zänkischen Götter, wie schon in den Vorgängern, aus einer Mischung von Gesprächen und kurzen Zwischensequenzen in Ingamegrafik. So wird gezeigt, was an anderer Stelle gerade passiert oder wie der Held von einem Schauplatz zum nächsten gelangt. Kleinere Überraschungen, Wendungen und sowohl alte Bekannte als auch neue Gesprächspartner sorgen für Abwechslung im Spielablauf. Bis zum finalen Showdown wird der Spieler gut unterhalten und darf wieder mehrfach schmunzeln und lachen, der Humor hat es auch in den 3. Ankh-Titel geschafft. Egal ob Assil nun Handschellen mit Plüschüberzug im Regal hat oder sich die Stadt Luxor als Zockerparadies mit lauter Spielautomaten herausstellt. Um jedoch im Spiel voranzukommen, müssen nicht nur Gespräche geführt und Zwischensequenzen angeschaut, sondern auch zahlreiche Point & Klick-Aufgaben gemeistert werden.

Die nächste Episode

Ankh-Kenner werden sich schon nach wenigen Minuten heimisch fühlen. Auch im dritten Abenteuer von Assil habe die Entwickler am grundlegenden Spielprinzip, den Rätseln oder der optischen Präsentation, nicht viel verändert. Der Spieler steuert den Helden per Point & Klick durch die unterschiedlichen und interessanten Abschnitte, sammelt dabei allerlei Gegenstände auf (vom Nil-Krokodil-Federhandschuh bis zum koffeinhaltigen Getränk), sucht passende Verwendungsmöglichkeiten und unterhält sich mit den in der Welt verstreuten NPCs. Diese geben nicht nur hin und wieder einen kleinen Tipp oder dienen als Gesprächspartner für einen lustigen Wortabtausch, sondern haben auch größere und kleinere Sorgen, die dem Helden entsprechende Belohnungen versprechen. Getreu dem Prinzip "Eine Hand wäscht die ändere", darf sich Assil als Botenjunge und Problemlöser nützlich machen. Um etwa an ein kleines Krokodil zu kommen, braucht er den Schlüssel vom Nachbargrundstück, wo zufälligerweise eine Katze auf dem Baum festsitzt. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl kann Assil die aufgeregte Tierbesitzern davon überzeugen, dass er bestens geeignet ist, sich der bedrohlichen Situation anzunehmen. In kleinen Schritten kommt er dabei dem jeweiligen Kapitelziel immer näher. Die Aufgabenpalette ist dabei sehr breit gefächert. Einige Aufgaben können direkt an Ort und Stelle gelöst werden, bei anderen wird Hilfe von einem NPC benötigt oder aber Gegenstände müssen möglichst originell bzw. sinnvoll miteinander kombiniert werden. Bis auf einige wenige Ausrutscher sind die Aufgaben auch sehr gut gelungen und wirken nicht zu konstruiert. Durch gute Beobachtung und ein wenig Köpfchen lassen sich auch die scheinbar ausweglosesten Situationen meistern. So wird aus einer Haifischflosse und einem Bügelbrett ein Surfbrett, eine gebratene Ente wird als Wasserbehälter missbraucht und aus zwei Trillerpfeifenteilen und einer Kirsche wird eine funktionierende Trillerpfeife. Da der Held nicht sterben kann, können auch gefährlichere Aufgaben, wie etwa ein Krokodil, das sich in einem Raum zurückgezogen hat, ohne Frust angegangen werden. Auch die in manchen Adventures vorhandene Regelung, dass einige Gegenstände erst zu einem bestimmten Zeitpunkt genommen werden können, gibt es in Ankh 3 nicht. Ganz ungestört und mit einem freien Speichersystem kann der Spieler so vor sich hin knobeln.

Um nicht zu weit vom richtigen Weg abzukommen und den Spieler sprichwörtlich in die Wüste zu schicken, haben die Entwickler durch mehrere Designentscheidungen den Handlungsrahmen, stärker als in den beiden Vorgängern, ein wenig eingegrenzt. So ist es nun möglich, sich durch einen Druck auf die Tab-Taste die aktuellen Ziele anzeigen zu lassen, um in etwa zu wissen, was der Held als nächstes zu erledigen hat. Außerdem können - ebenfalls per Knopfdruck - alle Interaktionspunkte im aktuellen Bildschirm hervorgehoben werden, was lästige Pixelsuche erspart und so auch schnell überprüft werden kann, ob irgendwo ein Gegenstand oder Objekt übersehen wurde.

Zu guter Letzt wurde Ankh auch in sieben handliche Kapitel unterteilt, die wiederum lediglich aus einer handvoll sehr überschaubarer Areale bestehen und die (Lauf)Wege bleiben kurz. Außerdem gibt es immer wieder Schauplatzwechsel und vor allem - gerade nach Teil 2 - sehr viele frische Orte. In "Kampf der Götter" wurde nichts recycelt, Assil erlebt einen turbulenten Start im eigenen, brennenden Haus, bricht danach in Richtung Luxor auf und besucht außerdem einen sehr exotischen Ort der Götter, der einige Prüfungen bereithält, bevor es nach leider nicht ganz so langer Spielzeit, zum Showdown geht, um Ägypten vor der Zerstörung und der Terrorherrschaft von Seth zu bewahren.

Ganz allein jedoch muss sich Assil der Aufgabe nicht stellen. Die Beziehung zu Thara ist inzwischen wieder im rechten Lot und die junge Dame begleiten den Hüter des - nun sprechenden Ankhs - durch die Welt. Gerade im ersten Kapitel, welches gleichzeitig als Tutorial dient, haben die Entwickler einige nette Puzzle eingebaut, die lediglich im Team gelöst werden können. So fasst Thara z. B. keine Schmutzwäsche an, muss am Anfang erst einmal vor den Flammen gerettet werden, traut sich dafür aber im Gegensatz zu Assil ins kalte Wasser und kann dadurch einen überfluteten Raum durchschwimmen. Leider ist die Team-Puzzelei nicht von so langer Dauer. Wenig später trennen sich die beiden, um im späteren Spielverlauf lediglich ab und zu kurzzeitig gemeinsam auf dem Schirm zu agieren. Bis auf eine kurze Ausnahme hat Thara dann auch keinen weiteren Auftritt als steuerbarer Charakter. Hier können die Entwickler auf jeden Fall in Ankh 4 nachbessern und den Spieler vielleicht auch mal die Wahl lassen, ob man als Thara nun Weg A zum Ziel oder mit Assil die Router B nimmt.

Assil triff im Spielverlauf immer mal wieder auf weitere NPCs. Einige davon, wie etwa das inzwischen zahnlose Nilkrokodil oder die Mumie George, die inzwischen eine Anstellung als Barkeeper bekommen hat, kennt der Spieler bzw. Assil aus den Vorgängern, andere, wie etwa Versandhändler Rot-Meer, sind neu dabei.

Der Einstieg in den neusten Ankh-Teil ist sehr bequem und einsteigerfreundlich gehalten. Die Point & Klick-Steuerung geht gut von der Hand, es gibt zahlreiche Ingamehilfen und im Handbuch sind wissenswerte Einstiegshilfen vermerkt. Per Doppelklick kann der Charakter außerdem rennen und so schnell von einem Schirm zum nächsten gelangen. Leider haben es die Entwickler auch nach mehreren gleichen Spielen im Ankh-Universum noch nicht hinbekommen, dass Objekte immer präzise angewählt werden können. Dies geht nur, wenn die Spielfigur steht, ansonsten bewegt sich die Kamera immer ein ganz klein wenig mit und erschwert dadurch das teilweise sehr genaue Anvisieren der Objekte. Da es jedoch keine zeitkritischen Aktionen gibt, ist es zwar ärgerlich, aber nicht weiter schlimm. An der Präsentation hat sich ansonsten wenig verändert. Die neuen Schauplätze und Charaktere passen wunderbar in die Welt von Ankh und hier und da gab es kleinere Überarbeitungen, Verbesserungen und Optimierungen zu sehen. So sind die Animationen teilweise weiter verbessert worden und neue Effekte erfreuen das Auge. Leider sind den Entwickler auch einige Animationen durch die Lappen gegangen, die noch sehr unfertig aussehen (etwa an ein / zwei Stellen, wo Assil mit einem Gegenstand interagiert / bzw. diesen aufhebt) und das Objekte nicht richtig angefasst werden bzw. der Charakter an einer Stelle kurzzeitig über den Boden gleitet. Aber diese Kleinigkeiten fallen nicht wirklich negativ ins Gewicht. Zu guten Stimmung trägt auch wieder der sehr stimmige Soundtrack und eine gelungene Sprachausgabe bei. Der Humor kommt wunderbar rüber, die Charaktere sind glaubhaft und bekannte Gesichter haben glücklicherweise wieder die gleichen Sprecher.

Meinung

Der Point & Klick Rätselspass "Ankh: Kampf der Götter" rund um den Helden Assil macht auch im dritten Teil wieder viel Spaß. Der Humor ist stimmig, die Rätsel überwiegend gelungen und bei den Schauplätzen gibt es zu 100% neue Szenen zu erleben. Auch an Musik, Sprachausgabe und Optik gibt es höchstens Kleinigkeiten zu bemängeln. Wer also bislang mit Ankh 1 oder dem Nachfolger "Herz des Osiris" seinen Spaß hatte, der wird auch im neusten Ableger gut unterhalten. Wer jedoch lieber ein wenig "Urlaub" vom bekannten Ankh-Szenario machen möchte, sollte lieber einen Blick auf das sehr gelungene "Jack Kean" werfen, ebenfalls ein Point & Klick-Adventure vom gleichen Entwickler. "Kampf der Götter" ist ein stimmiges Spiel, das auch für Einsteiger sehr gut geeignet ist, aber insgesamt auf der Stelle und damit auf der "2" stehen bleibt.


Geschrieben am 06.02.2008, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
 



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