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Absolute Blue  


Info
Autor 4+
 2.5
 1.5
 1.5
Gesamt (5 votes) 3
 2
 1
 1.3
Name:Absolute Blue
Genre: Arcade Action
Produkt: Vollversion
Release: 2005/04
Entwickler: Intermediaware
Offiz. Sites: Game, Demo
Hardware: 500Mhz, 64MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 100 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX7
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Sprache: Deutsch
USK: 6
Katakis (1988)
Absolute Blue (review von nali_warcow)

Mitunter sind es einfache Sachen, die extrem viel Spaß machen bzw. eine große Faszination ausüben können. Ein simpler "Arcade-Shooter" wie Moorhuhn hat Massen begeistert und so mancher heutige Spieler hat vergessen, womit man sich vor vielen Jahren die Zeit am Rechner vertrieben hat. Irgendein simples Spielprinzip, das meist in bockschweren Leveln präsentiert wurde. Intermediaware bringt nun ein Remake der klassischen Sidescroller. Wie sich das Spielprinzip heutzutage schlägt, kann man im folgenden Review lesen.

Das Spiel gibt es direkt auf der Seite des Herstellers zum Download. Selbst Modemuser sollten die etwa 60 MB noch schaffen. Nach der Installation erfolgt beim ersten Start noch kurz ein Entpacken der Grafiken, doch mit etwas über 100 MB sind keine GB großen HDs nötig. Das Handbuch gibt es als PDF Datei dazu. Bugs oder sonstige technische Probleme traten beim Testen nicht auf.

Alte Faszinationen

Wie man es bei solchen Spielchen kennt, in denen es lediglich auf den Shooterspass ankommt, so ist auch bei Absolute Blue die Story eher nebensächlich. Dennoch stehen im Handbuch einige Absätze dazu. Die Menschheit steht kurz vor dem Abgrund und als wenn das noch nicht genug wäre, taucht auch noch eine fiese Alienrasse auf und die letzte Stunde der Menschen hat geschlagen. Lediglich der Spieler kann das Schicksal noch abwenden, wenn er die drei Kristalle finden wird. Aber das ist im Spiel eher nebensächlich. Wie man es aus den Vorbildern wie z. B. Katakis kennt, steuert der Spieler ein kleines Raumschiff und muss alle Gegner beseitigen und Kollisionen vermeiden, bis man das Levelende erreicht.

Ballern, Ballern, Ballern

Dieses simple Spielprinzip wurde in vier "Welten" umgesetzt. Diese Welten unterscheiden sich durch unterschiedliche "Hintergründe" und Gegner. Jede Welt besteht aus drei Leveln, die wiederum in fünf Sektoren unterteilt sind. Am Anfang jedes Sektors gibt es eine kurze Statusinformation über den Schiffszustand (Waffen, Leben und Punkte) oder ab und zu auch eine kurze Info, was einen erwartet. Sollte das Raumschiff des Spielers außerdem mal zerstört werden, so startet man nur den letzten Sektor erneut mit der Standardbewaffnung. Die Schwierigkeit besteht nun - neben dem generellen Überleben - darin, dass der Spieler drei Level hintereinander absolvieren muss und dann erst wieder speichern kann. In der ersten, leichten Welt, die man optional auch mit einem Tutorial anfangen kann, ist es auch noch nicht so schwer. Schließt man diese Welt jedoch beispielsweise nur mit einem Leben ab, so sieht es für die nächste Welt deutlich schwerer aus. Ein Crash und man hat verloren. Da aber die Level sowieso schwerer werden, kommt der Spieler nicht umhin ggf. eine Welt erneut zu spielen, einfach weil die nächste sonst nicht schaffbar ist mit so wenige Leben. Dabei bietet das Spiel schon drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und selbst auf der Stufe Anfänger werden sich viele Spieler die Zähne ausbeißen. Insbesondere die Kollision mit Hindernissen ist oft das Ende eines Lebens. Eine Kollision, mag sie auch noch so gering sein, mit Streckenobjekten zerstört immer das Schiff. Da jedoch immer mehr Gegner kommen, es immer mehr an allen Ecken und Enden kracht und gemeine Weggabelungen und andere Fallen dazukommen, ist so eine Handhabung zumindest auf der unteren Schwierigkeitsstufe alles andere als spielspaßfördernd. Dazu kommt noch, dass das Raumschiff eine recht großzügige Kollisionsabfrage hat, was man sehr schön bei Treffern der Gegner bemerken kann, wenn die "rote Kugel" eigentlich 10 Pixel am Schiff hätte vorbeigehen müssen. Ab und zu bekommt es der Spieler auch mit größeren Gegnern zu tun, die entsprechend eine ganze Menge Treffer aushalten. Leider spawnen davon jedoch einige mitten auf dem Schirm, was sehr ungünstig ist, wenn sich der Spieler gerade an dieser Stelle befindet. Schwups ist wieder ein Leben weg. Ansonsten bekommt man es mit Energiefeldern, allerlei fliegenden Gegnern (in unterschiedlichen Konstellationen), Geschützen und "Minen" zu tun. Minen, die auf der Stelle "stehen", lassen sich zerschießen, während sich die "hüpfenden" Varianten nicht zerstören lassen. Oder aber es gilt eine Mauer schnell zu zerbröseln, welche mitunter direkt vor einem gebaut wird. Das Leveldesign ist zwar sehr linear und der Spieler fliegt immer von links nach rechts, doch mitunter kann man sich kurzzeitig zwischen zwei oder drei Passagen entscheiden. Da wird dann der Level in der Mitte durch eine Mauer getrennt und nun ist man oben oder unten. Mitunter findet man in einem Bereich auch Extras, wie ein Zusatzleben oder ein Waffenupdate - die andere Seite geht dann leer aus. Daher muss man den Abschnitt schon kennen, wenn man was abbekommen will. Ebenfalls sehr gemein, insbesondere mit der Kollision, sind Bereiche, in denen die Geschwindigkeit extrem beschleunigt wird. Für einen möglichst hohen Highscore sollte man nicht nur alle Gegner beseitigen, sondern auch die Punkte einsammeln, die in Form von kleinen "Blasen" im Level herumschweben bzw. von den Gegnern hinterlassen werden. Neben den Punkten gibt es auch Updates, die man zwingend aufsammeln sollte, wenn man eine Chance haben möchte. Anfangs reicht noch das Standardfeuer mit zwei Schüssen gerade nach vorn. Doch mit Verbesserungen hat man auch die Möglichkeit, ein Streufeuer nach vorne zu bekommen bzw. gleichzeitige Schüsse nach hinten. Zusätzlich gibt es noch eine Sekundärwaffe. Da wären z. B. zwei seitliche Waffen, welche wie eine Art Strahl die obere bzw. untere Seite des Schiffs beschützen und alle Ziele schwer beschädigen. Auch gibt es die Möglichkeit als Sekundärwaffe einen starken Energiestoß nach vorn abzugeben, der für kurze Zeit für eine freie Flugbahn sorgt. So schnell man die Updates bekommt, so schnell wird man diese auch wieder los. Es gibt in den Leveln auch eine ganze Reihe negativer Updates. Da verliert man blitzschnell wieder die schönsten Waffen und hat es deutlich schwerer. Leider sind diese Objekte nicht so platziert, dass man sie immer umgehen kann. Mitunter ist es einfach vorgesehen und sei es, dass man sich zwei Bildschirme zuvor erst durch ein geschicktes Manöver Extras ergattern konnte, diese wieder verliert. Was man leider vermisst ist ein Modus für zwei Spieler und sei es nur an einem Rechner.

Steuerung, Grafik & Sound

Die Steuerung ist einfach gehalten. Mit den Pfeiltasten steuert man das Schiff und mit Space wird geschossen. Eine Steuerung per Maus ist genauso möglich wie mit Gamepad, allerdings ist es damit doch etwas schwammiger und Kollisionen noch leichter möglich. Insbesondere wenn man zwischen enge Lücken durch muss. Grafisch sieht das Spiel deutlich besser als die ersten Vertreter seiner Art. Allerdings handelt es sich bei dem Spiel um ein 3D / 2D Gemisch. Während beispielsweise die Explosionen wunderschön aussehen, insbesondere wenn es an allen Ecken und Enden kracht, so findet man auch etliche Sprites im Spiel wie beim Spielerschiff und den Schüssen. Da hätte man doch etwas mehr auf 3D setzen können. Leider war es auch mit FSAA nicht möglich, sich das Spiel grafisch noch zu verschönern, FSAA produzierte nicht nur Grafikfehler sondern das Spiel lief auch nur noch mit wenigen FPS und brauchte eine Ewigkeit allein für den Start. Die Sprachausgabe im Spiel beschränkt sich auf einige Kleinigkeiten, wie z. B., wenn man "Extra Points" aufsammelt, stirbt oder auf einen Checkpoint landet. Dazu gibt es Schüsse, Explosionen und einen ansprechenden, wenn auch bei längerem Spielen doch etwas eintönigen Soundtrack.

Meinung

Absolute Blue ist ein Klassiker-Remake durch und durch. Die Grafik ist zwar nicht so überwältigend, aber durchaus ansehnlich. Hier wurde ein komplettes Spielprinzip einfach 1 zu 1 übernommen und da hapert es. Früher konnte man Tage damit verbringen, sich daran zu erfreuen, doch heutzutage eher weniger. Insbesondere wenn der Schwierigkeitsgrad nicht gut ausgewogen ist. Wer den SG "Anfänger" nimmt, der sollte auch eine Chance haben, das Spiel zu schaffen. Aber nach drei Leveln erst Speichern zu können und dann die drei Level erneut schaffen zu müssen, weil man zu wenig Leben für die nächsten hat, ist nicht förderlich fürs Spiel, genauso wie die Kollisionsabfrage. Auch vermisst man schmerzlich in so einem Remake eines Klassikers den Mehrspielermodus. Da werden drei Steuerungsmöglichkeiten angeboten und man kann nur allein vor dem Rechner zocken. Vielleicht kann da ja ein Patch noch was regulieren, dass es als spaßiges Spielchen am Abend was werden kann, so kann man es nur Profizockern empfehlen, die gerne mal wieder einen Klassiker spielen wollen. Im Gegensatz zur 15 € teuren Downloadversion wird komischerweise die Retail Version auf CD für ca. 10 € angeboten (ab 20.Mai über dtp).


Geschrieben am 20.04.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
 



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